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NDR Verkehrsstudio
Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Fotograf: Ronald Wittek
 

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Programm

Namen - die Übersicht für den Buchstaben W

Waaga

Häufigkeit: Es gibt 41 Telefonteilnehmer mit diesem Namen. Die Streuung ist bunt.

Herkunft: Der Name kommt hauptsächlich in Kombination mit jüdischen Vornamen vor.

Bedeutung: Daraufhin kommt Prof. Udolph zur Überzeugung, dass es sich um einen Berufsnamen handelt; jemand der mit Waagen zu tun hatte. Oder es handelt sich um ein Hauszeichen.

Wagener

Herkunft: Die ältere Form des Namens "Wagener" kommt häufiger im Norden vor, die "Wagners" hingegen kommen häufiger im Süden vor.

Bedeutung: Wagner ist eine Berufsbezeichnung. Die ältere Form davon ist Wagener.

Wallenkewitz

Häufigkeit: Den Namen gibt es fünf Mal in Salzgitter und Lehre. In der Datenbank familysearch.org ist kein Eintrag vorhanden. In Polen ist der Name unter 38,5 Millionen Einwohnern bezeugt als Walenkiewicz.

Varianten: Es gibt 14 Mal den Namen Walenko.

Bedeutung: Nach dem polnischen Namenforscher Rymut wird der Name zerlegt in "Wal-en-ki-ewicz". Den Teil "wal" kann Prof. Udolph zum Teil als Ableitung von Personennamen wie Walenty oder Walerian erkären. Der Teil "wal" kann aber auch von "walić" im Sinne von "wälzen, rollen" stammen. Die anderen Teile des Namens sind für Prof. Udolph nicht zu erklären.

Wallschlag

Telefonteilnehmer: 35

Streuung: Der Name taucht vom Saterland bis ins Ruhrgebiet auf.

Bedeutung: Durch eine Lautverschiebung wurde aus Wollschlag Wallschlag. Es handelt sich um eine bereits ausgestorbene Berufsbezeichnung, die in dem Buch "Falkner, Köhler, Kupferstecher" von Rudi Palla so erklärt wird: Man entwickelte neue Techniken, durch Raufen und Scheren die Wolle von Schafen zu gewinnen und hieraus durch weitere Aufbereitung Garn herzustellen, später zudem aus Flachs und Hanf. Bis ins Mittelalter hinein wurden die einzelnen Arbeitsschritte bis zum fertigen Textil vielfach noch im Hauswerk betrieben, doch bildeten sich allmählich bereits eigenständige Handwerke heraus, zum Beispiel die des Webers und Wollschlägers.

Wollschläger reinigten und lockerten die Wolle durch Schlagen mit dem Wollbogen, um die zusammenhängenden Fasern zu trennen und zu verteilen. Sie übernahmen zum Teil auch die nachfolgende Bearbeitung der Wollfasern, das Ölen und Kämmen.

Walsrode

Walsrode taucht erstmals als Walesrode mit unbekannter Lage als Wüstung im Kreis Hannover auf. Für das Jahr 1022 können Walesrothe und Walesrode nachgewiesen werden. Zu suchen ist der Ort im Bereich zwischen Nettelrede im Kreis Hameln-Pyrmont und dem mittlerweile nicht mehr vorhandenen Everdagsen.

Die beiden Belege aus dem Jahr 1022 erlauben eine Teilung des Namens in "Wales-" und "-rode". Der Name ist identisch mit Walsrode im Kreis Soltau-Fallingbostel und enthält neben dem "-rode" in Bedeutung von "Rodung" den Kurznamen Wal(h). Der Personenname gehört wahrscheinlich zu dem altsächsischen Wort "walh" in Bedeutung von "welsch, fremd, Romane".

Waltemathe

Telefonteilnehmer: Es gibt rund 300 Teilnehmer mit den Schreibweisen Waltemate und Walhemath.

Streuung: Wesergebiet, Schaumburg und Kreis Hameln-Pyrmont

Bedeutung: Zoder sagt, Walt(h)emat(h)e sei eine Übername zu dem mittelniederdeutschen "wol to mate" in Bedeutung von "wohl zu Maße". Es wird verwendet für wohlgestaltet, gemäßigt, genügsam.

