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Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1737 Oben Stroh, 1803 Baven Stroh
Das niederdeutsche "baben / baven" ist falsch verhochdeutscht worden zu "Oben", eigentlich müsste es "Ober" lauten. Im Grundwort steht niederdeutsch "strôd", hochdeutsch "Strut(h)". Es erscheint im Niederdeutschen als "strod / strot", im Hochdeutschen als "Strut(h)", im Niederländischen als "stroet", schon im Altenglischen als "strōd / strōð".
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Alte Bezeichnungen: 1167 Ouerenkerchen, 1167 Ouerenkerken, 1181/85 Ouerenkirken, 1201 Ouerenkerken, 1315 Ouerenkerken, 1369 Ouerenkerken, 1431 Overenkerken, 1515 Ouerenkercken, 1544 Ouerennkarckenn, 1602 Obernkirche
Der Orts ist am Hang der Bückeberge gelegen. "In, bi, to der Overen Kerken" bedeutet "bei der oben liegenden Kirche".
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Alte Bezeichnungen: 1420 Ochterszem, 1425 Ochtersem, 1555 Ochterßum, 1599 Ochtersum
Der früheste Beleg ist wohl das lateinische Substantiv "ortus" für "Sonnenaufgang". Nicht auszuschließen ist außerdem die Möglichkeit der Zusammensetzung mit einem den gleichen Wortstamm enthaltenden Rufnamen wie "Ohtrad" wie "Schrecken".
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Alte Bezeichnungen: 14. Jahrhundert Odeshemme, 1388 Godeshemme, 1411 Godeshemme, 1427 Odeßhelm
Der Name des Ortes geht vermutlich auf vorchristliche und damit vorkarolingische Zeit zurück und bedeutet wohl Odins Heim. Die erste urkundliche Erwähnung fand jedoch erst 1325 statt. In Dokumenten des 16. Jahrhunderts findet sich die Namensform Odeßhem neben der "christianisierten" Form Gadeshem für "Gottsheim". So wird die Deutung des Namens Odisheim als "Odins Heim" durch die heute noch gebräuchliche niederdeutsche Form "Goddshemm" für "Gottes Heim" gestützt.
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Alte Bezeichnungen: 1331 Oderkort, um 1332/1333 Oderquert, 1345 Oderchurt , 1346 Oderquort, 1348 Oderquord , 1360 in Oederquŏrd , 1362 tho Oderquord , 1500 Oderckwurdt, 1534 Oderickwordt . Anf. 16. Jh. Oderkwardt.
Von jenem sagenhaften Oderik, auf den der heutige Name der Gemeinde zurückzuführen ist in der urkundlichen Schreibweise von 1331 hieß sie zuerst wohl Oderhort oder Oderquert.
Offenbar zu zerlegen in Oderk-wart; keine andere Chance, als an einen PN. im ersten Teil zu denken: Od-rik- + -wart.
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Alte Bezeichnungen: 1192 Otessen, 1252 Otessen, 1274 Utissen, 1288 Ottessen, 1300 Ottessen, 1328 Othsen, 1338 Otessen, 1349 Otzen, 1355 Otsen
Der Ortsname ist kein slavischer Name. Der Name ist wohl identisch mit Uetze. Enthalten ist der Personenname aus der Gruppe um Odo, Odi, Otto, Otti, der von germanischen "ôd" für "Eigentum, Besitz" abgeleitet ist. Also "Siedlung eines Odo, Otto".
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Alte Bezeichnungen: 1309 Uslevessen, 1442 Oysleve, 1495 Osselsen
Möglicherweise ist der Ortsnamen slavischen Ursprungs. Vielleicht ist er aber auch niederdeutschen Ursprungs und geht auf das Grundwort "–hēm" oder "-hūsen" zurück. Dann könnte der Personenname im Bestimmungswort zurückgehen auf das germanische "ans" für "Gott" und "lêva" für "Erbe, Nachlass", in Personennamen auch "Sohn, Tochter".
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Alte Bezeichnungen: Osnabrugki, Osnabrucgensis, Osnaburgensis und Asenbrunensis, Asanbrunensis, Asnabrugensi
Ein alter Name des Flusses Hase; Flüsse hatten früher nicht selten mehrere Namen, von denen manche Teilabschnittsnamen als Gewässernamen verloren gingen, aber in den Ortsnamen weiterleben. Im Fall von "Osnabrück" hieß der Fluss früher offenbar "Osna" oder ähnlich. Er gehört wie auch "Ausa, Oosbach, Ausente und Ozance" zu einer indogermanischen Gewässernamenschicht, denen ein Wort für "Wasser, Fluss, fließen" zugrunde liegt. Zu finden etwa in "aváni" für "Lauf, Bett eines Flusses, Strom, Fluß", "avatáh"- "Brunnen", lettisch "avuots"- "Quelle", altnordisch "aurr"- "Wasser, Nässe, Kot".
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Alte Bezeichnungen: 157 Astedele, 1897 Osteel
Der Ortsname ist eine Zusammensetzung und geht auf das altfriesische "ast(a)" für "Osten" und "del" für "Gerichtssprengel" zurück.
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Alte Bezeichnungen: 1200 Ostercappelen, Cappelen
Westlich von Osnabrück liegt dazu passend Westercappeln. Beide Ortsnamen beziehen sich auf Osnabrück. Der Ortsnamensbestandteil "cappeln" bezieht sich auf die Kapelle, also kleine Kirche. Der Ortsname Ostercappeln steht also für die nach Osten hin liegende kleine Kirche.
