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Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: um 1300 Mesen, um 1340 Mosen,1351 Mozen, 1371 Moszen, 1484 Mossenn, 1514 Massen, 1538 Masten, 1521 Maasen, 1583 Maesenn, 1668 Mahsen
Das mittelniederdeutsche "mese" und "mos(e)" gehören zusammen und bezeichnen im Kreis Rotenburg/Wümme eine "feuchte, auch wohl sumpfige Niederung". Auf einer Karte von 1771 ist das Wort mehrfach als Flurname bei Schwarme und Martfeld anzutreffen: "Dicke Mase, Holt maase, Herren Maase". Als Straßenname findet sich der Wortstamm in Martfeld: "Zur Maase". Demach bedeutet der Ortsname "Siedlung bei der Maase(n), bei einer feuchten Niederung.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Um 1400 wird "Dorhagen" im Güterregister der Herrschaft Homburg "nebst Vogtei Lauenstein“ erwähnt. Ein Marienbild, das in der Kapelle aufgestellt wurde und angeblich Wunder wirken sollte, sorgte dafür, dass "Dorhagen" zu einem Pilgerort wurde. Nach dem Marienbild wurde der Ort umbenannt, zunächst in "Maria im Hagen" bzw. "Maria am Hag" später dann in "Marienhagen".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1147 Vallem Marie, 1147-1149 Valle sancte Marie, 1150-1160 Vallis s. Marie, 1159 Vallis Sancta Marie, 1164 Valle s. Marie, 1164, 1167-1180 Valle sancte Marie, 1170 Valle d. Marie
Der Ortsname beruht auf dem Namen des zu Ehren Marias errichteten Zisterzienserklosters Die lateinische Benennung wurde ab dem 14. Jahrhundert allmählich durch den niederdeutschen Namen "closter to sunte Mergendal, to sunte Marien Dale, to sante / sente / sinte Mariendale" für "Kloster zum Tal der heiligen Maria" abgelöst.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Der Ortsname ist zweifellos eine Namensbildung mit "-husen-/-hausen" am Fluss Marka. "Marka" klingt natürlich an das germanische Wort für "Grenze", also "Mark", an. Es gab hier allerdings keine alte Grenze. Daher ist es wohl ein noch älterer Name, verwandt mit Flussnamen wie "Mroga" in Polen, ferner in Süddeutschland und in der Schweiz.
Udolphs Fazit:
Marka ist also ein alter indogermanischer Flussname mit der eventuellen Bedeutung "Wiesenfluss".
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Alte Bezeichnungen: 1438 To Markelendorppe, 1489 Markeldorp
Offenbar "Dorf eines Markel", niederdeutsch Nebenform von Merkel; Koseform von Mark-wart, eigentlich "Grenzwächter".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1239 Lon, 1241 Loo, 1587 Loh
Der Ortsname beruht auf dem Wort "loh" für "Wald", mittelniederdeutsch "lō" für "Gehölz, Gebüsch, Waldwiese, Grasanger". Die Umbenennung zu Marklohe im Jahr 1931 erfolgte wohl zur Abgrenzung von Lohe östlich von Nienburg.
Martfeld
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Alte Bezeichnungen: 1179 Merdvelle, 1250 Mertvelde, 13. Jahrhundert Marckvelde, Mertzvelde, um 1300 Mertwelde, 1360 Mertvelde, 1368 Mertfelde, 1539 Martfelde, 1612 Mardtfelde
Möglich ist eine Deutung des Ortsnamens vom mittelniederdeutschen "merde" für Kot, Dreck, womit matschiger, weicher Boden gemeint sein könnte. Ebenso möglich ist "mar-ithi" zu "mar" für Meer, Moor im Sinne von "feuchte Stelle" und "-feld".
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Alte Bezeichnungen: 1239 Marsem, 1489 Marsen
Der Name leitet sich ab von "mars", Marsch und bedeutet etwa "Ort an einer feuchten Stelle". Vergleichbare alte Ortsnamen sind: 1312 Marshusen; 1487 Marxen, 1239 Marsem.
