Stand: 17.10.2017 14:46 Uhr

Wobbenbüll hat den Kürzesten

Nach anderthalb Jahren Bau ist er nun fertig: Der neue Klimadeich zwischen der Hattstedter Marsch und der Geest bei Wobbenbüll (Kreis Nordfriesland) - und nach Informationen eines Sprechers ist er der kürzeste Deich, den der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) jemals gebaut hat. Er ist nur etwa einen Kilometer lang, etwas über acht Meter hoch und hat eine fünf Meter breite Deichkrone. Er fasst insgesamt etwa 90.000 Kubikmeter Sand im Kern, etwas mehr Klei wurde als Deckschicht verbaut.

Neuer Deich kann aufgestockt werden

Der westliche Teil des alten Deiches wurde verstärkt, der östliche Teil neu gebaut. Der Klimadeich in seiner neuen Form soll die Gemeinde, die nördlich von Husum liegt, künftig vor Sturmfluten und übertretenden Wassermassen schützen. Er hat eine günstige Besonderheit: Sollte der Meeresspiegel weiter ansteigen - was Küstenschützer vermuten - kann der Deich bis zu anderthalb Meter aufgestockt werden. So kann er an die sich ändernden Klima- und Meereseigenschaften angepasst werden. Das sei auch dringend nötig, sagen die Küstenschützer: Nach ihren Berechnungen wäre der alte Deich bei einer Sturmflut, die alle 200 Jahre vorkommen könne, gebrochen. Bei dem neuen Deich wird die Stöpe, also der Übergang zum Koog, bei einem Sturm von zwei massiven Stahltüren geschützt werden - jede mit einem Gewicht von zwölf Tonnen.

5,5-Millionen-Euro-Projekt

Das Geld für den Bau kommt von EU, Bund und Land. Insgesamt 5,5 Millionen Euro hat das Projekt gekostet und sichert rund 1.200 Menschen der Gemeinde. "Er schützt außer den Einwohnern eine Fläche von 2.400 Hektar und 180 Millionen Euro an Sachwert", sagt LKN-Chef Johannes Oelerich.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 17.10.2017 | 12:00 Uhr

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