Verkehrsmeldungen für Niedersachsen
Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr
Häufigkeit: Der Name ist 824 Mal in Deutschland registriert.
Herkunft: Der Name tritt gehäuft Häufung in Ostfalen, also in Hannover, Wolfsburg, Braunschweig und Hildesheim auf.
Bedeutung: Der Name kann von Bähr stammen. Bähr kommt vom Personennamen Bero und bedeutet "vom Stamme des Bär". Das -s als Endung ist die patronymische Form, also: ein Nachkomme des Bero = Bährs.
Telefonteilnehmer: 78
Streuung: Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg
Bedeutung: Gottschald sagt in "Deutsche Namenkunde": "Boven bedeutet oben." Hochdeutsch heißt es innen, niederdeutsch binnen. Hochdeutsch heißt es außen, niederdeutsch buten (zum Beispiel Butjadingen: außerhalb der Jade, jenseits der Jade oder des Jadebusens). Hochdeutsch heißt es oben, niederdeutsch boven, baven oder baben. Also bedeutet Babenderderde "oberhalb der Erde, erhöht wohnend".
Telefonteilnehmer: 70
Streuung: Das Zentrum des Namens ist Wernigerode.
Varianten: Bardenheuer
Bedeutung: Es handelt sich um einen Berufsnamen. Der "Bartenhauer" oder "Bartenschlager" ist derjenige, der Barten, also Beile und Streitäxte zuhaut und schmiedet.
Prof. Udolph findet eine 1066 auf dem Großen und Kleinen Burgberg südöstlich von Bad Harzburg erbaute Siedlung. In den Quellen ist sie seit 1071 jedoch nur in der Form Hartesborg, Hartesborch und Hartesburg bezeugt. Erst 1388 erscheint Hartzpurg, ab 1436 Hartzborg und Hartzburg, worin zweifelsfrei eine Assimilation aus Hartesburg zu sehen ist.
Einigkeit besteht in der Annahme, dass der Name aus dem des Harzes in Verbindung mit "-burg" zusammengesetzt ist.
Telefonteilnehmer: 24
Streuung: Süddeutschland
Bedeutung: Gottschald sagt, die Varianten "Badstüber" und "Badstübener" weisen darauf hin, dass es sich um den Besitzer einer Badestube handelt.
Herkunft: Bei dem Namen handelt es sich um Salzburger Exulanten (von lateinisch ex(s)ulare: verbannt sein). Es ist die Bezeichnung für gewaltsam aus ihrer Heimat Vertriebene, insbesondere die Protestanten, die zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert aus den habsburgischen Landen ausgewiesen wurden. Die in der Anfangsphase des Dreißigjährigen Krieges um 1620 rund 30.000 aus Böhmen Vertriebenen konnten sich größtenteils in Kursachsen und in der Lausitz ansiedeln. Etwa 20.000 aus dem Erzbistum Salzburg Emigrierte wurden 1731/32 vom preußischen König Friedrich Wilhelm I. in Ostpreußen angesiedelt.
Bedeutung: Der Name wird erklärt bei M. Gottschald als: bēr= "Zucht-eber" + fack "Ferkel". Wahrscheinlich waren die Vorfahren also Schweinezüchter.
Telefonteilnehmer: 186
Streuung: Der Name bildet einen Flickenteppich in den neuen Bundesländern. Offenbar ist der Name durch Vertreibung, Flucht oder Umsiedlung nach Deutschland gekommen.
Bedeutung: Zoder sagt, Bahnemann sei eine Zusammensetzung aus Bahn und -man und ist sowohl als Kurzform des Personennamens wie auch des Örtlichkeitsnamens möglich. Bahn hat zwei Ursprungsmöglichkeiten: Entweder handelt es sich um die Kurzform eines Personennamens mit dem althochdeutschen Stamm ban in Bedeutung von "Gebot, Bann". Oder aber es handelt sich um einen Örtlichkeits- oder Flurnamen, abgeleitet vom mittelhochdeutschen und mittelniederdeutschen ban in Bedeutung von "Bann, Strafe", auch im Bereich der Gerichtsbarkeit. Als Flurname ist er mehrfach belegt, unter anderem in Teilen Lüneburgs, wo zur heutigen Gestalt "Bahn" der slawische Ursprung angenommen wird.
Die Mormonendatei familysearch.org zeigt als älteste Einträge "Adolph Gustav Bahnemann, International Genealogical Index, GE 1849, Jerusalem, Berlin Stadt, Brandenburg und Preussen" sowie "Adolph Karl Friedrich Bahnemann, International Genealogical Index, GE 1870, Meichow,Angermuende, Brandenburg und Preussen."
Aufgrund der Streuung des Namens, sowohl heute wie auch historisch, geht Prof. Udolph auf die Suche nach der Erklärung bei den pommerschen Familiennamen. Dort findet sich der Ortsname Bahn bei Stettin. Der Name ist also ein Herkunftsname. Die Vorfahren stammen aus dem Ort Bahn bei Stettin, der heute allerdings Banie heißt. Der Ortsname Banie wird übersetzt als "Stelle mit einem sprudelnden Fluss oder einer auffälligen Strömung".
Häufigkeit: Der Name kommt 64 Mal in Deutschland vor.
Herkunft: Der Name stammt Name von der sorbischen Minderheit im Spreewald; dort wird slawische gesprochen. Heute ist das Zentrum des Namens in der Lausitz, an der Grenze zu Polen.
Bedeutung: Die Endung "ak" weist auf die slawische, speziell sorbische Sprache hin. Dem Namen liegt der christliche Rufname Balthasar zu Grunde; Balthasar bedeutet "Gott behüte sein Leben!".
Herkunft: Die Mormonendatei zeigt, dass die meisten Vorfahren des Namenträgers jüdische Vornamen haben, es handelt sich also um einen jüdischen Familiennamen. Die Vorfahren stammen aus Russland.
Bedeutung: Balsam und Balzam gehören zusammen. Balsam ist ein Berufsname nach dem Gegenstand der Tätigkeit, hier: der Handelsware Balsam, dem Heilmittel. Die z- oder s-Schreibweise sind Verschreibungen von Pastoren oder Standesämtern, können aber auch durch die Veränderung der kyrillischen Schrift in die lateinische Schreibweise entstanden sein, denn die Vorfahren des Herrn Balzam stammen aus Russland und sind dann nach Deutschland gegangen.
Häufigkeit: Da es den Namen im deutschen Telefonbuch nicht gibt, sucht Prof. Udolph nach Varianten.
Varianten: Es gibt 16 Mal Bambei und 105 Mal den Namen Bambey.
Streuung: Zentrum der Varianten ist Hessen.
Bedeutung: Der Name enthält sicherlich das hessische Dialektwort Bām für Baum. Als Vergleichsnamen kommt Baumheier in Frage. Brechenmacher sagt, dies kann eine Variante des Namen Baumhauer, -heier, oder -heuer sein. Das ist ein Berufsname vom mittelniederdeutschen Wort bômhouwer, dem Verfertiger von Sattelbäumen. Sattelbäume sind Untergestelle für Reitsattel.
