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Telefonteilnehmer: keine
Varianten: Labuda
Bedeutung: Bei E. Breza taucht der Name in dem Buch "Nazwiska Pomorzan", Gdańsk 2000, Seite 240, auf und wird von dem kaschubischen Wort "lëby" in Bedeutung von "langsam, phlegmatisch" abgeleitet.
Häufigkeit: Den Familiennamen Ladenthien, Ladenthin beziehungsweise Ladentin gibt es unter 40 Millionen Telefonteilnehmern 197 Mal, die Variante Ladenthien davon 16 Mal.
Herkunft: Grundlage des Familiennamens ist der Ort Ladenthin, auch Groß-Ladenthin, an der polnischen Grenze westlich von Stettin in der Gemeinde Grambow, Kreis Uecker-Randow. Der Familienname Ladenthin, Ladenthien oder Ladentin - die Schreibweise ist ohne weitere Bedeutung - ist somit ein sogenannter Herkunftsname, das heißt die namengebende Person, der Urahne, stammte aus diesem Ort. Der Ortsname ist slawischer Herkunft. Behandelt hat ihn R. Trautmann in "Die Elb- und Ostseeslawischen Ortsnamen", Teil 1, Berlin 1948. Er schreibt auf Seite 127, der Name Lothentyn tauche 1243 328 Mal im Pommerschen Urkundenbuch auf und 2.262 Mal im Jahr 1272 als Lodentin, heute als Ladenthin im Kreis Randow.
Bedeutung: Nach Auskunft der historischen Belege hat die Deutung also von einem Ansatz Lotentin oder Lodentin auszugehen, wahrscheinlich eher Lodentin. Diese Grundform enthält das Anhängsel "in", was so viel wie "Siedlung des" oder "Ort eines" bedeutet und offenbar mit dem slawischen Personennamen Lodenta zusammenhängt. Der slawische Personenname ist nicht geklärt
Häufigkeit: Der Name ist in Deutschland etwa 3.800 Mal vorhanden.
Herkunft: Eine Konzentration des Namens gibt es im Rheinland.
Bedeutung: Der Vorfahre muss eine Behinderung gehabt haben; vermutlich war er gelähmt oder gehbehindert. Der Vorfahre war also "lahm". Dieses körperliche Merkmal war so auffällig, dass daraus ein Name entstand, der an die Nachkommen weiter gegeben wurde.
Bedeutung: Lambrecht und Lamprecht sind Varianten des Namens. Er besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil war einmal ein Land, der zweite Teil ein Brecht. Der Ursprung war also Landbrecht. Brecht ist Bestandteil eines altgermanischen Personennamens und bedeutet berühmt. Weil das in der Aussprache schwierig ist, verändert sich der Name irgendwann zu Lambrecht.
Die Bedeutung des Namens Landbrecht heißt "im Land berühmt". Es handelt sich um einen alten Vornamen, der zum Nachnamen geworden ist.
Bedeutung: Es handelt sich eindeutig um einen Ortsnamen und steht für ein Land an einer Aue, an einer feuchten Stelle.
Herkunft: Die Verbreitungskarte zeigt, dass das Zentrum des Namens in Norddeutschland liegt. Das ist sehr typisch, denn in Süddeutschland gibt es den gleichen Namen ohne -e am Ende (Lang). Der Name mit -e am Ende kann also immer nur aus Norddeutschland stammen, ohne -e hat er seinen Ursprung im Süden.
Bedeutung: Lange bezieht sich auf "groß".
Telefonteilnehmer: 6
Varianten: Langetepe kommt in Deutschland 25 Mal vor. Die Variante Tepe gibt es 752 Mal.
Streuung: Das Zentrum des Namens ist das Emsland.
Bedeutung: Der Name ist die Kurzform des zusammengesetzten Namens Diet-bern. Diuth bedeutet "das Volk". Aus dem "tb" in der Mitte wird ein "p", der Name verschleift sich zu diepe, tiepe oder tepe. Lengentepe ist die westfälische Form des Namens, denn es gab so viele Tepes, dass sie mit der näheren Beschreibung lang, kurz, groß oder klein unterschieden werden mussten. In diesem Fall ist es "der lange Tepe" in Bedeutung von "der große, ältere Tepe".
