Verkehrsmeldungen für Niedersachsen
Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1360 Wodevisse, etwa 1368Wodewisse, 1450/51 Waddevitze, 1631 Waddefitz, 1710 Wadewitz, 1858 Waddeweiz, 1939 Waddeweitz
"Vadovici" sind Leute, Untertanen, Nachkommen, später Dorf, des "Vad" (tschechisch) oder "Vadim" (russisch). Der Personenname ist eine Kurzform des russischen Namens "Vadimir". Papst Johannes Paul II. stammte aus dem polnischen Wadowice bei Krakau - im polnischen der identische Ortsname.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1280 Wagenvelde, 1461 Wagenfelde
Am wahrscheinlichsten ist die Verbindung mit "wogen", also "mit Wasser überfluten".
Udolphs Fazit:
Wagenfeld bedeutet bedeutet also "häufig überschwemmtes Feld".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 982-983 Walkiun
Der Ortsname ist in Verbindung zu alten Wortwurzel welk-, welg- für "feucht, nass" zu bewerten. Und bezieht sich damit wahrscheinlich auf den Boden.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1093 Walkeroth, 1132 Walchinrit, 1133 Walkenred, 1134 Walchinrith, 1140 Walkenriet, 1140 Walkenred, 1144 Walchenrith, 1147 Walkenrith
Offensichtlich liegt eine Zusammensetzung aus "Walken-, Walkin- (gelegentlich auch Walchin-)" und "‑ried, -re(e)t, -rith" vor. Im Grundwort steht "Ried, riet hriod, rêt" für "Schilf, Schilfrohr, Reet". Das Bestimmungswort, das nur wenig zwischen "Walkin-" und "Walken-" schwankt und gelegentlich hochdeutschen Einfluss zeigt. "walken" bedeutet ursprünglich: englisch "walk" bedeutet "gehen, wandern, schlendern", das zu verbinden ist mit "wealcan", also "rollen, sich hin und her bewegen, wälzen". Besonders interessant aber "valk" für "das Hinundhergeworfenwerden, besonders auf der See", "gewealc" für "das Rollen", "wealca" für "Woge". Zieht man hier das Schilf hinzu, ist eine Verbindung mit der ‑ poetisch zu nennenden - Bedeutung "wogendes, wallendes Schilf" möglich.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 815 Wallonhurst, 1160 Walnhurst, ca. 1200 Walenhorst
Das Wort "welle" in der Bedeutung "wallende, brodelnde Flüssigkeit, Quelle, natürlicher Brunnen" ist im deutschen Sprachgebrauch nicht mehr produktiv; aber wir kennen noch "aufwallen". "horst" bedeutet "Gebüsch, Gestrüpp", jünger auch "Vogelnest". Als Grundwort bezeichnet "-horst" zumeist "Buschwald, Gebüsch, Gehölz, Gesträuch, Gestüpp, Niederholz", auch "bewachsene kleine Erhöhung in Sumpf und Moor".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 900 Wallmoda, um 941 Wallmode, 1016 Walmo[nthem], 1026 Walmonthem, 1131 Walmoden, 1131 Walmoden, 1151 Walmede
Ein alter und schwieriger Ortsname. Er kann auf einen Gewässernamen zurückgehen. "wal-m-" für "el-", also "drehen, winden, wälzen". Zu "wal-m-" gibt es den Flußnamen Walm(ana) in Hessen und in Nassau. Wallmoden liegt an einem Berghang an einem kleinen Bächlein. Eher als "Hügelort" zu norwegisch "kvelm" für "Heubund", schwedisch "hvälm" für "kleiner Heuhaufen". Das germanische "walm-ōþ-" dürfte die Grundlage für den Ortsnamen Wallmoden sein. Eine bemerkenswerte Bildung, die für ein hohes Alter des Namens spricht.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 986 Rode, 1176 Walesroth, Walesrode, 1197 Walsrode, 1235 walsrodt
Der Ort hieß schon zuvor Rode, der Zusatz "Wales-, Wals-" bezieht sich wohl auf den Grafen "Wale" - nicht "Walo" -, der das Kloster gründete und wurde zur Unterscheidung von zahlreichen anderen "-rode"-Orten verwendet. "Wal(e)-" gehört zu Altniederdeutsch, Althochdeutsch "walh", und bedeutete ursprünglich "Welscher, Romane", später allgemein "Fremder".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1251 in villa Wanhelist, 14. Jahrhundert Rembertus de Wanglist, 1400 Wanghelist wust, 1542 Wangelstet, 1547 Wangeliste, 1555 Wangelste, um 1616 Wanglemstedt.