Telefonteilnehmer: 42
Streuung: Nordhessen, Frankfurt/Main
Bedeutung: Der Name erinnert Prof. Udolph an die sogenannten Apa-Namen. Das sind Flussnamen, bei dem sich das "pf" in ein "p" verwandelt hat. Demnach ist laut H. Dittmaier, "Das apa-Problem", Louvain 1955, Seite 34, Bämpfer zunächst Bänfe gewesen. Benfe ist ein Fluss an der Eder bei Erndtebrück. Banfe ist ein Fluss an der Eder bei Wittgenstein und hieß um 1500 noch Banephe. Ebenfalls Banfe ist ein Bach bei Bad Laasphe und ein Ortsname. Die Endung des Namens Bämpfer, also "-er", bedeutet: "Er stammt aus ...". Beim Namenträger handelt es sich ursprünglich also um eine Person aus einem der oben genannten Orte.
Häufigkeit: Es sind 89 Telefonteilnehmer registriert, darunter einige mit französischem Vornamen.
Streuung: Westdeutschland
Bedeutung: Brechenmacher sagt, es handelt sich um einen Berufsnamen, den Bartscherer. F. Kluge und E. Seebold sagen im Etymologischen Wörterbuch der deutschen Sprache, dass es sich um ein mittelhochdeutsches Wort handelt, entlehnt aus dem Verb barbieren aus dem französischen barbier, Friseur. Recherchen reichen bis ins Jahr 1776 zurück. Damals wurde in Ebblinghem bei Lille in Frankreich ein Ludwig Barbier geboren.
Telefonteilnehmer: 114
Streuung: bunt in Mitteldeutschland
Bedeutung: In R. Zoders "Familiennamen in Ostfalen", Band 1-2, Hildesheim 1968, heißt es: "Barche(n): wahrscheinlich ein Zusammenfluss verschiedener Ursprungsmöglichkeiten: 1) erstarrte graphische Gestalt des Wortes Berg; 2) Örtlichkeitsname nach mittelniederdeutsch barch, berch = wandlose Scheune, Schutzdach auf Pfosten; 3) Berufsname nach dem Gegenstand der Tätigkeit, hier der Handelsware, verkürzt aus mittelhochdeutsch barchet, barchat, barchant, = Barchent, Parchent, Baumwollweber."
Häufigkeit: Den Namen gibt es 20 Mal in Deutschland.
Varianten: Es gibt 70 Mal Barenscheer und 13 Mal den Namen Barenscher mit Streuung in Ostfalen. Alle Varianten gehen demnach auf eine Bedeutung zurück.
Bedeutung: Zoder sagt, Barenscher könne ein Übername sein. Der jetzt in der ländlichen, zumal südlichen Umgebung Hildesheims und in der Uelzener Gegend verbreitete Familienname scheint mitteldeutschen Ursprungs und erst in jüngster Zeit durch Zuwanderung nach Ostfalen hereingetragen worden zu sein. Es sind keine historischen Belege beizubringen; selbst die Urkundensammlungen enthalten den Namen nicht. Wahrscheinlich kommt der Name vom mittelhochdeutschen barn(e) für "Krippe, Raufe" und vom mittelhochdeutschen scherren für "scharren, kratzen" und bezeichnet zusammengehängt den "Krippenbeißer". Dieses Wort steht für den Umstand, dass ein Pferd seine Zähne beim Fressen an die Krippe aufsetzt und daran zu nagen scheint.
Zoder denkt auch separat über den Namensteil Scheer nach. Das ist der Berufsname für einen Scherer. Auch möglich ist ein Örtlichkeitsname oder Flurname zum mittelniederdeutschen scher für "Felszacke, Klippe" oder zum mittelniederdeutschen scher für "Weide (gerechtigkeit)".
In Württemberg gibt es den Ortsnamen Scheer. Danach wäre Scheerbaum ein Übername oder ein Berufsname nach dem Gegenstand der Arbeit zu "scher-bohm"; das bezeichnet die Stange am einspännigen Wagen. Für sehr wahrscheinlich hält Prof. Udolph die Ableitung vom "Bartscherer". Es kann sich auch um einen Bärenkastrierer handeln.
In der Namenberatung der Universität Leipzig fand eine Kollegin aber auch folgende Erklärung für einen Namenträger, der nachweislich spanische beziehungsweise baskische Vorfahren hatte: Barrenechea (sprich "Baren'etschea"), zusammengesetzt aus dem baskischen barren als "unterer Teil des Flures" und echea oder ochoa für "Haus". Es ist ein häufiger baskisch-navarrischer Familien- und Adelsname und historisch mit Wappen seit dem 16. Jahrhundert verbürgt.
Letztendlich bleiben drei Erklärungsmöglichkeiten:
Telefonteilnehmer: 8
Herkunft: Das Zentrum des Namens liegt in Ostfriesland.
Bedeutung: Barkela ist ein friesischer Name, was auch in der typischen Endung "-a" deutlich wird. Der erste Teil des Namens steht für "Bär". Der männliche Name wird mit einem "-k" zum femininen Namen und mit dem "-la" zur Koseform.
Bedeutung: Es gibt drei Orte namens Barlage in Deutschland, von denen der Name abgeleitet wurde. Der Ortsname bedeutet kahle Stelle, denn bar steht für bloß oder kahl, und "-lage" ist die Stelle.
Telefonteilnehmer: In Deutschland gibt es 2.800 Einträge, in Polen 5.600.
Bedeutung: Namenträger mit deutschem Ursprung haben vermutlich Vorfahren mit dem Adelstitel Baron. Darüber hinaus kommt eine zweite Möglichkeit der Deutung in Betracht: Der Name Baron kann auf das polnische Wort "baran" in Bedeutung von "Widder, Hammel" zurückgeführt werden. Vor allem in Schlesien gibt es einen typischen Wechsel von "a" und "o", daher ist der Wechsel dieser Buchstaben in vielen schlesischen Namen zu beobachten, zum Beispiel von Trefon zu Trefan oder von Motysek zu Matysek. Der Name Baron ist dann eine Variante von Baran. Die Tierbezeichnung "Widder, Hammel" weist in erster Linie auf eine indirekte Benennung des Schäfers hin. Der Beruf war besonders im Mittelalter ein wichtiges Statussymbol und ausschlaggebend für das gesellschaftliche Ansehen einer Person.
Varianten: Barus, Barusińska, Barusiński, Barusz und Baruś
Bedeutung: Die Lösung für den Namen steht im "Lexikon der Familiennamen polnischer Herkunft im Ruhrgebiet": Der Name ist vom Personennamen Barak abgeleitet. Die Endung "-us" ist eine Verkleinerung oder Verniedlichung. Die Basis des Namens ist nicht klar nachzuvollziehen; es kann das slawische Wort "barati" im Sinne von "kämpfen" sein, der deutsche Vorname Bär oder eine Kurzform von Bartholomäus.
Telefonteilnehmer: 28
Streuung: Der Name taucht hauptsächlich in Stade auf.
Bedeutung: Der Familienname ist eine Ableitung von dem Ortsnamen Basdahl bei Rothenburg an der Wümme und hieß zwischenzeitlich wahrscheinlich einmal "Bastdal". Dieses Wort bezeichnet ein Tal, in dem viele Bäume wuchsen, aus dessen Rinde Bast hergestellt wurde.
Herkunft: Die Familie stammt aus Thüringen.
Bedeutung: Bätzold und Pätzold gehören zusammen. In Thüringen ist es üblich, dass b und p gleich klingen. Der Name Bätzold stammt von Berthold. Das "-old" bedeutet walt oder verwalten, die Reihenfolge der Ableitung war walt/ wolt/ olt/ old. Die Bedeutung kann aber auch "etwas zu sagen haben" sein. Bert ist der erste Teil des Namens und steht für "berühmt".
Telefonteilnehmer: 85
Herkunft: Der Name stammt aus Friesland.
