Stand: 16.03.2017 14:54 Uhr

Umfrage: SPD gewinnt deutlich - CDU mit Verlusten

Gute zwei Monate vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein deutet sich nach einer infratest-dimap-Umfrage im Auftrag des NDR an, dass die SPD offenbar auch im Norden von der momentanen Beliebtheit ihres Bundes-Spitzenkandidaten Martin Schulz profitieren kann. Könnten die Menschen im nördlichsten Bundesland bereits am kommenden Sonntag entscheiden, käme die SPD nach dieser Umfrage auf 33, die CDU auf 27 Prozent. Im Vergleich zur letzten NDR Umfrage im Dezember 2016 würden die Christdemokraten 7 Prozentpunkte verlieren, die Sozialdemokraten 7 Prozentpunkte gewinnen. Die Grünen lägen bei 14 Prozent (minus 1 Prozentpunkt).

FDP und SSW stabil

Der von der Fünf-Prozent-Klausel befreite SSW als dritte Regierungspartei käme erneut auf 3 Prozent. Ebenfalls stabil ist die FDP, die 9 Prozent erreichen würde. Die Linken zögen mit 4 Prozent (-1) nicht ins Parlament ein. Die AfD käme auf 7 Prozent (+1). Die Piraten würden nicht mehr im Landtag vertreten sein. Sie haben derzeit sechs Abgeordnete im Parlament.

Die aktuelle Umfrage

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Keine Wechselstimmung im Land

Könnten die Wähler in Schleswig-Holstein zwischen den beiden Spitzenkandidaten von SPD und CDU direkt entscheiden, dann läge der Sozialdemokrat Torsten Albig mit 50 Prozent Zustimmung deutlich vor Daniel Günther von der Union mit 21 Prozent. Eine Mehrheit von 55 Prozent der Befragten wünscht sich eine SPD-geführte Regierung. Für eine CDU-geführte Regierung sprachen sich 29 Prozent aus. Mit der Arbeit der Landesregierung von SPD, Grünen und SSW sind sechs von zehn Befragten zufrieden. Überraschend: Auch viele CDU-Anhänger (53 Prozent) äußern sich positiv über die Arbeit der Küstenkoalition.

Knappe Mehrheit für Rot-Grün

Das Erstarken der SPD würde Rot-Grün zur Mehrheit verhelfen. Anders als in den vergangenen fünf Jahren wäre eine Einbindung des SSW in ein Regierungsbündnis für SPD und Grüne nicht mehr erforderlich. Das Dreier-Bündnis von SPD, Grünen und SSW bleibt jedoch die Wunschkoalition mit der größten Unterstützung (45 Prozent). Andere Varianten stoßen mehrheitlich auf Ablehnung. Die Große Koalition findet noch die Zustimmung von 37 Prozent. Deutlich zurück liegt eine Jamaika-Koalition (CDU, Grüne, FDP) mit 29 Prozent.

Popularität: Kubicki vor Albig

Ungeachtet der Mehrheitsverhältnisse liegt FDP-Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki bei den Sympathiewerten in Schleswig-Holstein an der Spitze (55 Prozent zufrieden/sehr zufrieden). Er überflügelt damit auch Ministerpräsident Torsten Albig (SPD, 53 Prozent). Es folgt Grünen-Spitzenkandidatin Monika Heinold (30 Prozent).

Wichtigstes Thema: Integration von Ausländern

Bei der Frage nach den wichtigsten Problemen Schleswig-Holsteins nennen die meisten - nämlich 17 Prozent - die Probleme der Zuwanderung und die Integration von Ausländern. Auf den zweiten Platz kommt Schule und Bildung (16 Prozent). Außerdem beschäftigt die Befragten noch das Thema Infrastruktur und Verkehr (12 Prozent), Arbeitsmarkt sowie die Energiepolitik (6 Prozent).

Für die Untersuchung hat infratest dimap vom 9. bis 14. März 1.000 Schleswig-Holsteiner befragt. Diese Stichprobe ist repräsentativ bezogen auf die Wahlberechtigten im Land ab 16 Jahren. Die Fehlertoleranz beträgt 3,1 Prozentpunkte (bei 50 Prozent Anteilswert) bis 1,4 Prozentpunkte (bei 5 Prozent Anteilswert).

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 16.03.2017 | 12:00 Uhr

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