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Vor allem in Deutschland und China waren Volkswagen im Januar und Februar gefragt.
Der Volkswagen-Konzern hat einen erfolgreichen Start ins Jahr 2010 hingelegt. Im Januar und Februar stiegen die weltweiten Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 27 Prozent auf 1,02 Millionen Fahrzeuge. "In Deutschland und China haben wir neue Höhen erklommen", sagte Vorstandschef Martin Winterkorn am Donnerstag in Wolfsburg. Nachdem der Nettogewinn im Jahr 2009 um rund 81 Prozent auf nur noch 911 Millionen Euro eingebrochen war, rechnet Winterkorn für das laufende Jahr mit höheren Gewinnen, höherem Absatz und höheren Umsatzzahlen. Er kündigte für 2010 ein "Modellfeuerwerk" mit 70 neuen Fahrzeugen an. Höhepunkte seien der neue Kleinwagen Audi A1 und die erneuerten Touareg und Passat.
Deutliche Zuwächse erzielten vor allem die Kernmarke VW sowie Audi und Skoda. Die spanische VW-Tochter Seat bleibt hingegen das größte Sorgenkind. Im vergangenen Jahr gab es Verluste in Höhe von 339 Millionen Euro. Zweiter großer Verlierer im VW-Konzern ist die britische Luxusmarke Bentley, die einen Verlust von 194 Millionen Euro einfuhr.
Verspricht ein "Modellfeuerwerk": Volkswagen-Chef Winterkorn.
Europas größter Autobauer hatte 2009 einen erheblichen Gewinneinbruch verbucht, obwohl die Wolfsburger trotz Wirtschaftskrise so viele Wagen wie noch nie an die Kunden brachten. Der Konzern musste aber trotz staatlicher Kaufhilfen in vielen Ländern Preisnachlässe gewähren. Obwohl der Absatz um 1,3 Prozent auf 6,3 Millionen Autos anzog, lag der Umsatz 7,6 Prozent niedriger - bei 105,2 Milliarden Euro. Damit fiel der Durchschnittserlös pro Auto ebenfalls niedriger aus.
Winterkorn unterstrich am Donnerstag das Ziel, bis 2018 Marktführer Toyota abzulösen. In den kommenden acht Jahren soll der Absatz auf mehr als 10 Millionen Fahrzeuge gesteigert werden. Toyota lag 2009 bei 7,8 Millionen Stück.
Eine Sonderprämie brachte dem VW-Vorstand laut Geschäftsbericht der Zusammenschluss von Volkswagen und Porsche ein. Winterkorn und Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch bekamen jeweils 800.000 Euro, die übrigen Vorstandsmitglieder 200.000 Euro für "besondere Leistungen" im Zusammenhang mit Porsche. Insgesamt verdienten die fünf Vorstände im Jahr 2009 rund 18,7 Millionen Euro. Davon schlägt das fixe Gehalt mit rund 5,62 Millionen Euro zu Buche.
2008 hatte der Vorstand mehr als das Doppelte ausgezahlt bekommen. Das lag vor allem daran, dass die Manager nach dem Höhenflug der VW-Aktie 2008 Optionen eingelöst hatten. Künftig sollen die Sonderprämien stärker an das Erreichen der langfristigen Unternehmensziele gekoppelt werden. Hierzu gehören unter anderem eine höhere Profitabilität und Kundenzufriedenheit.