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Interview
Neu, selbstbewusst und auf den Punkt: die schwedische Band The Pusher.
Sie sind selbstbewusst und bringen die Popstar-Attitüde von Anfang mit: Pontus Karlsson (Drums), Jakke Erixson (Vocals, Bass), Karl-Ola Solem (Guitar) und John Hårleman (Keyboards) von The Pusher. Mit ihrer Debütsingle "Blinded By The Dark" ziehen die Schweden nun auch in Deutschland die Aufmerksamkeit auf sich. Was die Jungs aber wirklich verbindet, ist nicht der Ruhm - sondern Freundschaft und das Leben für die Musik, wie sie im Interview mit NDR 2 Reporterin Kristina Bischoff verraten.
Ich habe euch gestern live gesehen. Vor euch spielten Sunrise Avenue, die hatten mit 8.000 Leuten volles Haus. Als sie dann fertig waren, ging der Großteil des Publikums mit. Gleichzeitig war das euer erster Auftritt in Deutschland. Was geht in so einem Moment in einem vor? Wie motiviert ihr euch?
Jakke: Erst mal machen wir das für uns. Wir freuen uns natürlich, wenn Leute dazukommen. Darum geht es auch, dass wir diese Liebe empfangen können. Aber egal, ob ein Publikum aus zwei oder zwei Millionen Leuten besteht, wir spielen. Weil wir es wollen.
John: So lange wir vier da sind und Spaß haben, ist es okay.
Karl: Ich glaube auch, dass es sehr wichtig ist 100 Prozent zu geben, selbst wenn da nur zwei Leute im Publikum sind.
John: Und am Ende waren da ja doch 1.000 Leute wieder gekommen. Da waren wir schon sehr glücklich.
NDR 2 Reporterin Kristina Bischoff mit der Band The Pusher im NDR 2 Studio.
Ich hatte anfangs befürchtet, dass ihr vielleicht zu cool seid und als Poser rüberkommt. Ein bisschen war das ja auch so. Pontus hat eine klare Haltung auf der Bühne, und Karl kokettiert mit seinem Brusthaar. Muss das sein? Braucht Pop Pose?
Jakke: Das kommt alles von selbst. Die Musik verwandelt einen.
Karl: Das passiert durch unser Zusammenspiel.
Pontus: Wir geben einander Schub. Irgendwann landet Karl in seiner "Paul Stanley Pose" (Anmerkung der Redaktion: Sänger und Gitarrist von Kiss). Nicht , weil er sie dafür extra übt, sondern weil er so ist.
Karl: Ja, das bin ich.
Pontus: An der Bar und auf der Bühne. (Alle bestätigen das lachend.)
Jakke, ich habe bei dir gesehen, dass du wirklich mit vollem Elan singst. Was geht in dir vor, wenn du auf der Bühne stehst und den Song bringst?
Jakke: Sehr viel. Wie viel Zeit habe ich? (Lachen) Nun, sobald wir anfangen, unseren Job zu machen, betreten wir eine andere Welt. Ich kann mich in Musik verlieren. Und dann ist es auch so, dass ich darauf achte, alles richtig zu machen. Im Sinne von: Ich weiß, wie der Song am Ende rüberkommen soll.
Die schwedische Band The Pusher.
Ihr scheint einen guten Kontakt untereinander zu haben. Und kennt einander entsprechend. Seid so nett und stellt den jeweiligen Nachbarn vor. Jakke, erzähl du mir mal was über Karls starke Seiten und Qualitäten.
Jakke: Das dürfte schnell gehen. (Alle lachen). Ganz offensichtlich ist Karl einer meiner besten Freunde, dazu noch ein erstaunlich guter Gitarrist, mit dem das Zusammensein sehr viel Spaß macht. Man weiß nie, was als nächstes passiert, wenn man mit ihm ist. Das liebe ich sehr.
Karl, was denkst Du über Pontus?
Karl: Er ist einer der besten Schlagzeuger, die ich je spielen gehört habe. Er ist voller Musik, die umgibt ihn. Er passt super zum Rest der Band. Und er hat auch tolle Ideen für Melodien, obwohl er Schlagzeuger ist. Und unter den besten Freunden in der Band ist er mein Bester.
Pontus, warum ist John in der Band unverzichtbar?
Pontus: Weil er ein kühler Kopf ist. Wenn alle anderen aufgeregt sind und umherrennen, und nicht wissen, wie man ein Stück angeht, dann ist John der Typ, der sagt: "Fokussiert Euch!" Er bietet immer zwei Möglichkeiten an, und meist ist die eine Richtung, die er vorschlägt, sowieso die richtige.
Das ist mir gestern aufgefallen. Du bist sowas wie der beschwichtigende Faktor auf der Bühne.
John: Das bin ich, stimmt.