Warncke

Herkunft: Zentrum in Cuxhaven

Bedeutung: Der Name geht zurück auf Werner oder Warner. Zu diesem Vornamen Werner ist als Koseelement, als Verkleinerung und Verniedlichung ein - k getreten, so dass aus Werner, Warner, Warnke wird und später als Variation der Name Warncke.

Der Familienname Warncke ist eine Variation von Wanke. Warncke scheint der Ursprung des Namens zu sein - durch Übermittlungsfehler aus der Lautsprache, da das -r im Warnke beim Sprechen kaum zu hören ist, ist aus dem Namen ein Wanke geworden.

Warwa

Häufigkeit: Der Name ist 228 Mal in Deutschland bezeugt.

Herkunft: Die Vorfahren kommen ursprünglich aus Böhmen, das heißt der Name kommt aus dem Tschechischen.

Bedeutung: In Tschechien bedeutet Vavra "Laurentius" oder "Lorenz". Das ist ein Heiliger, der in Rom den Märtyrertod gestorben ist. Die Quelle des Namens ist ein Ortsname: Laurentum. Darin steckt der Name Laurus, Lorbeer. In Tschechien gab es eine Angleichung des Namens, aus Lavra wurde Vavra.

Wedemann

Häufigkeit: Wedemann gibt es 357 Mal, vor allem in den Landkreisen Soltau-Fallingbostel und Harburg sowie Lüneburg.

Herkunft: Damit ist der Name eindeutig niederdeutsch.

Bedeutung: Der Name taucht auch als Wähmann auf, der Ursprung war jedoch Wedemann. Im Niederdeutschen verschwindet manchmal das "d" zwischen Vokalen, so dass sich der Name zu Wehmann oder Wähmann verändert hat. Beide Formen gehören also zusammen. Wede, Widu oder Witte ist das niederdeutsche Wort für Wald. Der Name steht also für einen Mann aus dem Wald oder jemanden, der vom Wald kam.

Wehking

Telefonteilnehmer: 277

Streuung: Das Zentrum des Namens ist Minden.

Bedeutung: Bei dem Namen handelt es sich um die Verkürzung von Wedekind. Widukind, Herzog der Sachsen, war der Führer der Sachsen im Dreißigjährigen Krieg gegen Karl den Großen. Ursprünglich bedeutet Widukind "Waldkind".

Wehrberger

Häufigkeit: Der Name ist 32 Mal in Deutschland verzeichnet.

Herkunft: Es gibt kein Zentrum des Namens, doch es ist ein Name, der auf eine Herkunft hindeutet (zum Beispiel Wehrberger, Hamburger). Es gibt ein Wehrberger in Unterfranken, als Ortsteil von Wildflecken in der Rhön. Das ist eine temporäre Wüstung, das heißt es gab dort einen Ort, der zur Wüstung wurde, danach aber wieder besiedelt wurde. Diese Wüstung ist der Ausgangspunkt, der Kern der Familie.

Bedeutung: Der Name ist ein Herkunftsname und deutet darauf hin, dass die Familie aus Wehrberger stammt.

Weiffenbach

Telefonteilnehmer: 113

Varianten: Es gibt 128 Mal den Namen Weifenbach.

Bedeutung: Es handelt sich um den Orstnamen Weifenbach bei Bad Laasphe; das passt auch zur Streuung der Namen. Weifen ist ein Dialektwort aus dem Hessischen und bedeutet "rauschen, fließen, sich schlängeln"; der Bach ist der Bach. Der Ortsname ist also entstanden aus einem markanten Bach im Ort. Daraus ist später der Familienname geworden.

Weilage

Häufigkeit: Mit dieesem Namen sind zehn Telefonteilnehmer registriert.

Streuung: Das Zentrum des Namens liegt bei Bramsche und Damme.

Varianten: Den Namen Wehlage gibt es 63 Mal mit Zentrum zwischen Lingen und Meppen und passt besser zu den Vorfahren.

