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NDR Verkehrsstudio
Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Fotograf: Ronald Wittek
 

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Namen - die Übersicht für die Buchstaben U und V

Uebermuth

Häufigkeit: Der Name ist in Deutschland 85 Mal vorhanden.

Bedeutung: Es gibt schon Deutungen im alten Grimmschen Wörterbuch. Heute haben die darin behandelten Wörter oft einen anderen Sinn als vor 200, 300 Jahren. Im Wörterbuch der Brüder Grimm steht Uebermuth unter Uebermuat, das bedeutete "stolzer, hochfahrender Sinn". Heute würde das sinngemäß für jemanden stehen, der hochnäsig ist.

Ueberschär

Häufigkeit: In Deutschland gibt es den Namen 611 Mal, Niedersachsen, Sachsen und Brandenburg sind die Zentren. 175 Mal findet sich der Name bei den Mormonen mit dem Schwerpunkt in Schlesien.

Herkunft: Der Name stammt aus Schlesien und lässt sich aus dem Deutschen erklären.

Bedeutung: Es könnte ein Ortsname gewesen sein, sagt Zoder. Als Herkunftsname bedeutet Überschär "überschießende Ackerflur". Es könnte sich auch um einen Übernamen aus Overscherig handeln in der Bedeutung übermäßig, überflüssig oder überschießend.

Im Grimmschen Wörterbuch gebräuchlicher alter Worte bedeutet Überschar: "was beim Vermessen übrig bleibt", ein im deutschen Osten häufiger Terminus. Beim Vermessen des Landes bleibt ein "Rest" übrig, der nicht vermessbar ist, dieser ist der "Überschar". Jemand, der auf diesem Stückchen unvermessbarem Land gelebt hat oder mit dem Vermessen beschäftigt war, hieß der Überschar.

Uelzen

Herkunft und Bedeutung: Aufgrund der alten Belege ist nicht ganz sicher, ob man im zweiten Teil des Ortsnamens ursprünglich -husen (niederdeutsch: "bei den Häusern") oder aber -hem "Heim, Siedlung" annehmen soll. Die Überlieferung schwankt: 973 (Abschr. 16. Jh.) Vllessen (Urkunde Ottos II.),1006 Ullishusun, 1142 Ullesheim usw. Im ersten Teil des Ortsnamens steckt wahrscheinlich ein alter Personenname: Odal-, der auch in Ulrich vorliegt und zu althochdeutsch uodal, altsächsisch ôdhil, altenglisch ôþel ("Erbgut, Heimat") gehört. Der Ortname kann somit als "Siedlung des Odal" aufgefasst werden.

Uhter

Telefonteilnehmer: Der Name taucht nur ein einziges Mal auf.

Varianten: Die Variante Uther gibt es 35 Mal mit einer Streuung in Berlin, Südniedersachsen und Hamburg.

Bedeutung: Zoder sagt, Uter sei ist ein Örtlichkeitsname zum mittelniederdeutschen Wort "ûter" in Bedeutung von "der Äußere". Die Endung "-er" steht für "den Nachfahren des". Der Name bedeutet also: Der Nachfahre des am äußeren Rand (vielleicht einer Siedlung oder einer Örtlichkeit) Lebenden.

Umlauft

Bedeutung: Alte Nachweise zeigen, dass sich der Name schon häufig in der Schreibweise verändert hat: von Umblofft zu Ulblauffd, Umbelofft oder Imbloff. Der Name soll die Funktion eines Umlaufs in einer Stadt gehabt haben. Der Namenträger soll also ein Aufsichtsführer oder Polizeidiener gewesen sein.

Prof. Udolph erklärt, dass Umlauf im älteren Deutsch einfach nur "herumlaufen" heißt. Somit kann ein Umlauft ein Bote gewesen sein, aber auch ein umtriebiger Mensch. Es kann auch eine Bezeichnung für eine Wohnstätte sein, denn der Umbelouf oder Umlauf bezeichnet auch einen ringsum führenden Gang oder eine Galerie am Haus.

Unbehaun

Häufigkeit: Es sind 314 Telefonteilnehmer mit diesem Namen registriert.

Streuung: Namenszentrum ist Thüringen. Auffällig ist der Anfang des Namens "Un", denn die un-Bildungen sind besonders in Thüringen beheimatet.

Varianten: Es gibt 61 Mal den Namen Unbehau und 73 Mal Unbehauen.

