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Telefonteilnehmer: 26
Streuung: Der Name taucht hauptsächlich bei Hamburg und im Umkreis von Hamburg auf.
Herkunft: Die historische Streuung zeigt Schleswig-Holstein als Herkunft des Namens.
Wahrscheinlich ist die Form Kökenhof eine mundartliche Veränderung des Ursprungsnamens wie bei Mählmann - Möhlmann, Köhler - Kähler oder Bödecker - Bädecker.
Varianten: Es gibt 26 Mal die Variante Köckenhoff sowie einen Keukenhof in Holland in Bedeutung von "Küchengarten". Außer zur Jagd wurde das Landgut dafür genutzt, Kräuter für die Schlossküche anzubauen.
Bedeutung: Mittelniederdeutsch heißen die Wörter, die zur Erklärung nötig sind, also "kokene", "kökene", "köke", "kakene" oder "kake". Die Dialektwörterbücher des niederdeutschen Sprachraums verzeichnen noch heute die Wörter "kök" in Bedeutung von "Küche", "kökenmeister" übersetzt als "Küchenmeister", "kaken" als "kochen" und "kaak" als "Koch". Es handelt sich also um einen Küchengarten in mundartlicher Schreibweise und damit um einen Örtlichkeitsnamen, der zum Familiennamen geworden ist.
Häufigkeit: Den Namen gibt es 758 Mal in Deutschland, und zwar im Harzraum, in Südhessen und Bayern.
Herkunft: Darüber hinaus ist kein Schwerpunkt zu finden.
Bedeutung: Der Nachname leitet sich ab vom Vornamen Konrad. "Kon" bedeutet "kühn", "rad" steht für "Ratgeber" oder "einen Rat erteilen".
Telefonteilnehmer: 2
Varianten: Es gibt 46 Mal den Namen Kalben.
Streuung: locker in Norddeutschland
Bedeutung: Die Mormonendatei familysearch.org mit ihren historischen Daten zeigt unter anderem einen Daniel Gottfried von Kalben mit dem Geburtsdatum 1681. Dort finden sich auch weitere Hinweise, zum Beispiel auf den Ortsnamen Kalben. Auf der Internet-Seite von Rönnebeck-Altmark gibt es auch diesen Hinweis: "Die Tafel ist zum Gedächtnis der Familie von Kalben errichtet, Georg Friedrich von Kalben, gestorben den 2. April 1777, und Eleonore Gottliebe Friederike von Kalben, geborene von Voß, gestorben den 7. November 1817. Als Besitzer von Rönnebeck. Mit ihnen ruhen in einer Gruft acht dero von Kalben." Der Name stammt also von dem Ortsnamen Kalbe an der Milde im Altmarkkreis Salzwedel. Den Ortsnamen kann Udolph erklären: Calve oder kalwa ist ein germanisches Adjektiv und bedeutet "kahl". Der erste Kalben siedelte also an einer kahlen Stelle.
Telefonteilnehmer: Es gibt 243 Einträge mit den Namen Kalbhenn beziehungsweise Kalbhen.
Streuung: Das Zentrum des Namens ist Frankfurt am Main.
Bedeutung: Der Familienname Kalbhen(n) kann auf das zusammengesetzte mittelhochdeutsche Wort "kalwe-henn(e)" zurückgeführt werden. Mittelhochdeutsch "kalwe" bedeutet "kahle Stelle, Kahlheit" und geht auf das mittelhochdeutsche Wort "kal" im Sinne von "kalhköpfig" zurück. Der zweite Teil des Namens, "Hen(n)", kann eine patronymische Kurz- und Koseform zu einen Rufnamen sein, zum Beispiel zu Heinrich (ältere Form: Heimerich, bestehend aus dem althochdeutschen Wort "heim" in Bedeutung von "Haus" und "rīhhi" in Bedeutung von "reich, mächtig, hoch; Herrschaft, Herrscher, Macht"), Henning (eine niederdeutsche Form, die von Heinrich oder Johannes abgeleitet sein kann) oder Johannes mit hebräischem Ursprung in der Bedeutung von "Jahwe hat Gnade erwiesen". Der Vorfahre war also "der kahle Johannes".
Telefonteilnehmer: 37
Bedeutung: Kalkwarf ist ein Dialektwort für Kalkbrennereien, niederdeutsch "Kalkwarfen". Sie lagen meist an Wasserstraßen und befanden sich an vielen Hafen-, Siel- und Fehnorten in Ostfriesland, so zum Beispiel in Rhauderfehn, Weener, Jemgum und Ditzum. Hier konnten die Grundstoffe Torf und Muschelschalen gelöscht und wie die Fertigware Kalk geladen werden. J. Fr. De Vries, "Ostfriesland: Land und Volk in Wort und Bild", Emden 1881, gibt für Ostfriesland insgesamt 30 Kalkbrennereien an. In Ditzum erinnert heute noch ein Flurstück, die "Kalkwarf", an diese Zeit. In Emden gibt es eine so benannte Straße.
Herkunft: Den Einträgen der Mormonendatei familiysearch.org zufolge ist der Name eindeutig slawischen Ursprungs.
Bedeutung: Der Name lässt sich demnach ableiten vom slawischen Wort "kal" beziehungsweise dem polnischen Wort "kał" in Bedeutung von "Morast, Sumpf" und verweist meist auf einen Örtlichkeits- oder Ortsnamen.
Häufigkeit: Der Name ist in Deutschland 104 Mal vorhanden, vor allem rund um Braunschweig.
Bedeutung: Der Name setzt sich aus den beiden Teilen "Kamp-" und "-henkel" zusammen. Kamp bedeutet Wiese oder Feld, Henkel ist eine Ableitung von Hempel. Hempel ist eine Kurz- oder Koseform von Hans oder Johannes. Zunächst wurde aus Hans also Hempel, danach gab es erneut eine Verkleinerungsform, so dass aus Hempel der Henkel wurde. Die Basis ist aber Johannes und bedeutet aus dem Hebräischen übersetzt "Gott ist gnädig".
Häufigkeit: Für den Namen Kantsemal gibt es in Deutschland keinen Nachweis.
Herkunft: Da es keinerlei Hinweise auf den Namen gibt, versucht Prof. Udolph sein Glück im Internet und findet den Schachspieler Kirill Kancemal, eine Alexandra Kantsemal und Aleksei Grigor'evich Kantsemal, Soldat der Roten Armee, geboren 1921. Das ist ein Hinweis darauf, dass es sich um einen russischen Namen handelt.
Bedeutung: Für den Namen gibt es mehrere Möglichkeiten:
Telefonteilnehmer: 143
Bedeutung: Kaphengst ist ein Berufsname und bezeichnet den Kastrator. Mittelhochdeutsch bedeutet "kappen" so viel wie "verschneiden".
Häufigkeit: Der Name Kappert ist 279 im Telefonbuch registriert.
Streuung: Das Zentrum liegt bei Zerbst, Potsdam.
Bedeutung: Zoder sagt in "Familiennamen in Ostfalen", dass Kappert ein Personenname ist und im Mittelhochdeutschen aus Gebhard entstellt wurde.
Telefonteilnehmer: 5
Herkunft: Die Vorfahren kamen aus Ostpreußen. Zweifellos ist der Name baltischen Ursprungs.
Varianten: Es gibt 66 Mal den Namen Karussat, außerdem die Varianten Karuseit und Karusseit.
Bedeutung: Möglich als Ursprung ist auch das litauische Wort "Karušáitis". Prof. Udoplh hält das für am wahrscheinlichsten, denn es passt zu dem polnischen Wort "karužas" in Bedeutung von "Fahnenträger, Heerführer, Offiziersstellvertreter".
Häufigkeit: Weder in Deutschland noch in Polen sind Teilnehmer im Telefonbuch eingetragen.