Bedeutung: Namen mit "-lage" beschreiben immer einen Ort. Das "-lage" ist deutlich als Stellenbezeichnung zu erkennen, von denen eine Anzahl zum Siedlungsnamen für Höfe, Bauernschaften und Dörfer geworden ist. Die Bestimmungswörter sind gewählt nach der Richtung (zum Beispiel Suderlage), der Bodenart (zum Beispiel Sandlingen), der Gestalt des Flurstückes oder nach Pflanzen und Tieren (zum Beispiel Bentlage oder Steinfurt). Es gibt nachweislich mehrere Orte, die für die Namendeutung in Frage kommen:

  • Wehlage, Hof in der Gemeinde Alfhausen
  • Weilage, Hof bei Helle, 1285 in Weylage
  • Weilage, Hof bei Nortrup
  • Wielage, mehrfach

Zum Ortsnamen Wehlage meint der Wissenschaftler Siebel, es handele sich im ersten Teil "weh", "wie", "wido" oder "widu" um Holz oder Wald, vielleicht auch um Weide. Der Ort lag also am Wald ("-lage").

Weiß

Bedeutung: Weiß ist ein Familienname, der eine Farbe beinhaltet. Er geht immer auf die Haarfarbe des Namenträgers zurück, das heißt in diesem Fall handelte es sich ursprünglich um einen weißblonden Menschen.

Weißhand

Telefonteilnehmer: 6

Bedeutung: Zoder glaubt, es könnte sich um die entstellte Form des Ortsnamens Weißandt in Sachsen Anhalt handeln. Das wäre zwar möglich, Prof. Udolph findet jedoch keine Familiennamen, die Weißandt oder ähnlich lauten. Daher ist ein anderer Weg erfolgversprechender, und zwar dass der Ursprung Weisemann ist. Weisemann ist ein Übername, Weise tritt im Zusammenhang mit "-mann" auf. Prof. Udolph findet den alten Namen Hans Wysarnd in Osterwiek. Die Erklärung lautet daher wohl: "Weisarnd" setzt sich zusammen aus "der weise Arnd" beziehungsweise "der weise Arnwald".

Wellbrock

Häufigkeit: Der Name ist 594 Mal in Deutschland verzeichnet, überwiegend bei Bremen.

Bedeutung: Der Name ist ein Herkunftsname, das heißt es muss einen Ort mit Namen Wellbrock gegeben haben. Welle bedeutet aufwallen. Das Wort Welle findet sich in vielen Ortsnamen in England und im Niederdeutschen. Brock ist niederdeutsch und heißt im Hochdeutschen Bruch. Das ist ein Wald, ein Sumpf oder ein feuchtes Gebiet, bestehend aus Bäumen und Büschen. Das einzige Problem bei der Namenbestimmung ist, dass der Ort in der Nähe von Bremen, der Wellbrock hieß, nicht mehr auffindbar ist.

Wellershoff

Herkunft: Eindeutig bei Dortmund und Witten. Der Ursprung des Namens ist eine Einzelsiedlung in der Nähe von Witten. Wo dieser Ort genau gewesen ist, kann Prof. Udolph jedoch nicht eindeutig ermitteln

Bedeutung: Der Name unterteilt sich in "Wellers-" und "-hoff", also: Der Hof des Wellers. Weller wiederum ist ein zusammengesetzter germanischer Vorname. Dieser ist zusammengesetzt aus den Teilen Will = Wille und Heer = Kriegsschar. Diese Teile sind frei zusammengewürfelt und haben keine Bedeutung.

Wendelborn

Bedeutung: Born bedeutet Quelle. Da jedoch die Kombination mit Wendel nicht passt, schaut Prof. Udolph nach Varianten wie zum Beispiel Wendeborn. Dazu gibt es Ortsnamen mit folgender Bedeutung: Wende ist die Stelle, an der ein Pflug wendet, wenn ein Acker beackert wird. Zusammengesetzt bedeutet der Name also Grenzquelle. Dies ist ein Herkunftsname, das heißt die Vorfahren wohnten an so einer Stelle.

Werner

Telefoneinträge: rund 40.000

Bedeutung: Bei dem Familiennamen Werner handelt es sich um einen Vornamen, auch abgeleitet von Warin-her.

Wesjohann

Bedeutung: Den Namen gibt es auch in Schreibvarianten. Ein Vorfahre hieß nachweislich "Wessel to Bokel". Wessel ist eine verschliffene Form beziehungsweise eine Koseform von Werner. Der Name Wesjohann ist also eine Kombination aus Werner und Johann, das heißt es gab mehrere Wessels, die irgendwie unterschieden werden mussten, daher der Zusatz des Johann zum Wessel oder Werner.