Bedeutung: Zoder hat zwei Erklärungsvarianten. Zum einen könne es sich um einen Übernamen zum mittelhochdeutschen "unbehouwen" handeln; das bedeutet unbehauen, ungehobelt, also unhöflich. Oder aber es ist ein Örtlichkeitsname nach der Wohnstätte, in diesem Fall einer "unbehauenen Blockhütte". Prof. Udolph hält die erste Variante für wahrscheinlicher.

Ungewitter

Telefonteilnehmer: 119

Streuung: Der Name tauch gehäuft in Thüringen auf.

Herkunft: Die Silbe "Un-" ist häufig Bestandteil thüringischer Familiennamen.

Varianten: Prof. Udolph sucht deshalb nach Namensvarianten mit den Worten Gewitter und Wetter. Er findet dabei Familiennamen wie Trübswetter, Bösewetter, Kühlwetter, Brausewetter, Schauer, Sturm, Naßwetter, Faulwetter und Ungewitter.

Bedeutung: Es scheint sich um einen Übernamen zu handeln. Typisch für Übernamen ist, dass diese nicht den Sachverhalt direkt benennen, sondern ihn metaphorisch umschreiben. Im übertragenen Sinn bezieht sich der Name hier auf mürrische, schlecht gelaunte Menschen, die eine unfreundliche, unzulängliche Art nach außen tragen.

Unrasch

Telefonteilnehmer: fünf

Streuung: bunt in Norddeutschland

Varianten: Bei der Suche in der Mormonendatei familysearch.org findet sich weder bei Unrasch, noch bei der Variante Onrasch ein Eintrag. Prof. Udolph sucht nach einer Variante, aus der der Name gegebenenfalls stammen könnte und sucht nach Ondrasch. Er findet bei familysearch.org Einträge zum Namen Ondráš, die auf Tschechien hinweisen. In der Datei des tschechischen Innenministeriums findet Prof. Udolph folgende Varianten:

  • Ondra: 946 Mal
  • Ondráček: 2.382 Mal
  • Ondračka: 169 Mal
  • Ondrák: 406 Mal
  • Ondraš: 116 Mal
  • Ondrášek: 435 x
  • Ondrašik: 117 Mal
  • Ondrejka: 195 Mal
  • Ondrejkovič: 34 Mal
  • Ondráš: 30 Mal
  • Ondrouch: 74 Mal
  • Ondroušek: 429 Mal
  • Ondrovčik: 30 Mal
  • Ondruch: 432 Mal
  • Ondrůj: 148 Mal
  • Ondrusz: 39 Mal
  • Ondruš: 417 Mal
  • Ondrůš: 32 Mal
  • Ondrušák: 52 Mal
  • Ondrušek: 266 Mal
  • Ondrůšek: 203 Mal
  • Ondrušik: 71 Mal
  • Ondruška: 258 Mal
  • Ondryáš: 214 Mal
  • Ondryska: 38 Mal
  • Ondřej: 411 Mal
  • Ondřejka: 99 Mal
  • Ondřiček: 88 Mal
  • Ondřich: 202 Mal
  • Ondřik: 30 Mal
  • Ondřišek: 116 Mal

In Polen ist der Name unter 38,5 Millionen Einwohnern wie folgt verbreitet:

  • Ondra: 37 Mal
  • Ondraczek: elf Mal
  • Ondraczka: drei mal
  • Ondruch: 26 Mal
  • Ondruf: elf Mal
  • Ondrusz: zehn Mal

In Österreich gibt es den Namen Ondrasch 19 Mal und den Namen Ondras sechs Mal.

Alle Namen gehören eindeutig zum Heiligennamen Andreas.

Unverfehrt

Varianten: Es gibt mehrere Varianten des Namens: sechs Mal Unverfährt, einmal Unverfahrt und fünf Mal Unverfehrt. Zudem gibt es 60 Mal den Namen Unverferth, der bunt gestreut in Norddeutschland und Sachsen-Anhalt auftaucht.

Bedeutung: Zoder meint, der Name lasse sich ableiten vom Ursprungswort "ungefroren". Damit wäre der Name ein Übername, gebildet aus "unverfroren" (aus dem mittelniederdeutschen unvorver(e)t für "uneingeschüchtert, unerschrocken, ohne Scheu oder ohne Furcht"). Auch Brechenmacher sagt, Unverfehrt oder Unverfährt ist ein Übername, abgeleitet aus dem mittelhochdeutschen unvervaeret in der Bedeutung von "unerschrocken, nicht aus der Fassung zu bringen".

