Stand: 02.02.2016 20:24 Uhr

Studenten entwickeln Windrad für Flauten

25 Studenten aus dem dritten Semester des Internationalen Windmaster-Studienganges in Flensburg haben am Dienstag eine Neuheit präsentiert: Sie zeigten das Konzept für eine selbst entwickelte Windkraftanlage. Das Modell wäre mit 150 Metern Rotordurchmesser das größte seiner Leistungsklasse und wurde speziell für windschwache Standorte optimiert.

Sie dreht sich auch bei wenig Wind

Bewegung bei ganz wenig Wind

Die jungen Tüftler recherchierten, berechneten und simulierten, wie eine Anlage konstruiert werden könnte, die es so noch nicht gibt: Sie hat besonders große Flügelblätter - kombiniert mit einem Generator, der dreieinhalb Megawatt liefert. Dies entspricht lediglich einer mittleren Leistungsklasse. Allerdings: Schon bei drei Metern pro Sekunde Windgeschwindigkeit in der Höhe bewegen sich die Blätter. Bei zehn Metern pro Sekunde wäre schon Volllast erreicht.

Kommt ein Prototyp?

Selbst im vergleichsweise windschwachen Hessen würden die Anlagen damit fast die Hälfte der Zeit ihre komplette Leistung einspeisen. Die problematischen Schwankungen bei der Windenergie fallen somit etwas geringer aus als normalerweise. Die Fachhochschule will das Projekt weiter verfolgen. Ob es jemals zum Bau eines Prototyps kommt, ist noch offen. Professor Peter Quell von der Fachhochschule Kiel denkt aber schon, dass das Konzept bei den Profis Interesse wecken wird.

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