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Telefonteilnehmer: 190
Streuung: Thüringen, Franken
Bedeutung: Der Name Maas, abgeleitet von Thomas, wird mit der patronymischen Bildung mit -er zum "Nachfahren des".
Häufikgeit: Der Namen kommt in Deutschland 588 Mal vor, in Polen 15.612 Mal.
Bedeutung: Der Name ist die polnische Bildung zu "Ma-" aus Marcin, Maciej, Malomir und vielen anderen. Das ist die polnische Form des Vornamens Matthias oder Matthäus. Beide Vornamen kommen aus dem Hebräischen und bedeuten "Geschenk Gottes". Der Namenträger ist damit der "Nachkomme des Matthias oder Matthäus".
Häufigkeit: In Deutschland gibt es den Namen 3.900 Mal, das Zentrum ist in Süddeutschland.
Herkunft: Der Name soll aus der Oberlausitz stammen.
Bedeutung: Brechenmacher leitet den Namen ab von: "das Heu wird gemäht" oder "die Heumad". Derjenige, der mäht, ist der Heumader oder Mäder.
Telefonteilnehmer: 17
Varianten: Bei familysearch.org findet sich kein Eintrag mit diesem Namen. Daher sucht Udolph Namen mit dem auslautendem "-schütz". Dabei findet er die Vrianten: Gaschütz (30), Kaschütz (3), Kaschützke (14), Laschütza (62), Magaschütz (13), Traschütz (27), Waschütza (3).
Herkunft: Es könnte sich um eine slavische Form mit den Endungen –szyce oder -szyca handeln. Das ergibt für Magaschütz so etwas wie Magaszyc. In Polen sind aber nur zu finden: "Magas", "Machar" und "Makarzec".
Bedeutung: Makar(ios) ist ein Heiligenname. er leitet sich aus dem griechischen ab (makarios=begütert, glücklich, selig).
Telefonteilnehmer: 13
Bedeutung: Zoder sagt, Magerkord sei ein Übername in der Zusammensetzung des Personennamens Kurt mit mager in Bedeutung von "der schlanke Kurt".
Häufigkeit: Der Name taucht nur zweimal in der Mormonendatei auf, in Litauen ist der Name elf Mal verzeichnet.
Herkunft: Ostpreußen als Stammsitz
Bedeutung: Sprachwissenschaftlicher Ursprung ist das Baltische - hier heißt der Name Makainis. Die Herkunft nicht sicher, aber wahrscheinlich bedeutet der Name "im Morast herumtreten".
Telefonteilnehmer: neun
Streuung: Das Namenszentrum liegt bei Bremen.
Varianten: Der Name Malluvius taucht zwei Mal auf.
Bedeutung: Der Name klingt laut Prof. Udolph, als sei er mit einem -us "verschönert" und verändert worden. Er sucht nach Varianten des Namens und schaut dabei bei Erklärungen von F. Debrabandere in "Woordenboek van de familienamen in België en Noord-Frankrijk", weil es den Namen auch im Emsland gibt und es dort häufig Verbindungen zu den Niederlanden gibt. Im Wörterbuch findet er die Varianten Malou(x) und Ma(h)lous. Das ist ein germanischer Personenname aus zwei Teilen, Mathal-wulf. Mathal bedeutet "reden, sich versammeln, abstimmen", wulf bedeutet "Wolf". Madalaulfus bedeutet nach F. Debrabandere "vergaderplaats-wolf", also Versammlungsplatz-Wolf. Wie immer die einzelnen Komponenten des Namens auch hergeleitet werden, sollten sie nach Meinung von Prof. Udolph zur Erklärung nicht miteinander verbunden werden.
Häufigkeit: In Polen gibt es den Namen 236 Mal, vor allem in Oberschlesien. In Deutschland existiert der Name heute jedoch nur noch 72 Mal.
Herkunft: Die Familie stammt aus Oberschlesien.
Bedeutung: Mandera bedeutet im Polnischen mondere, das steht für weise. Der Name ist also auf einen Vorfahren bezogen, der weise, bedacht, überlegt und klug gehandelt hat. Ein typisch polnischer Name, der eingedeutscht von Mondere zu Mandere und Mandera geworden ist.
Telefonteilnehmer: 11
Varianten und Häufigkeit: 73 Mal Manfraß, 21 Mal Manfrahs, Manfrass neun Mal, Manfras neun Mal, Mannfrahs sechs Mal, Mannfrass und Mahnfrahs jeweils einmal, Manfrast fünf Mal, Manfrost neun Mal und drei Mal Mannfrost. In der Mormonendatei findet sich auch Manfrahs.
