Diskussion um den Bau des Logistikzentrums
In Höver engagiert sich eine Bürgerinitiative gegen den Bau von Hallen für ein Logistikzentrum. In der öffentlichen Diskussion wurden die Vor- und Nachteile erörtert.
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Auf diesem Feld könnten schon bald die fünf Hallen des Verteilerzentrums gebaut werden.
Logistikzentren haben Konjunktur. So auch im Sehnder Ortsteil Höver. Hier sind fünf mindestens zehn Meter hohe Hallen geplant, von denen dann Waren nach ganz Deutschland und Europa verteilt werden sollen - sehr zum Ärger der Anwohner, die unter anderem den zusätzlichen Verkehrslärm fürchten.
Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke (CDU) ist Befürworter des Projektes.
Der Ärger ist groß in dem 2000-Einwohner Ort Höver, wo ohnehin schon ein Zementwerk und ein Internet-Reifenhändler die Attraktivität des Ortes nicht gerade erhöhen. "Höver verödet", "Der Flächenfraß ist nicht hinnehmbar", so lauten nur zwei der vielen Einwendungen gegen das Großprojekt. Dennoch hat sich der Rat der Stadt Sehnde, zu der Höver gehört, für das Logistikprojekt ausgesprochen. Die Lage des Ortsteils in großer Nähe zu A 2 und A 7 ist einfach unschlagbar, sagt Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke. Er hofft auf zusätzliche Steuereinnahmen und mehrere hundert Arbeitsplätze. Das Argument "Lärm" ist für ihn nicht stichhaltig. Immerhin gebe es ein positives Lärmgutachten.
Die Sprecherin der Bürgerinitiative Elisabeth Schärling sieht nur Nachteile für Höver.
Für die Bürgerinitiative Höver ist das wenig überzeugend. BI-Sprecherin Elisabeth Schärling sieht ihren Ort regelrecht umzingelt von Industrieanlagen. Es gehe der Stadt Sehnde nur um ein Auffüllen der leeren Kassen und dafür werde das letzte Stück Ackerfläche geopfert.
Ulf-Birger Franz von der Region Hannover ist sich sicher, dass Logistikzentren wirtschaftliches Wachstum auslösen.
Auch die Region Hannover befürwortet ein Logistikzentrum in Höver, in der Hoffnung, dass Wertschöpfung dort "kleben" bleibt, wie Ulf-Birger Franz von der Region Hannover sagt. Den Höveranern bleiben nun noch Einwendungen im Rahmen der Bauplanung. Oder eine an sich unverbindliche Bürgerbefragung, der sich der Rat in einer Art Selbstverpflichtung unterwerfen könnte - nach Greetsieler Vorbild, wo auf diese Weise ein Ferienzentrum verhindert wurde. "Das ist Sache des Rates", meint Bürgermeister Lehrke.