Bedeutung: Langfort kann ein Ortsname sein, abgeleitet zum Beispiel von Langförden oder Langforth. Diese Orte gibt es mehrfach in Westfalen und im Rheinland. Auch eine Ableitung von dem Ortsnamen Langfurth ist möglich, diesen gibt es mehrfach im Rheinland, in Bayern und im ehemaligen Posen.
Die Streuung weist nicht eindeutig darauf hin, woher der Name kommt. Prof. Udolph kann ihn daher nicht eindeutig klären. Wahrscheinlich handelt es sich bei den Namen in Schlesien um zugewanderte Familien, die aus dem niederdeutschen Bereich kommen. Demnach ist Langforth eine lange Furth - eine Flurbezeichnung oder Örtlichkeitsbezeichnung.
Telefonteilnehmer: circa 800
Streuung: Der Name taucht vor allem in Ostwestfalen auf.
Bedeutung: Zoder sagt, Lapp oder Lappe sei ein Übername zum mittelniederdeutschen Wort lappe. Es bezeichnet entweder ein Stück, einen Fetzen, einen Lappen oder aber einen Laffen oder Narr.
Brechenmacher sagt, Lapp oder Lappe kann entweder ein Übername sein vom mittelhochdeutschen Wort lappe. Hier steht das Wort für einen einfältigen Menschen oder für einen übergroßen, starken Menschen, "ein Fetzenkerl". Der Begriff Lap steht aber auch in mehreren Mundarten für Laub. Da aber Laffe als Familienname nirgends bezeugt ist, schließt Prof. Udolph diese Erklärung aus und entschließt sich für den Lappe(n), bezogen auf die Kleidung.
Beim Namenträger handelte es sich also ursprünglich um jemanden, der wegen seiner abgerissenen Kleidung aufgefallen ist.
Telefonteilnehmer: 32
Streuung: Südniedersachsen, Ruhrgebiet und Südostbayern
Varianten: In Polen ist der Name unter 38,5 Millionen Einwohnern bezeugt als Lastowica, Lastowiecka, Lastowiecki, Lastowska, Lastowski und Lastówka.
Bedeutung: Der polnische Namenforscher K. Rymut sagt zu dem polnischen Namen "Łaszt", er gehöre zu dem polnischen Wort "łaszt" in Bedeutung von "altes Getreidemaß". Es ist entlehnt aus dem deutschen Wort Last.
Häufigkeit: Der Name ist etwa 138 Mal in Deutschland vorhanden.
Herkunft: Der Name stammt ursprünglich aus Blankenburg. Er ist verbreitet in Hannover, Hildesheim und Braunschweig, also in der Region Ostfalen. Der Ursprung des Namens liegt also im Niederdeutschen.
Bedeutung: "Lattmann" enstammt aus dem Satz: "Lat man sin", also "Lass mal sein, lass es mal gut sein". Name nimmt damit Bezug auf den Charakter einer Person.
Telefonteilnehmer: 48
Streuung: bunt in Norddeutschland und Nordrhein-Westfalen
Herkunft: Der Name ist typisch baltisch wie auch die Namen Adomeit, Aschmoneit, Balczuleit, Görgeleit, Lenuweit, Motikat, Lebenath oder Ramuschkat.
Bedeutung: Im "Wörterbuch der litauischen Familiennamen" gibt es den Namen Lauruškaitis beziehungsweise Lauruschka. Hier findet sich die patronymische Bildung zu Laur oder Lavra, auch Lawrentz, Lobrentz oder Leverenz zu Laurentius. Lawrenz oder Laurentius war ein Heiliger. Er ist 258 in Rom gestorben.
Telefonteilnehmer: 9
Varianten: Die Varianten Lebaeus und Lebäus gibt es zehn Mal.
Bedeutung: Bei Klopstock findet sich ein Hinweis auf den Namen Lebäus, der ein Jünger von Jesus Christus war. In Matthäus 10,3 steht, dass Lebbäus den Beinamen Thaddäus hatte und Lukas nennt ihn in seinem Evangelium und in der Apostelgeschichte Judas (der Sohn oder Bruder des Jakobus). Von diesem Jünger mit den drei Namen wird bis auf eine Frage in Johannes 14,22 nichts weiter berichtet. Lebbäus bedeutet "der Herzhafte, der Liebling".