Bedeutung: Bahlow, das Niederdeutsche Namenbuch überträgt den Namen als "Mannvertilger, Wüterich". Brechenmacher geht von einem Sippennamen aus, einem "schreckenden Übernamen = Menschenfresser". Im Aufsatz "Guten Tag, Herr Rindfleisch" schreibt er: "Die Manfraß in Köln wie die mannigfachen Man(n)esse sind ursprünglich Leute mit irgendeiner schreckhaften Eigenheit." E. Schröder in "Deutsche Namenkunde" hat in der Betrachtung des Familiennamens Manesse, der ebenfalls bis dato allgemein als "Menschenfresser" gedeutet wurde, einen anderen Weg gewählt: Er setzt für das Bestimmungswort Man- das mittelhochdeutsche Wort māge(n) bzw. māhen "Mohn" in der zusammengezogenen Form mān an. Gemeint ist der aus dem östlichen Mittelmeerraum stammende Schlafmohn (Papaver somniferum = Schlaf bringend), dessen Samen in Mitteleuropa schon im Mittelalter als Nahrungsmittel, zur Gewinnung von Mohnöl und als als Schmerz- und Schlafmittel dienten.
Telefonteilnehmer: 7
Streuung: Der Name taucht vor allem bei Bad Bentheim auf.
Herkunft: Im Internet findet Prof. Udolph folgenden Eintrag: "Ein Wächter am Heerweg vor der Stadt. Das Piggetörnken an der Mannsbrügge in Samern ist 600 Jahre alt." Bei Wikipedia findet Prof. Udolph über Samern: "Der Wachtturm Mansbrügge, oder im Volksmund das 'Piggetörnken', war eine angeblich ehemalige gräfliche Münzstätte aus dem 14. Jahrhundert. Neueren Erkenntnissen zufolge hat dieses Gebäude aber immer nur als Zollstelle gedient." Prof. Udolph sucht nach der Geschichte des Ortes Samern: "Bei Ihrem Besuch in Samern wird Ihnen sofort der Wachtturm Mansbrügge oder im Volksmund das 'Piggetörnken', eine angeblich ehemalige gräfliche Münzstätte aus dem 14. Jahrhundert, ins Auge fallen. Neueren Erkenntnissen zufolge hat dieses Gebäude aber immer nur als Zollstelle gedient. Sie finden das Piggetörnken an der Ohner Strasse 48 in Samern. Beachten Sie jedoch, dass das Piggetörnken Teil eines Privathauses ist und nur von außen besichtigt werden kann." Auf einer Internet-Seite über Mansbrügge erfährt Prof. Udolph schließlich, dass es sich um einen Ort in Niedersachsen im Kreis der Grafschaft Bentheim handelt und zur Gemeinde Samern gehört. Zum Stadtteil Mansbrügge: Mansbrügge ist eine Art Wachtturm, ein anderer Name für diesen Turm ist Piggetörnken.
Bedeutung: Der Mansbrügge ist also jemand, der dort gewohnt hat.
Telefonteilnehmer: 2.662
Bedeutung: Zoder vermutet, es könne sich um einen Personennamen handeln. Die Namenberatung Leipzig gibt den Hinweis auf den Ortsnamen Mantey in der Neumarkt und den altpreußischen Ort Mantau. Beide Möglichkeiten passen laut Prof. Udolph nicht zu der Streuung des Namens. Im Internet findet er den Hinweis auf die Glaubensgemeinschaft der Mennoniten, die häufig aus den Niederlanden kommen. Bei Debrabandere findet Prof. Udolph den Eintrag „Montet“ in Bedeutung von „kleiner Berg“.
Häufigkeit: In Deutschland gibt es diesen Namen 124 Mal mit Zentren in Sachsen und dem Rheinland.
Bedeutung: Mark ist ein germanisches Wort für die Grenze. Markstein ist also ein Grenzstein, und der Vorfahre hat an so einem Grenzstein gestanden.
Telefonteilnehmer: 218
Verbreitung: In Polen ist der Name unter 38,5 Millionen Einwohnern wie folgt verbreitet: Marocka, Marocki. Fast alle finden sich in Stettin und Danzig.
Bedeutung: Marotzke ist eine salvische Kurzform zu Marcin (Martin), Marek oder Maria. "Mar" kommt ursprünglich vom Mars= Kriegsgott.
Telefonteilnehmer: 8.100
Bedeutung: Der Name ist ein Personenname, abgeleitet von Markwart aus mark in Bedeutung von "Grenze" und wart in Bedeutung von "Wächter".