Das Grundworst list bedeutet Saum, Leiste, Wegstreifen. Einige Ortsnamen enthalten dieses Element, so zum Beispiel der hannoversche Stadtteil List oder der Ort List auf Sylt. Das Bindewort Wange bedeutet Feld, Aue, Grasland und kommt in zahlreichen Städtenamen vor. Wangelnstedt setzt sich also aus den Bedeutungen Streifen und Grasland zusammen.
Der im Spätmittelalter wüst gefallene Ort wurde seit 1518 erneut besiedelt.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Ein bisher nicht sicher geklärter Ortsname. Es könnte ein Zusammenhang mit Orts-, vor allem Gewässernamen wie Wahmbeck im Kreis Northeim bestehen. Dessen -m- ist sekundär vor -bek entstanden. Der Name Wanna - heute Westerwanna, Osterwanna - bezieht sich offenbar auf ein größeres Gebiet, wahrscheinlich auf das leicht erhöhte Land zwischen der Emmelke und weiteren Bächen, Flüssen und Sumpfland.
Udolphs Fakten und Recherchen: Die ursprünglich ca. 1,4 km südwestlich von Warberg am Nordabhang des Elms gelegene Burganlage wurde an der Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert zerstört und im 13. Jahrhundert an der heutigen Stelle neu errichtet.
Alte Bezeichnungen: vor 1200 Hermannus de Wereberch, 1202 Hermannus de Werberg, um 1238 Hermannum de Wereberge, 1258 de Wereberghe, 1289 datum in castro Werberge, 1311 in campo Werberge, 1344 datum Werberghe, 1363 der Werberch, 1367 prope castrum Werberghe
Bildung mit dem Grundwort -berg. Das Bestimmungswort lautet zunächst Were-, ab Mitte des 13. Jh. konstant Wer-. Später wird War-berg entwickelt.
Der Ortsname bzw. Bergname wird wie Wahrstedt an die idg. Wurzel *wer-, *wor- "erhöhte Stelle (im Gelände oder auf der Haut)" angeschlossen werden können.
Hierzu gehören germanische Wörter wie ahd. warza, aengl. wearte "Warze", aengl. wearr "Schwiele" usw. Zum zweiten ist eine l-Bildung in got. waírilom (Dat. Pl.), aengl. weler, weleras mit Umstellung aus *werelas Lippe > wulstige Erhöhung wichtig.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1218 Wardenberge, 1260 Werpe, 1530 Warppe
Wie andere Ortsnamen, zum Beispiel Wüstung Wartenberg östliches Barleben, Wardenberg, 1164 Wardenberch, gehört Wardenburg, zu deutsch Wart-, Warte, warten, hier im Sinne von "aufpassen, beobachten, Ausschau halten". Die Endung -berg wurde später umgewandelt in –burg. Auch die Lage des Ortes spricht dafür, denn Wardenburg liegt erhöht.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Der Ortsname Warmsen hat eine schwierige und komplizierte Geschichte. Ursprünglich hieß der Ort Wermerinchuson (1096). Der erste Beleg geht ziemlich sicher auf Warinmer-inge-husen zurück: "Siedlung der Leute des Warinmer". Darin enthalten ist das War-; es bedeutet wehrhaft, abwehren oder auch sich wehren. Daraus dürften auch die späteren und heutigen Formen Wermesen, Warmesen und Warmsen entstanden sein.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: um 1260 Werpe, 1530 Warppe
Auch als Name eines Adelsgeschlechts seit etwa dem gleichen Zeitraum belegt. Warpe für Warf(t), abgeleitet von "werpen / warpen" für "werfen", "zum Schutz gegen Überschwemmung aufgeworfener Erdhügel". Die erhöhte Lage des Ortes Warpe spricht dafür.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1022 Wilradesbutile, um 1274 Werdesbutle, 1447 Wersbuttel, 1564 Warßbüttel.
Der Ortsname besteht aus einem Personennamen "Wilrad" und "-büttel" für "Siedlung". Also Siedlung des Wilrad.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1022 Waditlogon, 1022 Waditlagun, 1054-1079 Watlingen, um 1222 Watlage, um 1230 Watlege, um 1230-1405 Watleg(h)e, 13. Jahrhundert Waltleghen, 13. Jahrhundert Wathlege, 1319 wathlege, 1319 in watleghe
Der Name könnte auf "wad, vad, wat/wat", also "Furt, seichte Stelle, Sumpf" zurückgehen. Man wird von diesem Gedanken ausgehen dürfen und den Namen mit dem deutschen "Watt-, waten-" verbinden dürfen. Unklar bleibt in diesem Fall nur die Bildung von "Wadit-". Angesichts der später einsetzenden Formen wie "Watlage" und der Belege für den Vergleichsnamen im Calenberger Land sehe ich auch aus sprachlicher Sicht keine andere Möglichkeit, als darin eine Verschreibung zu sehen.
