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Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr ©   dpa / Ronald Wittek Fotograf: Ronald Wittek
 

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Schutz vor Zecken

von Regine Stünkel

Nahaufnahme einer Zecke auf einem Blatt. © picture-alliance / OKAPIA KG, Germany Detailansicht des Bildes Sie sind winzig klein, können aber ganz schön gefährlich werden: Zecken. Die schwarzen, blutsaugenden Tiere können nämlich FSME und Borreliose übertragen. Das sind Krankheiten, die durchaus ernst genommen werden sollten. Betroffene leiden nach einer Übertragung oft lange unter den Folgen. Regine Stünkel gibt Tipps, wie Sie sich am besten schützen können.

Die Gefahr lauert meistens im dichten Gestrüpp, im feuchten, hohen Gras und am Ufer von Gewässern. Denn dort fühlen sich Zecken besonders wohl. Ein gemütlicher Spaziergang kann für Wanderer mit einem gefährlichen Zeckenbiss enden, sagt Dr. Masyar Monazahian vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt: "Sie lieben das feuchte Klima, das heißt im Unterholz, an der Grasnabe oder an Waldrändern, wo ein bisschen Grünfläche ist. Sie lieben nicht die Wärme. Das ist immer der Irrglaube, dass Zecken Wärme lieben, das ist nicht der Fall."

Helle Kleidung tragen

Die Blutsauger werden ab acht Grad Celsius aktiv und warten auf Menschen oder Tiere, die sie befallen können. Dabei sitzen sie meistens auf Blättern und Gräsern. Der ahnungslose Spaziergänger streift die Zecken ab, sie krabbeln dann von der Kleidung direkt auf die Haut: "Wenn Sie in die Natur gehen, sollten Sie sich vor allem durch lange Beinkleidung schützen", rät Monazahian. "Vorteilhaft ist helle Kleidung, damit Sie die Zecke schnell erkennen (...). Sie können aber auch sogenannte Repellentien verwenden; (...) das sind Duftstoffe, die Zecken nicht mögen, und die geben einen Schutz von etwa zwei bis drei Stunden."

Sofort mit einer Pinzette entfernen

Nach einem Spaziergang sollten Sie sich und Ihre Kinder absuchen und bei einem Befall so schnell wie möglich die Zecke entfernen. Alte Hausrezepte wie Öl, Creme oder Klebstoff sind nicht geeignet. Sie versetzen die Zecke nur in Panik. Das achtbeinige Spinnentier sondert dann noch mehr Krankheitserreger ab, sagt Professor Dr. Helmut Eiffert vom Institut für Mikrobiologie der Universität Göttingen: "Man sollte sie beherzt mit einer Pinzette entfernen, am Kopf anfassen, und hinausdrehen. Die Drehrichtung spielt keine Rolle. Vermeiden Sie unbedingt, dass die Zecke zerstört oder gequetscht wird, weil die Erreger dann besonders gut übertragen werden können."

Impfung für Menschen in Risikogebieten

Vor allem gegen Borreliose gibt es keinen besseren Schutz, als Zecken schnell zu entfernen. Denn gegen die bakterielle Erkrankung gibt es keine Impfung. Die Borreliose wird im Ernstfall mit Antibiotika behandelt. Anders ist das bei der Viruserkrankung FSME, sagt Internist Dr. Ulf Werner aus Hannover: "Gegen FSME ist deshalb die Impfung so wichtig, weil es die einzige Methode ist, die Krankheit zu verhindern. Man kann die Krankheit nicht therapieren, im Nachhinein kann man eigentlich nichts mehr machen. Man sollte vorbeugen, und deshalb ist die Impfung so wichtig. Die Impfung empfiehlt sich für alle Menschen, die in Risikogebiete reisen, zum Beispiel nach Süddeutschland, nach Österreich, Südschweden oder Bornholm - das sind Hochrisiko-Gebiete."

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Regine Stünkel © NDR Fotograf: Andreas Garrels
 

Regine Stünkel

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