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Hunter

Am 20. Februar 2005 hat er sich an seinem Schreibtisch mit einem Kopfschuss das Leben genommen - seine Asche wurde bei der Trauerfeier auf seiner Farm in Woody Creek in die Luft geschossen. Er war ein Verrückter, ein Genie und ein Waffennarr: Hunter S. Thompson, der Exzentriker und Rebell, der den amerikanischen Journalismus revolutionierte. Dabei erfand er einen eigenen Stil, den er "Gonzo" nannte - nach einem Slangausdruck für den letzten Mann, der nach einem Saufgelage noch aufrecht stehen kann.

Mit seinen brillanten Texten wurde er zum Chronisten der Gegenkultur, die in den 60er-Jahren vor allem in Kalifornien hervorging aus der wilden Mischung von Beatniks, LSD-Freaks, Rockern und Studenten. Aber auf dem Höhepunkt der alternativen Bewegung setzte Hunter S. Thompson sich aus Kalifornien in ein Kaff in Colorado ab, wo er für das Amt des Sheriffs kandidierte. Sein halluzinogener Roman "Angst und Schrecken in Las Vegas" ist ein wirrer Abgesang auf eine Zeit, in der ein anderes Amerika denkbar war. In seinem Abschiedsbrief vor fünf Jahren schrieb er: "No more fun - for anybody".

(Dienstag, 9. Februar, 20.00 - 21.00 Uhr, NDR Kultur)

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