Udolphs Fazit:
Der Sinn des Ortsnamens wäre demnach: "an einer Furt, am nassen, feuchten Gebiet gelegen".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 983-985 Walcrimheshusun, 1141 Welderickeshusen, 1310 Wolderikessen, 1310 Wolderikessen, 1368 Welderkesen, 1458 Welderßen, 1458 Wölderßem, 1461 Woldersen, 1477 Wolderssem, 1479 Wellersen
Die älteste Form ist anders zu erklären als die folgenden. Walcrimheshusen enthält das "-husen", bedeutet also die "Siedlung, eines "Wald-grim". "Waldan-" bedeutet "herrschen". "-grim" bedeutet "Maske", "Helm". Die übrigen Belege sind eher auf"Wald(a)rik" zurückzuführen, hier umgelautet zu "Welderik", der gut bezeugt ist; er besteht ebenfalls aus dem Namenglied "Wald-", also "herrschen" und dem Zweitglied "-rik", also "reich", "mächtig".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1196-1197 Wenedeburch, 1196-1197 Winedeburg, vor 1196-1197 in Winetheburg, vor 1196/1197 Winetheburch, 1196/1197 Wenedeburch, um 1200 Winetheburg
Die Belege deuten auf ein Kompositum mit "-burg". Im Bestimmungswort steht offenbar "Winethe" o.ä.. Im ersten Teil steckt eine germanische Bildung "Win-ithi", "winja" bedeutet "Weide"; zusammen also "Weideort, Weidestelle".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: Ende des 12. Jahrhundert Wenegessen, 1206 Wenekessen, 1224 Weningeshen, 1226 Weningessem, 1236 Weniggessem, 1241 Wenekessen, 1250 Wennigessen, 1274 Weningesen, 1291 Weningissen, 1301 Wenigsen.
Udolphs Fazit:
Es ist von einer Bildung mit der Endung "-ingehusen" auszugehen. Diese Endung wurde an einen Namen gekoppelt. Im Fall von Wennigsen an "Wano", althochdeutsch hieß das "Hoffnung", hochdeutsch "wähnen". Der Ortsname bedeutet soviel wie "die Siedlung der Leute des Wano".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Um 1000 Werelidde, um 1000 Werilidde
Schwierig ist auch die Abgrenzung zu den Zusammensetzungen mit lithi, lede "Geländeabhang". Wahrscheinlich eine –ithi-Bildung wie in Lehrte, Sehnde, Weende, Grohnde aus "Lar-ithi", "Sen-ithi", "Win-ithi", "Gron-ithi". Altenglisch: weler, weleras mit Umstellung aus "werelas" für "Lippe", also "wulstige Erhöhung" belegt.
Udolphs Fazit:
Also etwa "Siedlung an oder bei einer Anhöhe"; das könnte für die Lage von Werlte im flachen und sumpfigen Gebiet des Emslandes zutreffen.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 793 Withorpe, 802 Withorpe, um 1000 Wydropla, Mitte 12. Jahrhundert Witharplo
Beim Ortsnamen Werpeloh handelt es sich um einen kompliziert zu belegenden Namen, da er sehr unterschiedlich überliefert worden ist: Vermutlich kann eine Deutung ausgehend von Withorp (ohne –lo) und Wydropla, Witharplo (mit –lo) gesucht werden. Das spricht für "–loh" für "Wald" im Grundwort. Dazu passt auch die Lage von Werpeloh. Dann ist "Withorp" zu klären. Es gibt viele Orte, deren alte Belege Withorp lauten. Sie werden im Allgemeinen aus "Wid-dorp" für "Walddorf" erklärt. Das kann man bei Werpeloh auch annehmen. Somit hatte der Ortsname vielleicht folgende Entwicklungsstufen: "Wid-thorp" > "Withorp(e)" > "Withrop" > "-drop". Dann wird "-loh" für "Wald" erneut hinzu gestellt, was zu "Widrop-lo" führt. Eine sogenannte Verschleifung könnte dann zu "Widreplo", Widerplo" > "Werpeloh" geführt haben. Der Wald spielt demnach eine entscheidende Rolle. Das passt außerdem zur Lage des Ortes.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1252 Wenstede, 1302-1304 Wetstede, 1336 Wetstede, 1352 Westede, 1352 Westede, 1523 Westede
Neben niederdeutsch "stede" für "Stätte, Stelle" enthält der Ortsname im ersten Teil ein Wort für "nass, feucht", niederdeutsch "water", englisch "wet" für "nass", "waten" für "Watt" und andere.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1420 Weszterholte, 1555 Westerholte, 1589 Westerholt
Der Name bedeutet "Wald". Westerholt leitet sich ab von "der nach Westen hin liegende Wald".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1302 Westerstede, 1305 Westerstede, 1420 Weszterstede, 1503 Westerstede, 1585: Westerstede
Das Bestimmungswort dieser Zusammensetzung ist die Angabe der Himmelsrichtung, die besonders in Norddeutschland häufig die Endung "-er" trägt. Grundwort ist das mittelniederdeutsch Substantiv "stede", also "Stätte".