Üpping

Telefonteilnehmer: 50

Bedeutung: Der Name findet sich bei Gottschald unter dem Titel "Od". Damit ist er ein Name, der sich aus einem Personennamen mit zwei Teilen gebildet und im Laufe der Jahre "verschliffen" hat. Der Ursprung war der Vollname Audbert, Audobald oder Audobert, der zu einer Kurzform wurde wie Oppo, Ubo oder Uppo. Audobald stammt von "Aud", abgeleitet von "Od" in Bedeutung von "Besitz", "bald" steht für "kühn". An die Kurzform kommt am Ende das "-ing" als Hinweis daruf, dass es sich um einen Nachkömmling von jemandem handelt.

Usadel

Herkunft: Der Schwerpunkt des Namens liegt in Neu Brandenburg. Am Tollenser See gibt es einen Ort namens Usadel. Familienname und Ortsname gehören also zusammen

Bedeutung: Der Name Usadel stammt von dem slawischen Personennamen Usad. Das U wird abgetrennt, es bleibt die Wurzel - sad, diese bedeutet: sitzen, siedeln, sich niederlassen.

Utermöhlen

Telefonteilnehmer: Die Namen Untermöhl, Untermöhle und Untermöhlen tauchen insgesamt 236 Mal auf.

Streuung: Das Zentrum des Namens liegt zwischen Hannover, Braunschweig und Kassel.

Bedeutung: Zoder glaubt, der Name könne ein Ortsname aus der mittelniederdeutschen Redewendung "ût der molen" in Bedeutung von "aus der Mühle" sein.

van der Schwane

Varianten: Der Name van der Schwane ist nicht bezeugt, aber es gibt die Varianten Vanderswaelmen und Vanderswaelmen. Von der Variante Schwan finden sich 108 Namenträger.

Herkunft: Namenszentrum ist im westlichen Ruhrgebiet bei Bottrop, Bocholt und Dorsten.

Bedeutung: Zoder sagt, Schwa(h)n könne ein Personenname in der Kurzform sein, aber auch ein Örtlichkeits- oder Hausname zum mittelniederdeutschen oder mittelhochdeutschen swan(e), swon.

Varel

Herkunft: Die alten Belege des Ortsnamens lauten: 1124 "Varlas", 1400 "to Varle", 1444 "to Varel".

Bedeutung: Wahrscheinlich liegt eine Verbindung aus Var- + -loh zugrunde. Die Silbe -loh bedeutet "Wald", man kennt es aus Gütersloh, Oldesloe, Ramelsloh. Auch in den Niederlanden kommt es vor: Almelo, Hengelo, Venlo. Im ersten Teil von Varel vermutet man ein Wort "far" im Sinne von "Überfahrt, Schleppstelle".

Vechta

Herkunft: Die alten Belege des Ortsnamens wie 1231 tor Vegte, 1188 Vechta, 1189 Vehte bezogen sich wahrscheinlich auf den heutigen Vechtaer Moorbach. Es ist also von einem alten Gewässernamen auszugehen. Dieser hat eine Entsprechung in der Vechte, niederländisch Vecht, die bei Coesfeld entspringt und deren alten Belege ganz ähnlich sind: 1240 Vechta, 1245 Vechta, 1336 Veecht.

Bedeutung: Wahrscheinlich liegt eine alte Verbindung Vecht-a vor, wobei -a "Wasser, Fluss" bedeutet (liegt auch in Gewässernamen wie Aa und Ortsnamen wie Ahe zugrunde). Für den ersten Teil des Namens kann eine Verbindung zum deutschen Wort "feucht" hergestellt werden. Sicher ist das jedoch nicht. Weitere Untersuchungen sind notwendig.

Vegyelek

Telefonteilnehmer: 1

Herkunft: Laut der Mormonendatei familiysearch.org stammt der Name aus Ungarn.

Varianten: Zum Namen Wedjelek, wie Vegyelek ursprünglich geschrieben wurde, findet Prof. Udolph fünf Telefonteilnehmer mit Herkunft aus Ungarn und Jugoslawien. Die Varianten Vedjelek aus der Tschechoslovakei und Vedelek stammen ursprünglich auch aus Ungarn.

Bedeutung: Es gibt den Ortsnamen Végyhely am Plattensee, der als Ursprung des Namens dient.

