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Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1489 Henning Tappenbekes (Personenname), 1495 Tappenbeck, 1535 Tappenbeke
Der zweite Teil des Namen "beck" bezieht sich auf einen Bach: niederdeutsch "bek(e)" bedeutet "Bach". "Tappen" oder "tappe" steht fürs Zapfen und meint in diesem Fall eine "Zapfschleuse". Prof. Udolph erklärt den Zusammenhang:
Schiffahrtsschleusen (Kammerschleuse, Fang-, Zapfschleuse) bestehen aus einer stromab- und stromaufwärts verschließbaren Schleusenkammer. Der Eintritt des Schiffs von oben erfolgt nach der Füllung (bei geschlossenem unteren und geöffnetem oberen Tor); der Austritt erfolgt nach der Entleerung (bei geschlossenem oberen und geöffnetem unteren Tor). Möglicherweise hat bei der Entstehung des Ortsnamens ein Bach mit einer Zapfschleuse eine Rolle gespielt. Infrage käme dabei die Kleine Aller. Für eine endgültige Klärung müssten Untersuchungen vor Ort durchgeführt werden.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1237-1246 Tervenstede, 1257 Tervenstede, 1272 Tervenstede, 1299 Tervenstede, 1389 Tervenstede
Die Überlieferung des Ortsnamens gibt klar zu erkennen, dass der Name von Tervenstede abgeleitet ist. Die heutige Form Tarmstedt entstand erst durch die für das Niederdeutsche typische Lautveränderung von "er" zu "ar". Im Grundwort des Ortsnamens ist "sted(t)" für "Stätte, Stelle, Siedlungsstelle" enthalten. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist schwieriger herzuleiten. Da ein passender Personenname nicht zu ermitteln ist, dürfte wohl eine Entsprechung zu dem Familiennamen "Terveen" enthalten sein. Der Name bedeutet im mittelniederdeutschen "Sumpfland, Torfmoor".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1237 Tettenborne, 1288 Tettenburn, 1305 Tettenbornen, 1316 Tettenborn, 1320 Thettenburnen
"Tetto", "têt" bedeutet "anmutig", "zart", "lieb". "-born" bedeutet "Quelle", "Brunnen".
Udolphs Fazit:
Zusammengefasst bedeutet "Tettenborn" also "sanfte Quelle".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1282 Thedighusen, 1290 Thodighusen, 1392 Todinghehusen, 1357 Dedinghußen, 1428 Tedynghusen, Teddingehusen, 1534 Tedinghusen.
Der Ortsname ist ein "-ing(e)h(a)usen"-Name. Abgeleitet wird er von einem Personennamen. Die Überlieferung des Ortsnamens zeigt in den ersten Belegen allerdings ein Schwanken zwischen "T(h)edi(n)g-" und "T(h)odi(n)g-husen". Das erschwert die Bestimmung des Personennamens: möglich sind "Th(i)edo-" wie auch "Th(e)od-". In jedem Fall geht es aber um einen Zusammenhang mit der Bedeutung "Volk".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 9.Jh. Thuinun, um 1000 Dune, 11. Jh. In Dune, 1160 Thunun, 1583 in der Tune
Einige Formen sind wohl beeinflusst durch dt. Düne, zu germananisch -tūn "Stadt, Siedlung", vgl. dt. Zaun, niederdeutsch. tūn (Immentun "Bienenzaun"), engl. town, in Ortsnamen -ton (Weston, Eaton, Norton, Washington usw.).
