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Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Fotograf: Ronald Wittek
 

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Ortsnamenforscher

Ortsnamen - Übersicht für den Buchstaben R

Radbruch

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1269  Radebrokii, 1355 Ratbrukes, 1576 Radtbrock, um 1600 Radebruuk, 1776 Ratth Bruch

Der Ort Radbruch liegt am Gewässer Roddau, genau wie Rottorf. Von dem Gewässernamen leitet sich auch der Ortsname ab. Offenbar handelt es sich um ein Ortsnamen Dreier-Paar aus Rod-au, Rod-dorp, Rod-brok bedeutet Radbruch für "das Sumpfland an der Rod(au)".

Raddestorf

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1029 Ratherisdorfa, 1221 Ratbregtestorpe, 1243 Ratbrechtesthorpe, 1248 Reteresdorpe, 1380 Ratberßdorp, 1562 Radesdorf

Offenbar geht der Ortsname auf "Rad-brecht-es-dorp" zurück. Ein Vorname, der aus "Rat" und "bercht, brecht" für "bekannt, berühmt" zusammen gesetzt ist.

Rastdorf

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen:

Die Gemeinde geht auf die im Jahre 1833 gegründete "Kolonie Rastdorf", bestehend aus drei Häusern, zurück.Das Herzogenamt Hümmling veranlasste die Gründung dieser Kolonie zwischen Neuarenburg und dem heutigen Gehlenberg und Werlte als Stätte der Rast und Erholung. Der Name sollte Rastdorf sein. Besonders im Winter sollen auf der dreistündigen Strecke Menschen aus Ermüdung gestorben sein. Der Ortsname ist also wortwörtlich zu nehmen als eine "Raststätte".

Rastede

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1059 Rastede, 1123 Radestad, 1158 Radestad, 1190 Radestad, 1202 Rarstad, 1237 Rastede, 1290 Rastede, 1407 Radstede, 1420 Rastede, 1424 Radstede, 1458 Rastede, 1630 Rastede

"Rode-, rod(a), roth" bedeutet "Rodung". "Stede. stedi" bedeutet "Stätte".

Udolphs Fazit:

Rastede bedeutet also "Rodungsstätte".

Räbke

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1153 in Ridepe, 1201 in Redepe, 1205 parte ville Ridepe, 1225 Ridepe, 1228 in Redepe, 1569 Rebke

Bildung mit dem Grundwort -apa "Fluss", ein altes germanisches Bildungselement, das auch in Olpe, Ennepe, Lennep, hochdeutsch -f- in Honnef, Aschaff(enburg), Asphe, Hennef, Laasphe fortlebt.

Die frühen Formen des Bestimmungswortes schwanken zwischen Rid- und Red-, bevor sich -e- duchsetzt. Auszugehen ist von Rīd-, das mit altsächsisch hriod, mnd. rēt "Schilfrohr, Sumpf-, Riedgras" zu verbinden ist. Also ein „Schilfbachfluss, -bach“

Rechtsupweg (LK Aurich)

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1787 Rechtupsweg, 1804 Rechtsupweg

"Rechtup" bedeutet auf Ostfriesisch "geradeaus", bzw. auch "rechts am / auf dem Weg". Um 1770 wurde der Ort als Moor-Siedlung gegründet und zwar am sogenannten "Rechts up Wege". Damit gemeint ist "ein gerader Weg auf das Mohr an", an dem sich die Siedler niedergelassen haben.

Rehden

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 11./12. Jahrhundert Redun, 12./13. Jahrhundert Redun, 1304 Reden

Der Ortsname geht auf das mittelniederdeutsche Wort "ret" für "Schilfrohr" zurück und bedeutet daher "Schilfsiedlung; Siedlung der Leute am Schilf, Ried".

Rehlingen

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1246 Renele, 1247 Renele, 1252 Renlo

"Rehn", niederdeutsch "Räin, Räi" steht für "ein am Bach gelegener, etwa mit Erlen, Faulbäumen und Fliegenbusch bestandener Untergrund; früher als Weide benutzt, dann oft in Wiesenland umgewandelt."

