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Gesunder Schlaf ist wichtig für einen leistungsfähigen Tag.
Fühlen Sie sich so richtig schön ausgeschlafen? Viele würden alles dafür geben, um endlich mal wieder eine Nacht durchzuschlafen. Guter Schlaf ist das A und O, um fit zu sein und gesund zu bleiben. Doch jeder Zweite schläft schlecht. Wer sich nachts nicht erholt, ist am nächsten Tag unkonzentriert, schwächt sein Immunsystem und leidet häufig unter Herz-Kreislauf-Problemen. Wie Christine Hoffmann aus Wunstorf. Die Buchautorin litt jahrelang unter Schlafstörungen: "Mein Schlaf hat sich im Laufe der Zeit auf drei Stunden reduziert, das war ganz, ganz schlimm." Am Tag überfiel sie dann immer wieder die Müdigkeit. Egal wo sie war, sie ist einfach nur eingeschlafen und weggenickt. "Man spricht ja vom Sekundenschlaf, bei mir war es ein Minutenschlaf. Ob ich im Bus, im Flugzeug oder im Auto saß, es dauerte nicht lange, und ich war weg", erzählt die Autorin.
Hinter Christine Hoffmann liegen unzählige schlaflose Nächte. Die Buchautorin konnte bis vor Kurzem schlecht durchschlafen, wälzte sich unruhig hin und her und machte sich abends im Bett viele Gedanken über Ihr Leben: "Ich habe nachts, wenn ich wach wurde, einfach noch drüber nachgedacht, was noch alles zu erledigen ist, anstatt mit dem Tag abzuschließen." Hinzu kam noch, dass sie vor dem Fernseher einschlief. "Auch wenn ich müde wurde, dann habe ich im Bett weiter geguckt", sagte sie. Aber das ist ein Fehler, denn wer abends lange fernsieht, hält seinen Körper unnötig auf Trab. Ein ruhig gelegenes Schlafzimmer ohne Computer und Fernseher hilft hingegen, abzuschalten und den Alltagsstress hinter sich zu lassen. Auch kann ein Spaziergang vor dem Schlafengehen entspannen.
Es gibt aber noch weitere Rituale, die für einen guten Schlaf sorgen, wie der Internist Dr. Andreas Buck sagt: "Man kann ein warmes Bad oder eine Dusche nehmen", erzählt der Mediziner. Sehr gut helfen häufig Schlaftees, zum Beispiel mit den Bestandteilen Hopfen, Baldrian und Melisse. "Wichtig erscheint mir auch, dass derjenige, der nicht einschlafen kann, dann wieder aufstehen sollte - nach vielleicht einer halben, längstens einer dreiviertel Stunde. Menschen, die unter Schlaflosigkeit leiden, sollten in so einer Situation spazierengehen, ein nicht zu spannendes Buch lesen oder auch Hausarbeiten machen, aber nicht fernsehen", rät der Internist.
Auch Christine Hoffmann hat inzwischen ihre persönlichen Entspannungsrituale gefunden. Sie schläft nun auch mittags 20 Minuten lang, macht Autogenes Training und eine Atemtherapie. In ihrem Buch "Das Schlafen hatt ich mir fast abgewöhnt" beschreibt sie Tricks, damit das Einschlafen besser klappt: "Ich denke einfach an schöne Dinge und rufe mir gute, positive Erlebnisse wieder in Erinnerung und schalte so ab", sagt Hoffmann. Das Entspannen will aber erst gelernt sein. "Die Welt dreht sich auch weiter, wenn man einfach mal nein sagt. Auch das habe ich lernen müssen."