Varianten: Baumfalk, Boemfalk, Bohmfalk, Boomfalk und Turmfalken
Bedeutung: Alle Namen sind Übernamen für einen Falkner. Der Baumfalke ist ein junger Falke, der schon auf einem Ast beziehungsweise einem Baum sitzt, auch Estling genannt, abgeleitet von Ast.
Bedeutung: Berufsbezeichnung, unabhängig von der Schreibweise, das heißt die Schreibweise mit ä oder ae oder e sind reine Varianten, die unabhängig von der Bedeutung des Namens sind.
Telefonteilnehmer: 6
Herkunft und Varianten: Die rund 2.200 Namensträger sind vor allem im Gebiet der Landkreise Osnabrück und Vechta ansässig, die etwas seltenere Namenvariante Teepe ist im münsterländischen Landkreis Steinfurt konzentriert.
Bedeutung: Laut Zoder könnte es sich um einen Ortsnamen handeln oder um eine veränderte Form von Deppe(n), einer Kurzform der Personennamen Detbert und Detmar. Deppe ist als männlicher Personenname bis ins 16. Jahrhundert bezeugt. Beck ist vielfach ein Ortsname und Örtlichkeitsname zu "beke" in Bedeutung von "Bach".
Im Internet findet Prof. Udolph im Angebot der Neuen Osnabrücker Zeitung den Artikel eines Namenforscher-Kollegen, der den Namen erklärt hat: “(...) Zugrunde liegt ein altdeutscher Rufname mit dem germanischen Namenwort diet "Volk". Namen mit Diet- beziehungsweise niederdeutsch Det- gab es in großer Zahl, einige wie Dietrich, Dietmar, Diether, Detlef, Diethard sind heute noch als Vornamen gebräuchlich. Vor allem im niederdeutschen Sprachgebiet und hier insbesondere im Nordwesten sowie in Friesland gab es Varianten der Rufnamen mit Det-, die als Thet- oder Tet- geschrieben wurden. So ist beispielsweise der Name Detmar im 13. Jahrhundert im Münsterland auch als Tetmar, Thetmar und Thedmar bezeugt. Bei den Rufnamen mit Tet-/Det-, bei denen das zweite Namenwort mit b- anlautete, etwa bei den damals häufigen Namen Detbern, Detbold, Detbrand und Detbert, wurde die Aussprache des "t" bei den aufeinanderfolgenden Konsonanten "tb" häufig an das "b" angeglichen. So entstanden zum Beispiel aus Tetbold die Namensformen Tebbold/ Tebold und Teppold/ Tepold. Für diese neu entstandenen Rufnamen mit Teb(b)- und Tep(p)- verwendete man im alltäglichen Umgang die Kurznamen Tebbe/ Tebe beziehungsweise Teppe/ Tepe, die dann auch als Beinamen vergeben wurden. Der erste Träger des Familiennamens Tepe war also jemand, dessen Vater Tepe hieß. Dass der Rufname Tepe sehr verbreitet war, ist an der Häufigkeit des Familiennamens abzulesen.
In einigen Fällen wurde ein bereits bestehender Familienname Tepe erweitert. So handelte es sich beim ersten Träger des Namens Hafertepe um jemanden, der in irgendeiner Beziehung zum Hafer stand, sei es, dass er am Haferkamp, Haverkamp, "Haferfeld" wohnte, sei es, dass er Hafer anbaute oder mit dem Getreide handelte. Sicher nach dem Wohnsitz benannt sind Becktepe (der Tepe am Bach) und Hövelteepe (der Teepe am Hügel). Der Langetepe erhielt den Namen wegen seiner Körpergröße, während der Langentepe der Sohn "des langen Tepe" war. Die zahlreichen weiteren Familiennamen mit -tepe wie Arslantepe, Göktepe, Karatepe, Öztepe usw. haben mit dem niederdeutschen Namen nichts zu tun. Sie sind türkischer Herkunft und enthalten das Wort tepe "Berggipfel, Hügel".
Häufigkeit: In Deutschland sind 121 Telefonteilnehmer registriert.
Streuung: Der Name ist bunt gestreut wie ein Flickenteppich.
Varianten: In Polen ist der Name unter 38,5 Millionen Einwohnern bezeugt als Beder, Bieder Biederek, Biederka oder Biederko.
Bedeutung: Diese Varianten sind die polnische Umsetzung des Vornamens Friedrich.
Telefonteilnehmer: 3
Varianten: Begelspache
Herkunft: Sowohl Begelsbacher als auch Begelspache haben ihre Herkunft in Hinterzarten im Schwarzwald. Prof. Udolph findet einen Johann Begelspacher, der 1605 geboren und 1673 in Geroldstal/ Kirchzarten gestorben ist.
Bedeutung: Auf der Internetseite stegen-dreisamtal.de findet Prof. Udolph mehrere Hinweise zum Namen. Dort ist der Name Begelspacher so erklärt: "Der Thomelinshof in einem kleinen, südlichen Seitental im unteren Gemarkungsgebiet wird schon in der Zeit vor 1450 bis nach 1800 allzeit 'Im Böglinspach' genannt. Offensichtlich ist aus diesem alten Hofnamen der Familienname Böglinspach und in seiner späteren Form Begelspacher entstanden." Es gab also eine Familie auf dem Thomelinshof, die Begelsbach oder Begelspacher hieß und dem kleinen Bach vor dem dazugehörigen Hof den gleichnamigen Namen gab. Es handelte sich vermutlich um einen Bach, der eine Kurve beschrieb.
Telefonteilnehmer: 34
Streuung: Der Name taucht hauptsächlich zwischen der Weser und der Elbe auf.
Bedeutung: Prof. Udolph findet zwei Erklärungen zu dem Namen:
Häufigkeit: Diesen Namen gibt es rund 6.500 Mal in Deutschland, die meisten Familien tauchen in Brandenburg auf.
Bedeutung: Die Grundform des Namens ist Bernhard, germanischen Ursprungs und besteht aus zwei Teilen. "Bern" steht für das Tier Bär, "hard" bezeichnet die Eigenschaft kernig oder kräftig. Dieser germanische Vorname Bernhard ist somit ist ein Wunschname, denn im Namen sollen die Charaktereigenschaften des Bären leben.
Telefonteilnehmer: 46
Streuung: Der Name taucht bunt verteilt in Deutschland auf, besonders oft im Ruhrgebiet.
Varianten: Bomba
Bedeutung: Es handelt sich um einen lautnachahmenden Namen. Bąba, zu Polnisch bomba, bedeutet "Bombe" oder "Blase". Bąbać steht für "stoßen, trommeln, schlagen". Beim Namenträger handelte es sich ursprünglich also um einen Trommler oder Straßenmusikanten.
Telefonteilnehmer: 15
Streuung: zwischen Weser und Ems
Varianten: Prof. Udolph findet 31 Mal den Namen Bentjen. Die Streuung ist ähnlich wie bei Bentje. Weiterhin gibt es neun Mal den Namen Bentjens.
Bedeutung: Für den ostfriesischen Raum ist das „-tje“ eine typische Endung (so zum Beispiel auch bei Antje, Gretje, Svantje), In diesem Fall ist das „-tje“ angehängt an den Vornamen Bernhard oder Benedic. Es handelt sich also um einen Vornamen, der zum Nachnamen geworden ist.
Häufigkeit: Der Name ist 52 Mal in Deutschland vorhanden.
Herkunft: Am häufigsten kommt der Name bei Mühlheim an der Ruhr vor; damit ist er niederdeutschen Ursprungs.
