Heinrich von Kleist: Leben ohne Glück
Die Suche nach dem idealen Leben endete im Freitod. mehr
Sendetermin: 7. bis 18. November 2011, 22.00 bis 22.35 Uhr
Rolf Boysen liest "Michael Kohlhaas" – von Heinrich von Kleist.
Vor 200 Jahren, am 21. November 1811, erschoss der Dichter Heinrich von Kleist erst Henriette von Vogel und dann sich selbst. Das geschah bei Berlin, am Kleinen Wannsee in der Nähe des Gasthauses von Johann Friedrich Stimmings, wo sich das Paar für seine letzte Nacht einquartiert hatte. Die Tat war wohl geplant und von beiden gewünscht; Henriette Vogel und Kleist kannten sich erst kurz. Das Selbstzerstörerische, das Kleist, der "seinen Platz in der Welt nie gefunden hatte", in sich trug, hatte gesiegt.