Musikwunsch
Udo Lindenberg live am 12. März 2012 in Hamburg © NDR 2 Fotograf: Mirko Hannemann
 

Ihr Lieblingshit im NDR 2 Hit-Mix

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Blue are back!

von Matthias Köppinghoff

Blue für Großbritannien in der Generalprobe des Eurovision Song Contests 2011 in der Düsseldorf-Arena © NDR Fotograf: Rolf Klatt Detailansicht des Bildes Blue für Großbritannien in der Generalprobe des Eurovision Song Contests 2011 in der Düsseldorf-Arena. Blue are back! 2011 gab es schon einen Auftritt beim Eurovision Song Contest, jetzt ist das Comeback-Album "Roulette" der einstigen Boyband da. Zum neuen Matthias Schweighöfer-Film "Schlussmacher" steuerten sie ihren Song "Hurt Lovers" bei - mit Erfolg: Die Single kletterte bis auf Platz sieben in den Charts. Matthes Köppinghoff hatte es jedoch schwer, die vier Sänger zum Interview zu treffen. Zuerst hinderte schlechtes Wetter die Briten am Flug nach Deutschland, beim zweiten Versuch verpasste Antony Costa seinen Flieger. Matthes Köppinghoff traf aber immerhin drei der vier Sänger- Duncan James, Simon Webbe und Lee Ryan stellten sich seinen Fragen.

Eure neue Single "Hurt Lovers" ist auf dem Soundtrack zum Matthias Schweighöfer-Film "Schlussmacher" enthalten. Kennt ihr den Film, und vielleicht auch Matthias Schweighöfer?

Simon: Ja, jetzt wir kennen ihn! Er ist ein netter Typ und ein guter Freund von uns. Er hatte davon gehört, dass wir einen neuen Song gemacht haben; außerdem war er ein Fan von "Sorry Seems To Be The Hardest Word" mit Sir Elton John. Und dann fragte er uns einfach, ob er den Song nicht für seinen Film haben kann. Damit nicht genug - er wollte sogar im Video zum Song mitspielen, als fünftes Mitglied von Blue! Das hat echt Spaß gemacht, er ist wirklich talentiert und ist sehr engagiert. Wir wollen ihm danken und allen, die den Film unterstützt haben – das hat ihn am Starwochenende auf Platz eins gebracht.

Euer neues Album steht in den Läden - auf was können sich die Fans freuen?

Duncan: Es ist unser erstes Studio-Album seit zehn Jahren, daher sind wir sehr aufgeregt, jetzt zurück zu sein. Hier in Deutschland kommt es zuerst in die Läden, und das wollten wir so auch. "Hurt Lovers" ist auch auf dem Album, natürlich auch der Song "I Can", den wir für den Eurovision Song Contest gemacht haben. Außerdem gibt es noch elf brillante Tracks, die ihr bestimmt mögen werdet.

Simon: Auf Twitter haben auch viele schon ihre Lieblings-Tracks aufgezählt. Welche das sind, das scheint sich jeden Tag zu ändern! Dieses Album hat einen gewissen Effekt auf jeden - es ist für jeden etwas dabei, für jedes Alter. Es ist toll!

 

Was denkt und fühlt ihr, wenn ihr das Wort "Boyband" hört?

Die britische Band Blue zu Gast im Studio von NDR 2. © NDR 2 Fotograf: Stephan Schaar Detailansicht des Bildes Die Jungs von der britischen Band Blue waren zu Gast im Studio von NDR 2 und stellten ihr neues Album vor. Lee: Wir sind keine! Wir sind mittlerweile zu alt um eine Boyband zu sein (lacht). Selbst wenn wir eine sein wollen würden, ist es physisch unmöglich. Wir sind Männer, wir sind Väter, jetzt bringen wir Kinder, kleine Boys zur Welt. Wir haben zu dem Begriff keinen wirklichen Bezug mehr. Klar beziehen wir uns noch darauf, was wir mal waren, aber was wir sind, ist eine Entwicklung. Unser neues Album ist ein gutes Beispiel dafür.

Simon: Jetzt kann man uns "Band" nennen - ohne "Boy".

Duncan: Ich glaube, Blue im Jahre 2013 ist etwas ganz anders als das, was Blue im Jahre 2001 war, als wir unsere ersten Sachen rausbrachten. Wir waren eine Boyband, wir waren junge Typen, die auf der Bühne rumgesprungen sind, die "Boyband-Moves" gemacht haben und ihre Songs gesungen haben. Die Entwicklung ist: Wir sind wesentlich älter, wir sind jetzt mehr eine Band, wir sind stolz auf uns und eine "Vocal Harmony Group". Ich glaube, die Tanz-Routinen gehören der Vergangenheit an - und da können sie auch bleiben.

Ihr habt ja viele Fans - sind da auch ein paar etwas schräge Fans dabei? Was ist euer verrücktestes Erlebnis?

Blue für Großbritannien © NDR Fotograf: Rolf Klatt Detailansicht des Bildes Blue sind keine Boyband mehr, sondern erwachsen geworden. Duncan: Ich hatte da mal einen deutschen Fan - sie meinte, sie hätte ein Kind von mir. Das war definitiv nicht wahr. Sie schrieb viele Briefe, in denen sie mich beschuldigte, ich würde vor ihrem Haus rumhängen, sie jeden Tag "stalken". Sie war echt verrückt. Sie beauftrage sogar einen Anwalt, damit ich endlich aufhören würde, vor ihrem Haus rumzuhängen. Da waren wir aber auf Tour in Asien, ich glaube, da waren wir gerade in Malaysia, und da gab's dann wieder einen Brief, in dem sie schrieb: "an dem und dem Tag warst du wieder hier". Aber ich war in Singapur, das stand sogar in meinem Pass! Dieses Mädchen war etwas schräg in ihrem Kopf. Was sie sich alles ausgedacht hat: Das Kind, dass ich sie verfolgen würde, dass ich vor ihrem Haus wohnen würde. Die war echt bescheuert!

Wenn ihr mal nicht auf der Bühne steht oder ein neues Album macht – was macht ihr in eurer Freizeit?

Simon: Wir sind Väter, daher versuchen wir in unserer Freizeit, so oft wie möglich unseren Nachwuchs zu sehen. Eltern zu sein, ist - glaube ich - das schwierigste, was man so sein kann. Ich glaube, das ist wirklich das wichtigste für uns als Gruppe, unsere Kinder.

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Die britische Band Blue zu Gast im Studio von NDR 2. © NDR 2 Fotograf: Stephan Schaar
 
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Der NDR 2 Star-Fragebogen mit Blue

31.01.2013 | 15:45 Uhr

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