Bedeutung: Berke bedeutet niederdeutsch Birke, Feld bleibt Feld. Also bedeutet der Name: am Birkenfeld.
Häufigkeit: Der Name ist 269 Mal in Deutschland registriert.
Herkunft: Die Zentren des Namens liegen bei München, im Allgäu und in Ostfalen.
Bedeutung: Es handelt sich um einen Örtlichkeitsnamen, der Herkunftsname gilt als Ursprung des Familiennamens und bedeutet so viel wie "der Mann, der am Berg wohnt".
Telefonteilnehmer: 222
Streuung: Ostfalen
Bedeutung: Bet(h)e könnte von dem Personennamen Elisabeth stammen und eine Kurzform von ihm sein. Möglich ist auch die Kurzform vom männlichen Bertold oder Bertram.
Häufigkeit: In Deutschland gibt es 42 Familien mit diesem Namen. Sie sind bunt gestreut, das heißt es handelt sich um Zuwanderung nach Vertreibung aus dem Osten.
Herkunft: Die Mormonendatei gibt den Hinweis, dass die Vorfahren aus Ostpreußen stammen.
Bedeutung: Der Name ist ein Berufsname, das heißt der Vorfahre war ein Hersteller von Bettstellen, oder Bettgestellen. Im Mittelhochdeutschen heißt die Bettstelle noch Bettestall - so wird aus dem Namen Bettsteller und nicht Bettgesteller.
Telefonteilnehmer: 32
Streuung: Hannover, Wolfsburg
Bedeutung: Bicke bedeutet "Spitzhacke". Bicknäse heißt also soviel wie "Nase wie eine Spitzhacke".
Varianten: Es gibt ein Mal den Namen Beichling und zehn Mal die Variante Biegling.
Herkunft: Im Jahr 1105 wurden diverse Höfe aus dem Besitz der Adela von Beichling-Northeim dem Kloster Katlenburg vermacht. Diese erste schriftliche Erwähnung von Trintla, so der damalige Name von Trelde, rückte das Dorf in das Licht der Öffentlichkeit. Beichling taucht auf als Wolf Dietrich von Beichling oder auch Beuchling beziehungsweise Beichlingen, geschrieben aus einem niederen thüringischen Adelsgeschlecht. Beichlingen ist aber auch ein Ortsname, vier Kilometer nordöstlich von Kölleda.
Bedeutung: Der Ortsname Beichlingen ist eine "-ing"-Bildung und steht etwa für "Siedlung der Leute des Bichil". Bichil ist ein hochdeutscher Vorname, der zu dem althochdeutschen Wort "pichan" gehört. Mittelhochdeutsch heißt "bicken" "hauen, stechen". Von eben diesem Vornamen könnte auch der Familienname Beigling oder Bichling direkt abgeleitet sein.
Telefonteilnehmer: 62
Streuung: Die Verteilung des Namens ist bunt.
Herkunft: Der Name deutet auf eine Zuwanderung aus dem Osten hin.
Bedeutung: Beim Namensteil "Zeisler" handelt es sich eindeutig um eine Nebenform von Zeidler=Imker. "Bien" könnte als Biene gedeutet werden, also "Bienen-Zeidler".
Telefonteilnehmer: rund 1.000
Streuung: Der Name ist in fast ganz Deutschland nachweisbar. Schwerpunkte liegen in Norddeutschland, Westfalen, Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg.
Bedeutung: R. Zoder sagt in "Familiennamen in Ostfalen", Band 1-2, Hildesheim 1968, der Name gehöre zu dem gut erforschten Namen Beerbau(o/h)m. Das ist ein Orstname zwischen Rühle und Bodenwerder/Weser, der inzwischen wüst ist.
Mehrfach wird Bierbaum auch als Birnbaum erklärt. Bierbaum ist ein Örtlichkeitsname, abgeleitet vom mittelniederdeutschen bērbôm in Bedeutung von Birnbaum. Wahrscheinlich handelte es sich um einen Hofnamen nach dem bestimmenden Kennzeichen, einem Birnbaum. Noch heute gibt es ihn als Ortsnamen bei Lüdenscheid.
Telefonteilnehmer: 345
Streuung: Die Verteilung des Namens ist bunt, dennoch gibt es einen deutlich erkennbaren Schwerpunkt im Saarland.
Bedeutung: A. Heintze und P. Cascorbi sagen in "Die deutschen Familiennamen", Bisel sei ein Ortsname im Oberelsass. So kommt Prof. Udolph auf die Variante Bisel in Frankreich. M. Morlet sagt im "Dictionnaire étymologique des noms de famille" auf Seite 110, der Name gehe auf den französischen Ortsnamen Bécheul zurück.
Zum Ortsnamen heißt die Erklärung: Das deutsche Bisel heißt französisch Becheul und geht zurück auf einen Eintrag von 1280. Biso soll ein gallischer Personenname sein aus Bisus und dem gallischen ialo in Bedeutung von "Feld".
Für Prof. Udolph ist diese Erklärung fraglich, doch kann er keine andere liefern.
Telefonteilnehmer: 38
Herkunft: Der Name ist eindeutig niederdeutschen Ursprungs.
Bedeutung: Das niederdeutsche Wort bieten bedeutet "beißen". Im Familiennamen wird es mit -dübel, abgeleitet vom niederdeutschen Wort düwel in Bedeutung von "Teufel", kombiniert. Damit handelt es sich um einen Satznamen. "Beiß den Teufel" bezeichnet jemanden, den "weder Tod noch Teufel schrecken".
Telefonteilnehmer: 36
Streuung: Der Name taucht bunt gestreut auf. Das ist ein Hinweis darauf, dass die Vorfahren aus dem Osten stammen.
Varianten: Es gibt auch die litauischen Namen Berkubenas und Berkupienas. Sie sind umgestaltet aus dem ursprünglich deutschen Berghof.
Bedeutung: Berghof ist ein Flurname und bezeichnet jemanden, der auf einem Hof auf einer Erhebung gesiedelt hat.
Häufigkeit: In Deutschland gibt es den Namen mit einer Häufung in Norddeutschland 472 Mal.
Herkunft: Die Familie stammt aus Pommern. Die Verteilung des Namens weist darauf hin, dass es ein aus dem Osten zugewanderter Name ist.
Bedeutung: Da die Vorfahren aus Pommern kommen, schaut Prof. Udolph nach Hinweisen im Polnischen. Die polnische Namenforschung hat eine CD, mit deren Hilfe er eine Verbreitungskarte für Polen herstellen kann. Dort findet Prof.Udolph den Hinweis auf ein Häufung des Namens in Danzig. Er sucht jetzt nach einem polnischen Wort, das dem Namen Birr ähnelt und kommt dabei auf das polnische Verb bierracz. Das bedeutet raffen oder an sich reißen. Der Namenträger war also einmal jemand, der dafür gesorgt hatte, dass er nicht zu kurz kam.
Telefonteilnehmer: 22
Streuung: Der Name ist bunt gestreut wie ein Flickenteppich.
Bedeutung: In Polen ist der Name verbreitet als eine polnisierte Form des deutschen Wortes "ein Blinder".
Telefonteilnehmer: 61 (inklusive der Variante Bobermien)
Streuung: Patchwork-Streuung mit einer Häufung nordöstlich von Berlin.
