Das Gespräch

Gast: Micha Brumlik

Samstag, 12. März 2016, 18:00 bis 18:30 Uhr

Am letzten 6. März wurde der jüdische Publizist und Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik in Hannover mit der  Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet. Damit wurde der 68-Jährige für sein Engagement im jüdisch-christlichen Dialog geehrt. Brumlik ist ein kritischer Geist, der es schafft, mit seinen zugespitzten Äußerungen immer wieder auch unbequeme Diskussionen anzustoßen. So kritisiert er einen Antisemitismus auch bei den deutschen Linken oder einen Antijudaismus in der christlichen Theologie. Als junger Mann war Brumlik ein begeisterter Anhänger Israels, ein glühender Zionist; enttäuscht von Israels aggressiver Militärpolitik demonstrierte er später gemeinsam mit Palästinensern gegen die israelische Politik im Libanon. Heute spricht er vom Ende des Zionismus: Die Zeit für die Zwei-Staaten-Lösung sei vorbei; der jüdische Staat werde sich wandeln müssen zu einem multiethnischen Staat.

Micha Brumlik bei der Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille.

Micha Brumlik erhält Buber-Rosenzweig-Medaille

Hallo Niedersachsen -

Er sei ein Seismograf für die Suche nach jüdischer Identität, ehrt Margot Käßmann den Preisträger Micha Brumlik. Joachim Gauck hat die "Woche der Brüderlichkeit" eröffnet.

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