Stand: 14.11.2017 15:29 Uhr

Schleswiger Dom bekommt Rundumerneuerung

Der St.-Petri-Dom ist aus dem Stadtbild von Schleswig nicht wegzudenken. Doch gerade die Westseite des 100 Jahre alten Bauwerks leidet unter dem Wetter. Der Putz bröckelt, das Mauerwerk ist feucht und Wasserflecken zieren die Wände. Doch das soll sich jetzt ändern. Der Schleswiger Dom soll in den kommenden drei Jahren für insgesamt 17 Millionen Euro umfassend saniert werden.

Mauern sind komplett durchnässt

Derzeit ist vor allem das Mauerwerk schwer beschädigt. Es ist nicht nur feucht, sondern die zwei Meter dicken Wände sind bis zum Sättigungsgrad nass. Das macht nicht nur dem Gebäude selbst zu schaffen, sondern auch den Kunstschätzen im Innenraum wie beispielsweise dem fast 500 Jahre alten Brüggemann-Altar.

Großbaustelle wird vorbereitet

Bischof Gothart Margaard ist deswegen erleichtert, dass es nun endlich losgeht. Die ersten Bagger sind zu sehen, der Dom ist nur noch über das Petri-Portal zu erreichen und Absperrband flattert auch schon hier und da - die Großbaustelle wird vorbereitet. Dann wird Anfang kommenden Jahres das Gerüst am 112 Meter hohen Kirchturm errichtet, erläutert Projektleiterin und Architektin Sybille Gertenbach: "Das wird mindestens drei Monate in Anspruch nehmen. Dann wird das Mauerwerk zurückgebaut und wieder aufgebaut. Wir haben Teile hier am Turm, die müssen komplett entfernt werden, weil das so zerstört ist, dass es komplett ersetzt werden muss."

Sanierungsarbeiten am St.Petri-Doms in Schleswig

Gottesdienste finden weiterhin statt

Die Hauptarbeiten werden voraussichtlich 2019 und 2020 stattfinden. Das hat einige Einschränkungen zur Folge. Der Zugang zur Aussichtsplattform und zum Turm wird gesperrt sein. Auch die Glocken werden zu einem bestimmten Zeitpunkt abgehängt. Der Innenraum soll barrierefrei gestaltet werden, und die Dombesucher dürfen sich auch bei der Innenbeleuchtung auf Verbesserungen freuen. Gottesdienste sollen weiterhin gefeiert werden, auch wenn "mit optischen und akustischen Beeinträchtigungen" zu rechnen ist, so der Bischof.

Kosten werden aufgeteilt

Bischof Gothart Margaard sieht die Baumaßnahmen trotzdem positiv: "Ich freue mich, dass dieser Ort, in dessen Nähe ich lebe und an dem ich oft Gottesdienste feiere, für die Zukunft erhalten werden kann. Dass wir dafür sorgen, dass auch nachfolgende Generationen diesen Ort besuchen können."

Die Kosten für das umfassende Projekt teilen sich Bund, Land, Kirche und Stadt. 8,65 Millionen Euro der 17 veranschlagten Millionen Euro trägt der Bund. Das Land stellt 4,1 Millionen Euro, die Stadt 450.000 Euro. Die verbleibenden Kosten werden von der Nordkirche, vom Kirchenkreis Schleswig-Flensburg und der Kirchengemeine Schleswig getragen.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 14.11.2017 | 19:30 Uhr

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