Verkehrsmeldungen für Niedersachsen
Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr
Häufigkeit: In Deutschland ist der Name 1.243 Mal als Quandt und 44 Mal als Quant zu finden. Das Zentrum ist eindeutig Norddeutschland.
Herkunft: Die Familie des Namenträgers stammt aus Thüringen.
Bedeutung: Zoder hat den Namen behandelt und festgestellt, dass Quant eine Abwandlung des mittelniederdeutschen Wortes Quant ist beziehungsweise des niederdeutschen Wortes Tant. Tant ist ein Schalk, ein lustiger Bursche im negativen Sinne: ein Luftikus, ein Mensch, der auf Kosten anderer Scherze macht, ein leichtlebiger, oberflächlicher Typ.
Telefonteilnehmer: Inklusive der Variante Queißer gibt es 482 Einträge, die meisten bei Dresden und in der Oberlausitz.
Bedeutung: Zoder sagt, Queisser sei ein Ortsname in Verbindung mit "-er". Er nennt Queis im Kreis Delitzsch, Queisau im Kreis Weißenfels, beide in Sachsen-Anhalt, und Queissen im Kreis Lüben in Schlesien. "Müllers großes deutsches Ortsbuch" von Dirk Halbach, 7. Auflage, zeigt die Ortsnamen Queis, Queisau, Queißen und Queitsch. Zu diesen Orten passen die knapp hinter der deutsch-polnischen Grenze liegenden Orte Kwisa (zu Deutsch Queiss) bei Lubań/Lauban in Niederschlesien an der Kwisa/Queis.
Telefonteilnehmer: 42
Varianten: Bei der Variante Quentel könnte es sich um einen Übernamen handeln, denn mittelhochdeutsch steht quendel für Quendel, den wilden Thymian oder Feldkümmel. Der Name Quentel ist jedoch nicht so gestreut, dass die Erklärung dazu passen könnte. Auch Quendel kommt nicht in Frage, denn diesen Familiennamen gibt es nicht.
Streuung: Der Name taucht hauptsächlich zwischen Hannover und Hildesheim auf, ferner gibt es einige in Hamburg.
Bedeutung: Zoder sagt, Quindel sei ein Personenname aus Wendel oder Quendel. In den meisten Fällen sollte der Familienname Quen(d)t auf den Taufnamen Quintinus zurückzuführen sein. Es handelt sich bei dem Taufnamen Quintinus um einen lateinischen Namen, der sich als Koseform von lateinisch quintus, "der Fünfte", erklärt.
Die für uns ungewöhnliche Taufnamenbedeutung erklärt sich durch die Eigenheit der lateinischen Namenwelt. Diese unterscheidet sich von der germanischen vor allem dadurch, dass die Römer nicht nur einen, sondern drei Namen trugen: den Rufnamen, den Sippennamen und den Beinamen, zum Beispiel Publus Ovidius Naso in Bedeutung von ,"der Volkstümliche aus dem Geschlecht der Ovidier mit der großen Nase’". Anstatt ihren Kindern einen bestimmten Rufnamen zu geben, zählten die Römer diese öfter einfach durch, also Primus, Secundus, Tertius, Quartus, Quintus, wobei diese Namen häufig kosend verwendet wurden, also Priscus, Secundinus, bis hin zu Quintinus.
Im Zuge der Christianisierung konnten auch solche im eigentlichen Sinne Beinamen den deutschen Sprachraum erreichen, in dem bis dahin fast ausschließlich heimische, das heißt germanisch-altdeutsche Namen vergeben wurden.
Herkunft: Mecklenburg Vorpommern und Sachsen sind die Kerngebiete des Namens. Das bedeutet, dass der Name wahrscheinlich einen slawischen Ursprung hat.
Bedeutung: Es liegt ein alter Personenname zugrunde. "Tz" ist eine Verkleinerungsform. Zwei Erklärungen des Namens sind möglich: Rad bedeutet Ratgeber, dazu kommt das "tz" als Verkleinerungsform. Oder aber Radost bedeutet Freude, wiederum kommt das "tz" als Verkleinerungsform hinzu.
Herkunft: Zentrum des Namens in Ostfalen (Hildesheim, Magdeburg, Göttingen)
Bedeutung: Rake= niederdeutsch: schüren, Brand bleibt Brand, also Bedeutung Brandstifter. Ein Satzname, d.h. der Name besteht aus einem ganzen Satz (wie Störtebeker = Stürz den Becher)
Herkunft: Der Name kommt aus dem Slawischen und ist in Sachsen verbreitet. Die Mormonendatei zeigt, dass der Ursprung in Pommern und Schlesien liegt.
Bedeutung: Der Ursprung ist auf das polnische "Rokita" zurückzuführen und bedeutet Weide (für den Baum). Rakete ist eine Eindeutschung. Bei der Familie Rakete handelt es sich um Menschen mit Vorfahren, die an einer Weide gewohnt haben. Rokita wird eingedeutscht zu dem Wort Rakete.
Telefonteilnehmer: 21
Bedeutung: Ranft ist ein Mundartwort und bedeutet "Brotrinde, Brotlaibende, Brotkanten". Dieser Name auf einen Menschen übertragen deutet auf Armut in der Familie hin. Die Familie musste vermutlich lange und ausgiebig auf Brotkanten kauen.
Häufigkeit: 65 Mal ist dieser Name in Deutschland zu finden.
Herkunft: Seit dem 17. Jahrhundert ist der Name im südlichen Niedersachsen ansässig. Verbreitet ist er in Ostfalen, also rund um Braunschweig, Hannover, Hildesheim und Göttingen.
Bedeutung: Laut Standardwerk von Rudolph Zoder handelt es sich um einen alten Vornamen. Er ist zusammengesetzt aus "Rand" und "Wolf". "Rand" bedeutet "Schild", "Schwert", "wehrhaft", "wehrtüchtig". "Olph" leitet sich ab vom Wort "Wolf".
Telefonteilnehmer: 8
Streuung: Fast alle Namenträger leben in Hamburg.
Varianten: Die Varianten Rapreger, Rapräger, Rappräger und Rapröger gibt es insgesamt 49 Mal. Sie alle gibt es hauptsächlich in Hamburg und Schleswig-Holstein.
Bedeutung: Die Deutung des Namens ist bei H. Bahlow zu finden: Rap(p)regen wie auch Stofregen bedeuten wörtlich "Platzregen" und stehen für einen "leicht aufbrausenden Typ".