Bedeutung: Lehmann ist abgeleitet von Lehnsmann und steht für jemanden, der etwas verliehen bekommen hat, zum Beispiel ein Stück Land.
Telefonteilnehmer: 45
Streuung: Der Name kommt hauptsächlich in Hamburg, Bremen und Hannover vor.
Bedeutung: Zoder nennt den Ortsnamen Lehmsiek bei Eckernförde in Schleswig-Holstein. Er geht davon aus, dass dies die Erklärung des Namens ist. Prof. Udolph widerlegt diese Deutung mit der Streuung des Namens, denn in Schleswig-Holstein finden sich solche Namenträger nicht. Allerdings kann dem Familiennamen ein Flurname zugrunde liegen, der sich auf einen Flussnamen bezieht: So ein Flussname kann die Wörter Lehm und -siek in Bedeutung von "Wasserlauf" beinhalten Es kann aber auch nur ein Örtlichkeitsname gewesen sein, also eine feuchte Niederung, in der der Vorfahre des Lehmensieck gewohnt hat.
Aus dem Jahr 1147 ist ein Lereht belegt. Weitere Varianten von Lehrte gibt es 1274 als Lerede und 1294 als Lerethe. Die Varianten lassen sich auf die Grundform "Lar-ithi" zurückführen. Lehrte ist ein sehr alster Name mit zwei germanischen Elementen.
Das erste Element "Ler-" oder "Lar-" sind zum Beispiel auch aus Leer, Goslar, Wetzlar oder Uslar bekannt. Die Bedeutung ist nicht sicher. Manche denken an ein altes Wort für Pferch oder eingepfercht, das für ein eingezäuntes Stück Land steht; andere denken an ein Wort für Wald.
Im zweiten germanischen Teil steckt ein vor allem in Ortsnamen vorliegendes altes Element (ein Suffix, wie die Sprachwissenschaftler sagen), das einmal "-ithi" lautete. Es liegt in rund 200 Ortsnamen in Nord- und Mitteldeutschland vor, unter anderem in Denkte, Lengede, Thiede, Bleckede, Grohnde, Weende und Sömmerda.
Lehrte bedeutet demnach entweder "Stelle, an der ein Pferch war" oder "Stelle an einem Wald".
Telefonteilnehmer: rund 700
Streuung: Namenszentrum ist der Raum nördlich von Berlin.
Bedeutung: Der Name ist eindeutig eine Kurz- und Koseform vom Personennamen Landbrecht oder Landbert. In Landbrecht, zusammengesetzt aus Land und -brecht, kommt das brecht von bert, das wie das englische bright "hell, glänzend, berühmt" bedeutet. In diesem Fall steht der Name für "im Land berühmt".
Häufigkeit: Der Name ist in Deutschland 301 Mal vorhanden und hauptsächlich in Norddeutschland verbreitet.
Herkunft: Heimat der Vorfahren ist Ostpreußen ist die Heimat der Vorfahren. Die Mormonendatei zeigt Häufungen in Niedersachsen, Schlesien, Brandenburg und Ostpreußen - damit ist der Name klar ein ostmittelniederdeutscher Name.
Bedeutung: Auf der Suche nach einem Wort aus diesem Dialekt stößt Prof. Udolph auf "lorbas", das ostpreußische Wort für "lümmelhaft sein". Er findet aber auch das Wort "lorbsen", das bedeutet "mit der Zunge anstoßen" beziehungsweise lispeln. In der mittelhochdeutschen Mundart heißt dieses Wort "lerzen" und bedeutet stottern. Der Vorfahre hat also mit der Zunge angestoßen.
Häufigkeit: Der Name ist 694 Mal in Deutschland registriert.
Herkunft: Streuung des Namens in Sachsen und im sorbischen Gebiet. Der Ursprung des Namens liegt im Slawischen.
Bedeutung: Las bedeutet Wald. Die Endung -ke ist im Niederdeutschen und im Slawischen eine Verkleinerungsform. Laska bedeutet in diesem Fall "das Wäldchen".
Telefonteilnehmer: 54
Streuung: bunt
Herkunft: Die historische Streuung deutet auf eine Herkunft aus Ostpreußen.