Häufigkeit: In Deutschland gibt es den Namen 850 Mal mit "k" und zehn Mal mit "qw".
Bedeutung: Alle Varianten des Namens gehen auf den selben Ursprung zurück, der sich leicht übersetzen lässt: Der Name setzt sich zusammen aus "mark" im Sinne von Gemarkung, Grenzgebiet und "wart" in Bedeutung eines Wächters auf einem Posten oder einem Beobachtungsstand. Die Übersetzung des Namens lautet also Grenzwächter.
Telefonteilnehmer: 130
Bedeutung: Die Streuung des Namens weist darauf hin, dass es sich um einen Ortsnamen handelt. In "Die Familiennamen Quedlinburgs und der Umgegend" heißt es, der Name "lässt sich auch als Appellativ erklären: 'der an der Grenz- (Mark-)scheide Wohnende'".
Bedeutung: Marwede bezieht sich auf den Wald. Wede heißt Wald und Mar ist ein sumpfiges Gebiet. Marwede ist also ein sumpfiges Waldstück und geht damit auf einen Ortsnamen zurück.
Telefonteilnehmer: 20
Streuung: Der Name taucht hauptsächlich nördlich und südlich von Bremen auf.
Bedeutung: Vermutlich handelt es sich um einen Ortsnamen, denn er enthält das niederdeutsche Wort mas von mars in der Bedeutung von "Marsch" und das niederdeutsche Wort brōk in Bedeutung von "Bruch, Sumpfland". Der Familienname Masbruch geht offenbar auf einen fast identischen Flurnamen zurück. Nur der zweite niederdeutsche Teil -brōk wurde von -bruch verdrängt.
Telefonteilnehmer: 107
Varianten: In Polen gibt es den Namen Małka 294 Mal.
Bedeutung: Der Name kommt von polnischen Namen Małek. Er ist eine Koseform zum altslawischen zweigliedrigen Rufnamen mit dem Erstglied "Mał" wie "klein". Im Sinne von "der Kleine" oder "der Jüngere" sind auch die polnischen Namen Mały, Małasz, Małkusz, Małec, Małyk und Małczuk zu verstehen, wenn sie auf das Adjektiv "mały" in Bedeutung von "klein" zurückgeführt werden können.
Telefonteilnehmer: 435
Bedeutung: M. Gottschald glaubt, es handele sich um eine Veränderung aus Mod-wolf oder Mut-wolf. Anders J. Schwanke von der Namenberatung der Universität Leipzig: "Listig schleichen, betrügen, hinterlistig handeln, heimlich fremdes Eigentum an sich bringen, auf heimliche Liebschaft ausgehen" - all diese wenig schmeichelhaften Eigenschaften vereine der Vorfahre der Familie Mausolf in sich. Der Nachname Mausolf, der im heute polnischen Posen und Westpreußen entstanden ist, hängt mit dem umgangssprachlichen Wort mausen zusammen. An dieses Wort trat die Endung -olf, bekannt aus Vornamen wie Rudolf, Adolf und Randolf.
Häufigkeit: Der Name ist in Deutschland 68 Mal vorhanden.
Herkunft: Die Vorfahren stammen aus Oberschlesien. Es gibt kein Zentrum in der Verbreitung des Namens. Das bedeutet, dass der Name nicht in Deutschland verankert ist, er muss polnischer Herkunft sein.
Bedeutung: Der Name ist eine polnische Weiterentwicklung des Namens Maxim. Dieser Name kommt aus dem Lateinischen, Maximinianus oder Maximus, und bedeutet "das Größte".
Bedeutung: Der Familienname könnte eine Ableitung von dem Ortsnamen Maibaum bei Elbing sein. Zudem kann volkstümliches Brauchtum ein Namenmotiv gewesen sein. Die Namen Maibaum und Maibohm, norddeutsch für Maibaum, sowie Maiblüh und Maikranz weisen auf Volksbräuche des Frühlings hin wie zum Beispiel das Mai- oder das Frühlingsfest. Sie wurden entweder an den vergeben, dessen Haus oder Garten im Mai besonderen Baum- und Blumenschmuck aufwies oder an den, der während der Festlichkeiten in irgendeiner Weise auffiel, bei den Spielen um den Maibaum oder bei Umzügen auf sich aufmerksam machte.
Möglich ist auch die Benennung nach der jugendliche Frische des Namensträgers, angelehnt an "frisch wie die blühende Natur im Mai" oder "jemand, der in der Blüte der Jugend steht".
