Stand: 15.06.2016 18:00 Uhr

Bier, Glasen und Qualen - das Kieler Woche-ABC

Feierlaune schwappt durch die Förde: Mit der Kieler Woche beginnt am Sonnabend wieder ein riesiges Segel- und Sommerfest in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt. Bis zum Abschlussfeuerwerk am 26. Juni erwarten die Organisatoren rund drei Millionen Besucher. Das größte Volksfest Nordeuropas ist eine Welt für sich. Wir haben zur leichteren Orientierung ein Nachschlagewerk zusammengestellt: das kleine Kieler Woche-ABC von NDR.de

A wie Abschleppen

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Auch während der Kieler Woche im Stress: die Schlepper auf der Förde.

Bei der Kieler Woche ähneln sich Mensch und Segelschiff mehr als es auf den ersten Blick scheint. Simples Beispiel: das Abschleppen. Schlepper manövrieren betriebsunfähige Schiffe elegant in den Kieler Hafen. Anreisende Gäste, die im Parkverbot stehen werden - na klar - abgeschleppt. Um das Parkplatzproblem zu vermeiden, finden Sie hier einen Überblick über die Parkmöglichkeiten in Kiel. Und die Kette lässt sich herrlich fortführen: Ansehnliche Exemplare des anderen Geschlechts brauchen ebenfalls jemanden, der sie - heldenhaft und natürlich uneigennützig - abschleppt.

B wie Bier

Auch wenn der typische Kieler-Woche-Gast gemeinhin als kultiviert gilt - ein kühles Blondes darf bei ihm trotzdem nicht fehlen. Bier ist - unter anderem neben Fischbrötchen - das Grundnahrungsmittel während der maritimen Festtage. Entweder vorm Einlauf der Segler, danach oder währenddessen. Ein frisch Gezapftes passt irgendwie immer.

C wie Classic-Open-Air

Das Classic-Open-Air gilt als kulturelles I-Tüpfelchen der Festwoche. Am zweiten Kieler-Woche-Freitag treffen sich Sänger, Songwriter und Musiker Max Mutzke sowie das Philharmonische Orchester auf der Rathausbühne. Das Motto: "Soul meets Classic".

Die schönsten Fotos von der Kieler Woche

D wie Dickschiff

Als "Dickschiff" bezeichnet man die größte Einheit einer Flotte, bei Segelparaden auch der Fünf- und Viermaster. Der Kieler-Woche-Gast nimmt's mit der Bezeichnung aber nicht allzu genau - für ihn ist jedes Schiff, das klobig und wuchtig ist, schlichtweg ein "Dickschiff".

E wie Eröffnung

Hoher Besuch reist zur Kieler Woche an: In diesem Jahr eröffnet Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel an der Seite von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig die Festwoche auf dem Kieler Rathausplatz.

F wie Fördekisten

Nicht nur auf dem Wasser wird's bei der Kieler Woche sportlich. Quietschbunt und Hauptsache: schnell! Das macht eine gute Seifenkiste aus. Für das obligatorische"Fördekisten"-Rennen wird die Kieler Bergstraße am letzten Sonntag der Festwoche (26. Juni) zur Piste. Mit bis zu 40 Kilometern pro Stunde duellieren sich die Seifenkisten-Piloten in ihren selbst gebauten Vehikeln. Wer als erstes durch die Ziellinie brettert, hat gewonnen. Wer noch dazu in einer ansehnlichen Seifenkiste sitzt, kassiert außerdem eine Portion Ruhm obendrauf.

G wie Glasen

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Das Glasenschlagen hat seinen Ursprung in der Segelschifffahrt.

Die Kieler Woche findet immer in der letzten vollständigen Juni-Woche statt - auch wenn sich ihr Beginn schon am vorletzten Juni-Freitag dank etlicher Soundchecks in der Innenstadt unüberhörbar ankündigt. Der offizielle Startschuss fällt am Samstagabend mit dem sogenannten Glasen, also dem Anschlag einer Schiffsglocke. Das Glasenschlagen hat seinen Ursprung in der Segelschifffahrt, als das Stundenglas (eine Sanduhr) als Zeitmaß diente.

H wie Hoftheater im Park

Im Hiroshimapark dürfen während der Kieler Woche auch die Puppen tanzen. Das hochkarätige Hoftheater stemmt ein Programm, das nicht nur Kindern abseits des Volksfest-Treibens ein kulturelles Päuschen bietet. Die Aufführungen des Figurentheaters wechseln sich mit Konzerten ab - beispielsweise spielen Ensembles des Philharmonischen Orchesters Kiel.

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