Udolphs Fazit:
Westerstede bedeutet wohl: "Siedlung westlich von Hüllstede".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1346 Overlederelande, 1460 Overledingerlande
Die Gemeinde entstand 1972 aus der früheren Bezeichnung Overledingen. "Over" bedeutet "über" und "Leda" ist ein Gewässername.
Udolphs Fazit:
Zusammengefasst bedeutet Overledingen "südlisch der Leda", "das Gebiet auf der anderen Seite der Leda".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: um 1000 Uuetdecun, 1350 Wedeschen, 1410 Weddeschen, 1417 Wedschen
Die Basis gehört zu "Wedel, vadhil, waten" und "Watt". Der Ortsname bedeutet also etwa "Siedlung am Wasser"; angesichts des Feuchtgebiets südlich von Wetschen wohl keine schlechte Idee.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 9./10. Jahrhundert Uuethonthorp
Sehr schwieriger Ortsname. Aus lautlichen Gründen passt weder Niederdeutsch "wede", also "Wald" (zum Beispiel in Wedemark) noch "wet", also "feucht, nass". Im zweiten Teil steht Niederdeutsch "dorp", also "Dorf, Siedlung", das ist klar. Im ersten Teil steht vielleicht ein Wort für "Weide", Norwegisch "veid", also "Weide", das nicht ganz genau unserem Wort für die "Weide", also "Grasland" entspricht, aber damit verwandt sein dürfte. Unser "Weide"-Wort verlangt nach einem urspünglichen langen "-i-", das norwegische nach "-ei-", das passt besser.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 822‑826 Wydisleue, 994 Vuidisleuu, 1064 Witesleib, 1141 Wideslove, 1169 Wideslove, 1171 Wittesleve, 12./13. Jahrhundert Widesleve, Witesleve, 1252 Witesleib, Worpswede
Wetzleben gehört zu den circa 200 Ortsnamen, die auf "-leben" enden. Damit ist nicht "das Leben" oder "leben" gemeint, sondern es basiert auf "to leave" (englisch), und bedeutet "hinterlassen", in diesem Fall also "Hinterlassenschaft", "Erbe". "Wetz-" ist wohl eine Ableitung des Personennamens "Widi". "Vid", "widu-" bedeutet "Wald".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1344 Weydehusen, 1495 Meydehusen, 1589 Weyhausen, 1663 Waihusen
Hochdeutsch "Weide" kann nicht in einem niederdeutschen Ortsnamen stecken; aber niederdeutsch "wide", das ebenfalls "Weide" bedeutet, darf angenommen werden. Daneben aber auch altsächsisch, mittelniederdeutsch "widu" für "Wald", so dass wir an eine Siedlung "husen - hausen" an einer Weide oder einem Weidewäldchen oder an einem Wald denken dürfen.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Weyhe ist ein sehr alter
und schwieriger Name. Aufgrund der alten Belege ist der Name vielleicht "Wege" zurückzuführen auf "Wagja" und zu verbinden mit der althochdeutschen Bedeutung "Woge, stürmisch bewegtes Meer" oder mittelhochdeutsch "bewegtes Wasser, Strömung, Flut, Woge, Fluß, Meer, Wasser". der altsächsische Wortstamm "wag", altenglisch "waeg" bedeutet "Woge, Flut", im Altnordischen "vagr" für "Meer, See, Bucht, Flüssigkeit, Eiter", das gotische "wegs" bedeutet "Brandung, Woge".