Bedeutung: Der Name lässt sich auf das mittelniederdeutsche Wort "lêwer(i)ke" beziehungsweise das mittelhochdeutsch Wort "lêrke" in Bedeutung von "Lerche" zurückführen. Der Familienname stellt also eine metaphorische Bezeichnung für einen "sangesfreudigen Menschen" dar.
Telefonteilnehmer: 406
Streuung: In der historischen Streuung bildet der Name einen Schwerpunkt in Schlesien.
Bedeutung: Der Name ist nicht eindeutig zu klären, Prof. Udolph gibt aber folgende Erklärungsmöglichkeiten:
Telefonteilnehmer: 1.100
Herkunft: Der Name ist eine mundartliche ostdeutsche Variante des Familiennamens Lüder.
Bedeutung: Der Name Lüder stammt von dem Vollnamen Liuthari, zusammengesetzt aus dem althochdeutschen Glied "liud" beziehungsweise dem mittelhochdeutschen "liut" in Bedeutung von "Volk" und dem althochdeutschen Glied "hari" in Bedeutung von "Heer".
Telefonteilnehmer: 90
Streuung: Ostfalen
Bedeutung: Zoder sagt, Li(e)kefett sei Übername zum mittelniederdeutschen Wort vet in Bedeutung von "fett, feist, gemästet" und lîk oder lich bedeutet "gleich(mäßig), gerade, eben, ähnlich". Übersetzen ließe sich der Name also als "ebenso fett", wobei unbekannt bleibt, wer oder was das Vergleichswort in diesem Fall ist. Vielleicht handelte es sich ursprünglich um einen "gleichmäßig fetten" Menschen. Wahrscheinlicher ist, dass es sich um einen Satznamen zum mittelniederdeutschen Wort licken in Bedeutung von "an etwas lecken" handelt. Bahlow sagt, es handele sich um den Satznamen: "Lecke das Fett." Der Vorfahre des heutigen Namenträgers war wahrscheinlich ein Koch.
Häufigkeit: Der Name ist 595 Mal in Deutschland registriert.
Herkunft: Der Name ist typisch für Eichsfeld.
Bedeutung: Leisegang ist hochdeutsch und bedeutet Leisetreter. Liesegang ist niederdeutsch, dort wird das "ei" zu "ie", zum Beispiel mein zu mien oder sein zu sein. "Schleicher" und "Leisegeher" sind die Ursprünge des Namens, der Unterschied besteht in der hochdeutschen und niederdeutschen Form.
Häufigkeit: Der Name ist 36 Mal in Deutschland registriert.
Herkunft: Eine Ballung des Namens liegt bei Köln. Der Name ist germanischer Abstammung.
Bedeutung: Der Name besteht aus zwei Teilen: Liup und Hary. Liup heißt lieb; Hari ist harier, das Heer, die Armee. Liup wird zu lieb und hari wird zu her - Liev-her.
Häufigkeit: In Deutschland existiert der Name 82 Mal, vor allem in Westfalen und Ostfalen.
Herkunft: Der Name ist niederdeutschen Ursprungs.
Bedeutung: Namenforscher wie Zoder und Gottschaldt haben bisher vermutet, dass sich der Name zusammensetzt aus "Lill", abgeleitet vom englischen little, also klein, und "Popp" in der Bedeutung von "kleine Puppe". Im Niederdeutschen heißt klein aber nicht lill sondern lütt. Prof. Udolph glaubt daher, dass die Bedeutung im Niederländischen zu suchen ist, das eng verwandt ist mit dem Niederdeutschen. Im Niederländischen gibt es das Wort "Lullepiepe". Übersetzt in Lollpfeife steht es für einen Dudelsack oder eine Sackpfeife. Der Vorfahre ist also vermutlich Dudelsackpfeifer gewesen.
Telefonteilnehmer: 56
Streuung: Die Streuung dieses Namens ist nicht eindeutig, denn es gibt zwei Zentren: Sachsen und Schlesien.
Bedeutung: Für Prof. Udolph ist am wahrscheinlichsten, dass es sich um einen Ortsnamen bei Schwarmstedt in der Wedemark handelt, der um 1304 Lintwede hieß, also "Lindenwald".