Wesselmäcking

Telefonteilnehmer: Zehn, darunter auch einmal der Name Wesselmäching.

Streuung: Hannover und Duisburg

Varianten: Es gibt 23 Mal den Namen Wesselmecking bei Oberhausen, Bottrop und Dorsten.

Bedeutung: Der Name ist in typisch westfälischer Komibation aus mehreren Elementen zusammengesetzt. Zu Erklärung des Namens zerlegt Prof. Udolph ihn und stellt fest: Es gibt 4.200 Telefonteilnehmer mit dem Namen Wessel, hauptsächlich im westlichen Niedersachsen und in Westfalen. Wessel ist entweder die Koseform vom Vornamen Werner oder aber der Herkunftsname von Wessel, ein Ortsname unter anderem in Nordrhein-Westfalen und Sachsen.
Der Name Mäcking wiederum taucht mit fünf Telefonteilnehmern auf, gestreut in Wuppertal und Hagen. Mack als Personenname ist die Kurzform zu Marcwart beziehungsweise Marquard, Markolf und ähnlichen. In diesem Fall liegt die patronymische Bildung mit "-ing" vor.

Westerfelhaus

Telefonteilnehmer: 6

Varianten: Es gibt sieben Mal den Namen Westerfeldhaus und 21 Mal die Variante Westerfellhaus. 1.219 Mal ist die Variante Feldhaus bezeugt.

Bedeutung: Es handelt sich wahrscheinlich um einen Örtlichkeitsnamen. Westerfeldhaus bezeichnet das Haus am oder im Westerfeld.

Westerwick

Telefonteilnehmer: 43

Herkunft: Die Suche in der Datei familysearch.org ergibt unter anderem folgenden Eintrag: "Female Marriage: 03 May 1808 Mennoniten, Heubuden, Westpreussen, Preussen. 18. Catharina Westerwick - International Genealogical Index / GE Gender: Female Marriage: 13 Nov 1814 Fichthorst, Westpreussen, Preussen." Heubuden liegt im Weichseldelta; es handelt sich bei den genannten Personen offenbar um Mennoniten; diese stammen zumeist aus Friesland.

Bedeutung: Prof Udolph vermutet, dass es sich um einen Ortsnamen handelt, der mit dem "Wik" zu tun hat. "Wik" ist eine Siedlungsbezeichnung in historischen und sprachlichen Bezügen. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Ortsnamen wie Westerwijk in den Niederlanden. "Wik" bedeutet "eine im Westen liegende Siedlung".

Weusting

Bedeutung: Bei dem Namen handelt es sich um eine Umdeutung aus dem Wort Wüsting für einen öden, verlassenen, wüsten Ort und damit um einen Herkunftsnamen.

Wewetzer

Telefonteilnehmer: 105

Herkunft: Die Mormonen zeigen den ältesten Familiennamen 1769 in Boldevitz auf Rügen.

Bedeututng: Vom Fürstentum Rügen gibt es eine Internetseite mit Erklärungen zum Namen. Fest steht: Der Name gehört zu einem alten Bauerngeschlecht der Insel Rügen. Der Name ist slawischen Ursprungs und leitet sich ab vom Personennamen Vejher. Dieser enthält abgeleitet das Wort "vevero" in Bedeutung von "Eichhorn".

Wiechers

Häufigkeit: Der Name ist 878 Mal in Deutschland verzeichnet.

Herkunft: Der Name ist stark beschränkt auf Nordwestdeutschland.

Bedeutung: Das -s ist eine patronymische Bildung und bedeutet "ein Nachfahre des...", das heißt, es ist nach einem Wiecher zu suchen. Dieser kommt von einem alten Vornamen, und zwar von Wieghard. "Wieg" ist eine partizipiale Bildung (mit nd hinten): Wiegend ist kämpfend, Wieg ist Kampf. Der zweite Teil des Namens ist "hard" und bedeutet kernig, durchsetzungsfähig. Es handelt sich bei Wiechers also um einen alten Personennamen, der zum Nachnamen geworden ist.