Bedeutung: Die Lösung zum Namen findet Prof. Udolph in H. Bahlows "Pommersche Familiennamen": Es handelt sich wohl um Wobbermin, das ist ein Ortsname in Pommern. Es gibt auch einen Familiennamen Wobbermin. Er ist mit ähnlicher Streuung bezeugt wie Bobermin. Bobermin ist also eine Veränderung von Wobbermin, entstanden aus einem Personennamen, der zum Ortsnamen geworden ist. Im Personennamen Wobermin steckt das Wort "Obrima" und bedeutet "der Riese". Das ist auch ein Übername des Volkes der Avaren, ein Turkstamm.
Herkunft: Der Name stammt eindeutig aus dem Nord-Niederdeutschen. Eine Konzentration des Namens gibt es bei Hamburg, es kommt am ehesten ein Ort Bokel bei Pinneberg als Ursprung in Frage.
Bedeutung: Bokel= die Buche, Bockelmann = der Mann, der aus einem Ort Bockel kommt.
Telefonteilnehmer: 7
Varianten: Prof. Udolph findet bei der ersten Recherche auch Namenvarianten wie Beierstettel, Gerstette, Haberstetter, Oberstetter oder Weberstetter. Der gesuchte Name ist der einzige, der auf -stette endet, nicht auf -stetter.
Bedeutung: Es liegt nahe, dass es sich um einen alten Personennamen im Namen Bökker handelt. Der Name lässt sich mit dem althochdeutschen Namenelement "burg", niederdeutsch "borg", in Bedeutung von "Burg, Schutz" verbinden. Das "r" ist hierin ausgefallen, vergleichbar mit den Namen Burghard oder Burkhard. Somit lässt sich der Name Bökker als patronymische Ableitung zu diesem alten Rufnamen erklären.
In der zweiten Deutung kann es sich beim Namen Bökker um einen Berufsnamen für den Böttcher handeln. In Norddeutschland entwickelte sich die Bezeichnung "bode, böde(ne)" für "Bottich, Bütte" und das althochdeutsche Wort "potache", das mittelhochdeutsche Wort "boteche, botege" für "großes Holzgefäß". Es ist erstmals 1249/51 in Hamburg als Beiname Bödeke bezeugt. Der Böker war also der Bütten-, Fass- und Tonnenmacher. An diesen Namen setzt sich die Stette, also der Ort, an dem Tonnen, Bütten, Fässer hergestellt wurden.
Telefonteilnehmer: 33
Streuung: Emsland, Emden und Umgebung
Bedeutung: Der Name trägt die typisch friesische Endung "-ma" wie zum Beispiel auch der Name Reemtsma. Es ist umstritten, was dahinter steckt. Manche vermuten, es handelt sich um die abgeschliffene Endung "-mann". Dann wäre Boerma der "Bauermann".
Bedeutung: Der Name hatte einmal zwei Punkte über dem e , ein sogenanntes Trema. Die Auflösung ist im Standardwerk von Reinhold Zoder zu finden, und zwar unter dem Ursprungsnamen Bode.Dieser Name gehört zu einer Sippe von Wörtern wie bieten, geboten oder auch Verbot, das heißt der Bode hat etwas zu sagen gehabt. Bei Bode gibt es einen Genitiv. Es hieß nicht der Sohn des Otto Bode, sondern Otto Bodes Sohn. Diese Form wird verkürzt zu Otto Bodes. Bei diesem Namen wird dann in Folge einer Verschleifung beim Sprechen aus Bodes Boes. Dieser Genitiv, das Anfügen eines -s, heißt dann Boes. Die beiden Punkte auf dem e, das Trema, zeigt dem Sprecher an, dass dieser Name nicht zusammengezogen wie Bös ausgesprochen wird, sondern Bo-es.
Telefonteilnehmer: 1.200
Streuung: Der Name taucht hauptsächlich in Nordwest-Deutschland auf.
Bedeutung: Vermutlich handelt es sich um einen Personennamen zu dem niederdeutschen Wort "Bolewin" beziehungsweise "Boldewin", der Entsprechung zu dem hochdeutschen Wort Bald(e)win, Balduin, gebildet aus "bald" im Sinne von "kühn" und "wini" in Bedeutung von "Freund".
Telefonteilnehmer: 45
Streuung: Ostfriesland
Varianten: Es gibt den Namen Boje 492 Mal in Deutschland mit einer Streuung bei Hamburg, Schleswig-Holstein und dem nördlichen Niedersachsen.
Herkunft: Boio ist ein Personenname und besonders im friesischen Küstengebiet vorhanden.
Bedeutung: Der Name ist eine patronymische Bildung, die wohl letztlich zu "Junge, Knabe, Kerl" gehört. Auch im Englischen ist die Abwandlung boy wiederzufinden und bedeutet "Junge".
Telefonteilnehmer: 40
Herkunft: Die Recherche im Internet ergibt, dass es einen Ort namens Bökhaus gibt. Dieser liegt bei Hardissen nahe Lage.
Bedeutung: Der Name ist zusammen gesetzt aus Bök und Haus. Bök ist niederdeutsch und bedeutet Buche, Haus ist hochdeutsch.
Häufigkeit: Der Name kommt in Deutschland 35 Mal vor.
Herkunft: Hauptsächlich taucht der Name in der Nähe von Göttingen und Northeim auf, damit ist er ostfälischen Ursprungs.
Bedeutung: Bollensen ist ein Ortsname aus dem Landkreis Northeim bei Uslar. Dieser Ortsname ist bereits wissenschaftlich untersucht: Zugrunde liegt das niederdeutsche "husun"; das bedeutet "bei den Häusern". Der erste Teil ist der Personenname Bolo. Bolo gehört zum mittelniederdeutschen Buhle; das heißt Bruder, Gatte, Freund oder Geliebter. Das Wort Bolo ist zum Personenname geworden. Der Name heißt also "bei den Häusern des Bolo".
Häufigkeit: Den Namen Bolinius gibt es 89 Mal in Ostfriesland.
Herkunft: Der Ursprungsname ist ein einfacher Name aus Deutschland, und zwar Bohlen. Der Name wurde dann ins Lateinische übertragen (Latinisierung).
Bedeutung: Bohlen ist eine Kurzform von Boldewin und Balduin. Zu Grunde liegt ein germanischer Vollname, also ein Name mit zwei Teilen, die beide eine eigene Bedeutung haben: Bald = kühn und win= Freund.
Telefonteilnehmer: 13
Streuung: Der Name ist bunt wie ein Flickenteppich gestreut.
Varianten: Es gibt zahlreiche Varianten, zum Beispiel Bombal, Bombala, Bombalak, Bombalicka, Bombalicki, Bombalska, Bombalski, Bombała und Bomba.
Bedeutung: Der Name lässt sich ableiten vom deutschen Wort "schaukeln" beziehungsweise "bummeln". Der Vorfahre hatte offenbar einen auffälligen Gang.
Telefonteilnehmer: 33
Streuung: Der Name taucht hauptsächlich in Ostfriesland auf.
Varianten: In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 21 Mal den Namen Bööck.
Bedeutung: Böök ist eine mundartliche, niederdeutsche Form von "Buche" und damit ein Örtlichkeitsname.
Telefonteilnehmer: 23
Streuung: Das Zentrum des Namens ist in Ostfriesland.
Varianten: Bokemeier beziehungsweise Bokemeyer gibt es 64 Mal mit Streuung in Hannover und Minden.
Bedeutung: Zoder sagt, Bokemeier könne ein Örtlichkeitsname oder Flurname mit einem Bestimmungswort sein, etwa "der Meier vom Buchenhof".