Udolphs Fazit:
In diesem Fall vielleicht ursprünglich bezogen auf das Sumpf-, Moor- und Gewässergebiet nördlich von Kirch-, Suderweyhe.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1243 Widam, 1248 Wida, 1249 Wida, 1253 Wida, 1268 Wida
Der Ortsname kann nur über den Gewässernamen erklärt werden. Am wahrscheinlichsten kommt er aus dem althochdeutsch "wida" oder mittelniederdeutsch "wide", für Weide. Im Grundwort stammt der Ortsname von "aha" für "Bach, Fluss". Ein "Weidenbach" ist auch von der Bedeutung her eine gute Erklärung für die Entstehung des Ortsnamens.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1253 Widensole, 1318 Widensole; 1336 Wydensole, 1410 Wyndesolen, 1549 Widensale, 1575 Wydensaell, 1680 Wiedensahle, 1710 Wiedensahl
"Sahl, Sohl, Soll" bezeichnet "einen Tümpel, ein Wasserloch, ein kleines stehendes Gewässer". Das Bestimmungswort ist "wîde" und bedeutet "Weide".
Udolphs Fazit:
Wiedensahl bedeutet also "Wasserloch, Tümpel bei Weiden".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1059 Wivelunstidi, 1059 Wiuelstede, 1059 Wyvelstede, 1260/70 Wivelstede, 1420 Wyuelstede, 1476 Wivelstede, 1531 Twivelstedte, 1584 Twyfelstede, 1585 Twifelstede, 1630 Wivelstede, 1696 Wiuested, 1761 Wievelstede, 1844 Wiefelstede
Es handelt sich um eine Zusammensetzung mit dem altgermanischen Personennamen "Wibil", "Wifil", der soviel wie "der Bewegliche, Sich-Tummelnde, Geschäftige" bedeutet. "Stadi", "stedi", "stede" bedeuten "Platz", "Stelle", "Stätte". Nach verbreiteter Auffassung soll bei der Namengebung friesischer Einfluss vorliegen.
Udolphs Fazit:
Wiefelstede bedeutet also: "Siedlungsstelle des Wibil/Wifil".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Der Ortsname scheint kein junger Name zu sein und gehört offenbar im Vergleich mit ähnlichen Namen zu einem Wasserwort. Wahrscheinlich gehört der Ortsname zu "wîlan" für "aufquellen". Der Ortsnamen "Wiel", im Jahr 1347 "Wiele", wird auf angelsäschsisch "wæl" in der Bedeutung "Kolk, Pfuhl", mittelniederdeutsch "wêl" für "Kolk, eine von der Sturmflut ausgespühlte Tiefe", niederländisch "wel" für "Kolk, Pfuhl" zurückgeführt. Der Name bezeichnet somit einen "Ort, wo sich Wasser sammelt, wo sich eine vom Wasser ausgespühlte Tiefe befindet".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1031 Huginhusun; Variante: Engelhusen, 1051 Hvinhusen, 1052 Huginhusun, 1053 Huginhusen, 1054 Huginhusen, 1057 Huinhusen. Seit 1179 tauchen neue Formen auf, zunächst als Widenhusen: 1179 Widenhusen, 1196-1197 in Widenhusen, 1215 Winhusen 1233 Huginhusem Wynhusen, 1234 Winhusen
Der Ort hat offenbar einen Namenwechsel hinter sich. Er hieß zunächst Huginhusen. Huginhusen ist aus einer Verbindung eines Personennamens Hugo, hier "Hug-in" bzw. "Hug-en", und Niederdeutsch "-husen", also "Siedlung", "Dorf" zu erklären. Dieser Name lässt sich mit der Personennamenkurzform Hugo zu Gotisch "hugs", Althochdeutsch "hugu", Mittelhochdeutsch "huge", "hüge" in der Bedeutung "denkender Geist" verbinden. Das Namenglied findet sich beispielsweise in dem alten Rufnamen Hubert. Der spätere Name Wienhausen enthält einen Personennamen Widi. Er gehört zu dem Stamm "vid", "widu-", und bedeutet "Wald".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1339 Wiren, 1342 Wiren, 1357 Wyren
Der Ortsname ist offenbar nach der Lage an einer Biegung der Ilmenau benannt. Zugrunde liegt dann mittelniederdeutsch "wir" für "Windung". Also "Ort an der Biegung".
