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Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1341 Uchte, 1422 Vchte, 1548 Ucht
Der Ort liegt am Uchter Mühlenbach, offenbar ein alter Flussname, zu vergleichen mit dem Flussnamen "Ichte" bei Nordhausen. Es ist ein komplizierter, alter Flussname aus germanisch "Uchta, Ukta", zu einer alten Wortwurzel "ueg-, ug-" ("feucht, netzen") gehörend, bezeugt in Wörtern wie griechisch "hygros" für "feucht", altisländisch "vokr" für "feucht", niederländisch "wak" für "feucht, nass", englisch "wake" für "Kielwasser". Der Ortsname ist wahrscheinlich vorgermanisch, also indogermanischer Herkunft mit einem Alter von mindestens 3.000 Jahren.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 973 Vllessen, 1006 Ullishusun, 1142 Ullesheim, 1162 Ullesen, 1162 Ulleshem, 1197 Ullesen
Keimzelle der Stadt war Oldenstadt, das alte Ullishusen. Der Name ging dann auf die Neugründung Uelzen über, die alte Siedlung wurde Oldenstadt genannt, "die alte Siedlung". Die alten Bezeichnungen zeigen: Die Silbe "-es-", "-is-" in der Fuge zwischen den beiden Elementen spricht für einen Personennamen, wie etwa in "Walters Heim" oder "Walters Dorf". Der erste Teil "Ul", wie "Ulrich" oder "Ulli", hat sich aus "Odal-" entwickelt, zu germanisch "ōd", das "Besitz", "Eigentum" bedeutet. Es geht um einen allgemein germanischen, auch altsächsischen, altniederdeutschen Ortsnamen. Der zweite Teil ist umstritten, da "-sen" und "-hem" sich ablösen, also "-husun" und "-husen". Das niederdeutsche "-hēm" bedeutet "Heim". Die Grundform war also wahrscheinlich "Odal-es-hem".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 888 Urithi, 10./11. Jahrhundert Urithi, 1067 Urithi, um 1150 rethe, 1196‑97 Vrethe, 1207 Urethe
Im Ortsnamen steckt die Bildung mit dem altgermanischen Suffix ithi. Oft wurde angenommen, es handele sich bei Uehrde um einen "Ort, wo Auerochsen leben". Das sei unwahrscheinlich, weil -ithi-Orte oft Bezug nehmen auf die geographische Lage wie bei Grohnde - grün, Lengede - lang, Winitzi/Weende - Weide, Wiese. Die Basis des Namens ist eher "ur" für "feucht, Feuchtigkeit". Der Ortsname dürfte also auf das Altgermanische zurückgehen und einen "Ort in feuchter Lage" beschreibe.
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Alte Bezeichnungen: 1022 Utisson, 1202 Utissen, 1203 Vtesseim, 1215 Uttessem, 1218 Uttensem, 1234 Uttessem, 1265 Uttesse
Die Entwicklung der Belege verläuft von Utisson über Ut(t)ensen, Uttessem und Uttesse zu einer stark verkürzten Form Utze, erst spät mit Umlaut erkennbar als Ütze. Uetze hat sich wohl aus "Udis-husen" entwickelt. Es liegt demnach im Ortsnamen neben dem Grundwort "-husen" auch "Udi", also ein Personenname, vor.
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Alte Bezeichnungen: um 1150 uirincge, 1311 in Vringe, 1344 in Vringe, um 1405 Vringhe, 1430 to Uringe in dem Hasenwinkele, 1441 hof to Uringe
Auszugehen ist von einer alten Form Urungen - das erkennt man daran, dass der Ort nicht Üringen heißt; nur in diesem Fall wäre im zweiten Teil ein -ingen zu erwarten.
Ortsnamen mit -ingen bedeuten in Niedersachsen oft: das, was im ersten Teil steht, ist hier vorhanden. Und was ist dann Ur-?
Der Ur = Auerochs?