Für diesen Ortsnamen hat die Forschung noch keine Erklärung gefunden. Der älteste Beleg stammt aus dem Jahr 975. In einer Urkunde Otto II. heißt Lingen noch Liinga, danach Linga. Das ist die Grundform, von der Prof. Udolph versucht, den Namen zu erklären. Da in Niedersachsen viele Ortsnamen aus dem Germanischen stammen und Germanisch wiederum mit dem Slawischen und Baltischen verwandt ist, sucht er in all diesen Sprachen nach ähnlichen Wörtern, die auf Liinga hindeuten könnten. Er findet "Vokabeln", die in ihrer Grundbedeutung alle biegen, nachgeben oder schwanken bedeuten. Das heißt wahrscheinlich, dass Lingen an einem Ort entstand, an dem der Boden schwankte, nachgab oder zitterte, etwa auf einem weichen, mit viel Moos bewachsenem und sehr sumpfigen Gebiet. Der Ortsname ist aber noch nicht vollständig wissenschaftlich belegt.
Herkunft: Der Name ist eindeutig polnischer Herkunft.
Bedeutung: Im "Lexikon der Familiennamen polnischer Herkunft" steht, es handele sich hier um einen Ortsnamen wie Lipie oder Lipa. Diese stammen von dem Wort "lipa" in Bedeutung von "Linde" ab.
Häufigkeit: Es sind 69 Telefonteilnehmer mit diesem Namen registriert.
Streuung: Das Zentrum ist bei Nürnberg.
Bedeutung: Aus historischen Quellen, unter anderem aus der Mormonendatei, ist ersichtlich, dass der Saale-Orla-Kreis Ursprungsort des Namens ist. Im Städtenamenbuch der DDR findet sich Lobensteiner als Ortsname. Erklärung: "die zu lobende, angenehme Burg auf dem Felsen".
Bedeutung: "Der Mann mit der Locke"; das auffällige Merkmal des Mannes ist zu seinem Namen geworden.
Telefonteilnehmer: 259
Streuung: Die Streuung des Namens verweist eindeutig auf die Herkunft aus dem südlichen Deutschland.
Bedeutung: Es gibt mehrere Erklärungsmöglichkeiten:
Brechenmacher glaubt, es handelt sich am ehesten um einen Loder(er), also um einen Lodenweber.
Telefonteilnehmer: 52
Varianten: Es gibt 74 Mal den Namen Löffelsender und fünf Mal die Variante Löffelsieder.
Bedeutung: M. Gottschald sagt, es handele sich um einen "Hausierer". "Sender" ist ein altes Wort für "sich auf den Weg machen". Der Vorfahre des Namenträgers war vermutlich ein Hersteller von Löffeln, der sich mit seinem Produkt auf den Weg machte, um es zu verkaufen.
Telefonteilnehmer: 383
Streuung: Der Name taucht hauptsächlich in Ostfalen auf.
Bedeutung: Zoder sagt, Lohrengel ei ein Personenname, kombiniert aus dem Grundwort Engel und dem Bestimmungswort Lohr. Löhr ist ein Berufsname. Zoder weist den Vorfahren als Person des Namens Engel aus, die sich als Lohgerber ihr tägliches Brot verdiente. Der geografische Abgleich indiziert, dass der Name im Raum Osterode am Harz entstanden ist. Lohe ist eine Flüssigkeit aus Baumrinde, mit der Stoffe gegerbt werden.
Telefonteilnehmer: 56
Streuung: Der Name ist bunt gestreut, taucht aber vor allem in der Niederlausitz, an Polen angrenzend, auf.
Bedeutung: Das "-ch" ist im Deutschen eindeutig eine Verkleinerung beziehungsweise Verniedlichung. Der ursprünglich polnische Name muss daher eine andere Form gehabt haben. Prof. Udolph kommt bei der Recherche auf die Varianten Lojak und Łojak. Diese Namen basieren auf der Namenwurzel Łoj- in Verbindung mit der Endung -ak. Loj stammt vom polnischen wort łój in Bedeutung von "Fett, Talg". Der erste Träger des Namens arbeitete demnach wohl als Metzger und ist nach einem seiner Arbeitsprodukte, dem Talg, benannt worden, oder er verarbeitete den Talg weiter. Zu nennen ist hier in erster Linie der Kerzenmacher. Die Kerzenmacher, auch Kerzengießer, Kerzenzieher, Lichtermacher, Lichterzieher, Wachszelter oder Wachszieher genannt, stellten seit dem 12. Jahrhundert Kerzen aus Bienenwachs her.