Udolphs Fakten und Recherchen:
"Wies-" hat die gleiche Bedeutung wie das Grundwort "Moor"; es handelt sich also um eine tautologische Bildung.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 11. Jahrhundert Widessen, 1274 Widessen
Es handelt sich um den Personennamen "Wid(i)" und "-husen", also "Wideshusen", im Verlauf der Sprachgeschichte zusammengezogen zu "Widshusen, Widessen, Wietsen, Wietzen". "Widi" wie "Wido" und "Widukind" - Herzog Wittekinds Stamm - gehören zum altsächsischen Wort für den "Wald".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1529 Wildeman, 1543 Wilden Manne
Wildemann wurde im Jahre 1529 von Bergleuten aus dem Erzgebirge gegründet. Die Namen "Bergstadt" und auch "Wildemann" leiten sich vom Bergbau ab. "Wildemann" hieß eine Grube im Erzgebirge, aus dem viele Bergleute in den Landkreis Goslar zogen. Sie brachten nicht nur Bräuche und Mundart mit, sondern auch die Namen der Gruben.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 851 Wigaldinghus, 871 Wialteshus, 980 Uuigildeshuson, 1209 Wildeshusen
Das Grundwort des Ortsnamens ist -hausen. Das Bestimmungswort Wildes- enthält den Personenamen Wigbald, der später zu Wildes- geworden ist. Prof. Udolph deutet den Namen als "Siedlung des Wigbald".
Udolphs Fakten und Recherchen
Alte Bezeichnungen: 851 Wilshem
Der Ortsnamenbestandteil "Heim" wird hier offenbar mit der Bedeutung "Siedlung" benutzt. Zweiter Bestandteil des Ortsnamens ist vermutlich ein Personenname. Das Heim des Wils oder Wils. Wilse kommt in Holland als Personenname vor. In Deutschland ist er als Wilss oder Wilz belegt. Wili-s-hem steht also für "Wili-s Siedlung"
Windhause
Udolphs Fakten und Recherchen
Alte Bezeichnungen: um 1221 Winthusen, 1230 Winthusen, um 1230 Winthusen, 1238 Winethusen, 1238 Wenthusen, um 1239 Winthusen, 1240 Wenethuse
Die Belegfolge zeigt, dass im Grundwort des Namens zunächst "-husen", später "‑hausen", stand bzw. steht. Das Bestimmungswort lautet zumeist "Wind-, Wint-", gelegentlich zeigt sich eine Variante mit "‑e-", etwa "Winet-husen, Wenet-husen, Wined-husen", ein Wechsel, der bei Wend-/Wind-Namen immer wieder zu beobachten ist. Der Ortsname gehört zu einer nicht kleinen Gruppe, die eine sichere Deutung des Bestimmungswortes nicht immer erlaubt. Für Ortsnamen des Typs Windhausen, Wendhausen bieten sich ‑ zusammenfassend gesagt - drei Möglichkeiten an: Erstens eine Verbindung mit der deutschen Bezeichnung der Slaven Wenden, noch bekannt aus dem Wendland. Zweitens den Ansatz eines germanischen Personennames im Bestimmungswort. Drittens eine Zusammensetzung "Winithi-" und "-husen". Hier läge eine germanische Bildung zu "win-ithi", also "Weideland" vor, das etwa in Weende bei Göttingen, Wehnde bei Leinefelde und Wenden bei Braunschweig anzusetzen ist
Udolphs Fazit
Wägt man alles gegeneinander ab, spricht die Überlieferung des Ortsnamens Windhausen für die dritte Möglichkeit und somit für eine germanische Bildung, die am ehesten als "Weidesiedlung" verstanden werden kann
Udolphs Fakten und Recherchen
Alte Bezeichnungen: 1301 Vinx, 1659 Wingst, 1684 Vingst, 1756 Wings
Der Ortsname könnte sich auf "Anhöhe, Hügel" beziehen. Da der Ortsname erst sehr spät überliefert ist, bestehen große Unsicherheiten für die Deutung
Udolphs Fakten und Recherchen
Alte Bezeichnungen: 1370 Wynkelsede, 1583 Winkelsett
Der Ortsname enthält niederdeutsch "set-" für "Siedlung" und bedeutet "Siedlung im Winkel". Winkel bedeutet in diesem Fall: abgelegener Winkel oder Lage in einem von zwei Seiten abgeschlossenen und nach der dritten Seite offenen Raum
Udolphs Fakten und Recherchen
Alte Bezeichnungen: 1315 Wensen, 1318 Wynsen; 1392 Winse
Der Ortsname ist eine Bildung mit dem Grundwort "-hausen", das bereits in der ersten Erwähnung des Ortsnamens zu "-sen" verkürzt wurde. Der zweite Teil des Ortsnamens geht auf das mittelniederdeutsche winne für "Weide(platz), Wiese" zurück
Udolphs Fakten und Recherchen
Alte Bezeichnungen: 1133-1136 Wintzenborc, 1147 Winzenburch, 1234 Wincenburg, 1372 Winsenborch, 1477 Wyntzenborch, 1488 Wintzenborch, 1509 Wintzenborch, 1540 Wintzenburg, 1609 Wintzenbur
Das Dorf hieß früher Hasekenhusen, erst später wurde der Name der Burg übernommen. Die Sprachforschung leitet den Ortsnamen von der Diminutivform des Namens Winfried, also "Winzo", ab. Dieser Vorname besteht aus "Wini", also "Freund", und "zo" für "kosend, verzärtelnd"
Udolphs Fakten und Recherchen
Alte Bezeichnungen: Wippingen wird erstmals 1534 im Pflugschatzungs-Register als "Wyppinge" genannt.
