Albumtipps
Amy Macdonald - A Curious Thing
(VÖ: 12.03.2010)
Die erfolgreichste britische Künstlerin der letzten zehn Jahre: die Schottin Amy Macdonald.
Gerade mal 22 Jahre alt und schon mega-erfolgreich, das ist die Schottin Amy Macdonald. Bei uns kann sie bereits auf eine Flut von Auszeichnungen und Erfolgen zurückblicken, die überwältigende Ausmaße angenommen hat: Platin für 900.000 verkaufte Exemplare ihres Debüts "This Is The Life", erfolgreichste britische Künstlerin der letzten zehn Jahre, und der Echo als beste internationale Newcomerin 2009 vor Leona Lewis, Duffy oder Gabriella Cilmi. Dabei ist sie doch nur eine junge Frau an der Gitarre, die - zugegeben - eine besondere Art zu singen hat. Oder ist da noch mehr? Das gilt es hin und wieder zu überprüfen. Gut, dass eben ihr neues Album erschienen ist. "A Curious Thing" enthält zwölf brandneue Songs plus einem Überraschungstrack und zeigt auf, was sich bei Amy Macdonald seit ihrem Durchbruch so alles getan hat.
Amy Macdonald 2009 live im Hamburger Stadtpark.
Ein bisschen merkwürdig ("curious") scheint ihr der Ruhm schon vorzukommen. Hollywoodstars wie Landsmann Gerald Butler treffen? Gar nicht ihr Ding. Dafür gefallen andere Seiten des Erfolgs ihr umso mehr: "Ich liebe es einfach, auf der Bühne zu stehen, und ich bin am glücklichsten darüber, dass ich in dieser Hinsicht so viel auf die Beine gestellt habe", sagt sie und bezieht sich damit auf die Welttournee, in deren Rahmen sie bis vergangenen Herbst unterwegs war. Da die Zeit zwischen den Auftritten also knapp war, musste Amy Macdonald eine effektive Methode finden, neue Songs zu schreiben. Und die hat sie gefunden: Die meisten Albumtitel wurden solche, die einen direkten Weg aus ihrem Notizbuch ins Studio gefunden haben. Soll heißen: Wenn ein Song nicht gleich funktionierte, blieb er liegen. Bis auf diesen einen: "Love Love", eine flotte, klassische Rock'n'Roll-Nummer, die ihre Singer/Songwriter-Stücke um eine freche Note erweitert, hat es dann doch noch in den "Recall" geschafft.
Für Amy Macdonald gab es 2009 einen Echo als beste internationale Newcomerin.
Außerdem hörenswert: "Pretty Face" - Macdonalds Attacke gegen Celebrity-Kult und Schönheitswahn, ebenso wie das schlichte, sich zum Ende steigernde "What Happiness Means To Me". Amy Macdonald hat also ein Album gemacht, das alte wie neue Fans zu entzücken vermag und live noch umso einnehmender wirkt. Apropos: Am 7. November präsentiert NDR 2 das Konzert der Schottin in Hamburg.
Etwas sei auch zum Hidden Track verraten: In Live-Atmosphäre huldigt Amy Macdonald dem "Boss", Bruce Springsteen, mit ihrer eigenen Stimme und auf ganz besondere Art und Weise. Klarer Fall, dass von der jungen Frau mit der Gitarre immer noch eine ganze Menge zu erwarten ist.