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(VÖ: 26.08.2011)
Die Red Hot Chili Peppers haben auch nach fast drei Jahrzehnten immer noch Spaß am Rock.
Seit 1983, dem Jahr ihrer Gründung, sind die Red Hot Chili Peppers eine Klasse für sich. Aus den mit nichts als Socken tragenden Rock-Rebellen hat sich mit der Zeit eine Supergroup entwickelt, die es nicht nötig hatte, sich anderen Stilen und Trends zu unterwerfen. Stattdessen sind sie sich treu geblieben, und zeigen, dass auch rebellische Funkrocker das Zeug haben, würdevoll zu altern.
Wer deshalb aber ein Fehlen von Neuem befürchtet, kann beruhigt werden. Auch auf vermeintlich festgetretenen Pfaden lassen sich immer noch neue Schritte gehen. So wie die Peppers es auf ihrem mittlerweile zehnten Studioalbum vormachen.
Und es liegt nicht nur daran, dass sie einen neuen, jungen Gitarristen an Bord haben. Vielmehr scheinen die Jungs immer noch Spaß an ihrem Job zu haben. Was man hören kann, weil er ansteckt. Das Album ist reich an Live-Momenten und klingt natürlich - nicht überproduziert: Ein wahrer Kunstgriff von Produzentenlegende Rick Rubin, der jüngst erst Adele volle Unterstützung bei ihrem weltweiten Durchbruch mit ihrem Album "21" leistete und seit 1991 als feste Größe bei den Peppers an den Reglern sitzt.
Die Red Hot Chili Peppers bei den Brit Awards 2007
Interessant wird es, da sich unter den 14 Stücken weitaus mehr Hits entdecken lassen, als es die sehr lässige Single "Rain Dance Maggie" vorgibt. Denn auch "Annie Wants A Baby" hat Hitpotenzial. Dazu wird zwischendrin spielfreudig experimentiert. Sei es mit spanischen Trompeten ("Did I Let You Know") und frickeligem Schlagzeugspiel, das trotzdem auf Pop passt ("Ethiopia“). Auch ein Nachruf in Eposform ist gegeben ("Brendan’s Death Song"). Auf dem Album werden darüber hinaus viele gute Ideen präsentiert: feine Klaviereinsätze, stimmige Chöre, hübsche Akkorde, ein stets präsenter Bass, ein warmes Ambiente und nicht zuletzt ein positives Lebensgefühl.
Selbst wenn es einem gelingt, trotz aller Erfolge des funky Gespanns aus Los Angeles unbeeindruckt zu bleiben: "I’m With You“ bringt einen doch wieder ins Staunen. Weil alte Füchse wie die Peppers Rock von heute zelebrieren: ganz frisch aufgelegt!

Red Hot Chili Peppers