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Telefonteilnehmer: 11
Streuung: Schleswig-Holstein, Eifel
Varianten: Es gibt 186 Mal den Namen Facklam. Alle sind laut familysearch.org in und um Schwerin beheimatet.
Bedeutung: Laut R. Zoder handelt ees sich eventuell um einen Übernamen aus dem mittelniederdeutschen Wort "vake" in Bedeutung von "Schwein" und dem mittelhochdeutschen Wort "lam" in Bedeutung von "Lamm" mit einer besonderen mundartlichen Bedeutung dieser ungewöhnlichen Tierkombination.
H. Bahlow sagt, es könne sich um einen slavischen Ortsnamen handeln.
Prof. Udolph glaubt, der Name enthält das mittelniederdeutsche Wort vak(e) im Sinne von "oft, häufig" in Kombination mit "oft lahm, hinkend".
Häufigkeit: In Deutschland gibt es den Namen 31 Mal, ein bestimmtes Zentrum ist nicht bekannt.
Herkunft: Die Mormonen-Datei sagt, dass der Name aus Pommern und dem Rheinland stammt.
Bedeutung: Es handelt sich um eine Dialektform des Namens; die Grundform ist vermutlich Fäck gewesen, eine Kurzform von Friedrich. "Friede" steht hier für Frieden und "rich" für reich. Das "-s" am Ende ist eine patronymische Bildung, es bedeutet "der Nachkomme von".
Telefonteilnehmer: 625
Herkunft: Der Name stammt aus der Gegend um Göttingen und Quedlinburg.
Bedeutung: Zoder glaubt, Fahlbusch könne einen Fohlenbusch bezeichnen oder eine Fohlenweide. S. Kleemann sagt, der Familienname stamme aus Quedlinburg und Umgebung - dort bedeutet "Fahl" entweder "Fohlen"oder "Vogel". Prof. Udolph geht davon aus, dass es sich um einen Vogelbusch handelt - einen markanten Busch, in dem viele Vögel saßen. Damit wäre der Familienname ein Örtlichkeitsname.
Telefonteilnehmer: 21
Streuung: Das Zentrum des Namens liegt bei Solingen.
Bedeutung: Judith Schwanke von der Leipziger Namenberatung der Universität hat den Namen in einem Gutachten bearbeitet und ist zu folgendem Ergebnis gekommen: Es gibt zusammengesetzte Namen wie Amfalder, Amacker oder Amplatz. In diesen Namen ist das Verhältniswort "am" mit einer Örtlichkeitsbezeichnung verwachsen, die auf die Wohnumgebung des Vorfahren anspielt. Amacker zum Beispiel wohnte am Acker.
Ambalder ist demnach abgeleitet von "am Falder". Falder ist ein Dialektwort und bezeichnet ein Falltor. Dieses Falltor konnte nur von außen geöffnet werden und fiel von alleine wieder zu. An solch einem Durchgang dürfte nicht nur der Vorfahre der Familie Amfalder gewohnt haben. Auch Nachnamen wie Faltor, Falder, Falderbaum, Falter, Faltermann und Faltermeier weisen auf einen frühen Stammsitz der Familie an einem von allein zufallenden Tor hin.
Häufigkeit: Der Name ist nur acht Mal in Deutschland vorhanden.
Herkunft: Die Familie war schon um 1500 im hannoverschen Wendland ansässig.
Bedeutung: Die Deutung des Namens ist nicht sicher, eventuell ist der aber Name ein Satzname, ein Name, der eine Aufforderung beinhaltet. Die Bedeutung müsste sein: "Fall ab!" Vielleicht war der Vorfahre ein Tollpatsch oder er hat häufig die Redewendung "Fall nicht!" benutzt.
Telefonteilnehmer: 480
Varianten: Da es sich um eine Mischung unterschiedlicher Sprachen im Gebiet Bessarabiens handelt, sucht Prof. Udolph nach Namenvarianten und findet in Polen 24 Mal den Namen Fandrych, 49 Mal Fandrich und 149 Mal Fandrych.
