Los ging es locker, leicht und poppig mit der Vorband Mobilée um Sängerin Caroline Wolter.
Die Band mit dem französisch angehauchten Namen kommt weder aus Paris noch St. Tropez, sondern aus Duisburg im Ruhrgebiet: An Klavier, Gitarre, Mandoline, Akkordeon und Bass schafft sie eine fluffige Mischung aus Folk und Pop.
Und dann kamen endlich die Stars - nach neun Jahren Pause, bedingt durch die Krebserkrankung der Sängerin, stehen Marie Frederiksson und Per Gessle wieder gemeinsam auf der Bühne.
Mit "Charm School", dem erfogreichsten Roxette-Album seit 1992, feierten die beiden Schweden ein gelungenes Comeback.
Die schwere Krankheit ist ihr anzumerken. Keine Frage: Marie singt noch immer wundervoll. Aber manchmal kippt die Stimme, wirkt brüchig.
Ungebrochen dagegen ist die Energie von Per Gessle: Er und seine Musiker beherrschen ihre Instrumente perfekt.
Kaum zu glauben, dass der Gitarrist und Songwriter aus dem schwedischen Halmstadt seine ersten Akkorde erst mit 17 Jahren lernte.
Obwohl die Halle nur bis zur Hälfte gefüllt ist, überwiegt bei den Fans irgendwann die Freude über das Wiedersehen. Immer wieder setzen zwischen den Songs „Roxette! Roxette!“-Sprechchöre ein.
Hits wie "How Do You Do" oder "Dangerous" laden einfach nur zum Mitrocken ein. Aber es bleibt auch genug Zeit für Kuschelballaden.
Bei "It Must Have Been Love" aus dem Soundtrack von Pretty Woman kommt selbst bei den Zuschauern in den letzten Reihen Nostalgie auf.
Maries kleine Aussetzer nehmen die Fans ihr nicht übel. Ihre Solo-Nummern belohnen sie mit frenetischem Applaus.
Insgesamt war es ein berührendes, energiegeladenes Konzert mit all den Hits von früher und einer Extraportion Nostalgie.