Stand: 15.03.2016 18:21 Uhr

Sylt Shuttle Plus entgleist - niemand verletzt

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Der "Sylt Shuttle Plus" ist an einer Weiche in Niebüll entgleist.

Auf einer der zahlreichen Rangierfahrten ist ein Triebwagen des "Sylt Shuttle Plus" am Bahnhof von Niebüll (Kreis Nordfriesland) entgleist. Nach Angaben der Bundespolizei sprang der Zug am Montagabend an einer Weiche mit einer Achse aus den Gleisen. Der Lokführer blieb unverletzt. Fahrgäste waren nicht an Bord, sagte ein Sprecher der Bundespolizei NDR 1 Welle Nord. Der Triebwagen war auf dem Weg vom Autozug-Terminal zum Bahnsteig. Der Personenzug fährt - angehängt an den Autozug Sylt Shuttle - über den Hindenburgdamm nach Sylt und wieder zurück.

Schaden von mindestens 10.000 Euro

Das Drehgestell des Zuges wurde beschädigt. Die Bahnstrecke nach Sylt war mehrere Stunden lang gesperrt. Das Technische Hilfswerk (THW) aus Niebüll setzte den Triebwagen wieder auf die Schienen. Allein an der Strecke entstand einer ersten Schätzung zufolge ein Schaden von 10.000 Euro. Warum der Wagen entgleiste, ist noch unklar.

Pendler-Initiative kritisiert "Geisterzüge"

Der entgleiste Diesel-Triebwagen gehört zum umstrittenen Bahn-Angebot "Sylt Shuttle Plus", mit dem sich die Deutsche Bahn seit Herbst 2015 gegen den Mitbewerber RDC Verbindungen auf die Insel sichert. Die zusätzlichen Züge sind nach Angaben einer Pendler-Initiative meist ohne Fahrgäste unterwegs und werden deshalb auch "Geisterzüge" genannt. Wegen der Rangierfahrten sind die Schranken häufiger geschlossen. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember kommt es außerdem häufiger zu Verspätungen auf der gesamten Strecke, kritisieren Pendler.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 15.03.2016 | 19:00 Uhr