Herkunft: Die Vorfahren des Namenträgers sind über Westpreußen oder Polen nach Bessarabien ausgewandert, deshalb hier zunächst eine Erklärung zu Bessarabien: Die Bessarabiendeutschen sind eine deutsche Volksgruppe innerhalb der Schwarzmeerdeutschen, die zwischen 1814 und 1940 in Bessarabien, dem heutigen Moldawien und der heutigen Ukraine, lebte. Sie wanderten mit etwa 9.000 Personen zwischen 1814 und 1842 aus Baden, Württemberg, dem Elsass, Bayern sowie aus einst preußischen Gebieten im heutigen Polen in das damalige russische Gouvernement Bessarabien am Schwarzen Meer ein. In ihrer 125-jährigen Geschichte waren die Bessarabiendeutschen eine bäuerliche Bevölkerung. Sie waren bis zu ihrer Umsiedlung ins Deutsche Reich 1940 als Folge des Hitler-Stalin-Pakts mit rund 93.000 Personen und drei Prozent Bevölkerungsanteil eine Minderheit. Prominentester Vertreter dieser Volksgruppe ist der deutsche Bundespräsident Horst Köhler. Seine Eltern lebten bis zur Umsiedlung 1940 in der deutschen Kolonie Ryschkanowka in Nordbessarabien, danach übergangsweise in einem Lager im Deutschen Reich und wurden schließlich 1942 im besetzten Polen angesiedelt, wo Horst Köhler 1943 geboren wurde.
Bedeutung: Der Name Fandrych ist deutschen Ursprungs, die Schreibung "y" im Auslaut stellt eine typisch polnische Wiedergabe des Lautes "i" dar. Zugrunde liegt das mittelniederdeutsche Wort "vender" in Bedeutung von "Fahnenträger, Standartenträger". Die Erweiterung mit -rich erfolgte wohl analog zu den sehr häufigen Vornamen auf -rich wie zum Beispiel Heinrich oder Friedrich. Neben den Namen Fandrich und polonisiert Fandrych gehen auf diesen "Beruf" auch die Namen Fähnrich, Fahndrey, Fahndreger, Fannrich, Fahner oder Fendrich zurück. Zusammenfassend ist der Familiename Fandrych als polonisierter deutscher Familiename zu betrachten. Es handelt sich hierbei um eine Bezeichnung für den militärischen Rang des Fähnrichs oder für einen Fahnenträger beim Militär.
Häufigkeit: Es sind 264 Telefonteilnehmer mit diesem Namen registriert.
Varianten: Eine Variante zu Fanselow, die berücksichtigt werden muss, ist der Name Vanselow.
Bedeutung: Vanselow ist ein Ortsname bei Demmin in Mecklenburg-Vorpommern, eine Ableitung von einem slawischen Personennamen. Der Name Fanselow ist also ein Herkunftsname von einem Ortsnamen.
Häufigkeit: Der Name ist 281 Mal in Deutschland registriert.
Streuung: Zentrum ist der Landkreis Uelzen.
Bedeutung: Zoder sagt in "Familiennamen in Ostfalen", Fehlhaber sei ein Übername und bedeute "viel Hafer". Es handelt sich also um einen lobenden bäuerlichen Beinamen für einen reichen Bauern - einen Bauern, der reich an Hafer ist.
Telefonteilnehmer: 960
Varianten: Feyerabend
Bedeutung: Für den Familiennamen Feyerabend sind zwei Motivationen denkbar. Beiden liegt das mittelhochdeutsche Wort "vīrābend" beziehungsweise das mittelniederdeutsche Wort "vīrāvent" in Bedeutung von "Feierabend" zugrunde.