Herkunft: Die Mormonendatei bei familysearch.org zeigt, dass der Name ursprünglich aus Schlesien und Polen stammt. Auffällig sind überall jüdische Vornamen wie Dersen, Jettel und Samuel.
Bedeutung: Im Etymologischen Wörterbuch der jüdischen Familiennamen findet Prof Udolph das Wort Karfunkel für den roten Edelstein. Das mitteldochdeutsche karfunkel oder karvunkel ist entlehnt von dem lateinischen carbunculus, das "kleine Glutkohle" bedeutet-
Im Wörterbuch der Gebrüder Grimm findet Prof. Udolph das Wort Karfunkelstein: "Der Karfunkelstein war mit Sagen umgeben, er wuchs als Heil- und Zaubermittel im Schädel des Einhorns, wie andere im Gehirn der Kröte, im Magen des Kapaunen."
Der Name ist ein offenbar jüdischer Name für einen Goldschmied oder ähnliches.
Telefonteilnehmer: 25
Häufigkeit: Den Namen gibt es 365 Mal mit Zentrum im Ruhrgebiet
Bedeutung: Der Name ist zusammengesetzt aus Kars- und –hüning. Die Endung –ing gehört hinter Hun- in Bedeutung von "groß, Hühne". Die patronymische Bildung Kars- gehört zu den Namen Christian, Karsten und so weiter.
Telefonteilnehmer: 428
Herkunft: Zoder sagt, es gebe zahlreiche Käsebergs als Ortsnamen in Bayern, im Rheinland und in Westfalen.
Bedeutung: Es könnte sich um einen Örtlichkeits- oder Flurnamen handeln. Aufgrund der Streuung im ostfälischen Bereich könnte der Name eine niederdeutsche Variante des ursprünglichen Kirschbergs sein.
Häufigkeit: Im Telefonbuch ist der Name 327 Mal eingetragen.
Streuung: Der Name bildet einen Flickenteppich in Deutschland. Das weist darauf hin, dass es sich bei den Familien um Zugewanderte handelt.
Bedeutung: Der Namenforscher Hans Bahlow sagt, es handelt sich um einen schlesischen Namen mit dem Ursprungsnamen Lukas. Dabei wird die zweite Silbe von Lukas stark betont und dann mit der slawischen Endung "-k" weiterentwickelt.
Der Namenforscher Rymut glaubt dagegen an eine Kurzform von Kazimierz.
Telefonteilnehmer: 237
Varianten: Es gibt rund 20 mal den Namen Kassebo(h)m.
Bedeutung: Kassbaum, Cassebaum, Kassbaum und Cassbaum sind Örtlichkeitsnamen wie zum Beispiel auch Kassebohm bei Rostock und gehören zu den mittelniederdeutsch Worten "kersebom", "karsbom" und "kasbom" in Bedeutung für "Kirschbaum". Der Familienname leitet sich also von der Siedlung der Vorfahren ab und bezeichnet die Bewohner an einem Kirschbaum.
Telefonteilnehmer: rund 170
Streuung: Emsland
Bedeutung: Wahrscheinlich ist der Name die verschliffene Form aus Karstens. Der Name gehört zu Christian, eigentlich Christianus sum, und bedeutet "Ich bin ein Christ."
Telefonteilnehmer: 45
Streuung: Der Name taucht bunt gestreut auf, wahrscheinlich wegen Vertreibung, Flucht oder Umsiedlung.
Varianten: In Polen gibt es die Varianten Katerla, Katerlak, Katerlin und Koterla.
Bedeutung: Es handelt sich um einen typisch schlesischen Namen, den die polnischen Namenforscher zu einem deutschen Namen stellen: "Katerle" beziehungsweise "Koterle" zu "Koter" oder "Kotter" in Bedeutung von "Besitzer einer Kate".
Telefonteilnehmer: 113
Streuung: Süddeutschland und Nordrhein-Westfalen
Bedeutung: Auf einer Telefon-CD hat Prof. Udolph viele Namenträger mit ungarischen Vornamen gefunden, wie zum Beispiel Ferenc, Gabor, Imre, Lajos, Laszlo oder Sandor. Auch bei familysearch.org hat er den Hinweis gefunden, dass die Vorfahren aus Ungarn stammen. Die Erklärung des Namens ist einfach: Die ungarische Vokabel katona wird mit "Soldat" übersetzt.
Telefonteilnehmer: 900
Varianten: Prof. Udolph findet noch den Namen Kau.
Bedeutung: Das Rheinische Wörterbuch verzeichnet das Wort Kaup(e) als Bezeichnung von Mützen, Hauben und Kappen verschiedener Art und als Federhaube auf dem Kopf mancher Vogelarten. Das Lothringische Wörterbuch nennt Kaup ebenfalls als Benennung einer (Zipfel-)Mütze und als Haube mancher Vögel. Der Vorfahre zeichnete sich vermutlich durch eine auffällige Kopfbedeckung aus.
Häufigkeit: Es sind 129 Telefonteilnehmer registriert.
Streuung: bunt
Herkunft: Der Name kommt aus Polen.
Bedeutung: Im Polnischen handelt es sich um eine einfache Vokabel, die übersetzt "Kaffee" heißt. Der Vorfahre hat entweder gerne Kaffee getrunken oder hatte beruflich damit zu tun.
Telefonteilnehmer: 8
Streuung: Ruhrgebiet, Hannover, Wolfsburg
Herkunft: In Polen gibt es sehr viele Kawal-Namen, aber kein Kawalun. Im Baltischen gibt es allerdings den Namen Kavaliunas.
Bedeutung: Das litauische Wort "kalvis" steht für "Schmied".
Häufigkeit: Der Name ist mehr als 2.000 Mal in Deutschland bezeugt.
Herkunft: Die Vorfahren des Namenträgers stammen aus einem Landstrich, der der Form einer Kehle ähnelt. Eine enge Schlucht am Wasser oder ein Rinnsal könnte die ursprüngliche Herkunft der Namenträger sein.
Häufigkeit: Es gibt 67 Telefonteilnehmer mit diesem Namen. Die Streuung ist bunt.
Bedeutung: Die Nachforschungen bei Familiy Search zeigen, dass es sich bei dem Namen um einen litauischen Namen handelt. Es gibt im Litauischen die Vokabel kenklius beziehungsweise kinklius. Das beschreibt einen Menschen, der große Schritte macht oder lange Füße hat.
Häufigkeit: Der Name kommt 25 Mal in Deutschland vor.
Herkunft: Ostpreußen. Die Endung -ies kommt oft in baltischen Sprachen vor.
Bedeutung: Im Littauischen steht "Kerschas" für bunt, scheckig, gestreift. Der Name bezieht sich auf die Kleidung der Vorfahren, also ein auffällig gekleideter Mensch. Vielleicht ein Schneider mit bunter Kleidung. Der Name ist im Baltischen relativ häufig.
Häufigkeit: Der Name ist 173 Mal in Deutschland registriert, hauptsächlich im Emsland.
Herkunft: Kerk stammt vom niederdeutschen Wort Kerk = Kirche. Kerk kann auch aus dem niederländischen Kerk stammen, denn die Übergänge vom Niederländischen zu Niederdeutschen sind fließend.
Bedeutung: Kerk ist eine Kurzfom von "an der kerken". Das bedeutet: der an der Kirche wohnt.
Telefonteilnehmer: Keine Einträge im Telefonbuch. Eine Suche im Internet ergibt jedoch sechs Einträge mit dem Namen "Kielpenning" aus dem 19. Jahrhundert aus Uelsen, Vennenbrügge, Halle und Itterbeck.
Varianten: In einem Internet-Chatroom zur Familienforschung findet Prof. Udolph folgenden Eintrag: "Hallo, wenn deine Kielpfennig mal nicht in Wirklichkeit Kehlpfennig heißen ... eine Münzbezeichnung, deren Ursprung mir aber nicht bekannt ist. PS: Ich konnte nicht ermitteln, ob es eine Art "Kieler Pfennig" gab, die - aus welchem Grund auch immer - zur Namensbildung führte, ähnlich wie der "Weißpfennig" oder "Schimmelpfennig" zum Familienname wurde."