Ebenfalls bezeugt das Südhessische den Begriff Maischein synonym für den Maibaum. Mit Maischein oder Maibaum ist jedes grüne Stämmchen gemeint, jeder grün belaubte Ast, der zum Schmücken der Straße bei Prozessionen dient. Zum Teil wird hierfür auch das ältere Maien verwendet. Daneben wird auch der Pfingstbaum als Maibaum oder Maischein bezeichnet. In älterer Zeit haben die Burschen zwei solcher mit Eierschalen und einer bunten Papierkrone geschmückter Bäume jeweils am Aus- und am Eingang des Dorfes mit Hilfe langer Stangen errichtet. Der Maibaum ist Sinnbild des Frühlings und des Lichts über die Finsternis.
Telefonteilnehmer: 37
Streuung: Der Name taucht hauptsächlich in Sachsen auf.
Varianten: Die Namensform Mederake lässt sich unter 40 Millionen Telefonteilnehmern in Deutschand mindestens 48 Mal nachweisen, vor allem in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Die Namensform Mederacke taucht mindestens 41 Mal auf, ebenfalls in Sachsen, Sachsen-Anhalt, im Rheinland und in Bayern. In Polen ist der Name unter 38,5 Millionen Einwohnern bezeugt als Mederak oder Medrek.
Bedeutung: Der Name Mederake geht, wie die Ableitung Mederacke, ursprünglich auf die polnische Namensform Mędrak zurück. Es handelt sich bei diesem Namen um eine patronymische Kurzform, die auf eine Bezeichnung nach einem geistigen Merkmal zurückgeht. Es ist also ein sogenannter Übername. Die Namensform Mędrak lässt sich auf das polnische mądry in der Bedeutung "klug, weise, gescheit" zurückführen. Es handelt sich bei diesem Namen also um einen Übernamen für einen klugen und gescheiten Menschen. Dieses Lexem ist als Familienname in Polen zahlreich belegt. Insgesamt 2.938 Namenträger lassen sich nachweisen. Der Nasalvokal "ą" wurde vielfach von deutschen Sprechern und Schreibern zu "an", "en" oder "on" eingedeutscht, so dass sich Namensformen wie Mandrowski, Mandryk und andere durch den Einfluss des Deutschen erklären lassen.
Telefonteilnehmer: 260
Streuung: vor allem Nordrhein-Westfalen
Bedeutung: Der Name ist zusammengesetzt aus mar beziehungsweise meer, das in diesem Falle ein größeres oder auch kleineres Gewässer, einen Teich, Sumpf, oder Binnensee bezeichnet. Der Name steht für einen Mann, der am Meer siedelte. Einzelheiten zu diesem Namen gibt es bei J. Udolph, "Namenkundliche Studien zum Germanenproblem", Berlin - New York 1994, Seiten 330 bis 377.
Varianten: Es gibt häufig die Variante Meerscheidt-Hüllesem, die sich auch in der Mormonendatei familysearch.org findet.
Herkunft: Der Name Hillesheim kommt auch als Name einer adeligen Familie "von Hillesheim" vor. Der Ursprung dieser Familie "von Hillesheim" liegt im Bergischen Land und ist identisch mit dem Ursprung der adeligen Familie, die sich "von Meerscheidt genannt zu Hillesheim" nannte. Der andere Zweig der Familie gleichen Ursprungs, nämlich "von Meerscheidt genannt Hillesheim" oder später "von Meerscheidt genannt Hüllessem" hat sich über einen ins Baltikum ausgewanderten Familienzweig bis zum heutigen Zeitpunkt im Namen erhalten können.
Die "von Meerscheidts" stammen von einem Weiler namens Meerscheidt in der Nähe Solingens. Die beiden Namen Meerscheidt und Hillesheim werden zum ersten Mal 1440 gemeinsam genannt in Verbindung mit einem "Anton von Meerscheidt genannt zu Hillesheim". Der Name stammt von einem Ortsnamen. Die "-scheid"-Ortsnamen stammen alle aus dem Westen Deutschlands.
Bedeutung: "Scheid" steht in diesen Fällen immer für ein sich teilendes Gebiet, das auf einem Hügel gelegen ist. Der Teil "Mar-" oder "Meer-" im Namen gehört laut H. Dittmaier, "Siedlungsnamen und Siedlungsgeschichte des Bergischen Landes", zu "mari" oder "meri" in Bedeutung von "Sumpfland".
Bedeutung: Meier bedeutet Verwalter.
Häufigkeit: Der Name ist mehr als 9.000 Mal in Deutschland vorhanden.
Herkunft: Es handelt sich um einen typisch schlesischen Namen.
