Hallo und herzlich willkommen... Zweieinhalb Stunden Konzert stehen bevor. Zweieinhalb Stunden, in denen Ina Müller viel vorhat mit ihrem Publikum.
Authentisch, direkt, ehrlich, lustig - und natürlich lautstark und wortgewandt. So kennen ihre Fans Ina Müller. Und darauf konnten sie auch in Hamburg setzen.
Ina Müller trägt so ziemlich jede Facette ihres Lebens nach außen. Das kann die Art sein, wie sie mit Trennungen umgeht.
Damit sorgte sie mit ihrer Band in der Hamburger Arena für beste Unterhaltung. Es gab aber auch diese ruhigen, nachdenklichen Momente. Ohne krawallige Pointen, dafür mit viel Gefühl.
Die Arena war fast ausverkauft - ein Indiz für die Popularität, die sich die 46-jährige Niedersächsin in den vergangenen Jahren ersungen und ersabbelt hat.
Die Songs waren meist temporeich und rockig, Band und Background-Sängerinnen setzte Müller mit ihrer markant rauchigen Stimme gut in Szene.
Die Nähe zu ihren Fans war ihr besonders wichtig. Und mit ihrer offenen Art und der Fähigkeit, Mitmenschen auf Augenhöhe zu begegnen, bekam sie jeden zum Reden.
Singen, sabbeln, schweigen. Letztes aber eher selten - höchstens in den Momenten, in denen sie den Zuspruch des Publikums genoss.
Redet sie, oder singt sie? Das hielt sich in Hamburg nämlich ziemlich die Waage. Wer ein Konzert von ihr besucht, weiß das - und liebt es (trotzdem).
Ina Müller - der oft zitierte Star zum Anfassen.
Die Dialoge zwischen Ina und einzelnen Bandmitgliedern drückten eine ganz besondere Chemie aus.
Das große Finale - ein Medley mit Songs von Robbie Williams, AC/DC und Westernhagen. Und dann... einfach nur den Applaus genießen!