Bedeutung: Prof. Udolph überlegt, ob der Namenteil "Kehle" oder "Keil" ein Hinweis auf die Form des Pfennigs sein könnte. Mittelniederdeutsch gibt es auch das Wort "kelp" beziehungsweise "kolbiger" in Bedeutung von "grober Gesell, dummer Mensch" als Schelte.
Vielleicht spielt aber auch der Name Kolping eine Rolle. Allerdings gehört der Name zu Kolben.
Am Ende findet Prof Udolph einen möglichen Hinweis im niederländischen Wörterbuch. Dort gibt es das Wort "keilen"; es bedeutet "hinauswerfen". Demnach wäre der Name ein Satzname und bedeutet: "Geld aus dem Fenster werfen" oder beschreibt jemanden, der mit Geld "großzügig" umgeht.
Telefonteilnehmer: 82. Familysearch.org kennt 22 Namenträger, alle aus Ostpreußen.
Herkunft/ Streuung: Laut Reichstelefonbuch 1942 gibt es einen Schwerpunkt des Namens in Ostpreußen. Diese Streuung ist typisch für Umsiedlung, Vertreibung oder Flucht nach Norddeutschland. Damit ist klar, dass es sich um einen baltischen Namen handelt.
Bedeutung: Probleme bereitet Prof. Udolph der Namensteil "Kinder". Er lässt sich nur als dialektale, sächsische Ableitung von Günther erklären. In diesem Dialekt wird das K zu G und das i zu ü, so dass es sich deutsch um einen Günther beziehungsweise ostpreußisch um Ginter oder Ginder mit der baltischen Endung "-eit" handelt.
Häufigkeit: Der Name ist in Deutschland zwölf Mal vorhanden; alle Namenträger sind bei Kleve, im Grenzgebiet zu Belgien und den Niederlanden, ansässig.
Herkunft: Da der Name im Grenzgebiet vorhanden ist, können Sprachen wie Französisch oder Niederländisch einen Einfluss gehabt haben.
Bedeutung: Max Gottschald leitet den Namen ab von dem alten Vornamen Kunihardt. Damit hätte der Name germanischen Ursprung und wäre zusammengesetzt aus den zwei Teilen "kühn" und "hardt". Prof.Udolph hat eine andere Idee: Kinnett kann aus dem Französischen kommen und ist eine Verkürzung der Namen Jaquinet, Franquinet oder Rasquinet. Die Niederländer sprechen diese Namen Jakinett, Frankinett und Raskinett aus, am Ende bleibt dann das verkürzte Kinnett.
Telefonteilnehmer: 54
Herkunft: Familysearch.org zeigt, dass die Vorfahren aus Schlesien kamen.
Varianten: In Schlesien gibt es die Varianten Kionka, Kionke und Kijanka.
Bedeutung: In slavischen Sprachen bedeutet der Stamm des Namen "kij" soviel wie "Stock, Knüppel", in einigen Dialekten auch "Stampfe" für das Stampfen von Sauerkraut oder "Knüppel, Keule" zum Wäschewaschen. Das polnische Wort "kij" steht für "Stock", das ober-, und niedersorbische Wort "kij" ebenfalls für "Stock, Stecken". Warum der Vorfahre den Stamm "Stock" in seinem Namen trägt, lässt sich nicht eindeutig klären. Eventuell hängt es mit der Körpergestalt zusammen, die knorrig, drahtig, lang oder dünn gewesen sein mag.
Bedeutung: In dem Buch "Obersächsische Familiennamen I, die bäuerlichen Familiennamen des Landkreises Oschatz" von Isolde Neumann findet sich zwar nicht Kippenhan oder Kippenhahn, aber eine Reihe historisch nachweisbarer Bildungen wie Kippenhain, Kippenhagen, Kippehein, Kiephan, Kiphan/Kipdthan und Kappenhaigen. Laut Neumann gehören all diese Namen zum badischen Ort Kippenheim nördlich von Ettenheim im Ortenaukreis. Fraglich ist, ob auch die Namen in Schlesien zu diesem Ortsnamen gehören. Der Urprung für den Namen ist die Siedlung des Kippo.
Telefonteilnehmer:35
Herkunft: Familysearch.org sieht die Herkunft des Namens in Ostpreußen.
Varianten: Kipnic
Bedeutung: Eine erste Spur zur Erklärung des Namens führt zu einem Flussnamen am Westufer des großen Sysdroy-Sees bei Ratzeburg. Eine zweite Spur führt nach Polen: Der Name ist dort als Kippnich verbreitet. Vermutlich liegt dem Namen polnische Wort "kipieć" in Bedeutung von "sieden, kochen, wallen, brodeln" zugrunde oder das mundartliche Wort "kipnik" im Sinne von "Kaufmann".
Da alle Namen in Ostpreußen zu finden sind, geht Prof. Udolph aber davon aus, dass der Name nicht slawischen Ursprungs ist. Wahrscheinlicher ist, dass er zu einer baltischen Sippe gehört. Das Wort "kipe" steht für "Melkkübel", "kipelis, kipinas" heißt "Kanne" und "kipis" bedeutet "Melkkübel, Schöpfgefäß, Fass zum Butteraufbewahren".
Telefonteilnehmer: 257
Bedeutung: Der Familiename Kircheis gehört, wie auch die Namen Kircheiss, Kircheiß und Kircheisen, in eine Reihe von Namen, die als indirekte Berufsbezeichnungen für den Schmied zu verstehen sind, da sie auf das mittelhochdeutsche Wort "îsen" im Sinne von "Eisen" zurückzuführen sind. Diese Namen enthalten im ersten Teil den Begriff "Kirch-", der eindeutig von dem mittelhochdeutsche Wort "kirche" in Bedeutung von "Kirchenbau, christliche Kirche, Kirchentum, Gemeinschaft der Gläubigen, Kirchenstelle, Pfarrstelle" stammt. Somit liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei dem Familiennamen ursprünglich um eine Bezeichnung für einen Schmied handelte, der im Auftrag der Kirche arbeitete.
Telefonteilnehmer: 4.000
Herkunft: Der Name ist eindeutig schlesischer Herkunft. Dort wird aus "ü" oft ein "i".
Bedeutung: Kirschner ist die entrundete Form von Kürschner. Es handelt sich also um den Berufsnamen "Kürschner".
Telefonteilnehmer: 20
Varianten: Kistela
Bedeutung: Rymut erklärt das polnische Wort "kiść" als "Bündel, Strohbündel, Strohwisch".
Bedeutung: Der Name ist eine Kurz- beziehungsweise Koseform von Klara. Klara ist der Name einer Heiligen, die 1253 gestorben ist. Zudem enthält der Name ein lateinisches Element: Clarus bedeutet berühmt.
Telefonteilnehmer: 100
Streuung: Schleswig-Holstein
Bedeutung: In der Mormonendatei familysearch.org findet Prof. Udolph als ältesten Eintrag vom 28. August 1882 Christian Friedrich Klaeschen, Schleswig-Holstein, Preussen. Prof. Udolph ist sich sicher, dass der Name zu Nikolaus gehören muss. Dazu passt das niederdeutsche Klaus und das niederländische Klaas. Das sind die Stämme für Ableitungen wie Klaasen und Classen. Prof. Udolph fragt sich, wie Kläschen ausgesprochen wird, ob mit einem "sch" oder "sk".
Ein Anruf bei dem Namenträger bringt Klarheit: Er spricht Kläschen mit "sch", sagt aber, dass es in der Familie auch nicht immer ganz sicher war und auch die Aussprache mit "sk" vorkomme.