Bedeutung: Der Name ist eine Koseform von Herrmann. "Z" ist eine Verkleinerungsform, die an den Namen angehängt wird. Auch das "el" ist eine Verkleinerungsform. Es handelt sich bei dem Nachnamen Menzel also um eine doppelte Verkleinerung des Vornamens Hermann.
Telefonteilnehmer: 51
Streuung: Der Name ist eindeutig in Thüringen und Hessen beheimatet.
Bedeutung: Zoder glaubt, es könne sich um einen Ortsnamen handeln, allerdings passt die Streuung nicht zu dieser Erklärung. Prof. Udolph geht eher davon aus, dass es eine patronymische Bildung mit "-ing" ist, also "ein Nachfahre des", das in Hessen und Thüringen typischerweise zur Endung "-ung" wird. Es handelt sich daher wohl um eine Kurz- oder Koseform eines Personennamens, etwa eines germanisch-altdeutschen Rufnamens wie Maginbert, Meginbodo, Maginfrid, Maginhard oder Maginher. Darin ist das Element "magan, magin" in Bedeutung von "Kraft, Stärke" enthalten.
Telefonteilnehmer: 320
Streuung: Der Name taucht hauptsächlich in Ostfalen auf.
Varianten: Es gibt 65 Mal die Variante Meneke.
Bedeutung: Zoder glaubt, Menne(c)ke sei ein Personenname wie Meineke oder Meinecke als Kurzform zu Meinhard. Meinhard stammt ab von dem germanisch-altdteutschen Personennamen Maginhart. "Magan" bedeutet "Kraft, Stärke".
Herkunft: Merbold und Merboldt sind nur Schreibvarianten, stammen aber alle aus einer Familie. Zentrum ist Ostthüringen. Der Name stammt von einem Vornamen: Maribald.
Bedeutung: "Mari" bedeutet berühmt (wie bei Volmar und Dietmar). "Bold" heißt tapfer oder kühn. Der Name stellt also eine Verbindung der germanischen Elemente Mari (berühmt) und "bald" (tapfer) dar.
Häufigkeit: Den Namen gibt es 86 Mal in Deutschland mit einem Zentrum in der Nähe von Koblenz.
Bedeutung: "Acker" bleibt als Acker als Grundwort im Namen enthalten. Mit Mertes wird das Grundwort genauer bestimmt. Mertens ist eine rheinische Dialektform von Martens, also ursprünglich Martin. Martin steht für Mars und bedeutet "der Kriegerische, Kämpferische".
Telefonteilnehmer: 42
Streuung: Das Zentrum des Namens liegt bei Herford.
Bedeutung: Zum Namenteil "-brink" gibt es einen Eintrag in Prof. Udolphs "Namenkundliche Studien zum Germanenproblem", Berlin und New York 1994, Seiten 838 bis 855: Brink ist eine Stelle zwischen zwei aufgepflügten Äckern, an der sich die Erde etwas anhäuft, also eine leicht erhöhte Stelle zwischen zwei angrenzenden Feldern.
Der erste Teil des Namens, Mette, ist ein gekürzter Frauenname. Zoder sagt, es handele sich um Mechthild, siehe bei ihm auch die Eitnräge Mächtel und Metje.
Der Name ist also zusammengesetzt aus Mechthild und Brink.
Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, dass es sich um einen Über-, beziehungsweise Berufsnamen handelt. Das niederdeutsche mette steht für "Metze", das Maß für Getreide, das der Müller als Mahlabgabe erhält. Oder es ist abgeleitet vom mittelniederdeutschen metten(e) in Bedeutung der Frühmesse oder Mette.
Häufigkeit: Der Name ist in Deutschland nur 14 Mal bezeugt.
Herkunft: In einem Dialektwörterbuch heißt es, Metzeler sei die Ursprungsform des Namens im Rheinland.
Bedeutung: Metzeler ist ein Lehnwort des mittellateinischen Matzelarius und bedeutet Fleischer, Schlachter oder Metzger. Das "d" im Namen ist eine typisch rheinische Form, die nur im Rheinland vorkommt.
Telefonteilnehmer: 64
Streuung: Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg
Varianten: Prof. Udolph findet die Namen Metzeltin und Metzelthin.
Bedeutung: Prof. Udolph stellt fest, dass es eine Konzentration des Namens in den neuen Bundesländern gibt. Fraglos liegt ein Herkunftsname von einem Ortsnamen Metzelthin vor, der allerdings einmal bei Kyritz und einmal bei Templin bezeugt ist. Die genevolu-Kartierung zeigt, dass nur einer davon wirklich in Frage kommt. Zu diesen beiden Orten empfiehlt Prof. Udolph im Historisches Ortslexikon für Brandenburg sowie im Brandenburgischen Namenbuch, Band 9, Seite 177, und Band 11, Seite 92, nachzuschlagen. Metzenthin liegt eine slawische Bildung zugrunde: Myslotin, Myslota. Das slawische myslec heißt denken.