Vgl. auch: Die Flurnamen Tun, Tunete, Thune und Thüne lassen sich auf das alt- und mittelhochdeutsche zûn in der Bedeutung "Umzäunung, Hecke, Gehege" (vgl. dazu das heutige Wort Zaun), das altsächsische und mittelniederdeutsche tûn "Flechtzaun um Gehöfte und besonders berechtigte oder geheiligte Örtlichkeiten; Geflecht aus Dorn/Hagedorn, Weiden oder anderen Gesträuchen, besonders aber als Einfriedung des Eigentums; Hecke der Gärten, Gehege, Garten; Zaun als Befestigung von Schlössern, Dörfern, Städten usw., auch aus Planken und Pallisaden" und das mittelniederländische tuun "Flechtzaun, umzäunter Hof" bzw. das niederländische tuin "Garten" zurückführen
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1276 de Toppenstede, 1278 de Toppenstede, 1300 Toppenstede. 1411 in Toppenstede
Wikipedia: Der Name Toppenstedt leitet sich ab vom Wappenbaum der "Toppe", was gleichbedeutend ist mit Eiche. Da die Region, in der Toppenstedt gegründet worden ist, mit vielen kleinen Eichenwäldern übersät war, erhielt das Dorf diesen Namen.
Ist zu korrigieren: (L. Bückmann, Orts- und Flurnamen. In: O. und Th. Benecke, Lüneburger Heimatbuch, Bd. 2, 2. Aufl., Bremen 1925)
Die "Siedlung, Stätte eines Tob(b)o", wobei Herleitung aus Tode-bert (aus Diet-bert, Thiud-bert) möglich ist, ist nicht ausgeschlossen. Auch die folgende Herleitung: Der männliche Vorname Tobe ist im ostfriesischen Raum aber auch als Kurzform des männlichen Vornamens Th(e)obald nachweisbar. Dieser wurde, wie auch die jüngere Namensform Dietbald, aus den altdeutsch-germanischen Namenelementen thiot (diet) in der Bedeutung "Volk" und bald "kühn" gebildet.
"Die Siedlungsstelle des Tobbo, Toppo" (aus Diet-bald oder Diet-bert).
Udolphs Fakten und Recherchen:
Das spätere Transvaal hieß, als die ersten Siedlerstellen entstanden, noch ganz einfach "Am Boitzenhagener Weg", weil es eben am selbigen lag. Zu dem Namen Transvaal kam es, weil der Siedler Heinrich Kruse, der inzwischen eine Flaschenbierhandlung aufgemacht hatte, in der Gastwirtschaft Niebuhr in Eutzen einen zwischenzeitlich nach Südafrika ausgewanderten und zu Besuch weilenden ehemaligen Eutzener traf. Beide klagten sich gegenseitig ihr Leid. Nach dem Genuss verschiedener Alkoholika begann man dann zu singen und dabei lernte Heinrich Kruse auch das Burenlied (Orange-Transvaal), das er dann mitnahm an den "Boitzenhagener Weg", wo man es bei jeder sich bietenden Gelegenheit sang, weil man sich ja selbst als die armen Buren von Transvaal bezeichnete. 1924 löste dann offiziell der Name "Transvaal" den Begriff "Boitzenhagener Weg" ab.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1360 Tribele, 1384 Trebule, 1584 Trebel
Der Ortsname geht zurück auf den Flußnamen "Trebel" und auf das polnische Wort "trzebic" für "reinigen, roden". Der Ortsname könnte "auf der schönen Rodung" bedeuten.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Der Ortsname ist die Ableitung von "twistel" in der Bedeutung "Zwiesel; etwas, das eine Gabel bildet", auch "Zweiung". Die Zweiung/Entzweiung zeigt sich ebenso in Mittelniederdeutsch "twist", also "Zwist"; hierzu gehören auch "twistelik", also "zwieträchtig", "twisten", also "in Zwiespalt, Streit sein" und "twisteringe", also "Zwiespalt, Streit". "Zwisila" bedeutet "gabelförmiger Zweig", altenglisch "twisla" bedeutet "Flussteilung", norwegisch "kvisl" bedeutet "Flussteilung, -arm", altnordisch "kvistr" bedeutet "Zweig".
Udolphs Fazit:
Die Grundbedeutung von Twist ist demnach wohl: "Geteilte Siedlung; an einer Gabelung liegender Ort" oder ähnliches.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: um 1260 Thuistringe, 1352 Thuistringhe, um 1370 Twysteringhe, um 1400 Twieseringe, 1526 Zwestring.
Twistringen lässt sich genauso herleiten wie der Ort Twist. Es bedeutet ebenfalls: Ort an einer gabelförmigen Flussbiegung oder Bodenerhebung.