Wieczorek

Häufigkeit: Der Name ist mehr als 3.000 Mal in Deutschland vorhanden; in Polen kommt er 51.757 Mal vor.

Herkunft: Die Familie stammt aus Breslau.

Bedeutung: Wieczúr bedeutet in Polen Abend. Der Vorfahre hatte also den Namen Abend, das heißt er kann ein Nachtmensch gewesen sein, am Abend geboren worden sein oder er war jemand, der am Abend angefangen hat zu arbeiten, zum Beispiel ein Nachtwächter.

Wieduwilt

Telefonteilnehmer: 243

Varianten: Wieduwild, Wieduwildt und Wieduwilt

Herkunft: Es gibt eine Konzentration des Namens in Sachsen.

Bedeutung: Es handelt sich bei dem Namen um eine besondere Form des Übernamens, um einen sogenannten Satznamen. Er wird jeweils aus Verben gebildet. Meist beinhaltet er Imperativsätze, also Aufforderungen, oder Ich-Formen, wie zum Beispiel bei dem Familiennamen Trinkaus "Trink aus!" oder "Ich trinke aus." Manchmal enthalten Satznamen auch Redewendungen, die der erste Namensträger häufig im Munde führte. Hier ist es die Redewendung: "Wie du willst."

Wiegard

Herkunft: Es handelt sich eindeutig um einen germanischen Vornamen, abgeleitet von Wieghardt oder Wieghart, Wiegert oder Wigert, Wiegard, Wiegardt, Wiegaard oder Wygard. Erklärungen sind auch unter den Einträgen Weikhardt und Wichert zu finden.

Bedeutung: "Wig" steht für "Kampf", "hard" bedeutet "kernig, kräftig".

Wienekamp

Telefonteilnehmer: 249

Streuung: Der Name taucht hauptsächlich in Ostfriesland, im westlichen Niedersachsen und im Ruhrgebiet auf.

Varianten: Es gibt 58 Mal den Namen Wienkamp.

Bedeutung: Zoder sagt, Wienekamp sei ein Örtlichkeits- oder Flurname, der zu Wie(d)enkamp und Weidenkamp verschliffen wurde. "Kamp" ist ein eingegrenztes Stück Land, eine Weide oder eine Wiese. Die Weide ist in diesem Fall der Baum Weide. Bei der Weidenwiese handelt es sich um dem Ort, an dem der Vorfahre gelebt hat. Der Flur- oder Örtlichkeitsname ist im Laufe der Zeit zum Familiennamen geworden.

Willmann

Häufigkeit: Der Name taucht - vor allem in Süddeutschland - rund 2.300 Mal auf.

Bedeutung: Der "-mann" ist ein Zusatz, der als Ergänzung an den Namen gehängt wird. Das ist in drei Prozent aller Namen in Deutschland der Fall.

Der erste Teil des Namens, "Will-", stammt vom Vornamen Wilhelm. Dieser wird abgekürzt zu Will oder Willi und mit dem "-mann" verbunden. Das "Will-" in Wilhelm bedeutet willensstark.

Windel

Telefonteilnehmer: 241

Bedeutung: Zoder sagt, es handele sich um die Kurzform eines weiblichen Personennamens, zum Beispiel Windelberg, Windelhard(is), Windelheid oder Windelmod(is) oder um die Kurzform des männlichen Personennamens Windelmar. Windel ist demnach der erste Teil des weiblichen Namens, die Bedeutung ist in der Wissenschaft noch ungeklärt. Namenforscher gehen davon aus, dass es einen Zusammenhang mit dem Volk der Vandalen gibt: In deren Namen steckt das Wort "wandern".

Windolph

Häufigkeit: Der Name kommt in Deutschland 244 Mal vor, das Zentrum liegt im Eichsfeld.

Herkunft: Das Herkunftsgebiet des Namens nennt sich Ostfalen und beschreibt die Region zwischen Göttingen, Braunschweig, Hildesheim, Hannover, Goslar und Halberstadt.

Bedeutung: Es handelt sich um einen germanischen Personennamen, zusammengesetzt aus "Win" und "olph". Der erste Teil des Namens, "Win", ist ein altes Wort für Freundschaft, der zweite Teil "olph" bedeutet Wolf. Beide Namenteile dürfen auf keinen Fall miteinander kombiniert werden. Jeder Teil des Namens steht für sich.

