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Da sachste was! - das Audio-Lexikon

"Plümerant", "ausklamüsern", "Appeldwatsch" oder "Schlackermaschü" - die NDR 2 Hörer haben uns schon einige norddeutsche Begriffe geschickt. Was es damit auf sich hat, erklärt Plattdeutsch-Experte Volker Holm im NDR 2 Programm. Hier können Sie's nochmal nachhören!

 

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/ndr2/programm/norddeutsch104.html

"Aggewars"

So nennt man Aufwand, Aufstand oder Stress im "Petuhtanten-Deutsch". Das wiederum ist eine Mischung aus Dänisch, Friesisch und Deutsch. Audio (00:15 min)

"Appeldwatsch"

Nicht mit Äpfeln, sondern mit Albernheiten hat dieser Begriff zu tun, den Karsten Schulz aus Friedrichskoog gern benutzt. Audio (00:31 min)

00:51 min

"Ausklamüsern"

Jens Mahrhold kennt den Ausdruck schon von seiner Mutter. Dass er aus dem Lateinischen kommt, war ihm neu. Audio (00:51 min)

00:31 min

"Brägenklöterig"

Wenn's im Gehirn klappert, dann ist jemand brägenklöterig - aber nicht "von Haus aus dumm", weiß NDR 2 Hörerin Juliane Seum. Audio (00:31 min)

00:49 min

"bumfiedeln"

Jens Mahrhold hatte schon Bedenken, dass es etwas Unanständiges sein könnte. Torsten Stümer aus Lübeck konnte ihn beruhigen: "Bumfiedeln" ist nichts Anderes als "schmeicheln". Audio (00:49 min)

00:51 min

"Buseruntscher"/"Buscherum"

Bei der Schreibweise ist man sich nicht einig, bei der Herkunft schon: Aus dem Niederländischen stammt das Wort für Fischerhemd. Audio (00:51 min)

00:47 min

"Dölmer"

Natürlich sind nicht nur die Einwohner von Dölme gemeint, wenn Matthias Werhahn aus Bad Münder "Dölmer" als liebevolle Version von Dummkopf verwendet. Audio (00:47 min)

01:03 min

"Dröhnbregen'"

Ein Schimpfwort, das Nils Drzimkowski aus Nortorf häufig mal benutzt - ist aber viel netter gemeint als "Trottel" oder "Depp". Audio (01:03 min)

00:16 min

"eisch"

Unartige Kinder wurden früher mit diesem germanischen Ausdruck bezeichnet, der direkt übersetzt "grauenerregend", "hässlich" bedeutet. Audio (00:16 min)

"figeli(e)nsch"

Wenn etwas kompliziert oder fummlig ist, ist es - nicht nur für Silke Michels aus Bleckede - figeli(e)nsch. Audio (01:18 min)

00:34 min

"Fi(e)simatenten machen"

Schwierigkeiten oder Stress verursachen, sich querstellen, weigern - das in etwa bedeutet dieses Wort, das aus dem Französischen stammen könnte. Audio (00:34 min)

01:32 min

"Fofftein, schnacken, sutsche, Töffel"

Der Norden mag es gemütlich. Plattdeutsch-Experte Volker Holm erklärt die passenden Begriffe. Audio (01:32 min)

00:53 min

"krökeln"

In Hannover ist dies der gängige Begriff für Tischfußball spielen. Kein Wunder: "Krökel" ist ja auch Alt-Hannoversch für "Eisenstange"! Audio (00:53 min)

00:34 min

"krüsch"

Auch Nicht-Plattdeutsche benutzen diesen Ausdruck, der vermutlich von "Kraut" oder von "kritisch" herrührt. Audio (00:34 min)

01:26 min

"Kumme Schlickersachen"

Eine "Kumme Schlickersachen" ist für Jessica Juncker aus Bleckede nichts Ungewöhnliches, sondern einfach eine Schale voller Süßigkeiten. Audio (01:26 min)

00:58 min

"Leuwagen", "Fahrtuch", "Handeule"

Boden wischen, Tisch abwischen: Das komplette Vokabular für den Hausputz liefert NDR 2 Hörerin Birgitt Sponholz aus Flensburg. Audio (00:58 min)

00:34 min

"mäkelig"

In diesem Wort steckt der Makel mit drin - weswegen es immer was zu meckern gibt, vor allem beim Essen. Audio (00:34 min)

"Mettenmors"

Stephan Messerschmidt aus Hamburg wurde von seinem Opa liebevoll als "Mettenmors" (hochdeutsch: "Regenwurmpopo") tituliert. Audio (00:43 min)

00:35 min

"muksch"

Anita Pöhlig aus Hornburg kannte mal jemanden, der schnell eingeschnappt war. Woher der Begriff stammt, klärt Volker Holm. Audio (00:35 min)

00:17 min

"plümerant"

Andrea Rathjen kommt aus dem ehemaligen Hamburger Fischerdorf Altenwerder. Wenn sie mal zu viel gefeiert hat, geht's ihr "plümerant". Audio (00:17 min)

01:03 min

"Putzbüdel"

Früher zogen Friseure mit einem schwarzen Beutel voller Rasierzeug durchs Land - dem "Putzbüdel". Seitdem werden sie selbst auch so genannt. Audio (01:03 min)

01:17 min

"Riestüten"

Wenn Britta Söder aus Buxtehude früher diesen Begriff hörte, zog sie schnell den Kopf ein: Es handelt sich dabei um "Ohrfeigen". Audio (01:17 min)

"Schlackermaschü"

Klingt nicht unbedingt lecker, ist es aber! Volker Holm erklärt den Zusammenhang. Audio (00:38 min)

01:12 min

"Schnaueln", "Sockfuß", "Strumpfsock"

In Nordfriesland läuft man strumpfsock, auf Fehmarn sockfuß. Und was ist, wenn Schnauelwetter ist? NDR 2 Hörer Armin Petersen erklärt es. Audio (01:12 min)

00:28 min

"schnoopen"

Ilka Petersen schnökert, Holger Ponik nascht - NDR 2 Hörerin Sylvia Dürkop schnoopt. Gemeint ist: Süßigkeiten essen. Audio (00:28 min)

00:40 min

"Tschüs"

Wer hätte gedacht, dass der Ausdruck "Atschüs" 1. international und 2. hochreligiös ist? Im Norden verwendet man allerdings die Kurzform. Audio (00:40 min)

00:34 min

"Tünbüdel"

Wer "tünt", flicht in seine Erzählungen Blödsinn mit ein - daher der Name. Audio (00:34 min)

00:57 min

"Umzu"

Bremen und "Umzu", Geschenke mit "Umzu" - warum dieser Begriff im Norden gebräuchlich ist, möchte NDR 2 Hörerin Doris Sczuka wissen. Audio (00:57 min)