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Der uralte Leitspruch der Pfadfinder "Jeden Tag eine gute Tat" ist in der Advents- oder Weihnachtszeit das Motto vieler Menschen. Wer anderen hilft, tut sich selbst auch etwas Gutes, sagt Gesundheitsredakteurin Gabriele Hausmann, denn "es gibt ein gutes Gefühl, wenn man anderen geholfen hat. Es gibt wissenschaftliche Studien, die das belegen". Die gute Tat ist nicht nur für den Empfänger gut, sondern auch für den, der hilft.
Kinder helfen aus einem natürlichen Impuls, wenn sie dies in ihrem Elternhaus gelernt haben.
Die Art der Hilfe spielt dabei keine Rolle. Ob die Blumen der Nachbarin gegossen werden, jemandem über die Straße geholfen wird oder ein krankes Familienmitglied gepflegt und getröstet wird, hat die gleiche Bedeutung. Hilfe symbolisiert funktionierende Sozialstrukturen und eine intakte Gemeinschaft. Gabriele Hausmann erklärt: "Das Gefühl, ich konnte etwas für einen anderen tun, hebt das Selbstwertgefühl und spornt dazu an, so etwas wieder zu tun. Sehr viele Menschen verhalten sich so." Die Gesundheitsexpertin berichtet von einer erstaunlichen Untersuchung. In einem Experiment mit mehr als 200 Teilnehmern haben Forscher der Vereinigten Staaten herausgefunden, dass Hilfsbereitschaft ansteckend ist. Gutes tun ziehe einen regelrechten Domino-Effekt nach sich. Wer eine Hilfestellung oder Zuwendung erfahren hatte, gab dieses freundliche Verhalten später an drei weitere Studienteilnehmer weiter. Auch diese drei Glücklichen halfen wiederum jeweils drei weiteren Teilnehmern der Studie. Eine gute Tat kann somit gleich neun weitere nach sich ziehen. Ein schöner Effekt.
Der Mechanismus bei anonymen Hilfen, wie einer Spende für den Kinderschutzbund im Rahmen der Benefizaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“, unterscheide sich von der direkten guten Tat, erklärt Gabriele Hausmann. Menschen spenden, weil sie erkennen, dass sie für schwächere Teile der Gesellschaft etwas tun müssen. Damit erhalten sie die Gesellschaft aufrecht - wenn auch unbewusst. "Wir sehen in vielen Beiträgen, Reportagen und Filmen, wie schwierig so manches Kinderleben ist und wie einfach es sein kann, da Unterstützung zu bieten." Damit Kinder gesünder aufwachsen, besser lernen oder leichter leben können, helfen Menschen gerne und das gibt "ein gutes Gefühl".