Dennoch handelt es sich bei dem Namen um die Kurzform von Nikolaus.
Herkunft: Der Name ist wahrscheinlich zusammengesetzt. Besten ist ein Ortsname im Kreis Bersenbrück, es gibt ihn aber auch im Rheinland und Brandenburg. Hier bedeutet der Ortsname "hellgrün".
Bedeutung: Die Streuung des Namens spricht trotz der Ähnlichkeit gegen die Verbindung mit den Ortsnamen, deshalb entscheidet sich Prof. Udolph für folgende Erklärung: Best ist eine patronymische Bildung zu Best, Bast, Bastian oder Sebastian. Der Teil "Kleine" ist in dem Fall die Bezeichnung für den jüngeren, den kleineren Bastian oder Sebastian der Familie.
Kleine-Besten ist also eine Kurzform des Personennamens Bastian, davon die patronymische Bildung mit -en plus "der Kleine, der Jüngere".
Telefonteilnehmer: 115
Streuung: Emsland
Bedeutung: Zoder sagt, es könne sich um einen Ortsname handeln wie Kleinhausen im Kreis Bensheim in Hessen oder um einen Örtlichkeitsnamen, also ein auffällig kleines Haus. Prof. Udolph meint, wegen der Verbreitung des Namens könne es kein Ortsname sein. Er entschließt sich daher für die Erklärung als Örtlichkeitsname: "aus einem kleinen Haus" stammend.
Telefonteilnehmer: 413
Herkunft: Der Name stammt - auch historisch gesehen - aus Buxtehude.
Varianten: Es gibt 211 mal den Namen Klintworth mit gleicher Streuung.
Bedeutung: Bei Klindworth handelt es sich um einen Örtlichkeitsnamen. "Klingt" steht für "Klippe, (steiles) Ufer", "-worth" oder "-wurth" bedeutet "Boden, (erhöhter) Grund". Der Wohnort des Vorfahren, der Grund und Boden, lag also an einer erhöhten Stelle.
Telefonteilnehmer: 111
Herkunft: Es handelt sich wahrscheinlich um eine Wüstung in Südniedersachsen, im Landkreis Osterode. Sie lag vermutlich nordwestlich von Beierfelde und südlich von Osterode.
Bedeutung: Der Ortsname kann auf zweifache Weise verstanden werden: Zum einen könnte die niederdeutsche Entsprechung zu dem althochdeutschen Wort "chlinga" oder "chlingo" in Bedeutung von "(rauschender) Bergbach, Schlucht" vorliegen. Zum anderen ist auf Namen wie Klingenberg zu verweisen, die als sogenannte Echonamen aufgefasst werden können und bei denen sich "klingen" auf den Schall bezieht. Eine endgültige Entscheidung ist kaum zu fällen, weil die genaue Lage der Wüstung unbekannt ist.
Häufigkeit: Den Namen gibt es 19 Mal in Deutschland.
Herkunft: Es gibt kein Zentrum des Namens.
Bedeutung: Ursprünglich hieß der Name Klinzmann. Klinzmanns gibt es 156 in Deutschland, mit Zentrum in Niedersachsen, genauer in Braunschweig. Das Wort "Clint" ist ein germanisches Wort für Abhang, Uferböschung oder Anhöhe. Jemand, der an einem Clint gewohnt hat, wird als Klintzmann bezeichnet. Später wurde dieser Name zu der Variante Klinsmann.
Telefonteilnehmer: 234
Variante: Klockgeter
Bedeutung: Laut Zoder handelt es sich um einen Berufsnamen, der sich aus "klock" und "geter", also dem Glocken- oder Metallgießer ableitet.
Häufigkeit: Der Name ist in Deutschland nur 30 Mal vorhanden.
Herkunft: Die Familie stammt aus Pommern, dem Gebiet, in dem deutsch und polnisch gesprochen wurde.
Bedeutung: In Polen gibt es den Namen 17 Mal als Variante Klopec, allerdings stammen diese alle aus Schlesien, das heißt für unseren Namenträger spielen sie keine Rolle.
In der Namenforschung gibt es zwei Erklärungen des Namens. In der polnischen Namenforschung sagt Prof. Rymud, der Name stamme aus dem Deutschen und bedeute "kloppen" oder "irgendwo drauf kloppen".
Die deutsche Forschung sagt, der Name stamme aus dem Polnischen. Gottschaldt meint, der Name komme vom slawischen chlopik; das bedeutet "Bäuerchen" oder "kleiner Bauer". Prof. Udolph glaubt, dass die deutsche Erklärung eher stimmen könnte, allerdings gibt es das Wort chlopic im Slawischen gar nicht, sondern nur das Wort "chluapek". Das bedeutet ebenfalls "Bäuerlein" oder "der arme Bauer". Im Polnischen wird das mit "ch" am Anfang geschrieben. Weil ein Deutscher das kaum sprechen kann, wählt er die Variante mit "K" am Anfang, und so vollzieht sich der Wechsel von chlopek zu Klopek zu Klopke - wobei das "-ke" am Ende eine Verkleinerungsform ist.
Häufigkeit: Den Namen gibt es insgesamt mehr als 8.000 Mal. In Polen hingegen ist Klose nur 567 Mal bezeugt.
Herkunft: Der Name stammt aus Schlesien; ursprünglich ist er deutsch.
Bedeutung: Klose ist die Kurzform des Nikolaus. Im Ersten Teil des Namens steht "Nike" für "Sieg". "Laos" im zweiten Namensteil bedeutet "Volk".
Telefonteilnehmer: rund 5.000
Bedeutung: Es handelt sich um einen Übernamen zum mittelhochdeutschen Wort "kloz" in Bedeutung von "Klumpen, klumpige Masse". Übertragen auf den Familiennamen steht der Begriff für einen "groben, rohen Menschen".
Häufigkeit: Den Namen gibt es 42 Mal in Deutschland.
Herkunft: Die Vorfahren stammen aus dem preußischen Thüringen. Auch in der Mormonendatei zeigt sich, dass der Name aus Thüringen und Sachsen stammen muss.
Bedeutung: Die Endung -ling im Namen steht für "Nachfahre des/ von...". Der Ursprung des Namens muss also Klug, Klueg oder Kluegel gewesen sein.
Zu Kluegel gibt es eine Erklärung: Der Name stammt von dem Wort klug. Doch vor 600 Jahren, als die Namen entstanden, hatte das Wort "klug" eine andere Beedeutung als heute: Es hieß fein, zart oder schmuck - erst später bekam es die Bedeutung von einsichtig, gewandt oder erfahren.
Herkunft: In Bremen und Hannover gibt es eine Ballung des Namens.
Bedeutung: Der Name lässt sich trennen in Klus- und -mann, -mann ist hier als selbstständiges Element an den Namen gehängt. Klus kommt aus dem Niederdeutschen und bedeutete ursprünglich Klause. Klause, lateinisch Klusa , bedeutet in Klausur gehen. Ein Klusmann ist zudem ein Mann, der in der Nähe einer Klause gelebt hat.
Telefonteilnehmer: 467
Streuung: Das Zentrum des Namens liegt im Großraum Köln.
Bedeutung: Es handelt sich um eine Kurzform zu Chlod- oder Klod-. Der Wortstamm ist das germanische hluda und bedeutet "laut". Klütsch ist eine Verkleinerung des Namens plus der typisch rheinischen Endung –sch. Sie wird an viele Namen gehängt.
Herkunft: Die gesamte Ostseeküste ist Zentrum des Namens. Die Familie stammt aus Hinterpommern, dem heutigen Polen.
Bedeutung: Da in Polen auch niederdeutsch gesprochen wurde, sucht Prof. Udolph nach der Bedeutung des Wortes Knaak; diese lautet Knochen. Es handelte sich bei dem Vorfahren also um einen auffällig knochigen Menschen. Es handelt sich um einen Übernamen, der etwas über Körpergestalt, Charakter und Wesen des Namenträgers aussagt.
