Verkehrsmeldungen für Niedersachsen
Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr
Inhalt einer gut sortierten Reiseapotheke: Sonnen- und Insektenschutzmittel, Schmerztabletten, Magentropfen, Pflaster, Verband, Fieberthermometer und Tabletten gegen Durchfall.
Wer in den Urlaub fährt, muss vorher viel organisieren. Da kann es schon mal passieren, dass keiner an eine Reiseapotheke denkt. Doch die gehört unbedingt ins Gepäck und sollte möglichst nicht auf die Schnelle zusammengestellt werden. Denn wer es eilig hat, vergisst oft wichtige Medikamente oder greift zu Mitteln, die längst abgelaufen sind. Das kann zu unnötigem Stress im Urlaub führen: Nicht in jedem kleinen Urlaubsort gibt es eine Apotheke, die Medikamente tragen im Ausland oft andere Namen und die Beipackzettel sind in einer fremden Sprache geschrieben. Außerdem ist die Zusammensetzung der Wirkstoffe im Ausland oft anders als bei uns. Das kann eine falsche Dosierung nach sich ziehen.
Es gibt eine Grundausstattung, die jeder in seinem Koffer haben sollte. Ganz wichtig sind Mittel gegen Durchfall, Erkältung, Fieber und Schmerzen. Ärzte empfehlen auch Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Wundheilsalbe, Pflaster und Verbandsmaterial. Eine Schere und eine Pinzette sind genauso ratsam wie Mittel gegen Insektenstiche und Sonnenbrand. Wer das beherzigt, kann viel Ärger im Urlaub vermeiden.
Bei Reisen in ferne Länder gehören auch Mittel gegen Durchfall in die gut sortierte Reiseapotheke.
"Gerade wenn man in ferne Länder reist, in orientalische Länder, da sind die Magen-Darmprobleme ein ganz großes Thema, angefangen von Magenschleimhautreizungen, über Durchfallerkrankungen. Manche haben durch die Kostumstellung sehr häufig auch Verstopfung, auch daran sollte man denken. Das kann lästig werden", sagt Apotheker Herwig Schroers.
"Wenn man an der See oder in den Bergen ist, sehr viel mit Zugluft zu tun hat, dann empfiehlt es sich Augentropfen mitzunehmen. Es gibt Leute, die sehr empfindliche Ohren haben, für die wären Ohrentropfen geeignet. Außerdem wären Nasentropfen, auch Nasenspray von Vorteil, weil in sehr vielen Urlauben Kinder und Erwachsene durch Klimaanlagen Schnupfen kriegen", sagt Schroers weiter. Wer empfindliche Haut hat, sollte zudem eine emulgatorfreie Sonnenmilch und eine kühlende Salbe gegen Sonnenbrand mit auf Reisen nehmen.
"Wenn man in Länder der Dritten Welt reist, wo es Hygieneprobleme gibt, dann sollte man Einmalspritzen und Einmalkanülen mitnehmen", rät der Apotheker. "Denn wenn es zu einem Unfall kommt, und man eine Infusion bekommen muss, dann wäre es sinnvoll, wenn man alles bei sich hat."
Chronisch kranke Menschen, wie Diabetiker, sollten besondere Vorkehrungen treffen.
Chronisch kranke Menschen, die regelmäßig Medikamente nehmen müssen, sollten vorher genau berechnen, wie viel sie während der Reise benötigen und ausreichend Vorrat mitnehmen. Diabetiker sollten außerdem vor einer längeren Flugreise rechtzeitig klären, ob sie Insulin-Ampullen und Injektionsbesteck mit an Bord nehmen dürfen. In orientalischen Ländern darf zudem nicht jedes Medikament ohne weiteres mitgenommen werden, sagt Schroers: "Da sollte man sich vorher entweder bei dem Reiseveranstalter oder über die Botschaft des entsprechenden Landes über den aktuellen Stand informieren. Das ändert sich sehr häufig. Wer zum Beispiel schwere Schmerztabletten oder Pflaster nehmen muss, sollte sich sehr genau erkundigen, ob er das mitnehmen darf, und ob das in dem Land erlaubt ist."
Reisen Kinder mit, sollten Sie zudem daran denken, dass jüngere Menschen in der Regel andere Medikamente brauchen als Erwachsene. Gerade Kinder haben während der Reise oft Probleme mit der Ernährungsumstellung. Ein Gespräch mit dem Arzt gibt Sicherheit bei der Wahl des richtigen, kindgerechten Medikaments.
Ein guter Beipackzettel nennt auch genaue Lagerungshinweise für das jeweilige Medikament. Diese Hinweise sollten Reisende in jedem Fall beherzigen. Generell gilt: Medikamente nicht in die Sonne legen. Denn im Notfall hilft ein geschmolzenes Fieberzäpfchen nicht weiter.