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Sabrina Elbe hat ein großes Ziel: Die Schwimmerin will unbedingt bei den Paralympics in London antreten. (Archiv)
Ihr Ziel sind zwar die Paralympics in London - doch das olympische Motto ist nicht unbedingt ihre Sache. Denn wenn Sabrina Elbe dabei ist, dann will sie auch gewinnen. Wie am Donnerstagabend im GOP-Varieté in Hannover: Dort wurde die 17-jährige Schülerin aus Vechta im Rahmen einer Gala zur Behindertensportlerin des Jahres 2012 gewählt. Zum zwölften Mal veranstaltete der Behinderten-Sportverband Niedersachsen (BSN) 2012 die Wahl. Am Ende wurde es ein weiterer Titel in der Trophäensammlung von Sabrina - sie hat schon zahlreiche nationale Rennen gewonnen, dazu hält sie drei deutsche Rekorde. Seit September des vergangenen Jahres gehört sie auch zum Nationalkader. Und das alles, obwohl sie erst vor zwei Jahren mit dem Schwimmtraining begonnen hat.
Am Donnerstag wurde in Hannover bei einer feierlichen Gala der Behindertensportler 2012 gekürt. Sechs Kandidaten standen zur Wahl. Die Auszeichnung wurde zum zwölften Mal vergeben.
Die Kandidaten: Matthias Alpers, Lena Weifen, Sabrina Elbe (oben, von links), Vico Merklein, Andrea Seyrl und Thomas Nolte (unten, von links).
Bei einem kurzen Blick auf den Trainingsplan der Schülerin aus Vechta wird klar: Von nix kommt nix. "Montags trainiere ich, dienstags jogge ich durch den Wald, mittwochs spiele ich Fußball, donnerstags habe ich Sport und Schwimmtraining und freitags und samstags ist wieder Schwimmen", erzählt sie schmunzelnd. Ihrer Trainerin Martina Seeger war ziemlich schnell klar, dass sie ein echtes Naturtalent unter ihren Fittichen hatte. "Sie ist die Erste im Wasser und die Letzte, die rausgeht", lobt die Trainerin. Die Parade-Stilarten von Sabrina sind Brust- und Kraulschwimmen - und das trotz ihrer Behinderung. Die bislang jüngste Behindertensportlerin des Jahres hat seit ihrer Geburt eine Beinverkürzung, dazu eine geistige Beeinträchtigung. An der Abstimmung haben sich nach Angaben des BSN etwa 26.000 Menschen beteiligt.