Dieses Thema im Programm:
Die Gäste waren: v.l.n.r. Ekkehard Grunwald (Stadtrat Salzgitter), Hans Lochmann (Museumsverband für Niedersachsen und Bremen), NDR 1 Moderator Hans-Jürgen Otte, Christoph Großmann (Initiative ProSal).
Ein begehbarer Museumsbahnhof mit Waggons und Loks der Firma Alstom, Oldtimer von Büssing - das sind die Attraktionen, mit denen Salzgitter Touristenströme anlocken will. Um ihnen auf anschauliche und unterhaltsame Art die Geschichte der erst gut 70 Jahre alten Stadt nahe zu bringen. "Industrium" soll die Anlage heißen, die die Umwandlung einer noch im vorletzten Jahrhundert landwirtschaftlich geprägten Region hin zu einem der bedeutendsten Industrieareale Niedersachsens dokumentiert. Kostenpunkt: rund 25 Mio Euro. Aber nicht nur darüber entbrennt der Streit. Christoph Grossmann von der Initiative ProSal kann vor allem nicht verstehen, warum die Bürger nicht gefragt werden
Ein engagiertes Publikum trug wesentlich zum Gelingen der Diskussion bei.
Ekkehard Grunwald, Stadtrat und Kämmerer in Salzgitter, sieht im Industrium eine Chance, Salzgitter endlich auch kulturell und touristisch zu profilieren. Eine Einschränkung macht er allerdings: Das Land soll den Hauptteil der Investitionskosten übernehmen. Die laufenden Kosten könne die Stadt schultern.
Die Fronten sind verhärtet in Salzgitter. Viele Bürger fühlen sich überrollt von den Plänen und mit immer neuen Angaben über die Kosten ausgetrickst. Christoph Grossmann fordert deshalb ein Reset, einen regelrechten Neuanfang.