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Alte Bezeichnungen: 1013 Meribiki, 1052 Merebe, 1146 Merbeke, 1181 Merbike, 1632 Merbeck
Der Ortsname steht für "Bach, der in oder durch ein Meer fließt". Er geht auf das mittelniederdeutsche "mere" für "Sumpf" zurück.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 8./9. Jh. (A. 12. Jh.) Mereheim, 8./9. Jh. (A. 12. Jh.) Mereheim, 1179 in Merem, 1262 (A. 16. Jh.) in villa Merem, 1266 Meren, 1270 in uilla Merem, 1321 (A. 15. Jh.) Merum
Die Entwicklung des Namens läßt sich gut verfolgen. Es gilt dabei allerdings zu bedenken, daß die beiden ältesten Fuldaer Belege hochdeutschem Einfluß ausgesetzt sind (-heim für ndt. -hēm). Die lokale Entwicklung zeigt dann ndt. -hēm und dessen für Ostfalen typischen Übergang zu -um.
Zu mer(e), vgl. ostfäl. mēr "seichtes, stehendes Gewässer", dt. Meer, asä. meri "Graben, Teich", ahd. marī, merī, got. marei "Meer", aisl. marr, ae. mere "Meer, See, Teich". Im Grundwort steht -heim bzw. -hēm.
H. Finger, Mehrum, Peiner Kreiskalender 1939, S. 71: "Der Boden ist in der Hauptsache schwerer Kleiboden mit stark wasserhaltigem grauen Ton durchsetzt, der sehr schwer zu bearbeiten ist ... Doch ist er im SW. anmoorig"... Die Flurnamen Schilper Ried und Moorhof deuten auf den moorigen Untergrund. Nach Bodenform und Bodenbeschaffenheit scheint es, als ob dort noch zur jüngeren Steinzeit ein See und später ein großes Moor gewesen sei.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Obwohl gern angenommen, ist Meine kein "-heim/-hēm/-um"-Name. Es ist von "Magin-um" oder "Madin-um" als Herkunft des Ortsnamens auszugehen. Weiteres muss offen bleiben, denn es kann nicht entschieden werden, ob "-g-" oder "-d-" ausgefallen ist. Falls die zweite Möglichkeit richtig sein sollte, dann gehört der Name als "Mad-in-um" zu "mad-", also "nass sein, nass werden".
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Alte Bezeichnungen: 1154 Meinherishem, 1158 Meinheresheim, 1169 Meinheresem, 1234, 1277, 1317 Meinersen, 1304, 1325 Meynersum, 1304, 1346 Meynersen
Der Ortsname ist eine Bildung mit dem Grundwort "-hem" für "-heim und einem zweigliedrigen Personennamen, der am wahrscheinlichsten als "Magin-heer" angesetzt werden kann. Er enthält "magan, megin" für "Kraft, Stärke" und "heri" für "Heer, Kriegerschar".
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Alte Bezeichnungen: 1169 Menele, 1175 Menele, 1196 Menele, 1217 Menelo, 1217 Menelo, 1223 Melle, 1223 Mello, 1225 Melle, 1230 Menlo, 1230 Melle, 1231 Menlo, 1231 Meynlo, ca. 1240 Mello, 1258 Melle, 1260 Melle, 1263 Melle
Auszugehen ist von einer Grundform "Menele" oder "Meneloh". Der Wortausgang ist unsicher. Es gibt eine Vergleichsmöglichkeit mit "Meensen" bei Göttigen, dessen alte Belege deutlich in Beziehung zu Melle stehen. "Meensen" erscheint bereits 990 als "Manisi", dann 1110 "Mense", 1125 "Manese", 1152 "in Manese" usw. Die Grundform "Manisi" ist unstrittig: "men-, mons, montis" bedeutet "oben (gelegen)". Da der alte Ortskern von Melle auf einem Bergsporn liegt, kann man die angeführte Deutung auf Melle übertragen.
Udolphs Fazit:
Melle ist also ein altgermanischer Name in der Bedeutung "hoch gelegener Ort".