Häufigkeit: In Deutschland gibt es den Namen 22 Mal.
Streuung: Das Zentrum liegt eindeutig zwischen Osnabrück und Münster.
Bedeutung: Es muss sich um einen Satznamen handeln, zum Beispiel „Raufe den Haken.“ Die Suche nach Varianten des Namens bringt folgende Ergebnisse:
Der Name bedeutete ursprünglich wohl "raube den Haken". Hake ist ein mittelniederdeutsche Wort und bezeichnet eine Art Pflug. Laut Deutschem Wörterbuch der Gebrüder Grimm heißt Hake: "in verengtem Sinne Gerät verschiedener Handwerker, von unterschiedener Gestalt und unterschiedenem Gebrauche, das gemeinsame Merkmal ist die vorn gekrümmte Form des Geräts.“ Haken führten als Werkzeug Böttcher, Drechsler, Eisengießer, Schriftgießer, Seiler und Tuchscherer.
Telefonteilnehmer: 34
Herkunft: Der Name stammt aus Schlesien. Das zeigt auch die typisch schlesische Endung "-el".
Bedeutung: Zoder glaubt, es könne sich um einen Übernamen zu dem mittelhochdeutschen Wort "rusch" handeln. Dies bezeichnet den Teil des Helmschmuckes beziehungsweise Kopfputzes nach seinem rauschenden Geräusch.
Telefonteilnehmer: 151
Streuung: Absolutes Zentrum ist das Gebiet zwischen Mainz und Worms.
Bedeutung: Gottschald sagt, der Name Rauschkolb gehöre zur Binse, der Pflanze, die auch "Rohrkolben" heißt.
Herkunft: Die Vorfahren stammen aus dem Erzgebirge.
Bedeutung: Rudolf Zoder hat den Namen schon behandelt: Es ist ein Übername in Form eines Satznamens, das heißt der Name ist eigentlich ein vollständiger Satz. Die alte Form ist "Rauendisch" oder "Rowendisch". Es gibt Gestalten in der mittelhochdeutschen Literatur, die Robendisch und Setzepfand heißen. Robendisch bedeutet: Raube den Tisch - ich räume den Tisch leer. Der Vorfahre war also ein Räuber oder Gangster.
Telefonteilnehmer: In Deutschland gibt es 122 Einträge, in Österreich 44.
Bedeutung: Brechenmacher sagt, der Name sei die doppelte Verkosung eines Personennamens zu "hraban" in Bedeutung von "Rabe".
Telefonteilnehmer: 54
Bedeutung: Laut Zoder handelt es sich um einen Übernamen in Form des Satz- oder Kehrnamens zu "recken, erheben, übertragen" als "begehen, beginnen". Es könnte also ein Übername für den Urheber von Gewalttaten sein. Mittelhochdeutsch bedeutet "recken" auch "Gewalt" oder "ausstrecken, ausdehnen".
Häufigkeit: Der Name kommt in Deutschland 295 Mal vor.
Herkunft: Zentrum des Namens ist die Altmark. Im Kreis Salzwedel in der Altmark gibt es einen Ort Recklingen. Es handelt sich also um einen Herkunftsnamen.
Bedeutung: Die Endung "-ing" bedeutet "Nachkomme des ...". Der erste Teil des Ortsnamens ist Reck oder Rick und stammt vom Vornamen Rikil; der beinhaltet die Erklärung rich in Bedeutung von reich.
Der Name ist also zusammengesetzt aus Rikil und –ing. Die Bedeutung des Orstnamens ist also die Siedlung der Nachkommen des Rikil und damit des Familiennamens Reckling.
Häufigkeit: Der Name kommt 255 Mal in Deutschland vor.
Herkunft: Thüringen, Sachsen Anhalt, Franken und Brandenburg sind Zentren des Namens. Das weist darauf hin, dass der Name aus dem Hochdeutschen kommt.
Bedeutung: Es gibt zwei Varianten des Namens, neben Reckziegel gibt es auch Reckzügel und Reckzeh. Reckzeh kann bedeuten: ein sich reckendes Glied beziehungsweise Penis, abgeleitet vom mittelhochdeutschen Wort zeihen. Gemeint war damit vermutlich ein sexuell sehr aktiv gewesener Vorfahre. Im Duden für Herkunft und Bedeutung von Familiennamen steht für Reckzügel: Zieh den Zügel an.
Telefonteilnehmer: 344
Streuung: Ostfriesland, Unterweser
Bedeutung: Zoder sagt, Redenius sei ein latinisierter Ortsname, vielleicht aus Reden. Reden ist als Ortsname bekannt. Den Ort gibt es mehrfach in Niedersachsen und im Saargebiet. Rehden gibt es in Niedersachsen und im ehemaligen Posen. Rethem und Rethen und Rheden gibt es ebenfalls in Niedersachsen.
Prof. Udolph glaubt nicht an die Erklärung des Ortsnamens, da sie mit der Streuung des Namens nicht zusammenpasst. Reden, Rethen und Rheden liegen bei Hildesheim und Hannover. In R. A. Ebelings "Die Familiennamen des ostfriesischen Kreises Leer", Groningen u.a. 1984, Seite 204, heißt es: Latinisierungen von Familiennamen sind nicht selten, zum Beispiel Hessenius, Bolinius, Reddingius: "Redenius, z. SN Rehden, Kr. Grafschaft Diepholz, bzw. Reden über Hannover oder R(h)eden in den NL". Die Ortsnamen gehören am ehesten zum niederdeutschen Reetin in Bedeutung von "Schilf", hochdeutsch Ried. So kann der Vorfahre mit dem Bau von Häusern mit Schilf zu tun gehabt haben.
Herkunft: Rehbock hat sein Zentrum in Ostfalen.
Bedeutung: Es gibt mehrere, nicht geklärte Ansätze für eine Erklärung des Namens. Es kann sich um einen Übername handeln, das heißt in der Familie gab es dann viele Jäger oder einen bekannten Jäger. Der Name kann ursprünglich aber auch ein Hauszeichen gewesen sein - Häuser hatten statt der heutigen Hausnummern Zeichen. Jemand, der in einem Haus mit dem Bild eines Rehbocks wohnte, war der "Rehbock". Der Name kann aber auch eine Ableitung von Rehbeek sein: Beek bedeutet Bach. Damit wäre der Name ein Herkunftsname.
