Stand: 07.06.2015 17:00 Uhr

Tag des Hundes: Vierbeiner im Rampenlicht

von Simone Steinhardt

Die 16 Monate alte Vizsla-Hündin Nieke sieht gebannt und mit gespitzten Ohren zu ihrem Besitzer Gerd Rübsam. Das Zweiergespann ist Teil der Hundestaffel Sylt, Hündin Nieke in der Ausbildung zum Rettungshund. Ihre Aufgabe: Sie soll gleich ein "Opfer" aufspüren und ihr Herrchen durch anhaltendes Bellen zur Fundstelle führen. Diese Demonstration ist Teil der Vorführungen in Tinnum auf Sylt zum Tag des Hundes. Eingeladen hatte der Gebrauchshundesportverein Sylt e.V. (GHSV). Neben den Vorführungen der Rettungshundestaffel demonstrierten die Vierbeiner auf einem Parcours, was sie im GHSV gelernt hatten.

Zu Ehren des Vierbeiners: Tag des Hundes auf Sylt

Belohnung für den Fund

Rettungshund-Azubi Nieke ist seit einem Jahr im Training. Sie hat von ihrem Besitzer das Kommando bekommen: einen "Vermissten" auf dem Hundeplatz aufspüren. Kaum von der Leine gelassen, sprintet die junge Hündin über den Rasen los, direkt auf das im Gras liegende "Opfer" zu. Dort angekommen, macht sie ihr Herrchen mit aufgeregtem Gebell auf sich aufmerksam. Durch dieses sogenannte Verbellen zeigen die Vierbeiner ihrem Hundeführer, dass sie den Gesuchten gefunden haben. "Nieke hat ihre Sache gut gemacht", findet ihr Besitzer. "Wir üben zweimal die Woche in der Hundestaffel und haben viel Freude dabei", erklärt Rübsam. Vizslas seien Arbeitshunde - auf diese Weise könne er Nieke prima beschäftigen. Nur einfach Gassi zu gehen, würde ihr nicht reichen. Zur Belohnung für die brav gemeisterte Aufgabe gibt's für die Hündin leckere Fleischwurst.

Amadeus kann‘s schon länger

Während Azubi Nieke noch lernt, sind Aufgaben wie Opfer aufzuspüren für den achtjährigen Labrador-Rüden Amadeus längst Routine. "Er hat schon mehrere Einsätze auf Sylt absolviert", erzählt seine Besitzerin und Staffel-Leiterin Birthe Hinrichsen-Hinz. Mindestens zwei Jahre dauert die Ausbildung zum Rettungshund. Zum Zeitpunkt der Prüfung dürfen die Hunde nicht älter als sieben Jahre alt sein. "Die Rettungshundestaffel wird nicht nur bei Unfällen angefordert", erzählt die Leiterin der Hundestaffel und schmunzelt: "Manchmal werden die Hunde auch für die Suche nach Touristen eingesetzt, die sich verlaufen haben."