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Alte Bezeichnungen: 1187 Milinghethorp, 1187 Milingedorp,1225 Mellinghedorpe,1330-1352 Melinghedorpe, um 1360 Melinghedorpe, 1381-1382 Melinghdorpe, 1426 Mellingdorpe, 1438 Mellingdorpe, 1476 Mellingedorpe, 87-1488 Melgendorf, 1497 Melligendorpe
Der Ortsname gehört zur Gruppe der "-inge-thorp"-Namen. Ein Typus, der neben den zahlreichen "-inge-husen-", "-inge-heim" und "-inge-rode" steht. Die Herkunft dieser Namen ist fast immer ein Personenname. Dieser dürfte in der Personennamen-Sippe um "Mil-/Mel-" zu finden sein, ist aber bislang nicht eindeutig belegt. In jedem Fall geht Mellendorf auf "Mel-inge-thorp" zurück.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1204 Melinghusen, 1250 Melighausen, 1277 Millingehusen, 1300 Myllinghehusen, 1301 Melingehusen, 1530 Mellingen
Der Ortsname geht zurück auf das germanische "mala" für "stark" und bedeutet "bei den Häusern Mellos und seiner Sippe/Leute".
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Alte Bezeichnungen: 1055-1080 Manninchuffen
Der Ortsname hat sich entwickelt aus "Man-ing-hufen". "Hova, hove" bedeutet "Hufe, Bauernstelle".
Udolphs Fazit:
Der Ortsname bedeutet also etwa "Bauernstelle der Leute des Manno".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1188 Mencelage, 1209 Meneslage, 1249 Menslache, 1250 Menslage, 1251 Menslaghe, 1445 Menselage, 1556 Menßlage, 1905 Menslage
Der Ortsnamenbestandteil "Mene-" stammt aus dem Mittelniederdeutschen und meint "gemeinschaftliches Besitztum, Gemeinschaft, Gemeinweide. Der Bestandteil "-lage" steht für Siedlung.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 834 Meppiam, 853 Meppia, 946 Meppiun, 11. Jahrhundert Mepbin, 1251 Meppen
Die Vermutung, dass der Ortsname auf das altsächsische "mapulder" oder mittelniederdeutsche "mapeldorn" für "Ahorn" zurückgeht ist nicht haltbar. Auch die Bedeutung vom niederdeutschen "möppe" für "Maul" in der Bedeutung von "Mündung" ist abzulehnen. Die Bedeutung des Ortsnamens ist bis heute unklar.
Udolphs Fazit:
Alle bisherigen Deutungen sind abzulehnen, eine gute Lösung wurde bisher noch nicht gefunden.
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 977 Marsunnon, 1160 Mersene, 1169 Mersnen
Alte germanische Bildung aus einer Grundform "Mars-in-". Es dürfte der Raum zwischen Merzen und Südmerzen gemeint und benannt worden sein, und hier sind Wasserläufe vorhanden. Daher ist der Ortsname wohl auf "mar-" für "Wasser, Morast, Sumpf" zurückzuführen.
Messenkamp
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Alte Bezeichnungen: um 1260 Metsicampe, 1298 Metzencampe, 1304-1324 Messencampe, 1333 Metsencamp, 1344 Messenkampe, 1353 Mesenkampe, 1355 Mecsencampe, 1368 Messencampe, 1492 Messenkampe, 1527 Messenkampe
Im zweiten Teil des Ortsnamens steht "kamp" ("Wiese, Weide, Feld"), Im ersten Teil wohl ein Anschluss an das mittelniederdeutsche Wort "müsse, misse" in der Bedeutung "Moor, Moos, Sumpfland, Wiesensumpf".
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1219 Midelhem, 1223 Middelheim, 1227 Midelhem, 1282 Middelem, 1282 Midelem, 1287 in Midelem, 1289 in Medelem
Nach der Lage gestaffelt: Northum - Midlum - Sorthum = Nord-heim, Mittel-heim, Süd-heim
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 798 Mimthum, 852 Mimida, 874 Mimidon(ensis), 961 Mindun, 1070 Minda
Minden ist ein bisher unerklärter Ortsname. Wenn man von einer Entwicklung "Mimid-", "Mimd-", "Mimt-" ausgehen darf - was leider nicht sicher ist -, so kann als Vergleichsname Mimida, eine Wüstung bei Bursfelde, herangezogen werden, der mit dem Flussnamen Nieme in Verbindung zu stehen scheint.