Häufigkeit: Den Namen Reichel gibt es 6.852 Mal in Deutschland.
Herkunft: Der Name ist hauptsächlich in Franken und Sachsen gestreut.
Bedeutung: Die Endung -el ist eine Koseform. Zu Grunde liegt ein alter Vollname, etwa Richard, Rigobert oder Friedrich. Das "rich" im Namen bedeutet reich, Reichtum oder Besitz und hat einen germanischen Ursprung. Der Name Reichel ist also eine Kurzform einer der oben genannten Vollnamen, an die die Endung -el als Koseform angehängt wurde.
Häufigkeit: Den Namen gibt es 166 Mal in Deutschland, vorwiegend an der belgischen und französischen Grenze in Lothringen.
Herkunft: Die Vorfahren stammen aus Bitburg in der Eifel.
Bedeutung: Der Name war ursprünglich der Vorname Reichhard, zusammengesetzt aus Reich und hard wie kernig, kräftig. Die lange Form Reich-hard wird in der ersten Silbe abgeschwächt und damit zu Reichert. Das z ist eine abgewandelte Schreibvariante der patronymischen Bildung, also des angehängten -s als Zeichen für "der Nachkomme des", zum Beispiel "Karl ist Reichhards Sohn". Im weiteren Verlauf der Sprachgeschichte wird es zu "Karl ist Reichards", das wiederum wird zu "Karl Reichards".
Bedeutung: Zur Erklärung des Namens gibt es zwei Möglichkeiten: Riek in Bedeutung von "reich" und Mann geben eine inhaltliche Kombination. Der Name kann also einen reichen Mann bezeichnen. Oder der Name wird aus dem Mittelhochdeutschen abgeleitet. Dort gibt es das Wort "Riechmann"; das ist der Hörige eines Landesherren.
Telefonteilnehmer: 1
Herkunft: Die Vorfahren stammen aus Mönchsroth und Strambach. Diese Orte liegen zwischen Crailsheim, Aalen und Treuchtlingen in Bayern beziehungsweise in Baden-Württemberg. Im südhessischen Flurnamenbuch ist der Name 1.548 Mal verzeichnet.
Varianten: Prof. Udolph findet acht Mal den Namen Raffelsberger. Dieser Name ist auch in Österreich verbreitet und hat offenbar keine Verbindung zu Nordwürttemberg, wo die Vorfahren des Namenträgers Reifelsberger herstammen. In Österreich, im Bregenzerwald, gibt es auch den Ort Riefensberg. Zudem prüft Prof. Udolph die Variante Ravelsberg, findet aber keinerlei Beziehungen zu Nordwürttemberg.
Bedeutung: Da es sich offenbar um einen Namen mit unmittelbarer Herkunft aus Strambach und Mönchsroth handelt, ist er ein Flurname.
Telefonteilnehmer: rund 200
Bedeutung: Der Name ist mit "-chen" eine Kurz- oder Koseform zu Ragin oder Ragim, Raginmund, Raginmar oder Reimar.
Herkunft: Das Zentrum des Namens liegt in Sachsen. Der Name stammt von dem alten Vornamen Reinhold ab.
Bedeutung: Aus Reinhold ist Reinelt geworden. Zur Entschlüsselung muss der Vorname Reinhold in zwei Teile getrennt werden. Erstens in "Rein", das ist germanisch, Ragin, und bedeutet "Meinungsäußerung vor einem Beschluss". Zweitens in "hold", daraus verkürzt "old" ist eine niederdeutsche Form von alt. Später gibt es eine Umdeutung zu "-hold" bzw. "-holt". "Holt" bedeutet "-walt", und dieses wiederum wird erklärt mit "Macht ausüben" oder verwalten.
Telefonteilnehmer: 158
Varianten: Prof. Udolph sucht nach ähnlichen, zusammengesetzten Namen und findet zum Beispiel Bettkober, Jakober, Ruckober und Hackober.
Bedeutung: Der Namenteil "kober" ist ostmitteldeutsch und bedeutet "Tragekorb". Bei "rein" glaubt Prof. Udolph, dass es mit "rühm"zu tun haben könnte, dem niederdeutschen Wort für "ausräumen". Aus "rühm" wird oft "reim", aus "reim" dann "rein". Der Name ist hier also die Bezeichnung für jemanden, der den Korb ausräumt, also für ein Dieb.
Telefonteilnehmer: 116
Herkunft: Die Mormonendatei familysearch.org weist Ostpreußen als Herkunft des Namens aus.
Varianten: Es gibt den litauischen Namen Reizgys.
Bedeutung: Reizgys gehört zu dem litauischen Wort "reizgyti" in Bedeutung von "mehrfach binden, schnüren, knüpfen, bestricken, verwickeln", reflexiv "sich verstricken, sich abquälen".
Telefonteilnehmer: 61
Streuung: Zentrum ist das Gebiet um Münster, Osnabrück und Rheine.
Varianten: Den Namen Reisig gibt es 223 Mal, vor allem in Süddeutschland und auch im Ruhrgebiet. Der Name Reissig taucht 1.200 Mal mit Zentrum in Sachsen auf.
Bedeutung: R. Zoder sagt, Reisig beziehungsweise Reissig könne ein Ortsname in Sachsen sein oder ein Berufsname zum mittelniederdeutschen reisec, reisic in Bedeutung von reisig, beritten. Der Name beschreibt den Reisenden oder den auf Kriegszug Befindlichen, den zum Heereszug Gerüsteten.
Häufigkeit: Der Name ist 108 Mal in Deutschland registriert.
Herkunft: Das Kerngebiet des Namens liegt im Osnabrücker Raum.
Bedeutung: Zoder ("Familiennamen in Ostfalen") hat den Namen behandelt: Das -er im Namen ist ein sogenanntes Nomen Agentis; Agentis ist eine handelnde Person. Das Verb rellen bedeutet im Mittelhochdeutschen schroten. Das -er daran für die handelnde Person bedeutet dann also: ein Schrotmüller; jemand, der eine Schrotmühle betrieben hat.
Herkunft: Das absolute Zentrum der Namenträger liegt in Ostfalen, angrenzend an Niedersachsen.
Bedeutung: Remmert ist eine Kurzform des Vornamens Raginbert. Ragin ist ein altes germanisches Wort und heißt so viel wie Ratgeber oder Beschlussfassender; bert bedeutet berühmt.