Remlingen

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 986 Remninche, 1022 Remninge, 1240 Bertoldus de Renninge, 1311 Remmelinge, 1312 Remnigghe, 1320 Remmeninge, 1362 Remlinge, 1390 Remelinge

Bildung mit dem Suffix ‑ingen. Das heutige -l- ist erst sekundär entstanden. Der Ortsname ist zu altsächsisch "hra:an", mittelnniederdeutsch. raven, rave "Rabe" zu stellen. Germanisch ist von "hra:na‑" auszugehen.

Also etwa: "Stelle, an der sich gern Raben aufhalten".

Udolphs Fazit: Schwierig; vielleicht eher zu einem nicht mehr bezeugten Wort, das im Slavischen noch als "kremen- Kiesel, Kieselstein, Feuerstein" weiter lebt.

Renkenberge

Udolphs Fakten und Recherchen:

Wikipedia: Die Gemeinde entstand ab 1932 im Rahmen der Emslandkultivierung aus den Neusiedlungen Kluse und Melstrup-Siedlung und wurde 1934 zu einer selbständigen Gemeinde erklärt. Mit Wirkung zum 1. Oktober 1938 erhielt die Siedlung Kluse den neuen Namen Renkenberge, um die häufigen Verwechslungen mit dem benachbarten Ortsteil Kluse der damaligen Gemeinde Ahlen vorzubeugen. Der Name Renkenberge wurde abgeleitet von einer Anhöhe ("Berg", etwa 26 m ü. NN) auf dem Gelände eines Bauern mit dem Namen Renken.

Das dürfte stimmen, der Familienname Renken ist im nördlichen Emsland weit verbreitet: Renk basiert auf einer mittelalterlichen Koseform altdeutscher zweigliedriger Rufnamen mit dem Erstglied Rein- wie Reinhard, Reinbald, Reinold, Reinwart, Reinher, Reinbrecht, Reinger, Reinmar, Reinfried.

Rennau

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1311 Ronowe, ca. 1318 ronowe, 1385 Ronowe, 1420 Rennau, 1489 Rannouwe, 1491 Rennau, 1563 Rennow

Offensichtlich ist von älterem "Ronowe" auszugehen; erst sekundär trat eine Entwicklung zu "Renn-" ein. Bisherige Deutungen: Fast alle Forscher denken an einen slavischen Namen. Wahrscheinlich beruht der Ortshname auf einem niederdeutschen Namen; "Renne, Ronne, Rönne", bedeutet "Rinne, Wasserröhre, Dachtraufe, Gosse, Rinnstein, kleiner Wassergraben, Rinnsal".

Reppenstedt

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1197 In parrochia Luneburch in villa repinstide,1202 allodium in Repenstede, 1213 Repenstede, 1289 Reyneke, frater Brunonis de Repenstede, 1200 Otto de Rapenstede, 1282 Elvero de Repenstede

Zunächst ist der ON. in zwei Teile zu zerlegen, im Grundwort (dem zweiten Teil) steckt -sted(t).

Aufgrund der Belege muß wohl von einem Ansatz Rep- ausgegangen werden. Theoretisch ist allerdings auch ein Vorform Rapin- möglich, da der Umlaut (das Einwirken des folgenden -i- das ursprüngliche -a- zu -e- verändert hätte; z.B. Albis (antike Bezeichnung der Elbe) > Elbe.

Da es keinen sicheren Personennamen gibt, der hier angeschlossen werden könnte, ist Förstemanns Idee, den Namen mit ndt. rëp "Reif(en)" zu verbinden (das im Ndt. später die Bedeutung "Seil, Tau" angenommen hat, vgl. Reeperbahn, Fallreep) die beste Lösung.

Frage: worauf könnte sich die Namengebung beziehen?