Versümer

Telefonteilnehmer: 25

Bedeutung: Im niederdeutschen Namenbuch von Hans Bahlow findet sich "Versiemer" in Bedeutung von "Versäumer". Der Name kennzeichnet also jemanden, der viele Dinge versäumt, verpasst oder vergisst.

Vick

Telefonteilnehmer: 572

Streuung: Mecklenburg-Vorpommern

Bedeutung: Der Name ist in der Literatur eindeutig belegt als niederdeutsche Kurzform des Vornamens Friedrich. Der ist germanischen Ursprungs, zusammengesetzt aus den zwei Teilen Fried wie Frieden und rich wie reich.

Viehweger

Telefonteilnehmer: 437

Streuung: Der Name taucht in Sachsen und Umgebung auf.

Bedeutung: Im Nachschlagewerk "Die deutschen Familiennamen" von Heintze/Cascorbi heißt es, Viehweger gehöre zu Familiennamen wie Außerweger, Grasweger, Hollweger, Kirchweger, Kreuzweger, Mitterweger, Neuweger, Niederweger, Oberweger, Rittweger, Schönweger, Unterweger, Viehweger und Zollweger, die auf der Bezeichnung eines Weges, Pfades beruhen. Der Name basiert auf dem mittelhochdeutschen Wort "vihewec" als Bezeichnung für den gestatteten Weg, über den das Vieh auf die Weide getrieben wurde. Als Flur- oder Straßenname ist "Viehweg" häufig bis heute bewahrt.

Vielhaber

Telefonteilnehmer: 300

Bedeutung: Besonders in Namen wird eine große Menge auch bildlich durch die Bestimmungswörter Hundert und Tausend zum Ausdruck gebracht, wie zum Beispiel bei Tausendbräuer, Tausendfreund, Tausendlist, Tausendschön, Hundertmark, Hundertkäs oder Hundertpfund. In Verbindung mit dem Grundwort zeigt "viel-" daher eine große Menge von etwas an. "Haber" ist in diesem Fall der Hafer, der Vielhaber steht also für "viel Hafer".

Viglahn

Häufigkeit: Diesen Namen gibt es 20 Mal in Deutschland mit Zentrum in Ostniedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

Herkunft: Die Datei der Mormonen zeigt, dass die Vorfahren aus Pommern stammen.

Bedeutung: Der Name ist slawischen Ursprungs und gehört zu dem Wort "Vigiel"; das bedeutet Scherz oder Schabernack. Einer der Vorfahren fiel vermutlich dadurch auf, dass er besonders häufig Scherze machte oder Schabernack trieb.

Villwock

Häufigkeit: Der Name ist 480 Mal in Deutschland vorhanden.

Herkunft: Der Ursprung des Namens liegt in Pommern.

Bedeutung: Daher können Namenforscher den Namen aus dem Slawischen erklären. Brechenmacher versucht das mit einem sogenannten Satznamen: "Fülle den Wock." "Wock" kommt vom niederdeutschen Wort wocken und bedeutet Spinrocken. Das ist der Gegenstand, auf dem beim Spinnen der Faden aufgefädelt ist.

Das heißt, es kann sich beim Vorfahren um einen Gehilfen in einer Spinnerei gehandelt haben. Der war vielleicht zuständig für das Auffüllen des sogenannten Rockens, der in unterschiedlichen Dialekten auch "Wocken" heißt.

Vobker

Telefonteilnehmer: 11

Herkunft: Bei familysearch.org gibt es keinen Eintrag, was die historische Herkunft des Namens undurchsichtig macht.

Varianten: Prof. Udolph findet 138 Mal die Variante Wobker. Sie taucht hauptsächlich bei Bielefeld und Osnabrück auf.

Bedeutung: Die Forscher gehen derzeit davon aus, dass es sich bei dem Namen um die Kurzform eines germanischen Rufnamens handelt. Die Ursprungsform des Vornamens ist demnach "Wobbo" oder "Woppo". Hans Bahlow sagt in seinem niederdeutschen Namenbuch, es handelt sich um "Wobbe" mit einer "k"-Endung als Verkleinerung. Dazu komme die Endung "-er" als Bezeichnung für "der Nachkomme des ...".

Vogelpohl

Telefonteilnehmer: 181

Herkunft: Es gibt den Ortsnamen Vogelpohl.