Der Feierabend bezeichnete zunächst den Vorabend eines Festtages, meist auch den ganzen Tag vor einem Fest, insbesondere den Tag vor unserem heutigen 1. Weihnachtsfeiertag, den Heiligabend, aber auch den Sonnabend, den Tag vor dem geheiligten Sonntag. Hier ergibt sich die erste Deutung, nämlich die Vergabe des Übernamens Feierabend für jemanden, der am Heiligabend oder am Tag vor einem anderen wichtigen kirchlichen Fest geboren wurde.
Feierabend als abendliche Beendigung der Arbeit oder des Arbeitstages ist die andere Erklärungsmöglichkeit. Im Mittelniederdeutschen bedeutete "vīrāvent māken" so viel wie "die Arbeit beenden, mit etwas aufhören, ein Ende machen". So erklären die meisten Namenbücher den Familiennamen Feyerabend als Übernamen für jemanden, der "allzu gern Feierabend machte", also als "Spottnamen für den Müßiggänger", für einen, "der vom ganzen Werktag das Ende allein schätzte", für einen "nicht allzu eifrigen Bauern oder Handwerker" oder für einen "Geruhsamen, der im Feierabend das Ziel seines Arbeitens sieht".
Herkunft: Die Vorfahren stammen aus Schlesien. In Deutschland finden sich die meisten Fenders in Brandenburg an der Grenze zu Polen.
Bedeutung: Der Ursprung des Namens ist deutsch und kann Fenner gewesen sein. Fenner bedeutet Fahnenträger oder Fähnrich. Eine andere mögliche Erklärung ist das mittelhochdeutsche Wort pfänden, also Ernte einfahren oder etwas bekommen. Prof. Udolph geht aber davon aus, dass der Name von einem Beamten stammt, "der den Gläubigern zu ihrem Recht verhalf, in dem er Pfänder einziehen ließ, um sie nach einer Frist verkaufen zu können."
Häufigkeit: In Deutschland sind rund 1.700 Telefonteilnehmer mit diesem Namen registriert.
Streuung: Der Name taucht hauptsächlich in Nordostdeutschland, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg auf.
Bedeutung: Zoder sagt, Fenske könne ein Personenname sein, abgeleitet aus dem slawischen Personennamen Wenceslav. Der wird verkost und abgekürzt zu Fensch und Fense. Zoder erläutert aber auch die Möglichkeit, dass es sich um einen Ortsnamen handeln könne und nimmt Bezug auf den Ort Ventschau im Kreis Lüneburg.
Die Variante Venske zeigt, dass es rund 170 Telefonteilnehmer mit oben genannter Streuung gibt. Im Duden-Band "Familiennamen. Herkunft und Bedeutung" steht, der Name stamme aus der polnischen Form Więcek des Heiligennamens Wenzeslaus (Wentzlaff) oder aber ist von Vincent abgeleitet. Prof Udolph hält die Ableitung von Venske für wahrscheinlicher. In dem Fall handelt es sich um einen Personennamen, der aus den beiden Teilen więce für "mehr" und slava für "Ruhm" zusammengesetzt ist.
Bedeutung: Zoder sagt, Fertig ist ein Übername zu dem mittelniederdeutschen Wort "verdich" beziehungsweise dem mittelhochdeutschen Wort "vertec" oder dem Adjektiv "vertic" in Bedeutung von "beweglich, zur Fahrt bereit, gut, geschickt, gewandt, tauglich".
Häufigkeit: In Deutschland gibt es den Nehmen 333 Mal, das Zentrum liegt im Harz.
Herkunft: Die Vorfahren stammen aus Wernigerode im Ostharz.
Bedeutung: Fester ist eine Kurzform von Sylvester; Sylvester war ein Papst mit dem lateinischen Namen Silvestris. Das gehört zu "silver" und bedeutet Wald, also zum Wald gehörig oder Waldmann. Das "-ling" deutet auf eine patronymische Bildung und steht für Abkomme oder Nachfahre von. Festerling bedeutet also "Nachkomme des Fester". Es handelt sich um einen alten Vornamen, der durch patronymische Bildung aussagt, dass es sich um einen Nachkommen des Sylvester handelt.