Kaum eher zu einer germ. Basis um altnord. ur "Feuchtigkeit"; die durch Uhry fließende Uhrau ist auch durch ihren Namen ein Indiz für die Deutung des ON als "Stelle, an der Wasser fließt, feuchte Stelle".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Der Ort entstand 1847, als die Bahnlinie eröffnet wurde. Offenbar enthält der Ortsname "unter " und "Lüß", den schon 1569 erwähnten Flur- und Waldnamen. Unterlüß ist wohl nach dem Forst Lüß benannt, an dessen Nordrand der Ort liegt.
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Alte Bezeichnungen: 8./9. Jahrhundert: Cuppargent, 1223 Upgentenses, 1387 Uppaganth, 1437 Upgant, 1514 schott, 1599 Schot, 1719 Schott
Die Schreibweise Cuppargent, ist möglicherweise auf eine Verwechslung des ortskundigen Schreibers mit einer Silbermünze, auf der ein Kopfbildnis des Kaisers zu sehen war, man "Kopp-argent" oder "kopkinos argenteos" nannte. Der Siedlungsname geht auf den vorgermanischen Gewässernamen"Gand(e)" zurück und bezeichnet eine Siedlung "auf (der) Gand(e), das heißt unmittelbar am Ufer des Flusses. "Gand-" steht für "Kies, Geröll". Der Verlauf des Flusses ist unklar. Der Gewässername "Gand" ist wie auch in Gandersheim, Nieder-, Hoch-, Kirchgandern, Gent bislang noch ungeklärt. Der Siedlungsname "Schott" ist wohl gleichbedeutend mit dem afrikanischen "skot" für "das Auswerfen von Erde", ostfriesisch-niederdeutsch "schot" für "Auswurf, Dreck, Schlamm etc."
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Alte Bezeichnungen: 1242 Lencgene, 1398 Lengederlant, 1432 Lenghene, 1475 Lanzene, 1496 Uplenghen, 1787 Lengen, Uplengen,
Es handelt sich um eine ursprüngliche Landschaftsbezeichnung; "Länge" bedeutet "Länge, Bergrücken", "Linge" bedeutet "schmaler Landstrich, Landzunge". Mit dem Vorsatz "up", also "auf", ist der Begriff zu Uplengen verschmolzen.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1019 Iuslad, 1174 Uslaht, 1265 Usdach, 1283 Uslacht, 1285 Uzlaht
Bei der Herleitung des Ortsnamens ist es wichtig sich streng an die ältesten Überlieferungen zu halten. Der Ortsname könnte eine Verbindung zu "schlagd, schlacht" für "aus Pfählen, Gatterwerk oder Mauerung hergestellte Befestigung der Flußufer, Buhnenwerk" haben.
Udolphs Fazit:
Ortsnamen wie Uthusen, Utrecht bezeichnen die Lage eines Ortes in Bezug auf ein anderes Objekt, Uth-bremen beispielsweise liegt außerhalb von Bremen. Für Uschlag bedeutet das: Der Ort liegt außerhalb oder entfernt von einer aus Pfählen, Gatterwerk oder Mauerung hergestellten Befestigung der Flußufer.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1006-1007 Huslere, 1141 Vslare, 1142-1153 Uslere, 1189 Uslere, vor 1199 Huslere, 1202 Uslere, 1205-1216 Uslaria
"-lar" bedeutet "Weide", "Wald". "us-" ist wohl von "es-", "wasal", "ooze", "waso", "wase" abzuleiten und bedeutet "feucht", "nass", "Regen", "Rasen", "Erdscholle", "Grube", "Feuchtigkeit", "Schlamm" oder "feuchter Erdgrund".
Udolphs Fazit:
Uslar kann als "Wald, Waldstück in feuchter, sumpfiger Lage" gedeutet werden. Die Lage Uslars in einem Gebiet, welches von Ahle, Rehbach, Martinsbach und Mühlengraben um- und durchflossen wird, unterstützt diese Deutung.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Äußeres, entfernt liegendes Dorf. Der Ortsname bezieht sich auf das Feuchtgebiet in der Region.