Telefonteilnehmer: 99
Streuung: Schaumburg, Minden
Bedeutung: Zoder verweist bei der Deutung des Namens Mevert auf den Namen Mävers. Mävers ist ein Personenname, zusammengesetzt aus Mag(an) und -ward(es).
Bedeutung: Die Namen Milbrod, Milbradt und Milbrant gehören alle zusammen und sind Varianten eines slavischen Namens aus den beiden Teilen "mil" in Bedeutung von "lieb, teuer" und "brat" als Übersetzung von "Bruder".
Telefonteilnehmer: 12
Streuung: Brandenburg
Varianten: Es gibt 142 Mal den Namen Milatz mit Zentrum in Prignitz. Von der Verbreitung her könnte dies durchaus eine Variante zu Milord sein. Prof. Udolph vermutet, dass die Variante von einem südslawischen männlichen Vornamen wie Milo stammt.
Bedeutung: Der Name kann auch eine Bildung aus einem mit "Mil-" lautenden Namen wie Milibor, Milibrat, Milobrat, Milidar, Milodar, Milodan, Milodrag, Milimir, Milomir, Milislaw, Miloslaw oder Milorad und der männlichen Vornamenendung "-as" sein. "Mil-", slawisch "mily", bedeutet "lieb, gut".
Den Namen Milord erklärt Prof. Udolph allerdings anders, denn er findet vor allem frühe Belege im nicht slawischen Gebiet. Er geht von einer mundartlichen Form des Personennamens Millard aus, der aus "mild" und "hard" entstanden ist. Das ist ein germanischer Vollname, zusammengesetzt aus zwei eigenständigen Teilen, die keine Verbindung zueinander haben müssen: Also "mild" wie "zart, mild" und "hard" wie "kernig".
Herkunft: Der Name ist ein alter germanischer Vorname, der zum Nachnamen geworden ist.
Bedeutung: Der Ursprung des Namens Minks soll Meingos beziehungsweise Meingast sein. Dieser Personenname besteht der aus zwei Teilen. Teil 1: Magan bedeutet Kraft oder etwas vermögen. Teil 2: Der Teil "gos" ist noch nicht zu erklären. Magangaud wird zusammengezogen zu Meingas und später verkürzt zu Minks.
Telefonteilnehmer: Einschließlich der Variante Mischor gibt es den Namen 80 Mal.
Herkunft: Die historische Streuung des Namens zeigt, dass er ursprünglich aus Ostpreußen stammen muss.
Varianten: Möglich sind also auch die polnischen Varianten Misorz mit neun Einträgen, Misior mit 751 Einträgen, Miszor mit einem Eintrag, Miszczor mit elf Einträgen und Misor. Für diesen Namen gibt es keinen Eintrag.
Bedeutung: Bei dem Namen Misior kann es sich um die Koseform "Misz-" von einem Vollnamen handeln, der zusammengesetzt ist aus "Mi-" plus einem zweiten Namenteil wie "-kołaj", "-ichał" oder "-iłosław". Zur polnischen Vokabel "miś": "Bär" bedeutet als Adjektiv "dick, beleibt, korpulent, füllig, dicklich, mollig", aber auch "grob" oder "massiv, enorm, gewaltig, mächtig, kolossalisch, kolossal". Möglich ist auch das Adjektiv in Verwendung von "schroff".
Telefonteilnehmer: 24
Bedeutung: Zoder zieht das Wort Mispel als Übername zu der gleichnamigen Pflanze in Betracht, stellvertretend auch für die Schmarotzerpflanze Mistel. Im Brauchtum des Volkes war sie von besonderer Bedeutung. Zum Teil wird die Mispel immer wieder mit der Mistel verwechselt und gleichgesetzt. Die Mispel jedoch ist eine Pflanze aus der Familie der Rosengewächse. Der Familienname ist dann zusammengesetzt aus Mispel und Horn. Horn bezeichnet ein spitz zulaufendes, keilförmiges Landstück. Es taucht häufig in Flurnamen auf und steht für "Winkel, Ecke, Biegung" oder "Vorsprung des Feldes in den Wald oder des Landes ins Wasser (Halbinsel); Landvorsprung; spitz zulaufendes, keilförmiges Landstück". In diesem Fall entstand der Familienname offenbar aus einem Flurnamen in der Nähe von Braunschweig und Wolfsburg.
