Stand: 05.10.2017 17:42 Uhr

Stammzellenspender für Jonte gesucht

Bild vergrößern
Eigentlich sollte Jonte in diesem Jahr in die Schule kommen, wegen der Behandlung wird das nicht klappen.

Der kleine Jonte aus Wankendorf (Kreis Plön) ist ein aufgeweckter, lebenslustiger Junge. Er liebt es, mit seinem Trecker im Garten zu spielen und Sandburgen zu bauen. Doch von einer Sekunde auf die andere hat sich sein Leben verändert. Nach einer langwierigen Halsentzündung bekam er die niederschmetternde Diagnose: Blutkrebs. Jetzt sucht seine Familie für ihn einen Stammzellenspender, denn ohne ihn kann der 6-Jährige nicht überleben. Wer potentieller Spender sein möchte, kann am 8. Oktober zwischen 10 und 15 Uhr ins Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Wankendorf kommen und sich typisieren lassen. Die Daten werden dann in die Datenbank der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) eingepflegt.

DKMS will Datenbank erweitern

So können Menschen, die sich bei der Aktion für Jonte typisieren lassen, deutschlandweit zu möglichen Spendern werden. Aktionen wie diese sind wichtig, damit die DKMS ihren Fundus potentieller Spender erweitern kann. Die DKMS freut sich auch über Geldspenden, da die Registrierung eines jeden Spenders 35 Euro kostet.

Sechs Schritte zur Stammzellenspende

  1. Registrierung: Spender müssen 17 bis 55 Jahre alt sein. Wangenabstrich mit Wattestäbchen für die Analyse der Gewebemerkmale.
  2. Prüfen der Gewerbemerkmale: Wenn die Gewebemerkmale zu denen eines Patienten passen, wird dies durch eine Blutprobe nochmals bestätigt. Weitere Blutwerte werden ermittelt.
  3. Gesundheitsscheck: Nach einem gründlichen Gesundheitscheck und der Aufklärung durch einen Arzt steht der Stammzellspende nichts mehr im Wege - das endgültige Einverständnis des Spenders vorausgesetzt.
  4. Periphere Stammzellenentnahme: Bei 80% der Spenden ist dies ähnlich einer Blutspende. Im Vorfeld wird dem Spender der Wachstumsfaktor G-CSF verabreicht, danach können grippeähnliche Symptome auftreten. Langzeitnebenwirkungen sind nach heutigem Forschungsstand nicht bekannt.
  5. Knochenmarkentnahme: Bei 20% aller Spenden wird unter Vollnarkose Knochenmark aus dem Beckenkamm entnommen. Nach der Entnahme kann für wenige Tage ein lokaler Wundschmerz entstehen - ähnlich dem einer Prellung. Das Risiko der Knochenmarkentnahme ist gering. Es beschränkt sich im Wesentlichen auf das Narkoserisiko.
  6. Stammzellentransplantation: Wie bei einer Bluttransfusion werden die Stammzellen transplantiert. Sie nisten sich in den Knochenhohlräumen des Patienten ein und beginnen dort neue, gesunde Blutzellen zu bilden. (Quelle: DKMS)

Weitere Informationen

Fragen und Antworten zur Knochenmarkspende

01.05.2016 10:40 Uhr
N-JOY

Wie funktioniert die Online-Registrierung? Was passiert genau bei einer Stammzellen-Entnahme und welche Risiken bestehen für euch? Diese und weitere Fragen im Überblick. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Guten Morgen Schleswig-Holstein | 07.10.2017 | 09:10 Uhr

Mehr Nachrichten aus Schleswig-Holstein

02:39

Diakonie hilft Familien in Not

12.12.2017 19:30 Uhr
Schleswig-Holstein Magazin
02:49

AfD: Debatte um Doris von Sayn-Wittgenstein

12.12.2017 19:30 Uhr
Schleswig-Holstein Magazin
02:32

Schleswig schafft Straßenausbaubeiträge ab

12.12.2017 19:30 Uhr
Schleswig-Holstein Magazin