Es gibt auch die Variante Knak. In anderen Dialekten kann der Name auch Knoke lauten.
Telefonteilnehmer: 223
Bedeutung: Aus dem "Lexikon der Familiennamen polnischer Herkunft im Ruhrgebiet" geht hervor, dass es sich um den Vornamen Knap, abgeleitet vom altpolnischen Wort "knap" in Bedeutung von "Weber" handelt. Die Endung "-ik" ist eine Verniedlichung oder Verkleinerung zu "das Weberlein".
Häufigkeit: Dieser seltene Name taucht ganze acht Mal in Deutschland auf.
Herkunft: Das Zentrum liegt in Ostfalen. Knappwurst und Knappworst sind Varianten. "Wurst" ist hochdeutsch, "worst" ist niederdeutsch.
Bedeutung: Der Name könnte eine Art Schelte für einen schlechten Schlachter sein, der eine von minderwertigem Fleisch hergestellte Wurst verkauft.
Telefonteilnehmer: 367
Streuung: Der Name taucht hauptsächlich in Ostdeutschland auf. Im Nordwesten gibt es eine deutliche Abnahme der Häufigkeit.
Bedeutung: Knauber ist eine Verhärtung oder die Bezeichnung für einen knollig gewachsenen, ungelenken, groben Menschen. Ursprünglich ist Knauber die Bezeichnung für ein hartes, den Werkzeugen Widerstand leistendes Gestein. Vom 12. bis ins 15. Jahrhundert wird die Bedeutung auf den ungefügigen Dorfbewohner übertragen, also Knauber wie Jörgel den Gegensatz zum Städter ausdrückend.
Telefonteilnehmer: 47
Streuung: Emsland, Oldenburg
Varianten: Es gibt 21 Mal den Namen Knelange und 583 Mal die Variante Knieling.
Bedeutung: Das mittelhochdeutsche Wort Knieling beziehungsweise Knieweling bedeutet soviel wie "Knieharnisch". Die norddeutsche Entsprechung dafür ist "kneling" oder "knielang". Knelangen ist die niederdeutsche Variante für jemanden, der oft ein knielanges Gewand getragen hat.
Telefonteilnehmer: 21
Streuung: Der Name taucht bunt gestreut wie ein Flickenteppich auf.
Varianten: Es gibt 39 Mal die Variante Knoerndel, vor allem in Süddeutschland.
Bedeutung: Zoder nennt den Namen Knörlein als Übernamen zu Knörrelein in Bedeutung von "Knöchel am Ellbogen, das Knöchlein an der Kehle". Eventuell steht das für den Adamsapfel. Das "Deutsche Wörterbuch" der Brüder Grimm nennt "das Knörrelein an dem Elbogen" sowie das schlesische Wort "Knörndel". Der Vorfahre hatte demnach einen auffälligen Adamsapfel.
Telefonteilnehmer: 33
Bedeutung: Zoder sagt, "kneten" stamme ab vom mittelniederdeutschen Wort "kneden" beziehungsweise dem mittelhochdeutschen Wort "kneten" für "(Teig) kneten" und könnte damit eine Bezeichnung des Bäckers sein. H. Bahlow erklärt in "Die deutschen Namen", der Name gehöre zu dem Ortsnamen Großen- beziehungsweise Kleinenkneten.
Häufigkeit: In Deutschland gibt es den Namen 348 Mal, vor allem im Emsland.
Herkunft: Der Name ist niederdeutsch und soll aus Südoldenburg stammen.
Bedeutung: Der Wortstamm wäre dann "kneifen". Der Name steht für jemanden, der mit der Kneifzange gearbeitet hat, zum Beispiel ein Riemer, Sattler oder Schuster.
Bedeutung: Zoder glaubt, es könne sich um einen Örtlichkeits- oder Ortsnamen handeln. Knolle ist ein Ortsname im Kreis Herford, Westfalen, und ein Örtlichkeitsname zum mittelhochdeutschen Wort "knolle" in Bedeutung von "Erdscholle, Klumpen" beziehungsweise die Bezeichnung einer Erhebung. In Osnabrück gibt es zum Beispiel die Knollstraße. Der Namenträger könnte also entweder in dem Ort gelebt und dadurch seinen Familiennamen bekommen haben, oder er lebte zum Beispiel auf einer Erhebung, einem Hügel.
Telefonteilnehmer: 105
Varianten: In Nordrhein-Westfalen, in Werl an der Lippe, taucht der Name Knoenmeier auf.
Herkunft: Prof. Udolph findet einen Eintrag zu "Kord in den Knoden" von 1488.
Bedeutung: Zoder glaubt, es könne sich um einen Orts- beziehungsweise Örtlichkeitsnamen handeln wie Knöner in Hessen. Das passt allerdings nicht zu der Streuung des Namens in Nordrhein-Westfalen.
Der Name passt zu dem niederdeutschen Wort "knoden" in Bedeutung von "Knoten", hier als Bildung zu "Knödener", "Knödner" und später "Knöner". "Knoten" wird abgeleitet vom mittelhochdeutschen Wort "knode" oder "knote" im Sinne von "natürlicher Knoten am menschlichen Körper, an Pflanzen" oder "künstlicher Knoten an einem Faden oder einer Schnur". Das frühneuhochdeutsche "knoden" oder "knode" steht für "Knoten, Knolle; Knöchel, Knochenvorsprung; Tumor, Geschwulst, Gewächs", später auch für "Knorren an Bäumen, Ästen, Zweigen, Stöcken; knotiges Stück, Scheit; Fruchtknoten; Knolle".
Übertragen auf Menschen steht es für einen "rohen, plumpen Kerl, Klotz, Bauernklotz" beziehungsweise für "kleiner feister und dabei schwacher Mensch, Knirps". Damit würde es sich um einen Spottnamen für einen körperlich und/oder charakterlich "knotigen, knorrigen, knolligen Menschen" handeln.
Familiennamen mit einer solchen Bedeutung gibt es erstaunlich oft, vielen ist der charakteristische Anlaut "Kn-" gemeinsam, zum Beispiel bei den Namen Knauer, Knauber, Knauf, Knaufel, Knaup, Knaust, Knauth, Kneifel, Kneisle, Kneitel, Knepf, Knetzel, Knibbe, Knirps, Knoder, Knoffel, Knohr, Knolle, Knoost, Knopf, Knorpel, Knorren,Knorz, Knorzel, Knospe, Knospel, Knost, Knoten, Knoth, Knotz, Knotzel, Knuppel, Knubbe, Knuhr, Knup, Knurle, Knusli, Knust und Knuttel. In diese Reihe, die sich noch fortsetzen ließe, fügt sich der Name Knodel als Übername für einen "knotigen Menschen" zwanglos ein.
Telefonteilnehmer: 1.150
Bedeutung: Zoder sagt, Knüppel könne entweder ein Übername zu dem mittelniederdeutschen Wort "knüppel" im Sinne von "Knüppel, Knüttel" sein. Hier ist auch eine Übertragung auf "nach der Waffe oder dem Knüppel auf den Bauern, Hirten bezogen" möglich oder die Bedeutung von "grober plumper Kerl". Oder aber es handelt sich um einen Berufsnamen, hergeleitet nach dem Werkzeug Steinmetzschlägel. Dies stammt ab vom mittelhochdeutschen Wort "knüppel"beziehungsweise "knüttel".
Telefonteilnehmer: 500
Varianten: Im Süden Deutschlands kommt der Name als Knüttel vor, in Norddeutschland als Knüppel - gemeint ist das Gleiche.
Bedeutung: Knüttel beziehungsweise Knüppel kann metaphorisch für einen großen, grobschlächtigen oder groben Menschen stehen und ist demzufolge als derber Übername zu werten. Vergleichbare Familiennamen sind etwa Grob, Grobe, Grober, Grobian, Knittel oder Knoll.