Häufigkeit: Es gibt 871 Telefonteilnehmer mit diesem Namen.
Streuung: Zentrum ist der Burgenlandkreis in Thüringen.
Bedeutung: Zoder sagt, es handele sich um eine Örtlichkeit. Dabei sei Born die Quelle und -schein ein Adjektiv aus dem mittelniederdeutschen mit der Bedeutung scheinend, sichtbar. Belege dafür fehlen allerdings.
Brechenmacher sagt, es könne sich um einen Örtlichkeitsnamen handeln, zum Beispiel eine Stelle mit Brunnenquelle.
Gottschald wiederum glaubt, es handele sich um eine Variante unterschiedlicher Born-Namen. So könne aus Born auch Bornkamp, -kessel, -scheuer, -schauer, -schier, -schewne oder -sin geworden sein. Schein sei damit eine Variante von Scheune, eine Entrundung, und stehe für eine Scheune an der Quelle, also Quellen- oder Brunnenscheune.
Häufigkeit: Der Name ist 12.666 Mal in Polen bezeugt und auch 200 Mal in Deutschland vorhanden.
Herkunft: Der Ursprung des Namens liegt in Polen. In Deutschland liegen die Schwerpunkte in Norddeutschland beziehungsweise Schleswig-Holstein.
Bedeutung: Der Name gehört zu einem polnischen Ortsnamen in Polen, zum Beispiel Borov, Borova oder Borovo. Es liegt ein polnischer Name "bor", zu Deutsch Nadelwald, zu Grunde. Der Ortsname bedeutet "am Wald gelegen". Aus so einem Ort kommt jemand, der Borowski genannt wird. Das "-ski" im Namen zeigt an, dass die Person aus einem Ort kommt, der Borov heißt.
Telefonteilnehmer: 250
Herkunft: Die Mormonendatei familysearch.org zeigt die historische Herkunft in Schlesien und im Ruhrgebiet.
Varianten: In Polen gibt es Namen Bothur 48 Mal, vor allem in Schlesien. Den Varianten Botór und Botur liegt der Name Botor zugrunde - mit 638 Namensträgern der verbreitetste.
Bedeutung: Bothur ist die schlesische Variante von Bator. Dieser Name wiederum ist ungarischen Ursprungs und bedeutet "tapfer, mutig, tüchtig".
Die Stadt mit rund 16.400 Einwohnern im Landkreis Wesermarsch, bis 2004 Regierungsbezirk Weser-Ems, wurde erstmals 1314 als Deichbruchstelle genannt. Eine Siedlung entstand erst im 16. Jahrhundert auf drei eingedeichten Inseln am Braker Siel, der auch als Hafen genutzt wurde. Dieser entwickelte sich allmählich zu einem Umschlagplatz für größere Überseeschiffe, die hier die Waren umladen mussten, die nach Bremen verfrachtet wurden. Ab dem 17. Jahrhundert wurde Brake als Name für einen Wohnort verwendet: Braksiel und Harrierbrake.
Zugrunde liegt das mittelniederdeutsche Wort "brake" in Bedeutung von "Einbruchstelle, Bruchstelle eines Deichs, Durchfluss durch ein Loch; Durchbruch des Deiches oder Dammes; Stelle, wo zuvor ein Deich gebrochen ist".
Die ältesten Belege des Ortsnamens Bramsche beginnen in einer Urkundensammlung im Osnabrücker Urkundenbuch, Band1, mit dem Jahr 1097. Dort hieß der Ort noch Brameske und wurde unter anderem im Jahr 1217 zu Bramesze. Erst im Lauf der Jahrhunderte, etwa um 1350, entwickelte sich daraus Bramesche bis hin zu Bramsche. Der Ursprung dieses Namens ist heute noch nicht vollkommen geklärt. Der erste Teil des Wortes jedoch ist Bram und bedeutet im niederdeutschen "die Brombeere", kann allerdings auch Besenginster bedeuten. Bramsche ist also ein alter Flurname, der sich bezieht sich auf Gesträuch - ob Brombeere oder Besenginster.
Telefonteilnehmer: 105
Bedeutung: Diesen Namen gibt es häufig in den Niederlanden, dort allerdings in der Form Brouwers in Bedeutung von "Brauer". Im Westfälischen und Niederdeutschen wird "Brouwer" zu "Brauwer". Hinzu kommt die Endung "-s" als patronymische Bildung im Sinne von "der Sohn des Brauers" oder "Nachfahre des Brauers".
Herkunft: Leichter Schwerpunkt des Namens in Norddeutschland, eindeutiger Schwerpunkt der Herkunft ist jedoch in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. In Sachsen-Anhalt gibt es einen Ort mit Namen Brehme. Das heißt, ein Brehmer ist jemand, der aus diesem Ort Brehme im Eichsfeld stammt.
Bedeutung: Die Bedeutung des Namens Brehme wiederum kann sein: Brehme = niederdeutsch für Brombeerstrauch oder die mundartliche Form Brahm für Besenginster oder Pfreimkraut.
Häufigkeit: Es sind zwölf Telefonteilnehmer mit diesem Namen registriert.
Streuung: Nord- und Südwestdeutschland
Varianten: Es gibt die Variante Breitenreuter 14 Mal mit einer deutlichen Streuung in Baden-Württemberg
Erklärung: Breitenreuter ist ein Herkunftsname und stamm vom Breitenreut: "bei der breiten Reut"; das bedeutet "bei der breiten Rodung".
Das Castrum Vorde von 1123/1124 ist seit 1635 Bremervörde. Wie die Überlieferung zeigt, ist der Zusatz "Bremer-", veranlasst durch die Zugehörigkeit zum Bremer Erzbistum, erst im 17. Jahrhundert hinzugetreten. Die älteren Belege enthalten das mittelniederdeutsche Wort "vōrde" im Sinne von "Durchfahrt, Furt". Der heutige Ortsname bedeutet demnach soviel wie "an der Furt der Bremer".
Häufigkeit: Der Name kommt in Deutschland 79 Mal vor, Zentren sind Oldenburg und Osnabrück.
Bedeutung: Für Prof. Udolph ist es sicher, dass das "e" in Brengelmann ursprünglich ein "i" war, der Name also mit dem Brinkmann verwandt ist. Brinkmann ist ein Personenname.
Brink ist ursprünglich ein Weg, der zwischen zwei Äckern entlang führt, eine Art Trampelpfad. Dieser Weg wird bewachsen und erhöht sich, deshalb ist ein Brink später auch ein Hügel oder Berg. Ein Brinkmann wohnt an eben diesem. Den Namen gibt es auch als Variante Bringmann.
Das "el" im Namen Brengelmann kann eine Koseform sein. Es gibt jedoch keine eindeutige Erklärung für den Namen.
Telefonteilnehmer: 120
Herkunft: Die Herkunft des Namens ist eindeutig Schlesien.
Bedeutung: M. Gottschald sagt, der Name gehöre zu einem altdeutschen Personennamen, vielleicht zu "brast" im Sinne von "Kummer" oder besser zu dem älteren Wort "brest" in Bedeutung von "Fehler, Gebrechen, Schaden". "Brestig" bezeichnet in älterer Sprache jemanden, dem ein Glied fehlt oder der schadhaft ist.
Telefonteilnehmer: 500
Bedeutung: Es handelt sich um einen Berufsnamen für den "Bretthauer", also den Tischler.
Häufigkeit: Diesen Namen gibt es lediglich sieben Mal in Deutschland.