Osterholz-Scharmbeck
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Alte Bezeichnungen: Osterholz: 1182 Osterholte, 1322 Osterholte | Scharmbeck: 1043 Scirnbeki, 1188 Schermbecke, 1797, Scharmbeck
Der Name Osterholz enthält das Grundwort -holz, und als Bestimmungswort mittelniederdeutsch oster für "östlich gelegen". Der Name bedeutet etwa "der nach Osten hin liegende Wald".
Der Name Scharmbeck ist mit dem Grundwort -be(e)ke "Bach" gebildet und enthält als Bestimmungswort das altsächsische sciri, mittelniederdeutsch schir für "hell, licht, rein". Daraus leitet sich ab, der Ort am "am hellen, klaren Bach".
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Alte Bezeichnungen: 1136 Osterrode, 1143 Hosterroth, 1152 Osterroth, 1153 Osterodense, 1153 Osterrode, 1202 Osterode
Die allgemein favorisierte Verbindung aus "ostar-", mittelniederdeutsch "oster-" für "nach Osten liegend, östlich" im Bestimmungswort und dem Grundwort "-rode" überzeugt. Die angebliche germanische Frühlingsgöttin Ostara, die zur Deutung des Ortsnamens gern herangezogen wird, hat es nie gegeben. Sie scheidet als aus. Gern wüsste man, auf welchen Ort sich Osterode als die "nach Osten liegende Rodungsstelle" bezieht. Es muss sich dabei um eine in unmittelbarer Nachbarschaft zu Osterode liegende ältere Siedlung gehandelt haben. Von den heute noch existierenden Orten kommen Förste, Ührde oder weniger wahrscheinlich, da nicht direkt in westlicher Richtung liegend Lasfelde in Betracht. Alle drei Orte tragen Namen, die wesentlich älter als der von Osterode sind.
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Alte Bezeichnungen: 1319 Ottensteyne, um 1350 Ottenstene, 1399 Ottensteyn, 1410 Ottenstein
Das Grundwort "‑stein" war ursprünglich bezogen auf die Burg, also "steinern, fest wie ein Stein". Das Bestimmungswort enthält den Kurznamen "Otto", der sehr gut bezeugt ist. Er gehört zum Stamm "auda", zu Altsächsisch "ōd", also "Besitz, Wohlstand". Welcher der Eversteiner, bei denen Otto ein Leitname war, tatsächlich der Erbauer beziehungsweise Namengeber war, lässt sich nicht zweifelsfrei bestimmen. Als sicher kann nur gelten, dass einer dieser Grafen namengebend ist.
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Alte Bezeichnungen: 1322 Ottere
Prof. Udolph muss bei der Herkunftsbestimmung des Ortsnamens Otter kapitulieren. Er kann nur so viel sagen: Das Tier Otter kann im Namen nicht enthalten sein; dafür müsste - wie bei Otterbeck, Otterdeich und anderen Ortsnamen - ein Zusatz stehen. Möglicherweise muss man den Ortsnamen so erklären, wie den der Otter. Das ist alter Flussname, der "alt Uterna" heißt, aber ganz anderen Ursprungs ist. Doch bevor sich Dr. Udolph in Spekulationen ergießt, sagt er: der Ortsname Otter kann zurzeit nicht gedeutet werden.
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Alte Bezeichnungen: 1261 Otterentorpe, 1373 Oterendorpe; Otterndorpe, 1482 Aterendorpe, um 1500 Aterendorpe, 1541 Oterendorp
Der Otter oder Ottern besiedeln kaum ein Dorf, daher ist trotz einiger Probleme im ersten Teil doch wohl ein alter Vorname zu sehen, am ehesten ein germanischer "Aud-hari". Früh drang dann der Otter ein, sodass der Verdacht nahe lag, das Tier in dem Ortsnamen zu suchen. Der Personenname enthält "aud-", also "Besitz, Eigentum", und "hari-", also "Heer, Kriegerschar".
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Alte Bezeichnungen: 1226 castri Otterberg, 1226 castri Otterberg, 1226 in castro Otterberg, 1221-1235 Otterenberge/Otterenberche
Der Ortsname ist nicht zu trennen von dem benachbarten Otterstedt; im ersten Teil "Otter-" steckt der altgermanische Personenname "Aud-her", "aud" steht für "Besitz" und "her" für "Heer, Streitmacht". Dazu fügt sich der weitere Wortteil -berg.
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Diesen Namen gibt es - auch in der Form "Ovelgünne" - mehrfach in Norddeutschland. Mittelniederdeutsch steht "övelgünne" für "Mißgunst". Das ist einim niederdeutschen Sprachraum häufiger Name, der unterschiedlich interpretiert wird. Mal bezeichnet er ein schlechtes Stück Land, das in schlechter Gunst steht. Dann steht er für "ungünstige, kalte, nördliche Lage". Dann wieder wird er als Trutznamen interpretiert, der die Missgunst abwehren sollte. Häufig tauchte der Name an Burgen, Gutshöfen und Vorwerken auf, die von der Bevölkerung missgünstig angesehen wurden.
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Alte Bezeichnungen: 1189 Oita, 1204 Oythe, Anfang des 14. Jahrhunderts Oiten
Die späte Überlieferung erschwert die Deutung des Ortsnamens, jedoch kann dieses durch Einbeziehung von offensichtlichen Parallelen ausgeglichen werden. Der Name ist nicht zu trennen von Oythe sowie von Friesoythe und dem benachbarten Altenoythe. Daher darf auf eine "-ithi-Bildung" geschlossen werden. Es dürfte sich um eine Grundform "Oi(g)-ithi", zu germanisch "awjō", also "Land am Wasser" handeln.