Häufigkeit: Der Name ist 107 Mal in Deutschland registriert, das heißt er ist relativ wenig in Deutschland verbreitet.
Herkunft: Laut Verbreitungskarte ist der Schwerpunkt des Namens in Hannover und im Westharzrand. Problem bei der Ableitung: Riegel ist ein hochdeutsches Wort, der Name stammt allerdings aus dem Kerngebiet des Niederdeutschen.
Bedeutung: Ein Standardwerk für ostfälische Namen in der Namenforschung erklärt: "Riegel" kann ein Schutzgraben gegen Feuersgefahr sein. Im mittel-niederdeutschen Handwörterbuch steht für Riegel die Bedeutung: rigole, rijol. Das bedeutet: kleiner Graben oder Rille. Die Familie stammt also von einer Örtlichkeit, in der es einen Schutzgraben gegen Feuer gegeben hat und hat daher ihren Namen.
Häufigkeit: Den Namen gibt es 145 Mal in Deutschland mit eindeutigem Zentrum an der Unterweser zwischen Bremerhaven und Bremen.
Bedeutung: Der Name ist eine typische, bremische Verkürzung des Vornamens Friedrich. Aus dem hochdeutschen Friedrich wird die niederdeutsche Form Fredrick. Diese wiederum wird verkürzt und verkost, bis daraus ein Fricke oder Ficke entsteht. Der Name ist also eine Kurzform des Namens Friedrich, die typisch für das Gebiet an der Unterweser ist. Der Name Friedrich besteht aus Fried wie Friede und -rich wie reich.
Häufigkeit: Der Name ist in Deutschland nur 17 Mal vorhanden. Elf Mal davon ist er in der Mormonendatei zu finden; dort liegt der Ursprung des Namens bei Nienburg.
Herkunft: Die Familie stammt aus der Nähe von Hoya bei Nienburg.
Bedeutung: Es gibt die Möglichkeit, dass das Wort zum mittelniederdeutschen Wort "Feddeler" gehört; das bedeutet Fiedler oder Straßenmusiker. Bei Brechenmacher gibt es den Hinweis auf die Bedeutung "fidel sein".
Fidelius hingegen ist ein Heiliger, sein Name stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Treue, Vertrauen, trauen. Das "k" im Namen ist eine Verkleinerungsform, typisch für das Niederdeutsche.
Telefonteilnehmer: 343
Bedeutung: Laut Zoder ist Fiebelkorn ein Übername zum mittelhochdeutschen Wort "fîvel" als Bezeichnung für "Feifel", eine Drüsenerkrankung der Pferde und Rinder. "Korn" bezeichnet eine sichtbare Schwellung.
Im Internet gibt es folgenden Hinweis: Vielleicht hat der Name etwas mit Fiebel in Bedeutung von "schlechtem Korn" zu tun, wie zum Beispiel in dem Namen Fiebelkorn. Dies ist ein Übername für einen Bauern, der schlechtes Saatgut verkaufte.
Im Wörterbuch der Brüder Grimm gibt es den Eintrag "Wib(b)el: wiebel" als Bezeichnung für einen Korn- oder Mistkäfer. Dem Wort "vivel" liegt das germanische Wort "webila" im Sinne von "sich hin- und herbewegen, wabern, kribbeln, wimmeln" zugrunde. Das Wort bezeichnet, sofern es näher spezifiziert ist, eine Reihe verschiedener Käferarten, vor allem den Korn- und den Mistkäfer.
Häufigkeit: Es sind 59 Telefonteilnehmer mit diesem Namen registriert.
Streuung: Der Name ist bunt wie ein Flickenteppich gestreut, vermutlich durch Umsiedlung, Flucht oder Vertreibung.