Herkunft: Der Hinweis, dass der Großvater des Namenträgers aus Königsberg stammt, ist ein entscheidender Hinweis für Prof. Udolph: In Ostpreußen schaut er nach litauischen Wurzeln. Es handelt sich um einen baltischen Namen, der häufig in Ostpreußen zu finden ist.
Bedeutung: Litauisch heißt der Name Briedigkeit "Bridgiocaitis". Dieser Name stammt vom litauischen Wort bridgius und bedeutet "der Water, der im Gras einer Wiese die Grenze austritt". Der Vorfahre war also jemand, der die Grenze bestimmte. Er watete durch die feuchte Wiese und bestimmte dann, wo die Grenze verläuft. Der erste Teil des Namens ist also bridgius, der die Grenze ausmisst, der zweite Teil, -keit, hieß früher kaititi und bedeutete ändern, wandeln oder wechseln.
Telefonteilnehmer: 150
Streuung: Südniedersachsen, Hessen
Bedeutung: Zoder sagt, Brömer sei eine Ableitung des Ortsnamen Brohm bei Stargard im Kreis Gifhorn. Möglich ist auch die Ableitung des wüsten Orts Brome, jetzt Wendisch-Brome, im Kreis Salzwedel an der niedersächsischen Grenze. Prof. Udolph hält allerdings die Ableitung von dem Wort "brahm" in Bedeutung von "Brombeere" für wahrscheinlich. Dann lebte der Vorfahre vermutlich an einer Brombeerhecke.
Telefonteilnehmer: 152
Streuung: Es gibt eine deutliche Häufung des Namens bei Osnabrück.
Bedeutung: Es gibt den Ortsnamen Brönstrup als Ortsteil von Tecklenburg. Dieser Ortsname enthält die niederdeutsche Endung "-trup" beziehungsweise "-trop", abgeleitet von dem Wort "dorp" in Bedeutung von "Dorf". Diese Endung ist zusammengesetzt mit dem Personennamen Brun. In Bedeutung von "braun" kennzeichnet er meist die Haarfarbe des ersten Vorfahren diesen Namens.
Varianten: Es gibt 850 Telefonteilnehmer mit dem Namen Hilker beziehungsweise Hildger bei Lippe.
Bedeutung: Der erste Teil des Namens, "bror", bedeutet Bruder. So haben sich unter anderem die Namen Broder, Bröder, Bruder, Brüder, Brüderle(in), Brodermann, Brudermann, Brodersen und auch Bror zu Familiennamen verfestigt. "Hild" und "ger" ergeben zusammen die Bedeutung "Speer".
Häufigkeit: Der Name ist 507 Mal in Deutschland vorhanden.
Herkunft: Die Vorfahren sollen aus Ostpreußen stammen. Der Name selbst stammt aus dem Griechischen.
Bedeutung: Die Vorform des Namens lautet Ambrosius, das bedeutet der Glückliche oder der Unsterbliche. Der Name kommt mit dem Christentum nach Nordeuropa. Das "Am-" von Ambrosius fällt irgendwann weg, so dass der Name Brosius übrig bleibt.
Häufigkeit: Den Namen gibt es in ganz Deutschland 1.707 Mal, Zentrum ist der Landkreis Emsland.
Herkunft: Damit ist klar, dass der Name im niederdeutschen Sprachbereich zu Hause ist.
Bedeutung: Das Wort ist damit eine Variante von Brummer, einem griesgrämigen Menschen, einem brummeligen Zeitgenossen.
Häufigkeit: Den Namen gibt es in Deutschland nur 44 Mal. Daher schaut Prof. Udolph nach der Variante Brüning und findet sie 3.700 Mal in Deutschland. Die Namen gehören also zusammen.
Herkunft: Die Verbreitungskarte hilft nicht weiter; es ist kein Zentrum des Namens auszumachen.
Bedeutung: Das "-ing" im Namen ist eine patronymische Bildung, Wortstamm ist also "ein Nachfahre des Brun". Brun ist die niederdeutsche Form von braun und bezeichnet ein auffälliges Merkmal des Namenträgers. Wahrscheinlich handelte es sich um die braunen Haare des Vorfahren.
Häufigkeit: Der Name ist nur vier Mal unter 38 Millionen Telefonteilnehmern in Deutschland verzeichnet.
Herkunft: Alle Einträge stammen aus Bad Bergen im Kreis Osnabrück.
Bedeutung: Der Name hat zwei Teile. Erstens: ein Winkel, eine Ecke, ein Teil, eine Örtlichkeit - Brunswinkel selbst ist also eine Örtlichkeit, in der ein Brun gelebt hat. Zweitens: Brun wiederum ist ein Übername, das heißt der Name bezeichnet eine Äußerlichkeit des Namensträgers: brun = braun, eventuell hatte der Namensträger ursprünglich braune Haare. Das "s" in der Namensmitte ist ein Genitiv und bedeutet also "der Sohn von".
Telefonteilnehmer: 346
Streuung: Der Name taucht vermehrt in den neuen Bundesländern auf.
Bedeutung: Die Deutung des Namens steht im "Lexikon der Familiennamen polnischer Herkunft im Ruhrgebiet": Es handelt sich wohl um die Ableitung eines polnischen Bronislav mit der deutschen Endung "-el". Bronislav besteht aus bron in Bedeutung von "Waffe" und slava in Bedeutung von "Ruhm".
Telefonteilnehmer: 103
Streuung: Der Name kommt vor allem in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern vor.
Bedeutung: Zoder sagt, Brusberg könne ein Ortsname sein, eine nicht erfasste Wüstung oder ein Flurname. Der Name kann nicht eindeutig geklärt werden, daher versucht Prof. Udolph es mit der Variante Brunsberg. Hier handelt es sich eindeutig um einen Örtlichkeitsnamen, zusammengesetzt aus Bruns und Berg. Bruns ist ein Personenname, abgeleitet von "dem Braunen", einer meist nach der Haarfarbe benannten Person. Berg bleibt der Berg, an dem die Person lebte. Wie, wohin und warum das "n" im Namen verschwand, kann niemand erklären. Daher ist die Deutung eher zweifelhaft.
Telefonteilnehmer: 324
Varianten: In Polen gibt es baltische Versionen des Namens, und zwar Bubele, Bubelis und ähnliche.
Bedeutung: "Bublys" bedeutet "Rohrdommel, wie eine Rohrdommel schreiben, rufen oder sprechen".
Häufigkeit: Es gibt diesen Namen 447 Mal in Deutschland mit Schwerpunkt bei Braunschweig im Ostfälischen.
Herkunft: Die Ursprungssprache für den Namen ist das Niederdeutsche.
Bedeutung: Im Niederdeutschen bedeutet Buchheister "ein junger Buchenschössling". Die Vorfahren von Familie Buchheister haben also an einem Ort mit vielen Buchenschösslingen gewohnt.
Der Ortsname ist relativ jung, denn ein Beleg aus dem Jahr 1450 ist der älteste, den Professor Udolph finden konnte. Damals hieß der Ort Bookholte. Book bedeutet Buche, Holte ist der Wald. Der Name ist also Buchenwald. Also ist Bookholte ein alter Name für ein Waldstück. Als dort eine Siedlung entstand, wurde der Name auf den Ort übertragen.
Eine Büchse ist eine Flinte, ein Gewehr, der Schütze bleibt ein Schütze. Brechenmacher erklärt den Namen mit: "der im Dienste der Stadt deren Geschütze bedient". Das heißt der Vorfahre war jemand, der mit der Waffe für die Sicherheit der Stadt einstand.