Telefonteilnehmer: 16
Varianten: Weitere Familiennamen, die auf den Koch verweisen, sind unter anderem Köch, Kochmann, Kocher, Köchlin, Köchele, Köchle, Kochius, Koock, Kock oder de Kock.
Bedeutung: Der Name ist eine latinisierte Form des Namens Koch. Die Veränderung der Namen durch lateinische Endungen fand hauptsächlich im 15. Jahrhundert statt.
Telefonteilnehmer: 190
Varianten: Den Namen Köckritz gibt es 329 Mal.
Bedeutung: Es handelt sich um einen Ortnamen. Davon gibt es einen im Landkreis Greiz in Thüringen und eine wüste Siedlung im Landkreis Merseburg-Querfurt in Sachsen Anhalt. Die Grundform ist Kokorica, eine altsorbische Siedlung am Gestrüpp. Das westslawische Wort "kokora" bedeutet "Krummholz, im Flussbett angeschwemmter Baumstamm mit Ästen" und hat die Grundbedeutung "struppig".
Telefonteilnehmer: 8
Streuung: Dülmen, Coesfeld
Bedeutung: Zur Erklärung des Namens gibt es mehrere Möglichkeiten:
Welche Erklärung zum Familiennamen passt, kann Prof. Udolph nicht entscheiden.
Telefonteilnehmer: 15
Varianten: Den Namen Kohlmann gibt es rund 1.900 Mal.
Bedeutung: "Lehner" geht auf das mittelhochdeutsche Wort "lēhenære", "lēhener" oder "lēner" zurück, welches im süddeutschen Raum den Inhaber eines Lehnhofes beziehungsweise den Pächter eines Bauerngutes bezeichnete. Kohlmann ist ein Berufsübername für den Kohlenbrenner, für den "Kohler" oder "Köhler" oder für den Kohlbauern.
Bedeutung: Der Name ist ein Örtlichkeitsname, der vielfach mit dem Begriff "kalt" auftaucht. Morgen ist ein Flächenmaß. Beide Begriffe sind miteinander verbunden und bezeichnen etwa ein unbrauchbares, schwer zu beackerndes Stück Land oder ein Stück Land in schattiger Umgebung.
Telefonteilnehmer: 35.000
Bedeutung: Es handelt sich entweder um einen Übernamen in Bedeutung von "benimmt sich wie ein König" oder der Vorfahre hat für einen König gearbeitet.
Telefonteilnehmer: 832
Bedeutung: Bei dem Namen handelt es sich um die niederdeutsche Koseform mit "-k" von Kohn oder Köhn und ist damit die niederdeutsche Entsprechung zu Kühn. Darin steckt ein Vorname, der im Hochdeutschen "kühn" für "kühn, mutig, tapfer" enthält.
Telefonteilnehmer: 54
Herkunft: Familysearch.org weist nach, dass die Vorfahren aus Ostpreußen stammen. Heute ist der Name noch immer fünf Mal im südlichen Ostpreußen zu finden.
Streuung: Diese Streuung ist typisch für Umsiedlung, Vertreibung oder der Flucht aus Ostpreußen.
Bedeutung: Nach K. Rymut kann die Bedeutung "Koralle", abstammend vom Wort "koral", sein. Prof. Udolph stimmt aber eher dem Wörterbuch der litauischen Familiennamen zu. Dort bedeuten das russische Wort "korol" und das weißrussische Wort "karol" "König". Der Vorfahre hat sich also entweder königlich benommen, oder er hatte im Umfeld eines Königs oder Herrschers zu tun. Eventuell war er Stallbursche des Königs, Schuhputzer am Hof oder ähnliches.
Telefonteilnehmer: 3
Herkunft: In Polen ist der Name unter 38.5 Millionen Einwohnern nur wie folgt bezeugt: Kordek 2.341 Mal, Kordex und Kordeks gar nicht.
Bedeutung: Böhmisch und Polnisch ist "Kord" der Degen, im Russischen bedeutet "Kortik" Hirschfänger. Im Deutschen gibt es nur eine Möglichkeit der Erklärung über das Deutsche Wörterbuch von J. und W. Grimm: Kurde, Kürde oder Korde für eine Art Schwert im 16. Jahrhundert.
Telefonteilnehmer: 58
Herkunft: Die Struktur des Familiennamens Korella mit der Endung "-ella" weist darauf hin, dass es sich um einen Namen polnischen Ursprungs handelt.
Streuung: Der Familienname Kurela ist heute noch 100 Mal, größtenteils im Bezirk Łòdz, nachzuweisen. Auch die eingedeutschte Form Kurella taucht fünf Mal auf.
Bedeutung: In Anlehnung an polnische Namenbücher kann für den Familiennamen Kurela eine Verbindung zu dem polnischen Wort "kura" in Bedeutung von "Huhn, Henne" hergestellt werden. Bei dem Familiennamen handelt es sich also um eine in der niederdeutschen Sprache Ostpreußens eingedeutschte Form des polnischen Familiennamens Kurela. Der polnische Name beruht als Verkleinerungsform auf dem polnischen Wort "kura" für "Huhn" und bezieht sich in kosender Weise metaphorisch auf ein,junges Mädchen.
Telefonteilnehmer: 92
Streuung: Der Name kommt häufig in der Nähe von Osnabrück vor.
Varianten: Aufgrund der Nähe des Namens zu den Niederlanden schaut Prof. Udolph im "Woordenboek van de familienamen in België en Noord-Frankrijk" von F. Debrabandere auch nach der mittelniederdeutschen Variante und findet den Hinweis, dass es sich um den militärischen Dienstgrad des "Korporal, Brigadier" handelt.
Telefonteilnehmer: 49 (Kroge)
Streuung: absolute Häufung an der Unterelbe und in Hamburg
Bedeutung: Es sind mehrere Ortsnamen bezeugt bei Nienburg (Weser), Lohne (Kreis Vechta) und im Kreis Soltau-Fallingbostel.
Im Internet findet Prof. Udolph folgenden Eintrag, der weiterhilft: "The von Kroge's are resident in Kleinwörden at least since 1543, when Peter van Kroge and Dirik van Kroge are mentioned in the local tax-registers. Further references in tax-lists of Kleinwörden are as follows: Hinrich vom Kroge 1562, Tidtke vom Kroge 1577, Tidtke vom Kroge 1578, Tidtke vom Kroge 1588, Hinrich vom Kroge who had been dispossessed by the Marschalck's, a noble family in Hechthausen,1588, Claus vom Kroge, Hinrich vom Kroge and Diedrich vom Kroge 1604, Tidtke vom Kroge, Jacob vom Kroge and Hinrich vom Kroge 1640, Frantz von Croege, Dierich von Kroege, Jacob von Kroge and Hinrich vom Kroege 1647. With a certain degree of probability these persons were illegitimate descendants of the medevial noble family 'von dem Croge'. Hans G. Trüper, a historian who lives in Bremen, has just recently published his extensive dissertation entitled 'Ritter und Knappen zwischen Elbe und Weser' (knights and squires between E. and W.) In this opus he describes Krögerdorf, situated 5 km southwest of Bremen-Vegesack, as place of origin of the von Kroge's."
Das bedeutet, es gibt Untersuchungen über ein Krogerdorf, südwestlich von Bremen-Vegesack als Ursprungsort für Krogers. Von denen muss der Name von Kroge stammen
Telefonteilnehmer: 26
Streuung: Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern
Herkunft: Der Name kam vermutlich durch Umsiedlung, Vertreibung oder Flucht nach Deutschland.
