Stand: 06.12.2017 12:45 Uhr

"Speed-Dating" von Forschung und Wirtschaft in Kiel

Es ist ein wenig wie beim Speed-Dating: Jeweils gerade einmal drei Minuten haben die 100 Wissenschaftler Zeit, um ihre Forschungsprojekte zum Thema Energie vorzustellen. Bei der Wissenschaftskonferenz "Future Energies" treffen sich Forschung und Wirtschaft. Etwa 1.000 Experten von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen, unter ihnen zahlreiche Start-ups, wollen miteinander ins Gespräch kommen. Es geht um die zentrale Frage: Wie sieht die Zukunft der Energien aus? Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) stellte bei der Eröffnung der Konferenz klar: "Die Energiewende kann nur gelingen, wenn Ausbau und gesellschaftliche Akzeptanz miteinander im Einklang stehen." Schleswig-Holstein sei seit Jahrzehnten Vorreiter der Energiewende, betonte Günther.

Die Schule als Keimzelle der Wissenschaft

Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) lobte die Konferenz als Plattform für einen Dialog zwischen Unternehmen und forschenden Wissenschaftlern. "Der Wissens- und Technologietransfer aus erster Hand ist entscheidend für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit Schleswig-Holsteins als Energiewendeland Nummer eins", erklärte Buchholz. Für Bildungsministerin Karin Prien (CDU) beginnt der Wissenstransfer bereits im Schulbereich. "Hier werden entscheidende Grundlagen gelegt. Es ist eine anspruchsvolle und anhaltend wichtige Aufgabe, Schülerinnen und Schüler gut auf die Herausforderungen der Gesellschaft und der Arbeitswelt vorzubereiten", so Prien. Sie strebe daher an, Schule, Wissenschaft und Wirtschaft miteinander zu verzahnen.

"Es gibt schon alltagstaugliche Lösungen"

Unter dem Dach der Wissenschaftskonferenz geht es auch um die Zukunft von E-Mobilität. "Wir brauchen eine echte Verkehrswende: erstens für den Klimaschutz, zweitens für saubere Luft und drittens, damit auch die Autoindustrie eine Zukunft hat", sagte Energiewendeminister Robert Habeck (Grüne) zur Eröffnung des Elektromobilitätsforums. Die Landesregierung wolle dafür zehn Millionen Euro in den kommenden vier Jahren investieren. Damit sollen mehr Ladestationen für E-Autos gebaut werden. Außerdem soll der Öffentliche Nahverkehr auf emissionsarme Fahrzeuge umgestellt werden. "Die Elektromibilität kommt", sagte Jens Sandmeier von der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein (WTSH). Dass es schon heute alltagstaugliche Lösungen gibt, zeige das diesjährige Forum.

Veranstalter ist die Berliner Zeitung "Der Tagesspiegel", der das Format entwickelt hat und den Kongress gemeinsam mit dem Land Schleswig-Holstein ausrichtet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 06.12.2017 | 13:00 Uhr

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