Telefonteilnehmer: 120
Bedeutung: Der Name stammt von den mittelniederdeutschen Begriffen "renne-", "ronne-" und "runne-bôm" beziehungsweise dem mittelhochdeutschen Wort "renneboum" in Bedeutung von "Grenzpfahl; Schlagbaum, der an den Grenzen eines Bezirkes aufgerichtet wird". Zoder sagt, Rennebaum könne entweder ein Ortsname sein, der zum Beispiel mehrfach in Westfalen auftaucht, oder ein Örtlichkeitsname zu dem mittelniederdeutschen Wort "rennebom" im Sinne von "Grenzpfahl, Schlagbaum".
Telefonteilnehmer: 51
Streuung: Nord- und Südhessen
Bedeutung: Brechenmacher sagt, Renneisen sei ein Name aus dem Berufszweig des Schmiedes. Dass Renneisen ist bei den Schmieden das im Rennfeuer gereinigte Eisen. Damit ist der Name Übername zum Beruf des Schmiedes.
Häufigkeit: Der Name ist in Deutschland eher selten, es gibt ihn nur etwa 20 mal.
Herkunft: Der Familienname stammt von einem alten Vornamen ab, aus den Grundformen Ragin und Wolf = Raginwolf (wie Reinhard).
Bedeutung: Renn bedeutet Ragin. Hoff bedeutet Wolf, der wird verkürzt zu Olf, und ein -h ist dann im Laufe der sprachgeschichtlichen Entwicklung "hineingerutscht", so dass am Ende ein -hoff entstanden ist. Rennhoff geht also zurück auf den alten Vornamen Raginwolf.
Telefonteilnehmer: Es gibt 107 Teilnehmer mit dem Namen Rennspies oder Rennspieß.
Streuung: Der Name ist bunt in ganz Norddeutschland gestreut.
Varianten: Es gibt 64 Mal den Namen Rönnspies.
Bedeutung: R. Zoder sagt in "Familiennamen in Ostfalen", Band 1-2, Hildesheim 1968, Rennspieß sei ein Übername zum mittelniederdeutschen renne-spet. Das ist ein Turnierspieß. Im "Deutschen Wörterbuch" der Brüder Grimm heißt es, Rennspiez bedeute soviel wie rennspeer: "(...) aber das ist ruhmswerd, mit einem rennspiesz zehen seiner feind nider gesetzt haben."
Häufigkeit: Diesen Namen gibt es 611 Mal in Deutschland, hauptsächlich in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.
Bedeutung: In der Fachliteratur finden sich zur Herleitung des Namens bereits drei Möglichkeiten: Erstens könnte der Ursprung das niedersorbische Wort "resch" sein mit der Bedeutung Zaungrasmücke oder Spitzmaus. Eine weitere Möglichkeit ist die sorbische Ableitung vom deutschen Vornamen Reinhard oder Reinhold. Oder aber es handelt sich um den Herkunftsnamen für einen Ortsnamen, der Reschke heißt.
Prof. Udolph hält alle drei Möglichkeiten für nicht überzeugend. Er glaubt, dass der Name aus Polen stammt und damit die slawische Kurzform des slawischen Personennamens Radoslav ist. "Rado" bedeutet Freude oder beraten, "Slava" steht für Ruhm. Im nordpolnischen Dialekt wird dieser Name Radoslav gern zu Redoslav oder Reslaff, der zu Reske verkürzt wird.
Herkunft: Die Vorfahren sollen aus Hessen stammen und zum Teil auch mit dem Namen Reiffurth auftauchen. Das ist ein Hinweis auf eine sogenannte entrundete Sprechweise, die vor allem in Hessen in ostmitteldeutschen Dialekten vorkommt. Aus dem "eu" wird durch einen "spitzen Mund" "ei".
Bedeutung: Zoder hat eine Erklärung zu dem Namen, den er unter Reiffart oder Reufert behandelt. Demnach ist Reiffard oder Raiferd die Grundform des Namens. Sie geht zurück auf den alten Vornamen Riegfried. Das Rieg in dem Namen wird zu Reich. Alles zusammen ist im Laufe der Zeit zu Reichfried und daraus später dann Reifard geworden. Der Name stammt also von einem alten Vornamen aus dem germanischen Rieg, das später zu "reich-" und "-fried" wird.
Aus Riegfried wird im hochdeutschen Raum also Reichfried, im hessischen Dialekt aber wird daraus Riechfried. Das ist die Vorlage zu Riffarth, Reifferd, Reufferd und Reuffurth als Weiterentwicklungen des Namens.
Häufigkeit: Für diesen Namen gibt es rund 60 Telefoneinträge in Deutschland.
Streuung: Der Name taucht überwiegend in Sachsen-Anhalt auf.
Bedeutung: Reupsch ist ein ähnlicher Name wie Fritzsch, Fritzsche und andere. Die Endung auf -sch ist typisch für Koseformen aus dem Ostmitteldeutschen und Slawischen. Die Basis Rup gehört zu Hrodbert. "Hrod" steht dabei für "Ruhm", "bert", "brecht" und "bercht" bedeuten "berühmt".
Telefonteilnehmer: 159
Streuung: Der Name taucht vermehrt in Göttingen und im Eichsfeld auf.
Bedeutung: Zoder sagt, Rexhausen könnte ein Ortsname zu Reckershausen sein. Diesen Ort gibt es mehrfach im Kreis Göttingen und im Kreis Simmern im Rheinland. Der Ortsname Reckershausen im Kreis Göttingen wird in dem Buch "Die Ortsnamen des Landkreises Göttingen", von K. Casemir, U. Ohainski und J. Udolph, Bielefeld 2003, behandelt: Reckershausen in der Gemeinde Friedland taucht erstmals 997 als Rikkereshusen auf, 1247 als Rickersen, 1308 als Rekereshusen und 1960 als Reckshusen. Der Ursprung ist wohl ein zweigliedriger Personenname aus Rikher oder Rikger. Der Erstbestandteil gehört zum äußerst produktiven Personennamen-Stamm Ricja in Bedeutung von "reich, mächtig", der Zweitbestandteil bedeutet vermutlich "Heer, Menge, Volk".
Telefonteilnehmer: 238
Bedeutung: In P. Tammenas "Namengebung in Ostfriesland", Norden 2009, Seite 771 findet sich die Erklärung: Rikley erhält die patronymische Endung "-s". Das niederdeutsche Wort "rik" steht für "reich". Die umgekehrte Form von "-olf" oder "-wolf" bezeichnet den Wolf. Es handelt sich also um einen germanischen Vollnamen, der aus zwei eigenständigen Teilen zusammengesetzt ist.