Bedeutung: Da es keine vernünftige Erklärung für diesen Namen gibt, geht Prof. Udolph davon aus, dass es zu einem Zeitpunkt eine Verschreibung gegeben haben muss und der Ursprung des Namens eher Thobaben war, zumal t und c in älteren Schriften einander ähneln. Auffällig ist auch die Konzentration auf einen einzigen Ort, also stammen alle Namenträger von einer Person ab. Daher kann der Name am ehesten zurückgeführt werden. Das niederdeutsche Wort tobabe bedeutet: "Dort oben wohnt er."
Bedeutung: Kogerup und Korup sind die beiden Formen, die für diesen Namen in Frage kommen, denn in historischen Unterlagen findet der Namenforscher beide. Die Endung "-up" ist jedoch auffällig und meist Bestandteil eines sogenannten Satznamens. Es ist eine Aufforderung wie: "Los! Mach mal!"
Im ersten Teil steckt das niederdeutsche Wort ködderen oder köddern, das bedeutet schwatzen oder erzählen. Dieses Wort gibt es nur in bestimmten Regionen.
Zusammengesetzt bedeutet der Name also: "Fang doch mal an, zu erzählen!" Es handelte sich vermutlich um einen wortkargen Zeitgenossen, den Gesprächspartner zur Konversation auffordern mussten.
Häufigkeit: HeuteKobabe (18. März) Telefonteilnehmer: 26 Streuung: Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern Herkunft: Der Name kam vermutlich durch Umsiedlung, Vertreibung oder Flucht nach Deutschland. Bedeutung: Da es keine vernünftige Erklärung für diesen Namen gibt, geht Prof. Udolph davon aus, dass es zu einem Zeitpunkt eine Verschreibung gegeben haben muss und der Ursprung des Namens eher Thobaben war, zumal t und c in älteren Schriften einander ähneln. Auffällig ist auch die Konzentration auf einen einzigen Ort, also stammen alle Namenträger von einer Person ab. Daher kann der Name am ehesten zurückgeführt werden. Das niederdeutsche Wort tobabe bedeutet: "Dort oben wohnt er." gibt es 1.237 Kohnens, vor allem an der Grenze zu den Niederlanden.
Herkunft: Die Vorfahren kamen aus dem Emsland
Bedeutung: In einem Werk von Debrabandere, das niederländische Namen behandelt, steht unter anderem auch Cohns, Cohnen oder Kohnen. Das ist eine patronymische Bildung, also vom Vater abstammend, diesmal aber nicht mit der üblichen Endung -s, sondern mit der Endung -en. Das ist eine so genannte schwache Flexion. Der Wortstamm ist also Kohn und bedeutet kühn. Demnach ist Kohnen ein Nachkomme des Kohn.
Herkunft: Der Name stammt aus dem niederdeutschen Sprachgebiet, aus Ostfalen.
Bedeutung: In Ostfalen bedeutet Köhn "kühn"; "-ecke" am Ende ist eine Verkleinerungsform. Der Ursprung des Namens ist der Personenname Kuno oder Konrad und steht in diesem Zusammenhang für: der kleine, niedliche, zierliche Konrad oder Kuno im Niederdeutschen. Diese Verkleinerungsform des Vornamens ist zum Nachnamen geworden.
Häufigkeit: Der Name ist neun Mal in Deutschland bezeugt.
Herkunft: Da der Vater in Lodz geboren ist, forscht Professor Udolph bei der polnischen Namenforschung nach dem Namen: Er ist in Polen 7 Mal registriert - allerdings in einer anderen Schreibweise.
Bedeutung: Komend oder Kommender bedeutet: Befehl oder Anordnung. Es handelt sich also um einen Namen einer Person, die etwas zu sagen gehabt hat.
Telefonteilnehmer: 77
Streuung: Ostfalen Altmark
Bedeutung: Zoder sagt, Kortegas(t) sei ein Ortsname zum mittelhochdeutschen Wort Gasse. Zu dieser Erklärung sucht Prof. Udolph nach Varianten des Namens mit der Endung -gast und findet zum Beispiel Arbogast, Hergast, Lagast und Rodigast. Er schlussfolgert, dass die Endung den ersten Teil des Namens näher erklärt. Der Name Kortegast ließe sich so mit der Bedeutung "kurzer Gast" erklären.
Telefonteilnehmer: 127
Herkunft: Es handelt sich um einen schwäbischen beziehungsweise hessischen Namen.
Bedeutung: Die Erklärung findet sich in der Mundart. Dort bedeutet Kräck: "E Stump von em Mensch"“ und bezeichnet einen kleinen Mann.
Herkunft: Die Vorfahren stammen aus Pommern. In Deutschland gibt es die meisten Namenträger in Mecklenburg-Vorpommern.
Bedeutung: Ein Name, der sich aus einer Symbiose gebildet hat und auf das Zusammenleben der Deutschen und Polen zurückzuführen ist, also in Pommern entstanden ist. Kranz bedeutet Kranz. Usch ist eine polnische beziehungsweise pommersche Endung, die eine Koseform oder Verkleinerungsform ausdrückt.· Die Namendeutung könnte sein: Hersteller von Kränzen oder Rosenkränzen.
Herkunft: Vorfahren stammen aus Saupsdorf in Sachsen, einem Land-Zipfel, umschlossen von der Grenze zu Tschechien.
Bedeutung: Der Name wird geteilt in "Kratz" und "Mann". Mann bleibt hier tatsächlich "der Mann", "Kratz" ist eine Kurzform des Namens Pancratius. Das ist einer der Eisheiligen, der als Märtyrer gestorben ist. Pancratius kommt aus dem Griechischen. Pan bedeutet alles, Cran steht für kämpfen. Insgesamt bedeutet das soviel wie "der Allkämpfer beim Ringkampf im freien Stil", dem Pancratium. Bei Pancratius liegt die betonte Silbe beim Sprechen auf -cra ~tius. Dieses crat- wird zu Kratz.
Telefonteilnehmer: 4.000
Streuung: Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen.
Bedeutung: Brechenmacher sagt, Krieg oder Krieck sei eine Übername zu dem mittelhochdeutschen oder mittelniederdeutschen kriec und bedeutet "Streit, Zank, Hader".
Telefonteilnehmer: Es gibt 49 Teilnehmer mit dem Namen Kroge.
Streuung: Absolute Häufung an der Unterelbe und in Hamburg.
Bedeutung: Es sind mehrere Ortsnamen bei Nienburg (Weser), Lohne (Kreis Vechta) und im Kreis Soltau-Fallingbostel bezeugt.
Im Internet findet Prof. Udolph folgenden Eintrag, der weiter hilft: "The von Kroge's are resident in Kleinwörden at least since 1543, when Peter van Kroge and Dirik van Kroge are mentioned in the local tax-registers. Further references in tax-lists of Kleinwörden are as follows: Hinrich vom Kroge 1562, Tidtke vom Kroge 1577, Tidtke vom Kroge 1578, Tidtke vom Kroge 1588, Hinrich vom Kroge who had been dispossessed by the Marschalck´s, a noble family in Hechthausen, 1588, Claus vom Kroge, Hinrich vom Kroge and Diedrich vom Kroge 1604, Tidtke vom Kroge, Jacob vom Kroge and Hinrich vom Kroge 1640, Frantz von Croege, Dierich von Kroege, Jacob von Kroge and Hinrich vom Kroege 1647. With a certain degree of probability these persons were illegitimate descendants of the medevial noble family "von dem Croge". Hans G. Trüper, a
historian who lives in Bremen, has just recently published his extensive dissertation entitled "Ritter und Knappen zwischen Elbe und Weser" (knights and squires between E. and W.) In this opus he describes Krögerdorf, situated 5 km south west of Bremen-Vegesack as place of origin of the von Kroge's."
Das bedeutet, es gibt Untersuchungen über ein Krogerdorf, südwestlich von Bremen Vegesack als Ursprungsort für Krogers. Von denen muss der Name von Kroge stammen.
Telefonteilnehmer: 12
Varianten: Es gibt zehn Mal den Namen Krausholz.
