Stand: 12.10.2017 15:46 Uhr

Soko "Wohnung" will mehr Einbrüche verhindern

In Pinneberg hat die Polizeidirektion Bad Segeberg am Donnerstag eine neue Sonderkommission vorgestellt. Die Soko "Wohnung" soll dafür sorgen, dass die Zahl der Einbrüche in den kommenden Herbst- und Wintermonaten auf einem niedrigen Niveau bleibt. In der Kommission werden 25 Ermittler zusammenarbeiten - 15 von den Polizeirevieren und 10 von der Kriminalpolizei. Hinzu kommen 15 Zivilfahnder, die "Undercover" ermitteln. Außerdem sind Spezialisten dabei, etwa von der Spurensicherung. Das Projekt läuft über sechs Monate.

Revier: Segeberg und Pinneberg

Die Sonderkommission hat ihre Arbeit schon Anfang Oktober aufgenommen. Die Kollegen sitzen zum großen Teil in Pinneberg, ein kleiner Teil ist in Bad Segeberg stationiert. Ihr Revier sind die Kreise Pinneberg und Segeberg. "Bis vor Kurzem hatten die vier Dienststellen der Kriminalpolizei in diesem Gebieten einzeln gearbeitet, jetzt lösen sie gemeinsam Fälle", sagte die Leiterin der Sonderkommission, Sarah Lampe. Die Polizei hofft, dass sich durch die Arbeit der Abteilung die Zahl der Einbrüche weiter reduziert. Auch die Aufklärungsquote soll steigen.

Polizisten an anderer Stelle abgezogen

Die Polizisten, die in der Soko arbeiten, wurden von anderen Revieren abgezogen. Das bedeutet, dass die anderen Polizisten dort in den kommenden sechs Monaten mehr zu tun haben werden. "Allerdings haben die Schutzpolizisten in Wintermonaten erfahrungsgemäß weniger zu tun", meint Jörg Mangelmann von der Polizeidirektion Bad Segeberg.

Bei der Vorstellung der Soko wies die Polizei noch einmal darauf hin, wie wichtig Hinweise aus der Bevölkerung für ihre Arbeit sind. Die Beamten baten darum, dass Bürger - wenn ihnen etwas Verdächtiges auffällt - nicht zögern sollen, die Polizei zu rufen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 12.10.2017 | 14:00 Uhr

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