Winkenwerder

Telefonteilnehmer: 19

Varianten: Den Namen Finkenwerder gibt es 15 Mal.

Herkunft: Die Mormonendatei familysearch.org zeigt die Herkunft des Namens in Mecklenburg/Schwerin und in der Form Winkenwerder.

Bedeutung: Die Veränderung zu Finkenwerder findet sich dann auch im bekannten Hamburger Stadtteil wieder. Werder ist eine Insel, eine mit Wasser umspülte Landerhebung, Fink bezeichnet den gleichnamigen Vogel.

Winkes

Telefonteilnehmer: 133

Streuung: Das Zentrum des Namens liegt bei Krefeld.

Bedeutung: Zoder sagt, der Ursprung sei der Personenname Wi(e)n(n)e(i, c)ke. Die Kurzform wîn- wird erweitert mit dem Verkleinerungselement k und der Endung -es als Hinweis auf den Nachkommen des wîn. Wîn bedeutet im Altgermanischen "Freundschaft".

Winterboer

Telefonteilnehmer: 129

Streuung: Ostfriesland, Emsland

Varianten: Es gibt 23 Mal den Namen Winterbur an der unteren Ems, im südlichen Oldenburg. Diese Variante ist südlicher gestreut als der Name Winterboer. Außerdem gibt es 145 Mal den Namen Winterbauer mit Streuung in Heidelberg, Würzburg und Nürnberg.

Bedeutung: Prof. Udolph hält die Variante, dass es sich um einen Winterbauer gehandelt hat, am wahrscheinlichsten und erklärt den Namen aus dem Deutschen Wörterbuch der Gebrüder Grimm. Dort steht "Winterbau" für die Bestellung des Feldes mit Wintergetreide im Gegensatz zum Sommerbau.

Wippersteg

Telefonteilnehmer: 36

Streuung: Das Zentrum des Namens liegt nördlich von Bielefeld.

Bedeutung: Es gibt im Mittelniederdeutschen den Begriff Wippsterz als Name für einen Vogel, der den Schwanz auf- und ab bewegt. "Wippen" und "sterz" sind bezeugt für den Seidenschwanz und die Schwanzmeise. Mitteldeutsch oder niederdeutsch ist "wippsterz" der allgemein verbreitete Name für die Bachstelze.

Übertragen verwendet man diesen Begriff für einen unruhigen, in steter Bewegung befindlichen Menschen. Die Familiennamen Seidenschwanz und Bachstelz sind bezeugt. Das Problem ist, dass die Verbreitung des Namens nicht zu der Mundart passt. Deshalb geht Prof. Udolph davon aus, dass Wipper vom niederdeutschen Viper kommt, der Giftschlange; es sich bei Wippersteg also um einen "Schlangensteg" handelt. Dabei kann es sich um eine Brücke handeln, die über ein Gebiet führt, in dem es Giftschlangen gab. Allerdings kann auch die Brücke die Form einer Schlange gehabt haben. Letztlich bleibt die Bedeutung unklar.

Witthöft

Herkunft: Ursprünglich lautete der Name auch Wittehovet. Um 1450 gab es Wittehoveds bei Winsen an der Luhe.

Bedeutung: "Witt" ist die niederdeutsche Form von "weiß", "höved" bedeutet Haupt oder Kopf. Der Name bedeutet also Weißhaupt, bezeichnet jemandem mit weißem Kopf beziehungsweise mit weißem Haupt.

Wittmund

Varianten des Namens tauchen erstmals 1400 als Wytmunde, 1431 als Wytmunde und1589 als Menso van Wytmunde auf. Wittmund ist ab 1719 bezeugt.

Der Name ist wahrscheinlich zusammengesetzt aus dem niederdeutschen Wort "witt" in Bedeutung von "weiß" und einer Bildung zu "meu-/mū-/mŭ-" im Sinne von "feucht, modrig; unreine Flüssigkeit". Diese Erklärung ist aber strittig.

