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Interview
Der erst 21-jährige Josh Kumra startet nun auch in Deutschland durch.
Newcomer Josh Kumra kommt aus Großbritannien. Dort hatte er schon vor zwei Jahren seinen ersten Nummer eins Hit mit "Don’t Go" als er dem Rapper Wretch 32 seinen Refrain dazusteuerte. Mittlerweile hat er genug eigene Songs, um auch solo durchzustarten. Für NDR 2 hatte der gerade erst 21-Jährige Zeit für eine schöne Unplugged-Aufnahme seiner Hits und für ein freundliches Gespräch.
Weiß ich nicht. Ich bin eher eifersüchtig auf das Zeug, das er sich so ausgedacht hat. Ich werde definitiv auf der Tour gucken, dass ich ihm zehn Minuten abluchse, um ihm so viele Fragen wie möglich zu stellen (grinst). Ich freue mich echt auf die Tour, das wird toll!
Ihr habt noch etwas gemeinsam. Hier in Deutschland sind OneRepublic durch einen Film bekannt geworden, als "Apologize" in "Keinohrhasen" vorkam. Dir geht das ganz ähnlich mit "The Answer" durch Mathias Schweighöfer’s "Schlussmacher". Wie stehst du zu solch einem Support?
Als ich den Anruf bekam, dass er "The Answer" ausgesucht hatte, war ich schon geschockt. Das hatte ich nicht erwartet. Dann habe ich auch noch auf der Premiere gespielt und bin toll aufgenommen worden. Dann haben wir Auszüge aus seinem Film in meinem Video benutzt, und ich finde, dass man gut sehen kann, wie der Film und mein Song zusammenpassen.
Ende Mai erscheint dein Debut- Album "Good Things Come To Those Who Don’t Wait" ("Gutes gibt’s für die, die nicht darauf warten", Anm. d. Red). Wie bist du auf so ein stolzes Motto gekommen?
Ich habe lange nach einem passenden Titel gesucht, bis ich schließlich jemanden fand, der mich inspirierte, nämlich ich mich selbst! Das war auch das erste Mal. Das ist nämlich eine Zeile aus meinem Song "The Answer". Den hörte ich gerade auf meinem Ipod. Und ich dachte: "Mensch, Josh, das passt doch!" Weil es mit meiner Herkunft zu tun hat. Ich komme aus einem kleinen Kaff in Großbritannien und bin von dort nach London gezogen, um meine Karriere zu starten.
Was mir allgemein gut gefällt, ist, dass man deine Texte so gut verstehen kann, was bei einem Song wie "Pretend" besonders deutlich wird. Hast du in deinen Songs nichts zu verstecken?
Ja, ich lasse meine Texte für mich sprechen. Sonst quassel ich nicht so gern. Deswegen kann ich das, was ich sagen will, am besten auf dem Papier ausdrücken. Und da darf ich dann auch nichts zurückhalten.
Wann wurde dir klar, dass du Musiker werden willst?
Vor kurzem habe ich meine Großeltern besucht, die mir ein Video gezeigt haben. Darauf war ich gerade erst drei Jahre alt und spielte einen bescheuerten Song auf einer ähnlich tollen Gitarre. Aber das hat mir gezeigt, auch wenn es wie ein Klischee klingt, dass ich wohl geboren wurde, um Musik zu machen. Eine bessere Antwort kann ich Dir nicht geben.
Aus der Flut all dessen was neu ist, was glaubst du, kannst Du den Leuten geben, das es nur bei dir gibt?
Es ist öfter schon vorgekommen, dass Leute mich erst hören, und wenn sie mich dann treffen, sind sie überrascht über mein Alter. Sie denken nämlich, sie treffen einen Vierzigjährigen, der schon gut was durchgemacht haben muss. Daher glaube ich, dass meine Stimme den Unterschied macht.
Ich habe gelesen, dass die traurigen oder intensiven Emotionen die sind, die dich in einem Song anmachen. In welcher Gemütsverfassung musst du denn sein, um einen Song zu schreiben?
Josh Kumra im Interview mit Reporterin Kristina Bischoff.
Gut, dass du das ansprichst. Ich finde Freude darin, den Schmerz rauszulassen. Wenn ich zu Hause bin und mich zum Schreiben hinsetze, dann mache ich die Lichter aus, um so eine dunkle, fiese Stimmung zu erzeugen (lächelt). Und das hilft. Ich schreibe also nicht nur Songs, wenn ich mies drauf bin, sondern auch dann, wenn es mir gut geht. Aber ich denke, egal wie man sich fühlt, es ist wichtig sich auf das Gefühl einzulassen und daraus zu schreiben. So entsteht das gute Zeug. Mach einfach das Licht aus (lacht).
Neben der Musik scheint kochen deine Passion zu sein. Auf deiner Internetseite kochst du dein Lieblingsrezept, Huhn und Reis - was ist dein Rezept für einen schlechten Tag?
Dann schließe ich mich ein, und erspare den Anderen meine miese Stimmung.
Das dauert dann etwa fünf Minuten?
Ja, fünf Minuten kommen hin (lächelt).
Letzte Frage: Gibt es einen berühmten Popsong, den du gern selbst geschrieben hättest?
"Apologize" von OneRepublic vielleicht (lacht)? Das ist ein großer Song. Oder "Bleeding Love", den hat Ryan Tedder auch geschrieben. Ich werde ihm wohl sein kleines Notizbuch auf Tour entwenden müssen. Nachdem ich das habe, beantworte ich diese Fragen gern noch mal!
Danke für das Gespräch.