Flut 1962: Ein Hubschrauberpilot berichtet
"Schon in Stillhorn war alles unter Wasser": Manfred Hagedorn war mit dem Hubschrauber bei der Flut am 16. Februar 1962 im Einsatz. Hier das Interview mit André Schünke.
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Ein Helfer trägt ein Kind über eine überschwemmte Straße nach der Sturmflut 1962.
Die Katastrophe kommt völlig überraschend: Die meisten Norddeutschen liegen schlafend in ihren Betten, als in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 plötzlich die Deiche brechen. Allein in Hamburg halten die Dämme an rund 60 Stellen nicht stand. 220 Millionen Kubikmeter Wasser überschwemmen rund ein Sechstel des Stadtgebietes. Mehr als 300 Menschen kommen ums Leben.
Doch die folgenschwerste Sturmflut des Jahrhunderts trifft auch die benachbarten Bundesländer: An der niedersächsischen Küste werden fast 30.000 Häuser und Wohnungen überflutet. In Schleswig-Holstein versinken ganze Halligen im Meer.
Gerettete Menschen steigen nach der Sturmflut 1962 aus einem Militär-Hubschrauber
Hamburgs damaliger Innensenator Helmut Schmidt ruft das Militär zur Hilfe - und rettet damit wahrscheinlich Tausenden das Leben. Im NDR 2 Spezial berichten Augenzeugen, wie sie um ihr Leben kämpften. Es geht außerdem um den "Krisenmanager" Schmidt, den aktuellen Stand des Küstenschutzes, die Gefahren des Klimawandels und damit um die Kernfrage: Wie sicher sind wir heute vor dem "Blanken Hans"?
Das NDR 2 Spezial "Die Jahrhundertflut"
16. Februar 2012, 19.05 - 20.00 Uhr
Moderation: André Schünke