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Alte Bezeichnungen: 860 Midlistan-fadar-uurde
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Alte Bezeichnungen: 1333 in vicino medie ecclesie in Lu, 1334 to der mitlesten kerken wort, 1335 in villa Lu, 1357 in Media Lu, 1386 Rector Ecclesie medie Lv, 1396 in Media Lv, 1454 medio Lu
Die Grundform Lu für "Schmutz, beschmutzen" weist auf einen Gewässernamen hin. Später änderte sich die Bedeutung zu einem "Ort an der mittleren Kirche".
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Alte Bezeichnungen: 986 Nordená, Variante Nordá, 1004 in Aun, 1017 in Aun, 1146/1148 curia in An, 13. Jahrhundert in An, 1500 Middelstenane
Mittelstenahe liegt gut 1,5 Kilometer von Nordahn, westlich von Hemmoor, entfernt. Beide Orte müssen gemeinsam bei einer Bestimmung ihres Namens betrachtet werden. Das "an" ist eine Mehrzahl von germanisch, sächsisch "aha", was soviel wie Wasser oder Fluss meint. Bei den beiden Orten handelt es sich um Gewässernamen: Nordahn ist der "nördliche Fluss", Mittelstenahe bezeichnt den "mittleren Fluss".
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Alte Bezeichnungen: 1242 mosedeb(or)ch, 1244 mosetheb(o)rch, 1302 mosedeborch, 1308 in Mosedeborch, 1311 Mosedeb(or)g, um 1322 Mosedeburg, 1340 Mosedeborgh, 1342 Mosedeborch, 1345 Mosedeborgh, 1347 Mosedeborch, 1349 Mosedeborch, 1372 Mosedeborg
Der Ortsname baut auf dem Gaunamen "Moswidi" auf und leitet sich ab von "mos" für Moor und "widu/wede" für Wald
Udolphs Fakten und Recherchen
Alte Bezeichnungen: 1346 Mormannerlande, 1401 Moerinerlant, 1432 Mormer land
Moormerland bedeutet: "Land der Moor-Männer"
Udolphs Fakten und Recherchen
Alte Bezeichnungen: wohl um 1800 enstanden als Siedlung, 1819 an das Mohrpadt, bey swn Mohrwegh, 1852 Moorweg
Udolphs Fakten und Recherchen:
Alte Bezeichnungen: 1331 Mulsum, 1390 Mulsum, 1432 Mulsum, 1515 tho Mulszem, 1515 in Mulszem, 16. Jh. im Mulsummer Felde, 1602 Mulsum
Udolphs Fakten und RecherchenAlte Bezeichnungen: 1252 Monster
Münster und Munster beruhen auf Althochdeutsch "munistri", "monastre", Mittelhochdeutsch und Mittelniederdeutsch "münster", "munster" und bedeuten "Kloster, Stifts-, Bischofskirche", entlehnt aus Lateinisch "monasterium", Vulgärlateinisch "monisterium".
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Alte Bezeichnungen: 1269 Mudhen, 1295 Muden, 1467 Muden upp de Alre
Zum niederdeutschen Wort "Mündung", altsächsisch gi-muthi.
Bei Ortsnamen im niederdeutschen Bereich, die auf "Mündung" verweisen, ist kein ‑mund- mit ‑n- zu erwarten, sondern eine Form ohne ‑n-. Hierher gehören etwa Allermöhe (Hamburg), 1162 Anremuthe, um 1162 (Abschrift) de Anremuthe, 1249 (Kopie) Anremuthe; Angelmodde bei Münster, 1175 de Angelmuden, 1176 Angelemuden, an der Mündung der Angel; Emden, 2. Hälfte 11. Jh. AMVTHON, 1312 Emutha, fries. "Flussmündung" (a, e = "Fluss"); Kloster Muhde an der Einmündung der Leda in die Ems, 10. Jh. Lathamuthon, 1319 Lethemuda; Müden (Örtze), 1022 (Fälschungen 12.Jh.) item Mutha in pago Muthiwidde (mehrfach), 1330-1352 Arnd van Mvden ... to mvden; usw.
Also einfach: altsächsisch "Mündung".