Mit "Mund" oder "Mündung" hat der Ortsname nichts zu tun, denn dieses Wort hat im Friesischen eine Form ohne "n", zum Beispiel Emden. Für eine Erklärung des Namens muss daher nach einem Zusammenhang gesucht werden. "Mund" hatte etwa eine frühe, im Auslaut abweichende Variante zu dem lateinischen Wort "mont" in Bedeutung von "Berg". Der Name Wittmund wäre so als "weißer Hügel" zu verstehen, seine Lage am erhöhten Geestrand stimmt damit auch vom Motiv her überein.

Wittrock

Telefonteilnehmer: rund 500

Streuung: Nordwestdeutschland

Bedeutung: Im Niederdeutschen bedeutet wittrock "weißer Rock". Der Name bezieht sich also auf die Kleidung des Trägers.

Wlodorazack

Häufigkeit: Es gibt genau einen Eintrag im Telefonbuch mit diesem Namen, dafür aber verschiedene Variationen wie zum Beispiel Wlodorcak, Wlodorczyk, Wlodorczyk, Wlodosch und Wlodowczak. In Polen ist der Name Włodorczyk unter 38,5 Millionen Einwohnern nur einmal bezeugt. Vatianten mit Włodar gibt es allerdings sehr viel häufiger. Vor allem Włodarczak gibt es 3.002 Mal.

Bedeutung: Rymut sagt, es handelt sich um einen Vornamen, der zu Włodzimierz und ähnlichem gehört. Vladi heißt die Herrschaft haben über etwas, mar oder mir bedeutet Friede.

Wockenfuß

Telefonteilnehmer: 235

Varianten: Beim Namen Wockenfoth handelt es sich um einen Familiennamen aus einem Übernamen, der im niederdeutschen Raum verbreitet ist.

Bedeutung: Der Name Wockenfoth oder auch Wockenfuß ist ein aus "wocke" und "foth" zusammengesetzter Name. Das mittelniederdeutsche Wort "wock" steht für "Spinnrocken, Rocken, Spindel". Das ist ein senkrecht am Spinnrad angebrachter Stab, um den das zu Verspinnende gewickelt wird. "Foth" ist die niederdeutsche Entsprechung von "Fuß" im Vergleich zu dem mittelniederdeutschen Wort "vôt". Der Name ist wohl als Vergleichsname zu Spinnrockenfuß entstanden, eine Bezeichnung für einen "stelzbeinigen Menschen" oder auch für einen "Menschen mit Stelze(n) oder einem steifen Fuß". Er konnte mit dem "wocken" verglichen und danach benannt werden.

Ähnlich wird die Motivation beim Familiennamen Wockenstiel in Bedeutung von "steifer Mensch" gewesen sein, allerdings nicht nur auf ein Körperteil bezogen, sondern auf den ganzen Menschen.

Woishuber

Telefonteilnehmer: 3

Varianten: Der Name Huber ist 33.000 Mal in Deutschland zu finden, vor allem im Süden.

Bedeutung: "Wois" ist wahrscheinlich eine Ableitung oder Verschreibung von "weis" und stammt entweder ab von "weise", "klug" oder "weißhaarig". Möglich ist auch die Abwandlung von "Wiese".

Woldrich

Herkunft: Der Name stammt aus Südböhmen. Dort wird in der tschechischen Mundart Südböhmens aus einem O im Anlaut ein W, das heißt der Ursprung des Namens ist nicht Woldrich, sondern Oldrich.

Bedeutung: Oldrich ist der Vorname Ulrich. Die Ursprungsform von Ulrich wiederum ist Odalrich. Den Namen kann man zerlegen in "Od" oder "odal" für die Bedeutung Besitz und "rich" oder "riek" als Übersetzung von reich. Damit ist der Name ein alter germanischer Vorname.

Wolke

Telefonteilnehmer: 672

Streuung: Cloppenburg, Osnabrück und Paderborn

Bedeutung: R. Zoder sagt in "Familiennamen in Ostfalen", Band 1 - 2, Hildesheim 1968, Wolk sei ein Personenname und eine Kurzform von Wöhleke, entstanden aus Wolteke, einem germanischen Personennamen. Er ist abgeleitet von Woldeke. Das k ist das Verkleinerungselement. Dann wird der Name verkürzt zu Wolter plus der Verniedlichung mit k.

