Stand: 24.04.2017 15:31 Uhr

Sturmflut: Gemeinden können auf Fonds zugreifen

Das Wasser hat Deiche überspült, ist in Keller und Häuser gelaufen und hat Autos unter Wasser gesetzt: Die Ostsee-Sturmflut am 4. und 5. Januar hat in Schleswig-Holstein viele Schäden hinterlassen. Nun ist klar: Die betroffenen Gemeinden können bis zum 30. Juni Anträge auf Unterstützung aus dem "Sonderfonds Sturmflutschäden" stellen, in dem Geld vom Land bereitsteht. Der Landtag hatte dafür Ende März zwei Millionen Euro bewilligt. Nun ist laut Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) dazu die Förderrichtlinie in Kraft getreten und steht auf der Internetseite der Investitionsbank zum Download bereit.

Rückblick: Bilder vom Hochwasser
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Hochwasser in Lübeck: Feuerwehr im Dauereinsatz

Deutlich früher als erwartet ist die Lübecker Feuerwehr nach eigenen Angaben im Dauereinsatz. Zahlreiche Straßen mussten wegen Überflutung gesperrt, Autos abgeschleppt und Häuser mit Sandsäcken geschützt werden. Bildergalerie

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Meer in Aufruhr: Sturmflut in Heiligenhafen

Die Pegelstände an der Ostseeküste sinken, nach der Sturmflut in der vergangenen Nacht zieht sich das Wasser zurück. Auch Heiligenhafen im Kreis Ostholstein war besonders betroffen. Bildergalerie

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Hochwasser-Schäden an der Kieler Förde

An der Kieler Förde stand das Wasser anderthalb Meter höher als normalerweise. Bei Strande haben meterhohe Wellen Teile der Steilküste abgerissen. Bildergalerie

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Land unter an der Flensburger Hafenspitze

Wüst sieht es aus: Nahezu alle Kneipen, Restaurants und Hotels am Flensburger Hafen sind vom Hochwasser betroffen. Die komplette Hafenspitzen und eine Straße standen unter Wasser. Bildergalerie

Gefördert werden touristische Infrastrukturen

Ersetzt werden aber nicht alle Schäden: In der Regel können Gemeinden aus dem Fonds die Hälfte der Summe bekommen, die notwendig ist, um einen Schaden zu beseitigen. Bezahlt würden aber nur Schäden, die unmittelbar auf die Januar-Sturmflut zurückzuführen sind, sagte Meyer. Weitere Bedingungen: Es muss sich um öffentliche touristische Infrastrukturen wie Uferanlagen, Seebrücken oder Dünen handeln. Auch sie werden aber nur gefördert, wenn ihr Bestand langfristig gesichert ist. "Strandauffüllungen fördern wir nur unter der Voraussetzung, dass sie einen Beitrag zur Ufersicherung leisten oder massiver Strandverlust die touristische Nutzung erheblich beeinträchtigt", sagte Meyer.

Weitere Informationen

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Wenn das Hochwasser den Strand verschluckt

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Nach Sturmflut-Schäden: Wer zahlt?

Nach der schwersten Sturmflut seit einem Jahrzehnt muss geklärt werden: Wer zahlt die Schäden? Außerdem gehen die Aufräumarbeiten im Land weiter. (06.01.2017) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 24.04.2017 | 15:00 Uhr

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