Bedeutung: Zoder sagt, Vogelpohl könne erstens ein Ortsname in Ostfriesland und Osnabrück sein. Oder aber es handelt sich um einen Örtlichkeits- oder Flurnamen zum mittelniederdeutschen Wort "vogelpôl" in Bedeutung von "Vogelteich, Entenpfuhl".

Vom Hagen

Herkunft: Seit 1899 ist die Familie in Nordrhein-Westfalen ansässig.

Bedeutung: Sprachgeschichtlich gehört Hagen zu dem Wort Hecke, also eine aus Bäumen und Sträuchern gewachsene Begrenzung.

Vonnahme

Telefonteilnehmer: 172

Streuung: Der Name taucht gehäuft in Westfalen auf, Namenszentrum ist Paderborn.

Bedeutung: Bei Gottschald, "Deutsche Namenkunde", 6. Auflage, Berlin-New York 2006, heißt es, der Name könne ein Flussname sein, abgeleitet von der Nahmer, einem Fluss im Sauerland in Kotten bei Hagen. Es gibt auch den Ort Nahmer bei Porta Westfalica und östlich von Hagen. Beide Erklärungen passen aber nicht zur oben genannten Streuung. Die einzige Erklärung, die für Prof. Udolph in Frage kommt, ist die von F. Debrabandere, "Woordenboek van de familienamen in België en Noord-Frankrijk": Dort handelt sich um den Nachfahren eines aus den Niederlanden stammenden Mannes, der nach Paderborn ausgewandert ist. In den Niederlanden gab es einen Gheenkin van Namen, bezeugt 1382. Dieser gehört zum Ortsnamen Namur.

Vorloeper

Telefonteilnehmer: 17

Bedeutung: Zoder sagt, es könne sich entweder um einen Übernamen zu dem mittelniederdeutschen Wort "vorlopen" in Bedeutung von "flüchtig, abtrünnig" handeln; dies besonders von Mönchen, die dem Kloster beziehungsweise von Gesellen, die ihrem Meister entlaufen sind. Eine andere Erklärung wäre die Ableitung von dem mittelhochdeutschen Wort "vorloufe" oder "vorlouft" in Bedeutung von "Jagdhund". Möglich ist auch, dass es sich um einen Berufsnamen zu dem mittelniederdeutschen Wort "vorlôp" oder "vorlôper" oder dem mittelhochdeutschen Wort "vorloufer" handelt, dass einen Vorläufer, Vorreiter, Boten oder Herold bezeichnet.

Voßkuhl

Telefonteilnehmer: Es gibt 90 Teilnehmer mit dem Namen Voßkuhl beziehungsweise Vosskuhle.

Bedeutung: Voßkuhl gibt es als Örtlichkeits-, Flur- oder Ortsname, mehrfach im Kreis Eckernförde in Schleswig-Holstein. Darüber hinaus gibt es zum Beispiel Voßkuhle im Ennepe-Ruhrkreis in Westfalen, Vosskuhlen in Ostfriesland und den Dorfteil Voßhölen bei Vollbüttel. Bei dem Familiennamen Voßkuhl handelt es sich vermutlich um einen Örtlichkeitsnamen: Der Vorfahre wohnte an einer "Voss", das heißt an einer Fuchskuhle. Ob die Örtlichkeit wie eine Fuchskuhle aussah oder in der Nähe einer von Füchsen bevorzugten Wohnstätte lag, lässt sich nicht mehr entscheiden.

Vowinkel

Telefonteilnehmer: 217

Varianten: Vohwinkel

Streuung: Wesermarsch, westliches Nordrhein-Westfalen, Rhein-Main-Gebiet

Bedeutung: Es gibt die Ortsnamen Vowinkel westlich von Münster und Vohwinkel bei Wuppertal. Der Ortsname ist bereits untersucht da bedeutet mittelniederdeutsch "Füchsin".

Vüst

Häufigkeit: Die Verbreitungskarte zeigt, dass es den Namen in Deutschland 32 Mal gibt, vor allem in Aurich und Wittmund.

Herkunft: Die Namen können aus dem angrenzenden Holland stammen, der Ururgroßvater hat sich de Vüst geschrieben.

Bedeutung: In einem Buch holländischer Namen gibt es den Namen in mehreren Variationen. Allerdings besagen alle Varianten, dass es sich um "die Faust" im Holländischen handelt. Der Name ist also ein Beiname. Eventuell war der Vorfahre ein Choleriker.

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