Liegt der alte Ortskern von Reppenstedt auf einem kreisförmigen Terrain? Was könnte das sein? Meine beste Karte von dem Ort (1 : 50 000) zeigt östlich der Siedlung in den Höhenlinien eine deutliche Rundung, einen Abhang, der mir auffällt.

Also etwa: "Stätte, Stelle an einer Biegung, Rundung"?

Rethem

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1215 Rethem, 1270 Rethim, 1388 Rethem

Der Ortsname besteht aus zwei Teilen: 1.Teil: Reet für "Schilfrohr, Schilfgebiet", mittelhochdeutsch "riet", althochdeutsch"(hr)iot"; 2. Teil: niederdeutsch "hēm" für "Heim, Siedlung".

Rhumspringe

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: um 1200 Rumispringe, um 1250 Rumespringe, 1274 Rumespringe, 1286 Rumespringe

Der Ortsname bedeutet: "Quelle der Rhume". Der Flussname Rhume gehört - wie viele andere Gewässernamen in Europa - zur Wurzel "reu" für "aufreißen, graben, aufwühlen; ausreißen, raffen".

Riede

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1256 Ride, 1265 Ryde, um 1300 Ryde, 1370 Rhyde, 1601 Rida

Der Namen bezieht sich auf einem kleinen Wasserlauf und sein feuchtes Gelände.

Rieste

Udolphs Fakten und Recherchen:

Seit etwa 1240 Rist, Ryst mittelniederdeutsch Riste für "Strähne Flachs oder Hanf". Das passt kaum zu einem Ortsnamen. Eher wohl von der Lage her benannt von niederdeutsch "Wrist, beziehungsweise Rist" für "Wurzel der Hand oder des Fußes".

Rinteln

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1153-1170 Rinctelen, 1160-1170 Renthelen, 1181-1185 Rincteln, 1213 Rintelen, um 1223 Rintene, um 1227 Rintelen, 1235 Rintelen

Für Rinteln erscheint ab 1238 auch gelegentlich Renthene, Rentene. Älter belegt als der heutige Ort Rinteln ist Altenrinteln auf dem rechten Weserufer. Der Ortsname ist nicht leicht zu deuten, weil in den ältesten Belegen die Schreibungen Rinctelen und Rintelen wechseln. Die bisherigen Erklärungen gehen von "Ring-tele" aus und sehen neben "Ring" im zweiten Teil das niederdeutsche Wort "Tiele", "Tele", also "Zeile". Die Kombination "Ring-Zeile" ist nun wenig sinnvoll, sodass man zu einer Grundform "ringförmige Baumreihe" Zuflucht nimmt. Das wirkt nicht ganz überzeugend, sodass auch überlegt wurde, ob nicht von "Rintene", "Rentene" auszugehen ist. In diesem Fall bietet sich "Rand" und vor allem norwegisch "rind", "rinde", "rende", also "Landrücken", "Bergrücken", wohl "Ufersteilrand", an, das auch in englischen Ortsnamen als "rinde", also "Hügel" gesucht wird. Hier wäre dann die Lage an der Weser namengebend gewesen, was von der Bedeutung her überzeugt, aber wegen der Überlieferung des Namens nicht sicher ist.

Ritterhude

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1309 Hude

Im Grundwort "-hude" steckt ein altes Wort in der Bedeutung "Holzlagerplatz, Stapelplatz an einer Wasserverbindung, Fährstelle, Hafen, Landungsplatz, Bergungsplatz, Platz, der das Schiff bei der Landung aufnimmt, passendes niedriges Ufer, Überfahrtstelle". "Ritter" kam erst später hinzu.

Rodenberg

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1320 Rodenberghe, 1518 Rodenberg

Der Ortsname kommt aus dem Mittelniederdeutschen und steht für "roter Berg".