Bedeutung: Der erste Teil des Namens besteht aus Ried, dem hochdeutschen Wort für Reet, Reetdach. Ried bedeutet feuchte Niederung, mit Schilfrohr bedeckt. Der Vorfahre war also ein Mann, der an einer feuchten Niederung gelebt hat.
Häufigkeit: Diesen Namen gibt es in Deutschland nur 17 Mal, die Streuung ist bunt in Nord- und Westdeutschland.
Bedeutung: Bei dieser nicht eindeutigen Streuung liegt es nahe, nach Varianten des Namens zu suchen. Da der Name aus dem Niederdeutschen zu stammen scheint, und riepe "reifen" heißt, schaut Prof. Udolph nach dem Namen "Reifegerste". Diesen Namen gibt es bei Dessau 112 Mal. Eine andere Schreibweise kann auch Riebgerste gewesen sein. Reifegerste oder niederdeutsch Riepegerste beinhaltet die Bauernübername von einer Abgabe: Es ging darum, dass die Bauern ausschließlich reife Gerste als Abgabe liefern mussten.
Der Vorfahre von Familie Riepegerste musste also seine Abgabe in Form von reifer Gerste leisten.
Varianten: Es gibt 14 mal den Namen Riebeseel, 111 Mal Riebesehl, 47 Mal Riebese und, 137 Mal Riebesell. Diese Varianten gehören alle zu dem Namen Riesebell.
Bedeutung: Eine Lösung hat Bahlow im "Niederdeutschen Namenbuch", Nachdruck Vaduz 1993, Seite 385: Mittelniederdeutsch bedeutet rive "verschwenderisch, freigiebig". Dazu kommt die Endung des Wortes Geselle. Aus dem Rivesell wird ein Ribesell.
Telefonteilnehmer: 132
Varianten: Es gibt 14 Mal den Namen Rüngeling.
Herkunft: Die Mormonendatei familysearch.com zeigt, dass der Name aus der Gegend um Göttingen, bei Diemarden, kommt.
Bedeutung: Zoder sagt, Ringeling sei die patronymische Bildung mit "-ing" zu dem Personennamen Ring oder Rinc. Ring ist ein Teil eines germanischen Vollnamens, der mit "-el" zur Koseform wird. Die Endung "-ing" zeigt, dass es sich um den Nachfahr des "kleinen, niedlichen" Mannes namens Ring handelt.
Herkunft: Alte Belege des Ortsnamens finden sich in W. Laurs Buch "Die Ortsnamen in Schaumburg", Rinteln 1993. Sie lauten Rintelen, Renthene, Rentene, Rinthelen. Es handelt sich wahrscheinlich um die ursprüngliche Grundform Rentina.
Bedeutung: Darin enthalten ist eine sogenannte Ablautform zum deutschen Wort Rand (Rand, Grenze) und zum altnordischen rindi (Bergrücken). Der Ort würde somit als "Stelle am Rand, Ufer" zu verstehen sein, was angesichts seiner Lage an der Weser vielleicht überzeugt.
Häufigkeit: Es sind 79 Telefonteilnehmer mit diesem Namen registriert.
Herkunft: Es gibt eine absolute Häufung westlich von Dortmund.
Bedeutung: Wahrscheinlich hieß der Name bei Dortmund Ritterswert. Das kommt von -werd, -werder, -wört(h) und steht für "Insel", vergleiche auch mit Marienwerder, Werder Bremen oder Donauwörth. Im ersten Teil "Ritters" steckt ein Personenname, der den Personennamen-Stamm Rid enthält wie etwa Rido, Ridand, Ridger, Ritger und Ridward - das bedeutet reiten. Es handelt sich also um die Insel des Rido oder Ritger. Ritterswerder hat sich im Laufe der Zeit verändert zu Ritterswürden.
Telefonteilnehmer: Es gibt 23 Teilnehmer mit dem Namen Rittierott beziehungsweise Rittierodt.
Streuung: Der Name taucht gehäuft bei Braunschweig auf.
Bedeutung: Ritterodt ist ein Ortsname. Zum einen gibt es Rittierode im Kreis Gandersheim in Niedersachsen. Im Mansfelder Gebirgskreis in Sachsen-Anhalt gibt es den Ort Ritterode. Im Kreis Heiligenstadt im Eichsfeldt gibt es zudem die Wüstung Ritterod bei Fretterode. Laut Prof. Udolph passt am ehesten der Ortsname im Kreis Gandersheim zum Namenträger. Sicher ist, dass ein "-ingerode"-Name vorliegt. Das bedeutet "eine Siedlung des". Die Ableitungsbasis dieses Ortsnamen-Typs ist stets ein Personenname. Fraglich ist, von welcher Personennamen-Form hier auszugehen ist. Alle Personennamen, die mit "rid" zu tun haben, gehen auf "reiten" zurück.
Telefonteilnehmer: 690
Bedeutung: Zoder vermutet, es könne sich um einen Personennamen in Kurzform handeln, zum Beispiel um einen Namen wie Robbe. Robbe als Kurzform eines Personennamens besteht aus den Stämmen "hrod" und "bert" und ist eine im norddeutschen, französischen und englischen Sprachraum verbreitete Variante des alten deutschen Rufnamens Rupert beziehungsweise Ruprecht. Dieser Rufname ist ein komplexer Name germanischen Ursprungs.
Die Rufnamen Robert, Rupert und Ruprecht setzen sich aus den Elementen "hrôthi" (germanisch), "hroths" (gotisch) oder "hrôth" (altsächsisch) in Bedeutung von "Ruhm" und "berhta" (germanisch), "bairths" (gotisch) oder "bera(h)t" (althochdeutsch, altsächsisch) im Sinne von "hell, glänzend" zusammen. In Rufnamen erschien es sowohl als "bert" (Rodbert) oder "brecht" und auch verschärft zu "precht" (Rudbrecht, Rutprecht) und "pert" (Rupert, Ruppert).
Telefonteilnehmer: 10
Varianten: Prof. Udolph findet die Varianten Rokor und Rokahr, Zoder findet zudem den Namen Rof(f)kahr. Das ist ein Übername zum mittelniederdeutschen Grundwort "kar(e)" in Bedeutung von "Geschirr, Gefäß, Korb".