Bedeutung: Loos kann eine Kurzform des Vornamens Nikolaus sein oder aber vom Wort lose, mutwillig oder auch "loses Mundwerk" stammen.
Bedeutung: Es gibt zwei Möglichkeiten der Erklärung. Je nach Herkunft der Vorfahren kann der Name deutsch oder slawisch sein. Handelt es sich um deutsche Vorfahren, ist der Name eine Kurzform des germanischen Vornamens Chlodbert. "Chlod" verschleift sich zu "Lop", später zu "Loppo". "Chlodbert" bedeutet "laut, berühmt, bekannt".
Sind die Vorfahren slawisch, ist der Ursprung des Namens das polnische Wort "łopać" oder "łopotać" in Bedeutung von "schlagen, flattern, klopfen, klappern". In diesem Fall kann es sich um einen Berufsnamen handeln, zum Beispiel einen Beruf, bei dem die Tätigkeit des Klopfens oder Schlagens wichtig war, etwa Stroh dreschen.
Telefonteilnehmer: 108
Varianten: Loßkann, Losekann, Lösekann und Loßkand
Bedeutung: Die Endung "-kann" steht für "Kanne". Im Mittelniederdeutschen bedeutet "losen", also der erste Teil des Namens, so viel wie "zum Ausgießen". Der Vorfahre hat also wahrscheinlich Zinnkannen mit Ausgießer, zum "Auslassen, Ausgießen", hergestellt.
Häufigkeit: Den Namen gibt es in Deutschland neun Mal, alle haben kroatische oder slowenische Vornamen.
Herkunft: Vorfahren der Namenträger stammen aus Jugoslawien.
Bedeutung: Hinweise auf die Bedeutung des Namens gibt es im Kroatischen oder Slowenischen. In einem Namenbuch gibt es Namen wie Lovras oder Lovrak. Die Suche im Internet nach "Lovre" führt auf die Seiten einer kroatischen Stadt Namens Togir. Dort gibt es eine berühmte Kathedrale des heiligen Laurenzius. Dieser heilige Laurenzio heißt auf kroatisch Sventi Lovre. Also ist Lovre ist die kroatische Form von Laurenzius.
Streuung: Zentrum des Namens ist Mecklenburg-Vorpommern.
Herkunft: Der Familienname Lück oder auch Luck entstand aus der mundartlichen Zusammenziehung der Namenform Lüdeke.
Bedeutung: Lüdeke ist eine Rufnamenkoseform, aus der der Familienname Lüdeke hervorging. Wann im Einzelfall einer Familie die Kontraktion aus Lüdeke zu Lück stattgefunden hat - als Lüdeke noch Rufname war oder erst später als Familienname - lässt sich anhand der heutigen Namenform Lück nicht bestimmen. Das "d" wurde zwischen den hellen Vokalen "ü" und "e" nur schwach artikuliert und verschwand. So wurde aus Ludek liut in Bedeutung von "das Volk".
Herkunft: Der Ursprung des Namens liegt im Niederdeutschen und muss entweder ein Lugeken oder Ludeken gewesen sein.
Bedeutung: Ludeken kommt von Ludolf oder Ludwig. Dann ist Lüken eine Kurzform dieses Vornamens mit Verkleinerungselement, dem "-ke" und der patronymischen Bildung, dem "-n". Der Name ist also von Ludeke oder Lüdeke abgeleitet.
Herkunft: Münsterland
Bedeutung: Zoder sagt, Bohmert sei ein mittelhochdeutsches Wort für "bumhart" im Sinne von "Schalmei" oder auch "Geschütz". H. Bahlow sagt, bei Böhmer oder Bohmer handele es sich um die Ableitung von "bohm" in Bedeutung von "Baum, Schlagbaum". Der Vorfahre war vermutlich ein Schlagbaumwärter oder er hatte seine Wohnstätte am Schlagbaum. "Lütke" steht für "Jüngerer" oder "Sohn".