Bedeutung: Im "Lexikon der Familiennamen polnischer Herkunft im Ruhrgebiet" heißt es, dass der Name ursprünglich deutsch war, in Schlesien eine polnische Note bekam und damit von Vieh zu Fiech oder Viech wurde.
Telefonteilnehmer: 147
Bedeutung: Fiegenbaum ist das niederdeutsche Wort für Feigenbaum.
Telefonteilnehmer: 138
Streuung: Der Name taucht mit einer klaren Konzentration in Südwestdeutschland auf.
Bedeutung: Brechenmacher sagt, Fies sei ein Übername aus dem Wort "fieß" im Sinne von "unbändiger, gewalttätiger Mensch; Teufelskerl". Zum hochdeutschen Wort "fies" hier der Auszug aus F. Kluge, "Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache", 24. Auflage: "widerwärtig, ursprünglich niederdeutsches Wort. Vermutlich zu mittelhochdeutsch vist, vīst Fist, Furz, gegebenenfalls über Ableitungen wie Fiesling, 'widerwärtiger Mensch'"“. Dieses ursprünglich niederdeutsche Wort konnte nicht in Südwestdeutschland zur Namengebung verwendet werden. Zusammenfassend ist der Familienname Vießmann als Übername in der Bedeutung "der Unerschrockene, Mutige, Teufelskerl" zu erklären.
Telefonteilnehmer: rund 50
Bedeutung: Zoder sagt, Fiesel sei ein Übername zu dem mittelniederdeutschen Wort "vîsel" in der Grundbedeutung von "Mörserkeule, Stößel". Prof. Udolph meint, der Name ließe sich auf das mittelhochdeutsche Wort "vesel", "visel" oder "vasel" in Bedeutung von "fruchtbar, von Tieren" zurückführen. Es gibt auch den historischen Hinweis auf "Faselviehhalter", einen bäuerlichen Betrieb für Zuchttiere.
Telefonteilnehmer: 21
Streuung: Der Name taucht bunt gestreut auf, vor allem aber in Norddeutschland.
Herkunft: Polen
Bedeutung: Bei Filenius handelt es sich um einen Ortsnamen in Polen, der allerdings nur bis 1945 vorhanden war. Er hieß Filehne, heißt heute Wieleń und liegt östlich von Landsberg an der Warthe.
Filenius ist die latinisierte Form des Ortsnamens, der zum Familiennamen geworden ist.
Häufigkeit: Es sind 66 Telefonteilnehmer mit diesem Namen registriert.
Streuung: Der Name ist locker in Deutschland gestreut, vor allem in Nordostdeutschland.
Varianten: Es gibt 39 Fischbocks und 79 Fischböcks. Diese stammen alle aus Bayern und sind wohl vom Fischbach abgeleitet.
Herkunft: K. Rymut zeigt, dass der Name häufig in Krakau als Fiszbok aus Fischbach vorkommt.
Bedeutung: Demnach handelt es sich um einen süddeutschen Namen, der von dort aus nach Galizien und Wolhynien gewandert ist. Der süddeutsche Ursprung enthält das süddeutsche -böck für -bach, als der Name "verhochdeutscht" wird. Weil ihn niemand mehr versteht, wird aus dem Fischböck ein Fischbok und dann Fischbuch.
Streuung: Es gibt eine Häufung des Namens nördlich von Osnabrück.
Varianten: Den Namen Fleer gib es rund 500 Mal in Deutschland, hautpsächlich östlich von Osnabrück.
Bedeutung: Dem Begriff Fleer liegt das mittelniederdeutsche Wort "vlēder" zugrunde. Es handelt sich um ein aus dem Niederländischen übernommenes Wort. Das mittelniederländische Wort "vlieder" etwa galt zunächst dem Holunderstrauch. Im norddeutschen Raum wurde es auf den im 16. Jahrhundert aus Südosteuropa eingeführten Zierstrauch, den Flieder, übertragen und bürgerte sich im 18. Jahrhundert allgemein in der Schriftsprache ein.