Bedeutung: Das Bestimmungswort ist das mittelniederdeutsche Wort "rove" in Bedeutung von "Rübe". Rüben waren neben dem Kohl oder Kraut die Hauptspeise des einfachen Mannes im Mittelalter. Möglich ist als Bestimmungswort aber auch das mittelniederdeutsch Wort "roven" in Bedeutung von "rauben, berauben, plündern".
Herkunft: Der Familienname Rodtberg erscheint bei den Mormonen als Familienname vor allem in Lippstadt in Westfalen. Diese Herkunft passt allerdings nicht zur Streuung des Namens der Vorfahren.
Varianten: Es gibt die Varianten Rodtberg beziehungsweise Rodberg als Ortsteil von Essen.
Bedeutung: Die ursprüngliche Form des Namens ist Rodtberg. Erst im 16. Jahrhundert hat sich einer der Namenträger mit Rodbertus einen latinisierten Namen zugelegt. Prof. Udolph erklärt den Namen als Örtlichkeitsnamen und übersetzt ihn mit "die Rodung am Berg".
Herkunft: Das Zentrum des Namens liegt eindeutig in Pommern bei Stolp.
Bedeutung: Der Ursprung des Namens kann Rodemark gewesen sein. Es gab vermutlich eine Umdeutung aus dem Wort Rodemar. Der erste Teil dees Namens ist Hrod, germanisch, und bedeutet Ruhm; Mar heißt berühmt.
Herkunft: Rodrigo ist ein spanischer beziehungsweise portugiesischer Name, der seinen Ursprung aber im Germanischen hat: In Spanien gab es für 250 Jahre ein Westgotenreich, das auch Einfluss auf die Namengebung hatte.
Bedeutung: Der Ursprung des germanischen Namen ist Rhodriek. Rhod steht für Ruhm oder Ehre, riek bedeutet reich.
Bedeutung: Hier hat Max Gottschald den richtigen Hinweis in seinem "Lexikon der Namenforschung": Roesling stammt vom Namen Rutzo oder Rotzo ab. Hier handelt es sich um eine große Gruppe von Personennamen, die ein germanisches Wort enthält, und zwar Rhrod. Das bedeutet ruhmreich oder siegreich. Von diesen Namen wiederum gibt es sehr viele Variationen, zum Beispiel Rus, Rusch, Roos, Rosler oder Roesling. Die Endung -ing bedeutet: Abkömmling, Nachfahre von Rosso oder Rotzo. Das gehört zum germanischen Rhod in der Bedeutung von ruhmreich oder siegreich.
Herkunft: Die Vorfahren aus Ostpreußen hießen Rofallsky, der Ursprung des Namens liegt im Polnischen. Polnische Namensforscher glauben, der Name gehe ursprünglich zurück ins Deutsche, und zwar auf den Personennamen Roff.
Bedeutung: Roff soll eine Verkürzung von Rotfried sein und dann polinisiert zu Rofall oder Rofallsky geworden sein. Laut Prof. Udolph muss Rachwall der Ursprung des Namens sein, Rachwall ist eine Form von dem Vornamen Rafael. Rafael bedeutet "heilender ist Gott". Durch kaschubische Einflüsse in der Sprache ist Rafael zu Rachwall geworden. Aus dem Rachwall wird Rachfall und im Laufe der Zeit Rofall oder polinisiert auch Rofallsky.
Telefonteilnehmer: 564
Bedeutung: Laut Zoder gibt es eine Parallele zu "Kuchenbuch", als Übername zu "Kuchenbauch". Er ist ein Spottname für den wohlhabenden Fetten. Als Gegensatz kann man den weit plebejischer angefüllten "Roggenbauch" (Roggenbuck) und "Kohlbauch" vergleichen.
Häufigkeit: Den Namen gibt es in Deutschland fast 10.000 Mal.
Herkunft: Der Schwerpunkt des Namens liegt hauptsächlich in Schleswig Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und im nördlichen Niedersachsen, ist also beschränkt auf Norddeutschland.
Bedeutung: Der Name wird im allgemeinen erklärt mit dem Hinweis, dass in diesem Gebiet Sträucher gerodet und damit Flächen bewohnbar gemacht wurden. Es ist also ein Örtlichkeitsname. Der Urahn, der den Namen getragen hat, hat gerodet.
Telefonteilnehmer: 580
Varianten: Den Namen Rohne gibt es 351 Mal.
Bedeutung: Es könnte sich erstens um eine Ableitung von dem mittelhochdeutschen wort "rôn" oder "rône" in Bedeutung von "umgestürzter Baumstamm, Klotz" handeln. Damit wäre der Familienname ein Wohnstättenname. Eine zweite Möglichkeit wäre ein Herkunftsname von einem Ortsnamen in der Bedeutung "der aus Rohna, Rohnau oder Rohne Stammende".
Telefonteilnehmer: 455
Streuung: Der Name ist bunt gestreut wie ein Flickenteppich, taucht aber auch gehäuft im südlichen Niedersachsen auf.
Bedeutung: Zu den niedersächsischen Namenträgern sagt Zoder, Rojahn komme vom Personennamen Jan, der Kurzform von Johannes, in der Verbindung mit "ro" in Bedeutung von "rot". Zusammengefasst kennzeichnet der Name also den "rothaarigen Johannes".
Die Namenträger, die aus Polen kommen, sind bezeugt: Roja, Rojahn, Rojak, Rojan, Rojanek. Polnisch und niedersorbisch bedeutet "roj, rój" "Schwarm, Bienenschwarm" oder auch "drehend bewegen, schnell bewegen". Es handelte sich also um einen Mann, der sich wieselflink bewegt, ein "Hans-Dampf-in-allen-Gassen", um einen Mann mit "Hummeln im Hintern".
Häufigkeit: Den Namen gibt es in Deutschland nur neun Mal, bei den Mormonen gibt es den Hinweis auf Preußen als Ursprung, dort ist er sechs Mal verzeichnet.
Herkunft: Professor Udolph glaubt, dass der Name slawischen Ursprung hat, denn Preußen war slawisch besiedelt. Er schaut daher in der Namen-CD von Polen und findet den Namen Rolirad/ Rolirat insgesamt 416 Mal.