Häufigkeit: Es gibt 20 Telefonteilnehmer.
Streuung: Der Schwerpunkt des Namens liegt im Erzgebirge.
Varianten: Es gibt 163 Mal Mellentin mit einer Streuung in Nord- und Nordostdeutschland. Südlich davon taucht der Name Möllentin auf, offenbar eine Rundung bei Möllentin.
Bedeutung: Die Familiennamen gehören zu Mellenthin. Das ist ein Ortsname auf Usedom, der schon 1317 als Melenti, und in der salvischen Form als Milotin bezeugt ist.
Häufigkeit: Der Name ist 315 Mal in Deutschland bezeugt, vor allem in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.
Herkunft: Die Mormonenseite zeigt, dass fast alle Molkenthins aus Pommern und Posen kommen.
Bedeutung: Der Namenforscher Zoder glaubt, dass der Name die Ableitung eines Ortsnamens sei; den Ort selbst kann er allerdings nirgends nachweisen. Sicher ist der Name slawische Ursprung des Namens, sichtbar durch die Endung "-enthin". Es muss den Ort Molkenthin in Posen oder Pommern gegeben haben, der allerdings bisher nicht gefunden ist. Der Name ist dann ein Herkunftsname, also ein Name, der zeigt, dass der Vorfahre aus diesem Ort stammt.
Telefonteilnehmer: 430
Streuung: Das absolute Zentrum ist das nördliche Bremen.
Bedeutung: Es handelt sich bei dem Namen wahrscheinlich um eine patronymische Bildung zu Mohn, also Mohns. Der Name Monsees wurde stark verkürzt und durch ein genitivisches s erweitert. Der Name Monsees(en) bezeichnet demnach den Sohn des Monse(e). Der Stamm des Wortes Mons kann mundô sein. Das Element munis wird auf gotisch muns für "Gedanke", altnordisch munr für "Verlangen, Lust" zurückgeführt. Auch hier wurde ein Rufname bis auf seinen ersten Stamm verkürzt und durch ein genitivisches s erweitert, wie zum Beispiel bei den Namen Mohns, Mones.
Herkunft: Der Name ist in Schleswig-Holstein ansässig.
Bedeutung: Mord bedeutet in diesem Falle "ein Moor", denn es gibt einen alten Flurnamen namens Moorhorst. Ein Flurname ist ein Ort, der nicht besiedelt ist. Das "-horst" steht in diesem Falle für eine erhöhte Stelle im Moor. Der Vorfahre von Familie Mordhorst hat also am Moor an einer erhöhten Stelle gewohnt.
Telefonteilnehmer: 23
Streuung: Der Name taucht bunt gestreut auf; das ist ein Hinweis auf Flucht und Vertreibung der Vorfahren aus dem Osten.
Varianten: In Polen gibt es 36 Mal die Variante Mordziołek und 16 Mal den Namen Mordzioł.
Bedeutung: K. Rymut erklärt den Namen mit der Ableitung von Mordziolek. Das polnische Wort "mordować" bedeutet "quälen, töten". Damit handelt es sich bei dem Namen um ein Lehnwort aus deutschen Wort morden.
Häufigkeit: In der Mormonendatei taucht der Name drei mal auf. Alle stammen aus Ostpreußen. Das ist zum Teil polnisch, also könnte ein Blick in die polnische Namenforschung helfen.
Bedeutung: Rymud sagt, dass der Name von Morag kommt. Das "a" hat einen kleinen Haken unter sich, ein Zeichen dafür, dass es wie "-ong" ausgesprochen wird: Morong. Morong heißt brenga oder smuga, das bedeutet Streifen oder Striemen. Diese Übersetzung kann sich auf eine Wunde im Gesicht beziehen oder auf ein Flurstück, das schmal geschnitten ist und sich wie ein Streifen durch die Landschaft zieht.
Telefonteilnehmer: 69
Streuung: Der Name ist bunt gestreut wie ein Flickenteppich, vermutlich durch Vertreibung, Flucht oder Umsiedlung.
Varianten: In Polen ist der Name unter 38,5 Millionen Einwohnern vor allem im Kreis Oppeln bezeugt als "Mocza" und "Motsza".
Bedeutung: Das polnische Wort "moczyć" steht für "einweichen, wässern". "Moczydło" bedeutet "Flachsweiche". Der Vorfahre hatte wahrscheinlich mit dem Einweichen der Flachspflanze zu tun.
Herkunft: Die Herkunft des Namens liegt in Augsburg, in Niedersachsen ist kein Mozart verzeichnet. Der Name Mozart ist bereits im 14. Jahrhundert belegt.
