Stand: 21.04.2017 08:30 Uhr

Umfrage vor der SH-Wahl: Große Parteien zufrieden

In zweieinhalb Wochen wählen die Schleswig-Holsteiner einen neuen Landtag. So langsam geht es für die Politiker in den Wahlkampf-Endspurt. Der Norddeutsche Rundfunk wollte wissen, wie aktuell die politische Stimmung im Land ist. Infratest dimap hat im Auftrag des NDR eine Umfrage erstellt: Demnach zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD ab. Der Umfrage zufolge liegt die SPD mit 33 Prozent knapp vor der CDU. Die landet bei 31 Prozent. Die Spitzenkandidaten beider Parteien reagierten zufrieden auf die Ergebnisse.

Günther: "Noch nicht am Ziel"

Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sagte, er freue sich insbesondere, weil die Befragten seine Arbeit so gut bewerteten und sprach von einer guten Motivation für den Wahlkampf-Endspurt. "Meine Persönlichkeitswerte steigen und da wächst der Abstand." Könnten die Befragten ihr Landesoberhaupt direkt wählen, würden sich 55 Prozent für ihn entscheiden. CDU-Spitzenkandidat Daniel Günthers Wert bleibt mit 26 Prozent deutlich hinter Albig. Er reagierte kämpferisch und optimistisch auf die Umfrageergebnisse. "Wir haben in den letzten fünf Wochen vier Prozentpunkte aufgeholt. Die Richtung stimmt, aber wir sind noch nicht am Ziel", sagte Günther.

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Grüne über dem Bundestrend

Die Grünen bleiben demnach stabil bei 12 Prozent. Spitzenkandidatin Monika Heinold zeigte sich sehr zufrieden, dass die Partei in Schleswig-Holstein weiterhin deutlich über dem Bundestrend liegt. Für den Südschleswigschen Wählerverband (SSW), der von der Fünf-Prozent-Klausel ausgenommen ist, sprachen sich erneut drei Prozent der Befragten aus. "Wir wollen mehr. Das ist klar und dafür müssen wir noch hart arbeiten und hart kämpfen", sagte der Spitzenkandidat des SSW, Lars Harms. Rein rechnerisch könnte die bestehende Regierung aus SPD, Grünen und SSW weiterregieren.

AfD beklagt Behinderungen im Wahlkampf

Die FDP würde bei neun Prozent bleiben. FDP-Frontmann Wolfgang Kubicki ist optimistisch, dass seine Partei am Wahlabend mit einem zweistelligen Ergebnis und als drittstärkste Kraft in den Landtag einziehen wird. Mit aktuell neun Prozent in der Umfrage sei man absolut im Zeitplan.

Die AfD müsste mit fünf Prozent um den Einzug in den Landtag bangen. Die Partei begründet ihren Rückgang in der Umfrage von sieben auf fünf Prozent damit, dass sie im Wahlkampf behindert werde. So würden Plakate systematisch entfernt oder beschädigt und außerdem würden viele Räumlichkeiten der Partei verwehrt, so die Kritik.

Linke und Piraten nicht im Landtag

Linke und Piraten wären laut Umfrage nicht im Landtag. Die Piraten haben derzeit sechs Abgeordnete im Parlament. Der Vorsitzende Wolfgang Dudda sagte, es sei noch kein Grund aufzugeben, sondern es sei nach wie vor möglich, in den Landtag einzuziehen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 21.04.2017 | 08:00 Uhr

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