Der Ortsname enthält den Personennamen Wippo, wahrscheinlich ein Kosename zu Willibald oder Wigbold. Durch die Verkürzung wurde der Name zunehmend scharf ausgesprochen und entwickelte sich zu Wippingen
Udolphs Fakten und Recherchen
Alte Bezeichnungen: 8./9. Jahrhundert Vurtheim; 1381 Wirthum; 1426 Wirdu
Der Ortsname leitet sich wahrscheinlich von werth, werd, wirth, wird ab. Damit bezieht er sich auf eine Geländeerhebung - beispielsweise bei Flurbezeichnungen verwendet: "up Ulbernsna wyrdem, uppe Wyrden, oppa Wyrdum". Weniger wahrscheinlich ist ein Bezug zu "Heim", also Hausstätte auf einer Wurt, wie er in den Provinzen Friesland und Groningen vorkommt
Udolphs Fakten und Recherchen
Alte Bezeichnungen: 1332 Wische, 1335 Wysghe, 1338 Wisch, 1762 Wischhave
Wischhafen hat seinen Namen vom früheren Ort Wisch, in den Wischhafen aufgegangen ist. "Wisch(e)" bedeutet niederdeutsch "Wiese" und hinzugetreten ist der "Hafen".
Udolphs Fakten und Recherchen
Alte Bezeichnungen: 1004 Witthorp, 1576 Wittorp, 1776 Wittorff
Der Ortsname geht vermutlich auf die Farbe "weiß" zurück als Farbe des Sandes am Ilmenau-Ufer. Der Farbname "weiß" kommt in Flurnamen häufig vor.
Udolphs Fakten und Recherchen
Alte Bezeichnungen: 1246 Welpingehusen, 1550 Wolpingehusen, 1557 Wolpingehausen, 1713 Wölpinghause
Der Ortsname ist eine Zusammensetzung mit der "-ing"-Form. "Hwelp, Welpo, Welf" gehört zu althochdeutsch "welpf, welf", niederhochdeutsch "Welpe"
Wohnst
Udolphs Fakten und Recherchen
Der Ortsname geht wohl auf "Woden-stede" zurück. "Wodo, Woto" gehört (wie "Wotan") zu dem germanischen Personennamenstamm "Wod-", den man mit einem germanischen Wortstamm "wōta, wōda", also "rasend, besessen, wütend", verbindet und im Wortschatz an althochdeutsch "wuot", also "stürmisches Verlangen, heftige Gemütserregung, Raserei" anschließt. "-sted(e)" bedeutet "Ort, Stätte", auch "Handelsplatz, Kaufmannsstand". Die "-stede"-Namen in Niedersachsen sind recht altertümlich; es handelt sich um ein gemeingermanisches Grundwort, das besonders häufig in Nordwestdeutschland ist
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1118 Wlferesbutle, 1130 Wulferescbuthle, 1167 Wolverbutle, 1171 Vulfelesbotele, 1176 Wlfersbutle, 1188 Wlferbutel
Wolfen-" stammt von "Wulfheri". "-büttel" gehört zu der alten Wurzel "bhu‑ ", also "bauen, sein", wohl als "gi‑butl‑ia", also "Siedlung, Niederlassung" zu verstehen.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: um 1150 in Waltesthorp, 1182 Ualdistorp, 1202 Jordanis de Waltestorp, 1226 in Waldesthorp, 1243 in Woltestorp, 1247 in villa Woldestorp, 1263 milite de Woldestorp, 1294 in campo Wolzdorp, 1318 in Wolstorp, 1342 Jordan von Wolstorp, 1764 / 1765 Wolsdorff
Der Ortsnamen bildet sich mit dem Grundwort -dorf. Die -s-Fuge im Namen weist auf den Personennamen Wald hin. Der Personenname Wald(i) ist ein Kurzname und stammt von walda/waldan, was "herrschen, verwalten, Macht ausüben" bedeutet. Der Ortsname meint übersetzt "das Dorf des Wald".