Römstedt

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1190 Remestede, 1240 Arnoldus de Remestede, (1252) Remestede, 1278 (Druck nach Scheidt) in Decima Remstede, 1283 (Kopie) in Remstede, 1293 Remstede, 1321 Olricus de Remstede, 1322 dictis de Remstede, 1338 in villa Remstede, 1353 de Remstede

Rimi-stede ist als GF dieses Kompositums ansetzbar; zum GW s.S. 203. Ein PN im BW ist aufgrund der Gestalt der Fuge nicht anzunehmen. Vielmehr ist sich Eichlers und Walthers Deutung (s.o. II.) anzuschließen. Also ist das GW zu verbinden mit ags. rima ’Rand(-), Grenze, Seite, Anhöhe, Reihe’, ahd. rim ’Reihe’, anord. rimi ’langgestreckter (flacher) Bergrücken, Höhenzug’.

Also etwa "Wohnstätte, Stätte an einem langgezogenen Höhenzug".

Rohrsen

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1302 Roschem, 1360 Roschum, um 1380 Rotsem, 1441 Roschem, 1511  Roszenn, um 1540 Roßem, 1547 in der Rosmer marschck, 1547 under Rorßem um 1575 Rorhsem 1583 dorff Roeßem , 1585 Gericht Wölpe: Rorssem, 1895 Rohrsen, Dorf, Kreis Nienburg, Alte Provinz Calenberg, Pfarre Hemsen, 1964 Rohrsen, Kreis Nienburg (Weser), 1978 Rohrsen, Gemeinde Rohrsen, Kreis Nienburg  

Liegt am Auenrand der Weser. Offenbar ist mit Zetazismus zu rechnen, d.h. hinter Roschem, Rotsem steckt Rotz-em, wahrscheinlich Rotz-hem; durch Wirkung des Zetazismus wurde offenbar ein altes "k" in -(t)z- verändert. Das bedeutet: auszugehen ist von Rok-hem; Orte, die -rok- enthalten, sind z.B. Resse nördlich von Hannover (altes Hrok-isa), Roklum, Rauxel u.a. Sie enthalten ein germ. Wort "Erhöhung, Höhe" basiert, das in anord. hraukr, ags. hr>ac, nl.-fries. rook, ruk "Haufen, Heustapel" fortlebt. Erst spät ist ein -r- eingedrungen und hat den Ortsnamen völlig umgestaltet. Er enthielt ursprünglich weder Rohr noch -husen. Der Ort ist wohl wegen seiner hochwassergeschützten Lage so benannt worden.

Roklum

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1159 Rokele, 1160 Ruchele, 1224 Rokele, 1271 Rokele, 1754 Rocklum, 1802 Roklum

Die Bedeutung des Ortsnamen könnte auf "Haufen" zurückzuführen sein. Direkt nordwestlich und westlich von Roklum befinden sich mehrere Anhöhen. Der nördlich von Roklum gelegene Hügel, auf den sich die Namengebung beziehen könnte, ist relativ flach, so dass eine Bedeutung "kleiner Hügel" Sinn machen würde.

Ronnenberg

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1073-1080 Runiberc, 1121-1140 Runeberchen, 1153-1170 Runneberg, 12./13. Jahrhundert Rennenberge, vor 1203 Runneberch, 1236-1242 Runnenberge

Das Grundwort des Ortsnamens ist leicht als "-berg" zu erkennen. Für den ersten Teil des Ortsnamens "Run-" gibt es zwei Deutungsansätze: Der eine Ansatz verbindet das bislang mit dem deutschen "raunen" verknüpfte Wort "Rune", germanisch "Schriftzeichen" mit einer Reihe von Wörtern, die letzten Endes auf "einritzen, ritzen, kerben" hinweisen. Der andere Ansatz prüft Flußnamen, die auf eine Basis "run-" zurückgehen und weist unter anderem auf den Wortschatz des Frankoprovenzalischen, Occitanischen und Italienischen hin. Dort bedeutet das Wort "runa", zumeist "Einschnitt, Tal, Vertiefung, Klamm". Alles spricht dafür, dass man das dem Ortsnamen Ronnenberg zugrundeliegende Wort "run" im germanischen zwar nicht mehr direkt fassen kann, aber da die alten Belege "Runi-berg" oder "Rune-berg" lauten, handelt es sich im ersten Teil des Ortsnamens offenbar nicht um ein Wort, sondern eine Wurzel oder einen Stamm. Zusammenfassend kann man Ronnenberg wohl am ehesten als "Berg mit Einkerbung, Einschnitt oder ähnliches" verstehen.