Der Namensteil Kortte ist ein Zusatz und könnte im niederdeutschen Sprachgebrauch "kurz" bedeuten. Es kann sich aber auch um den Personennamen Kort handeln. Dieser Rufname stellt eine Kurzform zu einem komplexen Namen germanischen Ursprungs dar, der auf das althochdeutsch Wort "kuoni" im Sinne von "kühn" und den althochdeutschen Begriff "rât" in Bedeutung von "Rat, Ratschlag" zurückgeht.
Alles in allem bezeichnet der Familienname Fleerkortte also den "Flieder-Kurt".
Bedeutung: Es handelt sich um einen Übernamen für einen Bauern, der mit Dreschflegeln arbeitet, und ist somit ein Berufsname.
Telefonteilnehmer: 205
Streuung: Ostfalen
Bedeutung: Zoder sagt, Flentje könne ein Personenname in seiner Kurzform sein. Der Teil Fland ist nicht mehr zweifellos zu belegen. Zoder denkt, er könne vom Landnamen Flandern stammen. Wegen der Streuung in Ostfalen verwirft Prof. Udolph jedoch diese Erklärung. Eher kommt die Bedeutung im Mittelniederdeutschen in Frage: Dort gibt es das Wort flentjen in Bedeutung von "leichtsinniger junger Mann" beziehungsweise "leichtsinniges junges Mädchen". In diesem Fall dürfte der Name auf einen Vornamengebrauch zurückgehen, wie zum Beispiel auch beim Suppenkaspar, dem Trödelfritz oder der Heulsuse.
Eine andere Erklärung liefert H. Bahlow im "Niederdeutschen Namenbuch", Nachdruck Vaduz, 1993. Dort steht das Wort flentern für "schieten" und der Flenterkoken für "Dreck, Kuhfladen". Da zu dieser Erklärung die Streuung nicht ganz passt, zieht Prof. Udolph die Möglichkeit in Betracht, dass das Wort flennen "weinen" bedeutet, es sich beim Namenträger also um eine "Heulsuse" oder einen "Heulepeter" gehandelt hat.
Telefonteilnehmer: 17
Herkunft: Prof. Udolph geht nach langer Recherche davon aus, dass der Ursprungsname Fletta gewesen sein könnte und Flitter die Variante geworden ist.
Bedeutung: Bei Gottschald gibt es eine Erklärung zum Namen Fliedtner: Das mittelhochdeutsche Wort "fliete" stammt vom lateinischen "phlebotomum" in Bedeutung von "Aderlassmesser" ab. Beim Vorfharen handelt es sich also um einen Mediziner oder Heilkundigen, der mit dem Aderlassmesser arbeitete.
Telefonteilnehmer: 12
Varianten: Die Urform des Namens, Fokken, gibt es 424 Mal.
Streuung: Der Name taucht hauptsächlich in Friesland auf.
Herkunft: Familiennamen auf "-a" kamen ursprünglich nur im friesischen Sprachraum vor.
Bedeutung: Bei den Namen auf "-ena" handelt es sich um Formen im ursprünglichen Genitiv Plural, das die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Person anzeigt. Ein Hajo Bogena kann somit als "Hajo, einer von denen, die zu einem gewissen Boge, Boje oder Boye gehören" verstanden werden. Hier handelt es sich also um den "Sohn oder Nachkommen des Fokko". "Fokko" gehört, wie auch der Personenname Volker, zu Volk.
Häufigkeit: Der Name existiert 407 Mal in Deutschland.
Herkunft: Die Familie stammt aus Elbing in Ostpreußen und Württemberg.
Bedeutung: Volger heißt im Mittelhochdeutschen Erbfolger. Dort, wo aber ein g stimmlos gesprochen wird, heißt Volger aber Vol -k- er, also ein alter germanischer Vorname aus zwei Teilen. Volk steht für Volk, Gemeinschaft und Her für Harrier = Kriegerschar. Volk und Her wird zu Volker zusammengezogen, der Ursprung des Namens für Volger beziehungsweise Folger.