Telefonteilnehmer: 22
Streuung: Bremen und Oldenburg
Varianten: Es gibt sieben Mal den Namen Buddenbäumer.
Bedeutung: Zoder sagt, Budde sei ein Berufsname nach dem Gegenstand der Arbeit. Das mittelniederdeutsche Wort "budde" steht für "Bütte, Bottich, offenes Faß". Buddenberg ist ein Orts- und auch ein Örtlichkeitsname.
Diese Erklärungen passen allerdings nicht zur Streuung. Im Bestimmungswort "Budden-" findet sich jedoch das niederdeutsche Wort "buiten" in Bedeutung von "außerhalb". Bereits im Mittelniederdeutschen findet sich "buten" in der Bedeutung von "außerhalb". Diese Bezeichnung ist zum Teil bis heute in den Mundarten bekannt. So verzeichnen wir in Niedersachsen "buten, butten, biuten, büten, bouten, budn" in Bedeutung von "draußen, an einem entfernten Ort, auswärts". Das Hamburgische kennt "buten" als "außerhalb, draußen, außen" und die Verbindung "buten op" im Sinne von "von außen, an der Außenseite". Im Schleswig-Holsteinischen gibt es "buten, butn" in Bedeutung von "außen, außerhalb".
Das lässt sich auch auf andere Namen anwenden: Buddensiekm kann übersetzt werden mit "außerhalb, jenseits des Wasserlaufs", Buddenbrock mit "jenseits des Sumpfes", Buddenholt oder Butenholt mit "jenseits des Waldes". Auch hier verweisen die Namen auf die Lage des Hofes an außerhalb gelegenen Flurstücken. Der Name Buddenbaum kann letztlich erklärt werden als "außerhalb des Baumes oder Schlagbaumes siedelnd". Dazu passt der Ortsname Buddenbaum südlich von Warendorf.
Telefonteilnehmer: 195
Streuung: Zentren des Namens sind Bremen und die Unterweser.
Bedeutung: Prof. Udolph vermutet Beut(t)el als Berufsname nach dem Gegenstand der Tätigkeit oder Anfertigung als Ursprung. Das mittelniederdeutsche budel steht für "Beutel, Geldbeutel". Daher steht der Name am ehesten für "Beutelmann", einen Beutelschneider.
Telefonteilnehmer: 97
Bedeutung: Zoder sagt, der Name gehöre zu dem mittelniederdeutschen Wort "bûrscheper" in Bedeutung von "Gemeindehirte, Dorfhirte", eigentlich "Schäfer der Bauernschaft". Damit ist der Familienname aus einem Berufsnamen entstanden.
Telefonteilnehmer: 141
Bedeutung: Das mittelniederdeutsche Wort bol(l)ik oder bulk bedeutet "Stück Land" und taucht kennzeichnend vor allem in Westfalen auf.
Bedeutung: "Bult" ist mittelniederdeutsch und bedeutet "Erdhaufen, künstlicher Erdhügel". Bultmann ist also ein Wohnstättenname.
Telefonteilnehmer: 6
Varianten: Es gibt 53 Mal die Varianten Büntgen und Büntgens.
Bedeutung: Bunte ist ein Ortsname, ein Örtlichkeitsname oder ein Flurname. Bunte steht für "Eigengut", für einen abgegrenzten, vorbehaltenen Grundbesitz wie zum Beispiel das dem Bischof von Hildesheim vorbehaltene Eigengut bei Wesseln, wo der Flurname heute noch lebendig ist.
Häufigkeit: Es gibt sieben Telefonteilnehmer mit diesem Nachnamen.
Streuung: Die Namenträger sind im Raum Zeitz und im Rheinland registriert.
Bedeutung: Bei der Suche nach einer Erklärung des Namens helfen seine Varianten: Es gibt 28 Mal den Namen Buschan. Anhand der Streuung zeigt sich, dass der Name seinen Ursprung im Niedersorbischen hat. In Kirchenbüchern des 16. bis 18. Jahrhunderts gibt es mehrere Nachweise über niedersorbische Personennamen, unter anderem 94 Mal Bosan, drei mal Krasny Boschan, 190 Mal Boschan und sieben Mal Buschan. Der Name ist eindeutig sorbisch, denn die Niederlausitz ist Ursprungsort des Namens. Namen mit "Bu-" im Anlaut sind unter anderem Personennamen wie Budislav, also ein Vollname, der aus zwei Teilen besteht.
Welcher Vollname bei Buschang zugrunde liegt, kann Prof. Udolph nicht erklären. Es handelt sich aber um einen Namen mit "Bu-" im Anlaut, der verkost wird und deshalb mit einem "-sch" versehen wird. Genauere Erklärungen gibt es nicht.
Telefonteilnehmer: 44
Herkunft: "Bussius" ist die latinisierte Form der Grundform "busse".
Bedeutung: Dem Wort "busse" liegt der zweiteilige germanische Vollname "Burgard" zugrunde. "Burg" bedeutet "Schutz", "(h)ard" steht für "hart, kernig".
Telefonteilnehmer: 53
Bedeutung: Es handelt sich um einen Satznamen. Das Grundwort ist "Fisch", zu mittelniederdeutsch "visk" oder "visch". Das Bestimmungswort "büte-" ist eine Form des mittelniederdeutschen Verbs "bǖten" im Sinne von "tauschen, Tauschhandel treiben". Im Namen Bütefisch dürfte das Verb "bǖten" also in der Bedeutung "Handel treiben" enthalten sein. Der Familienname ist ein Satzname für einen Fischhändler: "tausche, handle mit Fisch; verteile Fisch".
Herkunft: Der Name stammt ganz einfach von der Lieblingsspeise des Vorfahren ab.
Herkunft: Der Ortsname hatte ursprünglich noch kein -hude. Die alten Formen lauten aus dem Jahre 959 (Abschrift 11.Jh.) "Buochstadon" und aus dem Jahre 973 "Buocstadon". Erst im 12. Jahrhundert erscheint das -hude: 1135 (Abschrift 14. Jh.) "Buchstadihude", (1160-1161) (Kopie 17. Jh.) "Gerlachus de Bucstedehusen" (!), 1195 "Heinrich de Bucstedehude", circa 1196-1197 "Buxethehuthe" (5mal) und um 1200 "Buxtehude".
Bedeutung: Die ursprüngliche Form des Ortsnamens war wohl "Bōk-stede", worin niederdeutsch "Buchenstätte, Buchenstelle; Ort, an dem Buchen wachsen" zu vermuten ist. Später trat dann -hude an, das wir auch aus Steinhude, Hude bei Bremen, Fischerhude, Ritterhude, Winterhude und anderen Ortsnamen kennen. Es liegt in englischer Form übrigens auch in Chelsea vor, entstanden aus "Chalk-hude", eigentlich "Kalkhude". Im Mittelniederdeutschen bedeutete hude "Holzlagerplatz, Stapelplatz an einer Wasserverbindung, Fährstelle". Im Altenglischen ist bezeugt, dass hyð "Platz, der das Schiff bei der Landung aufnimmt, ein passendes niedriges Ufer, ein kleiner Hafen" bedeuted. Die Grundbedeutung ist "Holzlagerplatz, Stapelplatz an einer Wasserverbindung, Fährstelle, (kleiner) Hafen, Landungsplatz, Bergungsplatz, Platz, der das Schiff bei der Landung aufnimmt, passendes niedriges Ufer, Überfahrtstelle".