Rosche

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1133-37 Rothessen, 1148 Rorschen, nach 1236 Rorschen, 1252 Roschen, 1252 Roschen, 1252 Rorschen, 1252 Rorschen, 1252 Rorschen, 1277-1295 Roschen, 1314 Rosche, 1331 Roschen

Vermutlich eine Ableitung von "Rohr" für "Schilfrohr". Wahrscheinlich bildete sich der Ortsname aus dem Wort "Ror-esk-, -isk" für "schilfig, schilfreich". Entsprechende Ortsnamen-Bildungen sind selten.

Rosdorf

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1004 Rasthorp, 1015-35 Rastherpe, um 1120 Rasthorp, 1144 Rostorp, 1153 Rhsthorp, 1155 Rostorp

Der Flussname lautet Rase. Es ist ein etwas kompliziertes Verhältnis zwischen Orts- und Flussnamen; zugrunde liegt aber bei beiden eine sehr alte Variante des Worts "(Schilf)rohr". Die Wissenschaftler nehmen daher an, dass "Rohr" (Schilfrohr) aus "raus-" mit "-r-" entstand, daneben aber auch noch "raus" in ähnlicher Bedeutung weiterlebte - und auf diese Variante geht Rosdorf und die Rase zurück.

Udolphs Fazit:

Rosdorf bedeutet also ein "Schilfrohr-ort" und ein "Schilfrohr-bach" - aber mit einer uralten Variante des Wortes.

Rüdershausen

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1227 Rothwicheshusen, 1238 Rodwigeshusen, 1265 Rodewigeshusen, 1405-11 Rodewigeßhusen, 1409 Rodegershusen, 1413 Rodegereshusen, 1479 Rodigershußen

Der Ortsname ist eine Wortbildung mit dem Grundwort "-husen". Enthalten ist außerdem der Personenname "Hrothwig". Das Erstelement des Namens "Hrothwig" stammt vom germanischen "hroth-" für "Ruhm, Lob" und das Zweitelement stammt vom altsächsischischen "wig" für "Kampf, Kämpfer".

Rühen

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1366 Ruginghe, 1366 ruginghe, um 1510 Rugingen, 1536 Ruginge, 1571 Ruingen

Der Ort liegt deutlich erhöht. Der Ortsname gehört zu einer nordgermanischen Wortgruppe: norwegisch "rûka" für "kleiner Stapel, Haufe", schwedisch "rûge"; also etwa "erhöhte Stelle".

Rübke

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1321 Jahrhundert in Retbeke, 1335 Ritbek, 1356 tho Rytbeke, 1382 Ritbek, um 1580 das Rubbeker Mor, 1684 Rübken

Deutlich erkennbar zusammen gesetzt aus niederdeutsch Reet "Reet, Schilf" + -bēk- "Bach".

Rullstorf

Udolphs Fakten und Recherchen:

Alte Bezeichnungen: 1249 (R)ulvesdorp, 1251 Rroluesdorp, 1313 Rolvestorpe, 1350 Rolevenstorpe, 1408 Rolevestorppe, 1413 Rolevestorppe, 1430 Rolevestorpe, 1450 Rolevestorppe, 1482 Rolefstorpes, 1540 Rolestorp, 1540 Rolosstorp, 1564 Rolestorff, (um 1600) Rudolfsdörf, Rudolffsdorff, Rudolphsdorf.

Der erste Teil des Ortsnamen (Rulls-) ist eine Zusammensetzung aus dem altgermanischeen "Hrödlef" (Ruhm, Sieg) und der niederdeutschen Endung "-lef" (Sohn, Tochter). In Rullstorf haben sich also die "Nachgelassenen der Sieger" oder einfach die "Nachfahren der Sieger" niedergelassen.

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