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Alte Bezeichnungen: 1241 Woldershusen, 1250 Woldershusen, 1277 Woldershusen, 1297 Woldershusen, 1305 Woldershusen
Der Name setzt sich aus dem Grundwort -h()sen und dem Personennamen Waldher(i) zusammen. Die Wortbestandteile sind "Wald", "herrschen" sowie heri für "Heer, Menge, Volk".
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Alte Bezeichnungen: 1218 Worpenswede, 1223 in Worpenswed
"Worps" bezieht sich eindeutig auf den Fluss Wörpe. Der Gewässername ist ein alter indogermanischer Name und bedeuetet "drehen", "biegen"."wede" bedeutet "Wald", "Hölzung", "Holz".
Udolphs Fazit: Zusammengefasst bedeutet "Worpswede" also: Wald am Fluss Wörpe
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Alte Bezeichnungen: 892 Uuersteti, 1006 Vurestedi, 1133-1137 Wrestide, 1142 Wrested
Wrestedt ist schwierig zu deuten; aufgrund der Lage am ehesten zu "wer-", also "erhöhte Stelle (im Gelände oder der Haut)", da verschiedene Ableitungen innerhalb des Germanischen gut bezeugt sind. Wrestedt bedeutet also am ehesten: "Hügelort".
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Alte Bezeichnungen: 1252 Wulfersen, Wulferßen, 1352 Wulfersen, 1450 Wulfersen
Der Ortsname entstand wohl aus "Wulf-her-es-husen", verschliffen über "Wulfershusen" zu "Wulfersen" und "Wulfsen". Die "Siedlung eines Wulf-her"
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Alte Bezeichnungen: 990 Uolftune, 1141 Wolfften, 1141 Wulfften, 1162 Wulften, 1270 Wlftene, 1271 Wlfthe
Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts enthalten nahezu alle Belege ein Grundwort "tun" mit der später einsetzenden Abschwächung zu "ten". Das Wort liegt vor im Althochdeutschen als "zun" für "Zaun", altfriesisch "tun" für "Zaun, Bauerngut", im Nordischen und Englischen für "eingehegter Platz". Das Bestimmungswort stammt von wölben. Aus der Kombination ergibt sich eine ungefähre Bedeutung: "Siedlung auf einer Bodenwelle".
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Alte Bezeichnungen: 871 Uuonheresthorp, 1010 Vongerestorp, 1035 Wongerestorpiensium, 1038 Wongeresthorph, nach 1124 Wnnestorp, 1132 Wunerstorp, 1153-1170 Wnnestor
Die Entscheidung hängt von der Beurteilung des ältesten Beleges ab. Sicher ist, dass im Grundwort "thorp", also "Dorf" vorliegt. Nach dem ältesten allerdings isoliert stehenden Beleg, von dem aus sprachlich kein Übergang zu den folgenden Belegen geschaffen werden kann, ist von "Vunn(a)heri" auszugehen, der zu Germanisch "wunja", "wunnia", also "Wonne, Liebe" und "heri", also "Heer" bedeutet
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Alte Bezeichnungen: 1295 de Wozstrove, 1320 to Wzstrove, 1330/52 Gerd Wustrowe, 1355 to Wůstrowe, 1360 to Wustrow, 1392 Albert van Wustrow oppe Wustrowe, 1450/51 Wustrouv, 1639 zu Wustrow
Als Ausgangsform ist altpolabisch *Vostrovъ "Inselort, vom Wasser umflossener Ort" anzunehmen, herzuleiten aus altpolabisch *vostrov "Insel", vgl. urslawisch
*ostrovъ "das Umflossene, Flussinsel".
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Alte Bezeichnungen: 1150/65 actum Wimares, 1012/18 in Wimeri, 1123/37 Ulrich de Wimare, noch 1506 Wymar; Weimar, 1871 Wymeerer, 1319 Wymaria, 1475 Winnamor, 1492 Winnemer, 1509 Winnemeren, 1595 Wynemeer, 1619 Wihemeer, 1645 Wihmer/Wihemehr, 1825 Wymeer
Die Wortbestandteile des Ortsnames haben mehrere Ursprünge: angelsächsisch "wth" für "Heiligtum, Tempel" und angelsächsisch "meri", althochdeutsch "mer(i)", germanisch "marja" für "Meer", was ursprünglich auch "Binnensee, Teich, stehendes Gewässer" bedeutet. Es könnte sein, dass sich der Name entweder aus dem Rufnamen "Wynne" und "Meer" oder "Moor" zusammensetzt. Er könnte auch urgermanische Wurzeln haben und sich aus "Wiesenland" oder "Weideland und Moor" oder "Meer" zusammensetzen