Niedersachsen
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Die moderne Arbeitswelt verlangt dem Körper viel ab, besonders den Augen. Fachleute haben festgestellt, dass sich die Augen bei der Arbeit am Computer bis zu 30.000 Mal am Tag an unterschiedliche Helligkeiten und Kontraste anpassen müssen. Da ist es kein Wunder, dass die Augen leiden: Sie tränen, jucken, röten sich, der Blick wird mit der Zeit verschwommen, das Sehen streng zunehmend an. Dazu gesellen sich oft Nackenverspannungen und Kopfschmerzen. Die Ursache dieser Beschwerden ist die Überanstrengung der Augen durch stundenlanges Starren auf den Bildschirm.
So weit muss es jedoch nicht kommen. Mehrmals am Tag steht den Augen eine Pause vom Bildschirm zu und das Abschirmen für ein paar Minuten. Auch für die Augen gibt es spezielle Entspannungsübungen. Eine der bekanntesten geht so: Die Augen mit den hohlen Händen zwei bis drei Minuten abdecken, die Arme dabei aufstützen und entspannt und gleichmäßig atmen. Die ganze Haltung sollte bequem sein. Danach die Hände langsam - sodass es nicht sofort blendet - wieder von den Augen wegnehmen. Diese Übung empfiehlt sich drei- bis viermal an einem Bürotag.
Ebenfalls hilfreich ist eine Übung der Augenmuskeln. Dazu bequem auf einem Stuhl setzen und den Kopf gerade halten. Dann mit den Augen extrem weit in vier Richtungen schauen: erst nach rechts, dann nach links, anschließend nach oben und nach unten. Den Blick jeweils zwei bis drei Sekunden halten, dann die Blickrichtung wechseln. Das Ganze dreimal wiederholen. Wichtig bei dieser Übung ist, dass wirklich nur die Augen bewegt werden, nicht aber der Kopf. Diese Übung beansprucht die Muskeln rund um die Augen. Wer das Training mit dem Abdecken der Augen beendet und so für abschließende Entspannung sorgt, hat schon viel für seine Augen getan.
Schön ist auch eine Massage der Augenhöhlen. Dazu mit den Daumenspitzen den oberen Rand - also unterhalb der Augenbrauen - von der Nasenwurzel bis zum Lidrand mit sanft kreisenden Bewegungen massieren. Anschließend den unteren Rand mit den Zeigefingerspitzen ebenfalls von innen nach außen massieren. Auch das in kleinen, kreisenden Bewegungen. Diese Kurz-Massage entspannt und hilft, wieder klarer zu sehen.
Zusätzlich zu allen Übungen und Entspannungstechniken gilt: Lassen Sie Ihre Brille regelmäßig überprüfen! Stellen Sie Ihren Bildschirm außerdem so auf, dass Sie aus einer leicht erhöhten Position darauf blicken. Zu vermeiden ist der verkrampfte Dauerblick von unten nach oben. Das strengt die Nacken- und Augemuskulatur auf Dauer zu sehr an.