Wollrabe

Häufigkeit: Es gibt in Deutschland sieben Telefonteilnehmer mit diesem Namen.

Varianten: Die Variante Wohlrabe gibt es 120 Mal.

Bedeutung: Wahrscheinlich ist der Ursprung des Namens also Wohlrabe. Er kommt auch als Wohlrab vor oder in den Varianten Wallrab und Walraff. Es handelt sich um die patronymische Ableitung der Namensform Wallrab, die auf den altdeutschen Rufnamen Walraban zurückgeht. Dabei lässt sich der Name im Zweitglied, "-raban", althochdeutsch "raban", "hrabo" oder "hram", auf die Bedeutung "Rabe" zurückführen. Das Erstelement "Wal(l)-" kann gotisch "waljan" im Sinne von "wählen" bedeuten oder "walis" für "auserwählt, geliebt".

Worischek

Häufigkeit: Der Name ist in Deutschland 18 Mal belegt.

Herkunft: Es gibt keine Einträge in der Mormonen-Datei. Ein Hinweis darauf, dass es sich nicht um einen polnischen Namen handeln kann, ist die Buchstabenfolge "-ri" in Wo-ri-schek. Diese Schreibung muss also eine Eindeutschung sein, der Ursprung dagegen anders klingen, etwa "Worysz". Diesen Namen gibt es 24 Mal in Polen.

Bedeutung: Zugrunde liegt ein slawisches Wort, das in der Übersetzung Papiersack oder Leinensack heißt. Der Name ist also ein Übername, das heißt entweder hat jemand mit Säcken gearbeitet, zum Beispiel in einer Mühle. Oder jemand hatte die äußere Erscheinungsform eines Sackes. Das "-ek" am Ende ist eine Verkleinerungsform.

Wösten

Häufigkeit: Der Name ist in Deutschland 59 Mal bekannt mit Schwerpunkt im westlichen Niedersachsen. Als Variante dieses Namens gibt es den Namen Wöste in Deutschland 422 Mal.

Herkunft: Die Familie stammt aus Süd-Oldenburg.

Bedeutung: Es gibt sowohl die örtliche wie auch einen personenbezogene Erklärungsmöglichkeit des Namens. Örtlich heißt Wösten Wüste, öde oder verlassen, das heißt der Vorfahre hat in einem verlassenen, öden Ort gelebt. Persönlich heißt Wösten roh, hässlich, verschwenderisch - ein Wüstling könnte damit gemeint sein.

Wübbold

Herkunft: Die Vorfahren stammen aus Osnabrück.

Bedeutung: Der Name besteht aus zwei Teilen. Wig ist als Wort heute ausgestorben und stand einmal für Kampf. Bold ist die niederdeutsche Form von "-bald", ein germanisches Wort für kühn.

Wutscherk

Häufigkeit: Unter diesem Namen sind lediglich fünf Telefonteilnehmer registriert.

Herkunft: Prof Udolph ist sicher, dass es sich bei dem Namen um ein Wort aus einem Dialekt aus dem Erzgebirge handelt.

Bedeutung: Das ursprüngliche Wort dieses Namens ist eine Dialektform von der Pflanze Wutschierling. Im Deutschen Wörterbuch der Gebrüder Grimm heißt es dazu: "wütscherling im Erzgebirge zu hûtscherling, um Dresden zu mitscherling entstellt". Da die Pflanze giftig ist, entsteht Schaum vor dem Mund, wenn sie gegessen wird, daher der Name Wut-Schierling in der Ableitung wutschierling, wütscherling, wutscherk. Der Vorfahre hatte wahrscheinlich mit den Pflanzen zu tun, war vielleicht Apotheker.

Wutzke

Herkunft: Prof. Udolph ist sich sicher, dass der Name ist ein eingedeutschtes, einst polnisches Wort ist.

Bedeutung: Der Sinn des Wortstammes kann nicht geklärt werden, weil der Ursprung nicht sicher ist. Die Basis könnte "Woc" sein, eine Kurzform von Wojciech, aber auch "wódz" in Bedeutung von "Heerführer", "woz, wóz" im Sinne von "Wagen" oder "woda" in Bedeutung von "Wasser" sind möglich.

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Der NDR 1 Niedersachsen Familien-Namenforscher

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