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Streuung: Das Zentrum des Namens liegt nördlich von Wolfsburg.
Bedeutung: Zoder glaubt, der Name könne von Camehn stammen. Dies könne ein gekürzter Ortsname sein, denn im Kreis Gifhorn gibt es den Ort Kamenhorst von 1457. Der Ortsname bezeichnet eine "kammartig erhöhte Bodenfläche im niedrig gelegenen feuchten Bruchgebiet". Camehn hat sich dann zu Camehl entwickelt und scheint nichts mir dem Tier zu tun zu haben.
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Streuung: Der Name taucht hauptsächlich in und um Aachen auf.
Varianten: Es gibt auch die Variante Carduck.
Bedeutung: Der Name Karduck oder auch Carduck, älter Carduc, scheint zum rheinischen Mundartwort "kaduk" beziehungsweise "kadük" zu gehören. Es bedeutet "abgemattet, hinfällig, beim Spiel geschlagen, finanziell schwach; kleinlaut, unterwürfig, fügsam". Dabei handelt es sich um eine Entlehnung aus dem Französischen: Das Adjektiv "caduc" bedeutet unter anderem "gebrechlich, hinfällig, schwach; kaputt, morsch" und bezeichnet den Zustand einer Person, "die ihre Kräfte verloren hat oder sie Tag für Tag mehr verliert".
Häufigkeit: Diesen Namen gibt es mehr als 1.000 in Deutschland - hauptsächlich im Rheinland, aber auch in Mittel- und Norddeutschland. In der Schreibweise Kasper taucht der Name rund 5.000 Mal auf; die Streuung liegt eher in der Oberlausitz.
Bedeutung: Casper hat den Ursprung in dem persischen Wort "canshwar". Das ist ein Schatzmeister. Das Wort ist über das Griechische und Lateinische ins Christentum gekommen und dort zu Kaspar geworden.
1202 wird Czelle erwähnt, 1235 Schellis, 1227 Zhellis. Ein erster Beleg des Ortes ist allerdings Westercelle im Jahr 909, Kellu steht dort als Ursprungsort.
In altniederdeutschen Ortsnamen gibt es folgende Erscheinung: Gibt es ein k mit den Buchstaben i oder e in Folge, dann verändert sich der Anfangsbuchstabe in einen z-Laut. Dieses Phänomen ist in Niedersachsen mit dem Kellu geschehen. Kellu oder Kelle oder Kiellu ist also der Ursprungsname und bedeutet im Niederdeutschen Wasserlauf, Bucht oder Teich und damit bedeutet Celle: Siedlung am Fluß oder an einer Flussbucht.
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Varianten: In Polen tauchen die Varianten Chal, Chall und Chałła auf.
Herkunft: Die Streuung deutet darauf hin, dass der Name aus Polen stammt.
Bedeutung: Rymut glaubt, der Stamm des Namens sei "Chal-" oder "Chwal-". Die westslawischen (sorbischen, polnischen, tschechischen) Familiennamen Chwał, Chwal und Chval basieren auf einem männlichen Rufnamen. "Chwała" ist mit "loben, preisen, rühmen" beziehungsweise "Lob, Preis, Ruhm" zu verbinden.
Häufigkeit: In Deutschland gibt es den Namen 386 Mal mit Schwerpunkt in Thüringen, Sachsen und Franken.
Herkunft: Der Name stammt aus Pommern.
Bedeutung: Christel ist die Kurzform von Christ. Die Endung "-el" ist eine typische Form für Franken, Thüringen, Sachsen und Schlesien. Der Name Christ soll zeigen: Ich bin Christ, ich bin getauft, ich bekenne mich zum Christentum.
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Varianten: In Polen tauchen die Varianten Chust, Chustak, Chustecka, Chustecki, Chuszcz, Chuszcza, Chuszla und Chuszno auf.
Herkunft: Die geografische Verortung des Namens, die infrage kommt, liegt bei Graudenz in Polen und Torun in der Ukraine.
Bedeutung: Im "Lexikon der Familiennamen polnischer Herkunft im Ruhrgebiet" ist der Name hergeleitet von der polnischen Vokabel "chusta" beziehungsweise "chustka" für "Tuch, Kopftuch". Der Vorfahre des Namenträgers Chust trug vermutlich auffallend gern und häufig ein Kopftuch.
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Streuung: Das absolute Zentrum des Namens liegt bei Kassel.
Bedeutung: Zoder hat verschiedene Erklärungsmöglichkeiten für diesen Namen:
Prof. Udolph entschließt sich für eine Deutung in M. Gottschalds "Deutscher Namenkunde". Dort taucht der Name als Kurzform zu Nikolaus auf.
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Bedeutung: Gottschald sagt, der Name gehöre zu Hilarius. Dies ist ein griechischer Name mit der Bedeutung "der Heitere". Ein Ursprung des Namens kann Chlodwig oder Klodwig gewesen sein; das ist der Ludwig im hochdeutschen Sprachgebiet.
Für die Ableitung des Ortsnamens gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Prof. Udolph geht von folgender Theorie aus: England wurde von germanischen Siedlern besiedelt. Diese Siedler kamen aus Niedersachsen, das heißt es gibt auffällige Beziehungen zu niedersächsischen und englischen Ortsnamen. So auch bei Cloppenburg in Deutschland und Clopton oder Clapton in England. Die englischen Ortsnamen werden gedeutet mit der Herleitung von "clop" oder "clap", das bedeutet Hügel oder kleiner Berg. Übertragen auf Cloppenburg hieße das dann Bergburg.
Prof. Udolph geht also davon aus, dass das altgermanische Wort Hügel im Ortsnamen von Cloppenburg vorliegt und sich der Name auf die Lage der Burg bezieht, nämlich leicht erhöht und auf morastigem Gebiet.
Häufigkeit: Die Mormonendatei zeigt, dass es den Namen 29 Mal in Schleswig-Holstein gibt. Das Zentrum der Namen Krutziger, also mit K im Anlaut, liegt eindeutig in Schleswig Holstein, so dass der Name ursprünglich von dort stammen muss.
Bedeutung: Zur Erklärung des Namens muss man demnach nach einem niederdeutschen Wort suchen. Krutz bedeutet im Niederdeutschen Kreuz. Ein Krutziger ist demnach ein Kreuzfahrer. Der Vorfahre hat also an einem Kreuzzug teilgenommen, das heißt der Name geht zurück bis in die Zeit zwischen 1096 und 1099.