Bedeutung: Der Name wurde in der polnischen Namenforschung bereits erforscht: Der Personenname muß geteilt werden in Roli, also "Ackermann" oder "Bauer" und Rad, bedeutet "froh". Da diese Kombination wenig Sinn ergibt, gehen die polnischen Namenforscher davon aus, dass der Name relativ jung ist und nach dem Vorbild alter Namen gebildet wurde: Danach werden zwei eigenständige Namenteile zusammen gefügt.
Bedeutung: Wenn die Familie nachweislich von Romee nach Romie verändert wurde, dann hat der Name einen französischen Ursprung und bedeutet: Römer, das heißt jemand, der in Rom gewesen ist, eine Pilgerreise dorthin gemacht hat.
Stammt die Familie aber aus Königsberg, dann hat der Name seinen Ursprung in Litauen. Dort gibt es das baltische Wort romus, das bedeutet still oder schweigsam.
Telefonteilnehmer: 28
Bedeutung: Zoder sagt, es handele sich hier um einen Übernamen in der Form eines Satz- oder Kehrnamens, etwa "(ich) raufe den Nacken". Das mittelniederdeutsche Wort "ropen" steht für "raufen, rupfen, zausen. Bei dem Namensträger handelte es sich ursprünglich wohl um einen groben Raufbold.
Telefonteilnehmer: 41
Streuung: Der Name ist bunt gestreut. Etliche Namenträger in Mecklenburg-Vorpommern könnten einen Hinweis auf hugenottische Vorfahren geben, denn das Land hat Religionsflüchtlinge aufgenommen.
Herkunft: Auf der französischen Internetseite notrefamille.com finden sich 138 Einträge des Namens Roquette; damit ist er französischen Ursprungs.
Bedeutung: Roque bedeutet "Fels". Damit ist der Name ein Herkunftsname und bezeichnet eine Person, die aus einem steinigen, felsigen Ort stammt.
Telefonteilnehmer: 119
Streuung: Der Name ist eindeutig in Ostfalen beheimatet.
Bedeutung: Zoder sagt, es könne sich eventuell um einen Personennamen handeln, zusammengesetzt aus "Ruod-lieb". "Rhod" steht für "Ruhm, Ehre", "lieb" hat die gleiche Bedeutung, wie wir sie kennen. Möglich ist auch ein Übername zu dem mittelhochdeutschen Wort "liep, liup" im Sinne von "lieb, angenehm, erfreulich". Dann stünde der Name, angelehnt an die Sprache des Minnesangs, für "angenehm wie eine (duftende) Rose".
Prof. Udolph hat Zweifel an dieser Herleitung. Er glaubt an eine Lösung aus dem niederdeutschen Sprachgebiet: Das Erstglied des Namens, "Hrothliup, Hrothi", ist in der Bedeutung "Ruhm" überliefert. Es ist bei der Bildung von Rufnamen sehr produktiv gewesen und kommt sowohl als Erstglied als auch als Zweitglied vor. Rufnamen, die ursprünglich mit diesem Namenelement gebildet wurden, sind beispielsweise Hartrod, Sigrod, Robert, Ruprecht, Rüdiger oder Roderich. Das Zweitglied des Namens, "liup" oder "liub", ist in der Bedeutung "lieb, wert, freundlich" überliefert. Die Verwendung des Namenelementes ist seit dem sechsten Jahrhundert nachweisbar. "Liub", später "lieb", tritt sowohl im Erstglied als auch im Zweitglied in männlichen und weiblichen Rufnamen auf, beispielsweise in Liebtraut, Liebhild, Liebold, Liebolf, Rotlieb, Ratleuba oder Trutliba.
Telefonteilnehmer: 460
Herkunft: In diesem Fall gelingt es nicht, eine historische Streuung in Deutschland herauszufiltern. Die zu ermittelnden Belege reichen nicht über das 18. Jahrhundert hinaus. Dabei wurde der Name vor allem im Raum Posen beziehungsweise Poznań ermittelt. Außerhalb der ehemaligen Ostgebiete findet man den Namen hier fast nur in Belegen des 19. und 20. Jahrhunderts aus dem Raum Berlin, Nordrhein-Westfalen, Hannover und Karlsruhe.
Varianten: Die Variante Rosentreder, eine niederdeutsch geprägte Form, taucht in der familysearch-Datenbank zehn Mal auf, nachgewiesen im frühen 19. Jahrhundert in Soest, Westfalen, im beginnenden 16. Jahrhundert in Cammin, Mecklenburg-Vorpommern, und Anfang des 17. Jahrhunderts in den Niederlanden. Außerdem ist die Variante Rosentretter frühzeitig in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zu finden. Als Hauptgebiete des historischen Namenvorkommens sind also Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, der norddeutsche Raum und zudem auch der Raum Posen und Schlesien auszumachen.
Bedeutung: Der Name lässt sich zerlegen in das mittelhoch- und mittelniederdeutsche Wort "rōse" in Bedeutung von "Rose" und das mittelhochdeutsche Wort "treter" oder das mittelniederdeutsche "treder" in Bedeutung von "Treter, Tänzer" beziehungsweise das mittelhochdeutsche Wort "treten" für "tanzen". "Trit" heißt so viel wie "Tanz(lied)" und erklärt den Namen als Bezeichnung für den "auf Rosen Wandelnden, Tanzenden". Der Name deutet bildlich auf einen "auf Rosen Gebetteten" hin, auf einen Menschen, der ein angenehmes Leben führt.
Prof. Udolph bevorzugt jedoch die Erklärung, dass der Name für jemanden steht, der die Erde beim Rosenpflanzen mit den Füßen fest tritt. Rosentreter gehört demnach in die Kategorie der Berufsnamen.
Telefonteilnehmer: 300
Streuung: Der Name kommt vor allem im Ammerland und Umgebung vor.
Bedeutung: Zoder sagt in "Familiennamen in Ostfalen", dass es mittelniederdeutsch das Wort roskamp in Bedeutung von Rosenfeld gibt. Er erwägt als Ursprung aber auch das mittelniederdeutsche roskam in Bedeutung von Pferdestriegel. Der Name kann also als Übername für einen Pferdeknecht oder Pferdehändler entstanden sein.
Der Ort wird erstmals 1226 erwähnt als Rodenburg, 1231 als Rodenborg und 1269 als Rodenenborch. Der Teil "rod" in Bedeutung von "rot" kommt aus der Wendung "to/bi der roden Borg". Das Benennungsmotiv dürften nach Scheuermann die roten Ziegel gewesen sein, aus denen die Burg errichtet worden ist.
Häufigkeit: Mit diesem Namen sind 887 Telefonteilnehmer registriert.
