Stand: 02.02.2016 17:08 Uhr

Windböen fegen Bäume und Baugerüste um

Wegen starker Windböen mussten die Feuerwehren im Land am Dienstag einige Male ausrücken. Mehrere umgestürzte Bäume mussten die Wehren bei Lübeck und den Kreisen Ostholstein, Stormarn und Herzogtum-Lauenburg beseitigen. In Wrohm (Kreis Dithmarschen) wehte der Wind in der Nacht eine Antenne vom Dach. In Heidgraben (Kreis Pinneberg) krachten am Mittag der Giebel eines Rohbaus samt Baugerüst ein.

Entgleiste Bahn, eingestürztes Gerüst

Bahngäste fahren in Bussen weiter

Bei Mölln (Kreis Herzogtum Lauenburg) brachte ein umgestürzter Baum einen Regionalexpress zum Entgleisen. In dem Zug auf der Strecke zwischen Lübeck und Lüneburg saßen 33 Reisende, die anschließend in Bussen weiterbefördert wurden. Die Bahnstrecke zwischen Mölln und Ratzeburg wurde bis zum Nachmittag gesperrt, inzwischen läuft der Bahnverkehr wieder. Verletzt wurde niemand.

Wind beschädigt Dach vom Sophienhof

In Kiel beschädigten die heftigen Sturmböen am Dienstagnachmittag das Dach des Einkaufszentrums Sophienhof in der Innenstadt. Teile der Lüftung seien weggeflogen, wie ein Sprecher der Feuerwehr NDR 1 Welle Nord sagte. Die Straße zwischen Hauptbahnhof und Sophienhof wurde deshalb teilweise abgesperrt. Nachdem die Lüftungsteile geborgen waren, wurde die Sperrung wieder aufgehoben.

Tote Pottwale bleiben erst mal liegen

Und auch die Bergung der acht im Wattenmeer vor Dithmarschen entdeckten Pottwalkadaver verzögerte sich. "Wegen des starken Westwinds läuft das Wasser nicht wie sonst ab", erklärte der Leiter der Nationalparkverwaltung, Detlef Hansen am Dienstag. Er und sein Team kam daher nicht an die verendeten Tiere heran.

Weitere Informationen

"Norkys" überflutet Fischmarkt, bremst Bahn aus

Orkantief "Norkys" sorgt weiter für Wirbel: Der Fischmarkt stand erneut unter Wasser, Züge zwischen Hamburg und Berlin sowie Fähren zwischen Rostock und Dänemark fuhren unregelmäßig. mehr