Telefonteilnehmer: 219
Streuung: Der Name taucht bunt gestreut wie ein Flickenteppich auf.
Varianten: Es gibt zwei mal die Variante Fonfarska, einmal den Namen Fonfarski, 25 Mal Fonfera, 58 Mal Fonferek und 24 Mal Fonferko.
Bedeutung: Im "Lexikon der Familiennamen polnischer Herkunft im Ruhrgebiet" heißt es, der Name stamme vom polnischen Wort "fonfar". Das bezeichnet ein Trompetensignal mit gebrochenem Klang oder eine Fanfare. Ob der Vorfahre ein Fanfarenspieler war oder seine Art zu sprechen fanfarenähnlich, also abgehackt, war, lässt sich nicht mehr klären.
Telefonteilnehmer: 68
Streuung: bunt
Herkunft: Bei familysearch.org gibt es Nachweise von Bessarabiendeutschen. Die übrigen Namenträger stammen vor allem aus Westfalen.
Bedeutung: Im Rheinischen Wörterbuch ist die aus dem mittelniederdeutschen Wort wra(c)k hervorgegangene Wortform frack in einem breiten Bedeutungsfeld verzeichnet, von "untauglich, matt, schlapp, missraten, minderwertig" bis hin zu "spröde, steif, brüchig, trocken, hart, zäh" und "beschädigt, zerbrochen, gerissen, brüchig, undicht, alt, krank, minderwertig". Das mittelniederdeutsche frack beziehungsweise vrak bedeutet auch "habgierig, geizig".
Telefonteilnehmer: 250
Bedeutung: Zoder sagt, Freudenthal sei ein Ortsname, mehrfach in Baden, Hessen, Niedersachsen, Ostpreußen, Schlesien und Württemberg zu finden. Es gibt auch ein wüstes Schloss Freudenthal, das 1715 im Amt Uslar erwähnt wird. Prof. Udolph erklärt den Ortsnamen als einen "Wunschnamen": Mögen alle Siedler des Tales stets Freude empfinden.
Telefonteilnehmer: 26
Streuung: Der Name taucht bunt gestreut wie ein Flickenteppich auf.
Herkunft: Die Streuung weist auf eine Herkunft aus Polen hin.
Varianten: Es gibt zwei Mal den Namen Freienhagen und 13 Mal die Variante Freyenhagen mit Streuung in Nordniedersachsen.
Bedeutung: Sicher ist, dass es sich um eine Ableitung von einem Ortsnamen handelt; dafür kommen aber mehrere in Frage: Freienhagen im Eichsfeld, bei Arolsen, Kassel, Oranienburg und Waldeck-Frankenberg, aber auch noch eine Wüstung in Polen.
Bei der Suche im Internet stößt Prof. Udoplh auf einen Hinweis, dass es sich um ein Geschlecht handelt, das Freyenhagen von Rosenstern heißt. Diese Familie stammt aus Niedersachsen. Prof. Udolph hält dies für den überzeugendsten Hinweis, da diese Ortsnamen schon früh bezeugt sind. Der Ortsname setzt sich zusammen aus "freyn" in Bedeutung von "frei" und "hagen" im Sinne von "Schutz, Hecke".
Bedeutung: Es handelt sich um einen alten Vornamen. "Fried" steht für Frieden und "rich" für reich.
Häufigkeit: Der Name ist etwa 2.300 Mal zu finden.
Herkunft: Das Zentrum des Namens liegt im Rheinland.
Bedeutung: Frings ist deutsche Weiterentwicklung eines Heiligennamens Severinus. Severin kommt aus dem Lateinischen; "severus" bedeutet "der Strenge".
Telefonteilnehmer: 42
Streuung: Das Zentrum des Namens liegt zwischen Osnabrück und Minden.