Häufigkeit: 13 Mal insgesamt in Deutschland.
Bedeutung: Der Name ist ein Spottname. Das Wort Moz kommt vom schwäbischen Wort motschen. Das bedeutet "im Schlamm rühren, unsauber arbeiten".
Telefonteilnehmer: 406
Streuung: überwiegend in den neuen Bundesländern
Varianten: Den Namen Mucha gibt es 1.057 Mal mit ähnlicher Streuung.
Herkunft: Der Name ist polnischen Ursprungs.
Bedeutung: Aus dem Polnischen übersetzt bedeutet mucha "Fliege".
Telefonteilnehmer: 18
Streuung: Der Schwerpunkt des Namens ist in der Lausitz.
Varianten: Es gibt vier Mal den Namen Miemelt.
Bedeutung: Gottschald sagt, "mim" oder "Mime" sei der Name des Halbgottes Mime, auch Mimir. Dies ist ein Schmied mit mythischen Zügen aus der Heldensage. Schmiede galten im deutschen Aberglauben als wissend und zauberkundig
Telefonteilnehmer: 281
Streuung: Das absolute Zentrum des Namens liegt nördlich von Bremen.
Ursprung: Im Internet findet Prof. Udolph einen Beke Murken, 1627 in Oberendermoor geboren und 1708 in Worpswede gestorben. Damit ist der Ursprung des Namens bei Bremen beziehungsweise im Teufelsmoor belegt.
Bedeutung: Zoder sagt, Murken kann von Murk oder Murke kommen und ein Übername zum mittelhochdeutschen Wort murc in Bedeutung von "morsch, mürbe, welk, faul, morastig, schadhaft, zurückgebliebener Mensch" sein. Möglich ist auch ein Übername zum südhannoverschen Wort murken in Bedeutung von "murren, brummen". "Murkepot" steht für "Sauertopf, mürrischer Mensch, dunkel, finster." Ebenfalls möglich ist ein Ortsname zum mittelhochdeutschen Wort murc in Bedeutung von "morsches, brüchiges Land".
All diese Erklärungsmöglichkeiten überzeugen Prof. Udolph nicht. In R. A. Ebelings "Die Familiennamen des ostfriesischen Kreises Leer", 1984, Seite 67, stößt er hingegen auf einen plausiblen Eintrag. Dort behandelt Ebeling den Familiennamen Murra und meint: "Möglicherweise liegt derselbe nicht belegte Rufnamen-Stamm zurunde, den Van der Schaar im 'Woordenboek van voornamen' mit Murk in den westfriessichen Rufnamen Murk und Mork vermutet. Auch könnte es sich um eine u-Variante solcher Namen wie Morra und Moorma handeln, die offensichtlich die friesische Form des verbreiteten toponymischen Elements moor enthalten." Auf Grund der Streuung tendiert Prof. Udolph am ehesten zu einem Flurnamen zu Moor, hier mit "u" geschrieben. Demnach bezeichnet der Name jemanden, der aus dem Moor kam.
Häufigkeit: Der Name ist in Deutschland 83 Mal vorhanden. Es gibt allerdings kein Zentrum.
Herkunft: Herkunft des Namens soll der Raum Salzburg sein. Die Mormonendatei wiederum zeigt, dass der Name in Polen zu Hause sein könnte. Der polnische Namenforscher Rymud sagt, der Name gehöre zu polnisch "murczec" im Sinne von modern, faulen oder morsch werden. Allerdings hat die Mormonendatei auch Hinweise darauf gegeben, dass der Name aus Mittelfranken kommen kann. Dort gibt es ein Wort "mursel". Das bedeutet Leckerbissen. "Mursel" hat sich demnach zu "murschel" oder "murschall" entwickelt.
Herkunft: Laut Mormonendatei familysearch.org stammt der Name eindeutig aus dem heutigen Polen. Der Name ist unter anderem im Jahr 1846 als Musiol in der Lausitz belegt.
Häufigkeit: In dieser Schreibweise ist Musiol im heutigen Polen 90 Mal bezeugt, davon allein 69 Mal im Regierungsbezirk Katowice (Kattowitz) in Oberschlesien. Die polnische Namensform Musioł kann daneben 4.249 Mal nachgewiesen werden, davon 3.302 Mal im Regierungsbezirk Katowice (Kattowitz). Die Variante Muzioł gibt es 341 Mal.
Bedeutung: Der Name enthält das polnische Wort "musieć" in Bedeutung von "müssen" und bezieht sich auf ein längst vergessenes Ereignis des ersten Namenträgers: Er musste mal.