Dieses Thema im Programm:
Der Katholische Klinikverbund Oldenburger Münsterland mit seinen vier Häusern in Cloppenburg, Vechta, Löningen und Emstek muss neu geordnet werden. Zu groß sind die Defizite, die in den letzten Jahren aufgelaufen sind. Die Menschen in Löningen und Emstek haben Angst, dass ihre Häuser dabei geopfert werden sollen.
Der Saal im Löninger Forum Hasetal war gut gefüllt, das Interesse der Anwohner groß. Am Anfang der Diskussion herrschte gespannte Ruhe.
Die Wogen gingen hoch im Löninger Forum Hasetal, obwohl ein Sanierungskonzept vorliegt, das den Erhalt aller vier Standorte des Verbundes vorsieht. Danach sollen die vier Kliniken wieder mehr Eigenständigkeit bekommen. Eine neue Dachgesellschaft wird dafür sorgen, dass sie sich nicht gegenseitig das Wasser abgraben. Zentrale Servicegesellschaften sollen gemeinsame Aufgaben übernehmen wie Laborleistungen und das IT-Management. Doch was die Menschen skeptisch macht: Wie das medizinische Angebot an den vier Standorten aussieht, ist noch ungewiss. Rudolf Kösters, der den Streit im Auftrage des katholischen Klinikunternehmens moderiert hat, ist dennoch optimistisch, dass alle vier Häuser jetzt wieder eine Perspektive haben
Das Sanierungskonzept stieß auf viel Kritik. Auch die Anwohner wollten mitreden, hatten viele Fragen und Bedenken.
Bestenfalls als Licht am Ende des Tunnels nannte Löningens Bürgermeister Thomas Städtler das Konzept. Denn zu welchen Bedingungen seine Klinik den gewünschten Neuanfang in einem Verbund mit dem Christlichen Krankenhaus in Quakenbrück wagen darf, ist noch unklar. Am 6. Februar soll das Konzept nun endgültig abgestimmt werden. Bis dahin wünscht sich Clemens Olberding von der Katholischen Arbeitnehmerbewegung ein deutliches Bekenntnis des Offizialats zu den vier Klinikstandorten.