Bedeutung: Zoder erklärt den Namen mit Krusholz als einem Ortsnamen wie Kreuzholz. Kreuzholz gibt es im Vogtland und in Sachsen und als Örtlichkeitsname als Wald bei Pechau südöstlich von Magdeburg. Wahrscheinlich verweist der Familienname auf die Wohnstätte eines Namenträgers, der in der Nähe einer Kreuzung gewohnt hat; in diesem Fall an der Kreuzung zweier Wälder, denn niederdeutsch bedeutet "holt" Wald.
Telefonteilnehmer: 1.400
Bedeutung: Sehr wahrscheinlich stammt der Familienname von einer Anbindung an ein Nomen, das am Niederrhein und in angrenzenden Gebieten als "kueke", "koech", "koche", "koiche", "coick" und heute als "koek" bekannt ist. Es ist eine Dialektvariante des Wortes "Kuchen", der in alter Zeit aus Brotteig in flacher Form unter mehrmaligem Wenden in der heißen Asche gebacken wurde.
Im nordwestdeutschen und angrenzenden belgischen beziehungsweise niederländischen Sprachgebiet ist der Familienname Kück dann als Variante der Namensippe Koek, Koeken, Kocken, Kokken, Kooken, Koecke, Kocke, Koeks, Coeck, Couck, Cook, Koock, Kuk und Kuck zu betrachten. Die genannten Familiennamen stehen als Berufsnamen alle indirekt für den Kuchenbäcker.
Telefonteilnehmer: 1.300
Bedeutung: Sehr wahrscheinlich handelt es sich bei dem Namen um eine Anbindung an ein Nomen, das am Niederrhein und in angrenzenden Gebieten als "kueke", "koech", "koche", "koiche", "coick" und "koek" bekannt ist und eine Dialektvariante des Wortes "Kuchen" darstellt. Damit wäre der Familienname ein Berufsname für alle "Kuchenbäcker".
Telefonteilnehmer: 235
Herkunft: Besonders häufig kommt der Name bei Aachen vor. Die Streuung zeigt, dass man auch im Flämischen nach der Bedeutung des Namens suchen muss.
Varianten: Es gibt 15 Mal die Variante Kockelkoren und elf Mal den Namen Kockelkorn.
Bedeutung: Prof. Udolph findet den Eintrag Kockelkorn bei Frans De Brabandere: "lat. coccum, ī, n. (κόκκος), I) der Kern bei Baumfrüchten, dann die Beere, besonders die auf der Scharlacheiche wachsende Beere, die Scharlachbeere, womit scharlachrot gefärbt wird". Die lateinische Bezeichnung Cocculus steht für Kockelskörner, die Früchte einer Schlingpflanze, die in Südasien und Indien heimisch ist. Schon früher wurden die Kockelskörner gegen Seekrankheit verwendet. Das homöopathische Mittel Cocculus wird in Niedrigpotenzen auch besonders gerne gegen Reisekrankheit verwendet. Auch gegen Übelkeit anderer Ursache und gegen Schwindel wird es häufig verwendet. Da Cocculus Krampfneigung lindert, kann man es gegen alle Arten von Krämpfen der unwillkürlichen Muskulatur verwenden.
Telefonteilnehmer: 227
Streuung: Südniedersachsen, Hannover, Emsland
Bedeutung: Zoder sagt in "Familiennamen in Ostfalen": Kues(s) kann ein Ortsname sein - von Cues, Kreis Bernkastel, Mosel. Diese Erklärung kann aufgrund der Streuung jedoch nicht richtig sein, so dass Prof. Udolph davon ausgeht, dass Kues die Kurzform von Dominicus ist.
Telefonteilnehmer: 200
Streuung: Zentrum des Namens ist Ostwestfalen.
Bedeutung: Die Grundwörter "Haupt" und "Kopf" haben hier die Bedeutung "Bergkuppe, vorspringende Höhe einer Bergecke, Erhöhung am Ende einer Flur, Erhebung über der Flur", insbesondere aber "Pflugwendestelle beim Acker" und bezeichnet die Stelle am Ende eines Ackers, an der der Pflug wenden musste und an der mit Querfurchen geackert oder gegraben werden musste. Das Bestimmungswort "Kuh-" oder "Koh-" bezeichnet meist die entsprechende Nutzung der Flur. Hier grasten also Kühe auf dem - nur in Ostwestfalen so bezeichneten - Teil des Ackers, an dem der Pflug wendete. Der Name zeigt also die Örtlichkeit, an der der Vorfahre gewohnt hat.
Herkunft: In Deutschland sind 408 Telefonteilnehmer mit diesem Namen registriert.
Streuung: Häufungen tauchen in Südniedersachsen, Westfalen, Sachsen-Anhalt, und Sachsen auf.
Bedeutung: Zoder sagt, Kuhfuß sei ein Übername, vielleicht ein Kunstausdruck für einen Schlemmer, jemanden, der gerne isst. In diesem Sinn oder auch als Schimpfwort für einen Feigling taucht der Begriff im 16. Jahrhundert auf.
Es könnte auch ein Berufsname sein, entstanden nach dem Gegenstand der Arbeit: Kuhfuß als Werkzeug, aus dem Mittelniederdeutschen abgeleitet von "ko-vôt". Das ist eine Brechstange oder ein Brecheisen, nach der Form, der gespaltenen Klaue, benannt. Das Werkzeug heißt auch Ziegenfuß, Geißfuß, sogar Kuhbein.
Brechenmacher sagt, es handelte sich wahrscheinlich um jemanden mit einem auffälligen Körpermerkmal: mittelhochdeutsch "kuovuoß", mittelniederdeutsch "kovot", zum Beispiel einem Klumpfuß, mit X-Beinen oder einem steifen Fuß.
Häufigkeit: Der Name kommt 15.000 Mal in Deutschland vor.
Herkunft: Besonders viele Kuhlmanns wohnen in Nordrhein-Westfalen und Ostwestfahlen.
Bedeutung: Der Name setzt sich zusammen aus "Kuhl" wie Kuhle, Vertiefung, Tal oder Mulde und "Mann" wie der Mann. Damit gemeint war ein Siedler, der in einer Kuhle, also einer Landvertiefung lebte.
Herkunft: Im Internet findet sich ein Hinweis auf den Ursprung des Namens in Russland und Weißrussland.
Bedeutung: Prof. Udolph findet die Erklärung in einem Wörterbuch: Es handelt sich um einen lautmalerischen Namen, der den Ruf des Hahns imitiert. In Deutschland lautet dieser Ruf "kikeriki", im Weißrussischen und Russischen "kukareko".
Telefonteilnehmer: 56
Varianten: Da der Name häufig in der Nähe der Niederlande vorkommt, prüft Prof. Udolph Schreibvarianten wie Kölg(e) und findet die niederländischen Namen Kool, Koel, Keule, Kuijle und Kuyle.
Bedeutung: Diese niederländischen Varianten sind verkoste Kurzformen von Nikolaus.
Telefonteilnehmer: 127
Varianten: Es gibt 457 Mal den Namen Kühnemund.
Bedeutung: "Kühn" steht für "kühn sein", "mund" bedeutet "Schutz" im Sinne von Vormund, Mündel oder Vormundschaft.
Bedeutung: Kuper ist eine Variante von Keuper. Das mittelniederdeutsche Wort "kuper" bedeutet "Küfer, Fassbinder". In anderen Regionen des Landes heißen die Keuper oder Fassbinder Küfer, Fassbinder oder Cupir.
Telefonteilnehmer: 6
Bedeutung: Norddeutsch ist "kuper" der "Küfer, Fassmacher". "Jan" ist die Kurzform von Johann, dazu kommt bei dem Familiennamen die patronymische Endung "-s". Bei dem Namentrager handelt es sich also ursprünglich um den Sohn des Johannes, des Küfers.