Bedeutung: Wahrscheinlich ist der Name eine Variante von Frauböse, Fraubös, Froböse, Frobese, Froboes, Fröbus, Fruböse, Friböse oder Frühbeißer, abstammend von dem niederdeutschen Wort Frobieter. "Fro-" in Bedeutung von "früh" plus "bieter" in Bedeutung von "bissig" bezeichnet vermutlich einen früh verdorbenen Menschen.
Telefonteilnehmer: 415
Herkunft: Die Streuung des Namens zeigt eine Konzentration in Goslar im Harz. Es handelt sich also um ein mitteldeutsches Wort.
Bedeutung: Froböse ist ein Übername zum mittelniederdeutschen Wort "früh", "bôs(e)" bedeutet "schlecht, böse" mit dem Gesamtsinn "früh schlecht, früh verdorben". Laut Zoder heißt das "in jungen Jahren verdorben".
Telefonteilnehmer: 131
Verbreitung: Der Schwerpunkt des Namens liegt im Kreis Elbe-Elster.
Herkunft: Der Name Froeschke - wie beispielsweise auch die Namen Fröschel, Fröschl oder Fröschle, Fröschlein - stellt eine Verkleinerungsform zum Namen Frosch dar.
Bedeutung: Warum der Vorfahre mit dem Übernamen Frosch bezeichnet wurde, kann Prof. Udolph nicht klären. Er könnte ein sprunghaftes Wesen gewesen sein oder auffällige "Glubschaugen" gehabt haben.
Telefonteilnehmer: 450
Herkunft: Die Herkunft des Ortsnamens ist strittig, es kann sich um eine Burg handeln, in der es "fröhlich" zuging. Möglich ist aber auch die Herkunft des Namens ähnlich wie bei "Fronleichnahm". Dort bedeutet Fron "Herr, Vorgesetzter", also die Burg des Lehnsherren oder Herren.
Bedeutung: Gemäß Zoder war Frohberg ein Ortsname im Wechsel mit Frohburg.
Streuung: Sachsen und Thüringen
Telefonteilnehmer: 20
Streuung: Sachsen-Anhalt und Sachsen
Bedeutung: Beim Vorfahren des Namenträgers handelt es sich wahrscheinlich um jemanden, der Socken hergestellt hat. So ist der Name ein Berufs- oder Übername nach dem Gegenstand der Arbeit zu "fueßling" geworden.
Häufigkeit: In Deutschland gibt es den Namen 433 Mal, das Zentrum liegt in Ostwestfalen.
Herkunft: Der Ursprung des Namens liegt in Salzgitter beziehungsweise Peine. Aber auch im Rheinland soll es viele Namenträger geben.
Bedeutung: Es handelt sich um einen typisch westfälischen Namen. In dieser Schreibweise wird das "-e" nicht mitgesprochen, das heißt der Name wird "Fust" gesprochen. Fust ist niederdeutsch und bedeutet im Hochdeutschen Faust.
Telefonteilnehmer: 153
Streuung: Der Name ist bunt gestreut, eventuell mit einer Häufung um Böhmen herum.
Varianten: Den Namen Fuhrig gibt es 134 Mal mit einer ähnlichen Streuung.
Bedeutung: In den Wörtern Fuhrig und Führy steckt das Wort Furie, das im Süddeutschen schon früh als furi erscheint. Beispiele dafür gibt es im "Deutschen Wörterbuch" der Gerbüder Grimm, Nachdruck München 1991, Band 4, Spalte 749, bei Gottfried Keller und anderswo. Prof. Udolph betrachtet den Namen daher als Bezeichnung für einen "wütenden, zornigen Menschen".
Häufigkeit: Der Name ist 284 Mal registriert, hauptsächlich nordwestlich von Hamburg.
Bedeutung: Es handelt sich um einen Satznamen, der ursprünglich "Fürchte dich nicht" bedeutet. Der Ursprungsname war eindeutig niederdeutsch und hieß Förchtenicht. Er beschreibt einen Menschen, der keine Angst hatte.