Varianten: Es gibt sechs Mal den Namen Rothfuhs. Zur abweichenden Schreibeung des"ß": Das alte Zeichen wurde von Standesbeamten nicht selten falsch zu hs statt zu ß umgesetzt, so dass Familien als Grohs(gart), Weihs, Beihsel statt Groß(gart), Weiß, Beißel in Urkunden auftauchen. Das hatte zahlreiche juristische Verfahren zur Korrektur der Namenschreibung und damit verbundene Kosten zur Folge.
Bedeutung: Zoder sagt, es könne sich handeln um einen Rothkopf handeln, also um einen Übernamen, weil jemand auffällig rotes Haar hatte. Auch bei Rodekop taucht der "Rotfuchs" in gleicher Bedeutung auf. Auch Brechenmacher sagt, Rot(h)fuchs oder -voß sei ein Übername nach der Haarfarbe, wobei "-voss" von Fuchs kommt. Rotfu, Rothfu seien Übernamen aus der Mode, Schuhwerk aus Lösch, einem feinen roten Leder, zu tragen, siehe bei dem Begriff Rotschuh.
Bedeutung: Der Name ist die Ortsbezeichnung einer Wohnstätte "am Rottenbusch". "Rotten" bezeichnet hierbei eine Stelle, an der etwas verrottet.
Telefonteilnehmer: 45
Varianten: Es gibt 172 Mal den Namen Rotthof(f) als Ortsnamen in Bayern, West- und Ostpreußen und Posen.
Bedeutung: Der Name des Ortes bedeutet "Rode-hof". Das kann bedeuten, dass ein Hof nach dem Rohden entstanden ist oder dass es sich um einen Rott-Hof handelt, also um einen Ort, an dem etwas verrottet, so wie es zum Beispiel bei der Flachsbearbeitung notwendig war.
Herkunft: Der Name tritt konzentriert in Nordbayern, also in Süddeutschland auf. Der Ursprung liegt vermutlich im Hochdeutschen.
Bedeutung: Rummel ist eine Kurzform des Vornamens Ruhmbald, zusammengesetzt aus Ruhm und bald. Ruhm bleibt in seiner Bedeutung, bald bedeutet tüchtig oder tapfer. Die Form Rummel kommt dadurch zustande, dass es betonte und unbetonte Silben gibt. Der Name hat sich also aus Ruhmbald, Rumbel und Rummel entwickelt.
Herkunft: Ortsname.
Bedeutung: Der Name Rüdebusch besteht aus dem Grundwort "Busch" und dem Bestimmungswort "Rüde". Das Grundwort "Busch" könnte "ein niedriges Gehölz, Buschwerk und auch einen Wald" bezeichnen. Das mittelniederdeutsche "busch" und das mittelniederländische "bosch, busch" bedeuten "Wald, Gebüsch, Strauch". Das Bestimmungswort Rüde ist nicht eindeutig erklärbar, aber kann bedeuten: zu mittelhochdeutsch riute: "Land, ein Stück Land, das durch riuten (reuten, roden, herausreißen) urbar gemacht wurde, also eine Rodung stellen". Eher ist aber die Erklärung "riede" wie "Wasserlauf" richtig.
Häufigkeit: Es gibt lediglich 17 Telefonteilnehmer mit diesem Namen in Deutschland.
Bedeutung: Zoder sagt, Rumschöttel lasse sich ableiten von Rümschüssel. Es handelt sich bei dem Familiennamen also um einen Übernamen in der Form des Satz- oder Kehrnamens, hier: "(Ich) räume (oder leere) die Schüssel." Der Name bezeichnete ursprünglich den Fresser oder den Straßenräuber, der "reinen Tisch" machte.
Telefonteilnehmer: 128
Streuung: Das deutliche Zentrum des Namens liegt im Ruhrgebiet.
Bedeutung: Da es viele Pieper und Piper, also "Pfeifer", gibt, ist gelegentlich eine Scheidung der einzelnen Bestandteile des Namens notwendig. Parallelen gibt es zum Beispiel zu den Namen Klöpperpieper und Heipieper. Wahrscheinlich war Rupieper ein Rud-pieper in Bedeutung von "der rote Pfeifer". Das d verschliff sich mit der Zeit, es blieb Rupieper.
Telefonteilnehmer: 29
Bedeutung: Der Name erinnert an den Satznamen Rürup und bedeutet "Aufrührer". Zoder glaubt, Ruröde könne ein Übername in Form eines Satznamens sein, hier: "Ich rühre (bewege) mich langsam, gemächlich."
Telefonteilnehmer: 37
Bedeutung: Das Bestimmungswort "Rüs-" basiert auf dem mittelniederdeutschen Wort "rusch" oder "rüsch"in Bedeutung von "Binse, Schilfrohr, Sumpfpflanze". "Paul" ist in diesem Fall die niederdeutsche Form von "Pfuhl" im Sinne von "Sumpf, Morast, Tümpel".
Zusammengesetzt ist der Familienname ein Örtlichkeitsname und bezeichnete ursprünglich jemanden, der an einem mit Schilfrohr und Binsen bewachsenen Sumpf wohnte.
Telefonteilnehmer: 30
Streuung: Das Zentrum des Namens liegt bei Herford.
Herkunft: Bei familysearch.org findet Prof. Udolph den ältesten nachweisbaren Ahnen als Anna Beata Rutenkroeger, geboren am 24. Februar 1684 in Roedinghausen, Westfalen, Preußen.
Bedeutung: Der Name ist eine Zusammensetzung mit dem Stamm "-kröger" in Bedeutung von "Wirt, Gastwirt" und kommt auffallend häufig bei Herford vor. Zum Zusatz Rute hat Prof. Udolph folgende Erklärung: Ruthemeyer ist ein westfälischer Hofname, der auf Flurbezeichnugen zurückgeht wie auf "aus den Ruthen, an der Ruthe" oder auf "ruhde", ein älteres Wort für "Rodung". Der Name bezeichnet also einen Wirt, der sein Gasthaus auf einer Rodung hatte.
Telefonteilnehmer: 85
Streuung: Göttingen und Ostwestfalen
Bedeutung: Es gibt das mittelniederdeutsches Wort "ruwich" oder "rouwich" in der hochdeutschen Bedeutung von "reuig, betrübt". Der Vorfahre war also eine auffällig reuige, betrübte, vielleicht depressive Erscheinung.